Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung oder nicht abgedichtete Kameras…

Wenn man Mitte September in Südnorwegen rumkrautert, muss man mit Regen rechnen. Auch wenn man jeden Tag die Wetterapp checkt und den Reiseplan von Wolkenlöchern bestimmen lässt – irgendwann erwischt einen Petrus. Also raus aus dem Auto und losknipsen. Die Streulichtblende macht sich hervorragend als Regenschutz.

Das obige Bild aus Tysdal ist ein klassischer Fjord bei schlechtem Wetter. (Wobei das gar kein Fjord, sondern ein See ist, aber das muss man wissen.) Machen wir es doch mal so:

Andere Brennweite und andere Belichtung. Überhaupt Details vor Wolkenhintergrund kommt natürlich immer fein:

Das Kreuz in Haugesund. Hier tatsächlich mit ein bisschen Sonne. Und nein, kein „Dramatic Tone“. Muss nicht immer.

Hier habe ich den Dramatic Tone allerdings eingesetzt. Aussichtspunkt über dem Lysefjord. Wenn der Felsen nass ist, sollte man trittsicher sein.

Das ist der Lysefjord – von diesem Punkt aus. Allerdings ohne Dramatic Tone und siehe da, da ist sogar en bisschen blauer Himmel dabei. Man sieht, bei grauem Himmel ist auch der Wald grau. Dem kann man bei schlechtem Wetter mit dem PopArt-Filter begegnen. Bei richtig schlechtem Wetter holt der die Farben raus ohne übertrieben zu wirken.

Hier war das Wetter fast schon zu gut…. Das gibt’s übrigens auch als Nachtfoto. Freihand, 15 Sekunden. Der Stabi der OM-1 taugt was:

Nein, da brennt nichts. Alles echter Bodennebel.

Und zum Schluss noch die Hütte aus dem „Offenen Brief“ von hinten. Nebel kann man auch wunderschön zum „Freistellen“ verwenden. Also: Bei miesem Wetter rausgehen, gutes Schuhwerk anziehen, gute Kamera mitnehmen. Und das Wetter inszenieren.

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