Olympus 1964 – 1968

 

Zwischen 1964 und 1968 explodierte die Kameraentwicklung geradezu Alle paar Monate kamen weiterentwickelte Modelle auf den Markt mit noch mehr technischen Möglichkeiten, noch kleiner. Die hier abgebildete PEN FT war eine PEN F mit eingebautem Belichtungsmesser.  Die PEN EM, die nur von 1965 bis 1966 produziert wurde und dann eingestellt werden musste, weil man die technischen Probleme zu diesem Zeitpunkt noch nicht in den Griff bekamt, hatte einen elektronisch gesteuerten Verschluss, automatischen Filmaufzug, automatisches Rückspulen und Verschlusszeiten 30 Sekunden bis 1/500s.

1968 kam die Erfolgskamera auf den Markt, die mehr als 15 Jahre lang in 20 verschiedenen Modellen gebaut werden sollte. Die Trip 35.

Diese Kleinbild-Kamera war mit einem Programmverschluss ausgestattet, der mit den Verschlusszeiten von 1/40 und 1/200 Sekunde arbeitete. Der Verschluss wurde durch das Electric Eye Belichtungssystem gesteuert, das wie bei der PEN EE mit einer Selenzelle, die um das Objektiv angeordnet war, ausgestattet war.

Die Blitz Synchronisation lag bei 1/40 Sekunde wobei die Arbeitsblende manuell einstellbar war. Der Sucher war mit Leuchtrahmen und Parallaxenmarken ausgestattet. Durch ein kleines Fenster im Sucher waren die Entfernungssymbole sichtbar.Unterbelichtung wurde durch einen roten Schieber im Sucher angezeigt, der gleichzeitig den Auslöser sperrte.

Insgesamt wurden von den Trip-Kameras über 10 Millionen produziert.
Nebenher wurden auch Exoten wie die Pen Rapids für die Agfa-Rapid-Kassetten gebaut, die allerdings nur wenig Erfolg hatten.

Das hier ist eine PEN EE D rapid.
Auch die Olympus 35 wurde noch gebaut, 1965 kam die LE auf den Markt. Ebenfalls 1965 kam die PEN D3, mit einem 32mm 1,7er Objektiv und Copal Zentralverschluss. Wie wild es die Entwickler von Olympus trieben, erkennt man an den EL-Serien, (EL für Easy-Load) die sich von ihren Schwestern nur durch eine verbesserte Filmaufnahmespule und den Aufkleber „EL“ unterschieden.  Vor allem die PEN-F wurde in einer speziellen Version für Mikroskope angeboten.
1966 brachte Olympus sogar Kameras für die Kodak Instamatic-Kasetten heraus, die „Quickmatic EES 3,5“. Gab es auch als „2.8“ mit einem – genau – 2,8er Objektiv.
Auch damals definierte man in der Marketingabteilung die Zielgruppen schon sehr genau:

Das ist eine PEN EED – die erste PEN mit Selbstauslöser. Und auch der Trick, ein Produkt abszuspecken und es dann als neu rauszubringen, wurde damals schon versucht. Aus der PEN FT wurde der Belichtungsmesser ausgebaut – und zack, hatte man die PEN FV.
Bei den Gastroskopen war Olympus in den 60ern immer noch in der Findungsphase. Man versuchte, durch aggressive Preise die Lebensdauer der Gastrokameras zu verlängern. 2 Kameras kosteten im Set 5000 Euro, die billigsten Gastroskope fingen bei 12000 Euro an und boten keine Möglichkeit, Bilder aufzunehmen.

Auch Mikroskope wurden von Olympus weiterentwickelt:

Dies ist das Spitzenmodell „Photomax“ mit vollautomatischer Kamera und einer Vorrichtung, mit der man die Farbtemperatur der Aufnahmen einstellen konnte.

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