Nodalpunkte 12-45 f/4

Ja, es ist nicht der Nodalpunkt, sondern die Lage des Drehpunktes, des NPP (No-Parallax-Point) oder der Eintrittspupille. Egal, man braucht diesen Wert, wenn man die Kamera samt Objektiv auf einen Panowinkel/Nodalpunktadapter/NodalNinja whatever montieren will.

Die habe ich heute rausgemessen und mal wieder in der Olypedia hinterlegt. Also wer mit dem 12-45 Panos machen will – hier sind die Zahlen dazu.

Bei der Gelegenheit habe ich mich auch darum gekümmert, rauszukriegen, ob das Objektiv – mit durchgehender Lichtstärke wäre das natürlich prima als Videoobjektiv – parfokal ist.

Naja, es ist nicht – aber fast. Zwischen 35 und 40mm läuft der Fokus davon. Nicht so stark wie beim 12-100 bei 25mm , aber wenn man genau hinkuckt – schon. Blendet man auf 5,6 ab, kann man damit leben. Wer’s weiß, sieht’s immer noch, vor allem bei 4K, aber es ist – außer dem 14-35 – das einzige Objektiv, das konstruktiv tatsächlich in die Nähe von Parfokal kommt.

Wer unterwegs Outdoor drehen will, für den ist das 12-45 sozusagen ein Must-Have. Da wird sowieso abgeblendet – durchaus auf 8 oder mehr – und dann kann man mit dem 12-45 durchzoomen. Und da spielt keine halbseidene Elektronik mit, die das faket – das ist richtig ehrlich optisch gebaut. An der Bühne hilft das natürlich nicht, da sind die f/4 schon zu dunkel. Aber Outdoor-Dokus – Hey, das rentiert sich! Und dann relativiert sich auch der knackige Preis. Alternative? Gibt’s nicht. Mein Zoomtest seinerzeit war niederschmetternd.

7 Replies to “Nodalpunkte 12-45 f/4”

  1. Da kommt mir gleich PT4Pano in den Sinn. Deutscher Familienbetrieb mit einem Fotografen in der GL. Der hat sich über die Nodalpunkt Einstellerei beim Pano-Fotografieren genervt, und flugs angefangen für Kamera/Objektiv-Kombos massgeschneiderte Adapter zu machen.

    Leichter, stabiler, zuverlässiger und fast idiotensicher, von Miniknipse bis Multirow mit Mittelformat. Der Preis stimmt auch, auf jeden Fall günstiger als so ein PanoHead Monster….

    Gibt zusammen mit einem Fisheye superschnelle Panos mit 3 bis 4 Aufnahmen, die ohne Korrekturen stitchen. Zumindest früher haben sie auf Wunsch sogar Bohrer/Gewindebohrer beigelegt damit man sich zukünftige Kameras oder Objektive selbst anpassen kann.

    Den Rest erklären sie selbst besser auf dem eigenen Blog: pt4pano.com.

    PS: das ist schon wieder Werbung. Ja, die machen Gewinn. Nein, ich hab gar nix davon. Und ich hab festgestellt dass Panos nicht so mein Ding sind.

    1. Ich bin absoluter Fan von Made in Germany. Aber ich verwende immer noch den Nodal Ninja 3II von vor zehn Jahren, hatte schon gefühlt 20 Kameras dran und buchstäblich fast alle mFT-Objektive. Einen Kamera/Objektivspezifischen Adapter – muss nicht. Das wird auf die Dauer teuer. Und der Multirow-Adapter von pt4pano kostet das Gleiche wie ein Nodal Ninja.
      Das größte Problem ist tatsächlich: Will man Panos machen? Solche Projekte: https://pen-and-tell.de/2018/05/gastbeitrag-panorama-rathaus-hannover/ sind ultrageil – aber machen Arbeit. Und die normalen Touristenpanos hat man relativ schnell über – gerade weil sie jedes Handy in brauchbarer Qualität liefert.
      Aber es gibt eben Fotografen, die Panos machen – und deshalb messe ich die Nodalpunkte raus.

      1. [..] buchstäblich fast alle mFT-Objektive [..]
        => Das ist der Hauptfehler den viele Fotografen machen (O-Ton pt4Pano – hatte die Diskusison selbst…). Wenn du Multirow Gigapixel-Zeugs weglässt, dann brauchst du genau *ein* Fisheye. Dazu reicht *ein* Adapter. Es macht keinen Sinn, mit allen Objektiven Panos machen zu wollen, Fisheyes sind am besten dazu geeignet (für Begründung, weshalb Fish besser ist als Rectilinear bitte wieder zu pt4Pano).
        Wir haben uns damals doch darauf geeinigt, dass ich den Adapter auch noch für das 12mm/F2 und das 9-18mm kriege, damit ich nicht immer das Fisheye (das kleine Samyang) “mitschleppen” muss. Ich bin immer noch der Meinung das war gut beraten für mich als “normalen” Fotografen.

        Wenn du keine Kugelpanos machst, brauchst du genau den simpelsten Adapter den die anbieten, wenn du einmal die Cam wechselst, und das neue Befestigungsgewinde wirklich so weit weg vom alten ist, dass Fehler entstehen, kannst du das nachbohren, bzw. zur Nacharbeit zurückschicken. Auch die slanted Adapter lassen sich in vielen Fällen nachbearbeiten, so weit ich das verstehe.

        Für dich Reinhard, trifft das natürlich nicht zu, weil du ja aus beruflichen Gründen jede Cam und jedes Objektiv testest 😉

        Aber du inspirierst mich, den alten Adapter mal wieder aus der Schublade zu ziehen und zu schauen wie gross der maximale Fehler wird, wenn ich ihn an einer E-M1 II oder PEN-F statt an der GH2 von damals verwende – ohne zu wissen wie weit die Gewinde überhaupt abweichen 🙂

          1. Danke, das ist auch eine Wahnsinnsarbeit die du da machst, alles zu testen, notieren und veröffentlichen! Ach ja, und bezüglich deines Kommentars zu Hartmuts Beitrag: ZUSTIMMUNG!

  2. Reinhard, Du hast recht. Für Panoramen und erst recht für Panoramatouren muss man Leidenschaft haben und bewußt viel Arbeit in Kauf nehmen. Kleine Ergänzung: Alle Panoramen in der Rathaustour sind mit 2 unterschiedlichen Pano-Winkeln von pt4pano entstanden (1 x Slant und 1 x MultiRow, je nach Untergrund und Erfordernis für ein separates Bodenbild). Die OM-D EM-5 MKII und die Panowinkel sind schon viele Jahre im Einsatz und derzeit gibt es auch keinen Grund die Hardware zu tauschen. Insbesondere die EM-5 erfreut bei jedem Einsatz aufs Neue. Aktuellste Panoramatour: https://hpbogo.de/kirchwehren/tour/index.html
    Herzliche Grüße
    Hartmut Bogorinsky

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.