150-400 Bajonettproblem

Ich habe jetzt mal aus ein paar Bildern, die mir zugeschickt wurden – ich habe noch wesentlich mehr – eine Collage gebaut um mal zu verdeutlichen, wie das Problem aussieht.

Bei der Recherche habe ich folgende Informationen erhalten:

  • Es gibt zwei Seriennummernkreise. Einen „Made in Japan“ und einen „Made in Vietnam“. Beide fangen bei 1 ein. Made in Japan geht etwa bis 5600, danach fangen die „Made in Vietnam“ wieder von vorne an. Deshalb gibt es keine Schäden oberhalb von ca. 5600. Es gibt gar keine Objektive mit so hohen Nummern.
  • Insgesamt wurden etwa 7700 Objektive hergestellt.
  • Derzeit werden die 150-400 nicht mehr gebaut.
  • Das Bajonett des 150-400 ist das „verstärkte“ Bajonett, das bereits bei einem anderen Objektiv eingesetzt wurde. Das ist daran erkennbar, dass das „Loch“, in das der Arretierungsstift der Kamera eingreift, nicht einfach ein „Loch“ ist, sondern ein Langloch hinter dem Stahlbacken sind. Diese Stahlbacken verhindern, dass das „Loch“ durch den Stahlstift der Kamera mit der Zeit ausgeschlagen wird. Wenn das passiert, kann sich das Objektiv selbständig machen, weil der Stahlstift nur gefedert und nicht verriegelt ist.
  • Ein Austausch gegen das Bajonett eines anderen Objektivs ist deshalb nicht ratsam, auch wenn die Schraubenlöcher passen.
  • Durch den Abrieb wird das Bajonett „Weich“ und verbiegt sich. Das hat zur Folge, dass das Objektiv im Bajonett wackelt und zum Schluss nicht mehr sauber auf unendlich fokussiert.

Was ist der Grund für diese Schäden:

  • Das Bajonett ist zu weich, die Verchromung zu dünn.

Warum ist das nicht vorher aufgefallen?

Bei den Tests im Labor wurde das Objektiv lotrecht und entlang der optischen Achse aufgesetzt, und zwar so, dass die beiden roten Punkte fluchteten. Mit dieser Methode kommt es nicht zu Schäden am Bajonett. Problem dabei: Outdoor ist weder das Aufsetzen entlang der optischen Achse, noch das lotrechte Aufsetzen noch das vorherige justieren an den Punkten möglich. Man klatscht das Objektiv an die Kamera und dreht so lange, bis es einrastet. Dabei schlägt das Bajonett des Objektivs an die scharfen Kanten des Kamerabajonetts – und der Weichere gibt nach.

Warum ist das während der Produktionsdauer nicht aufgefallen?

Es ist aufgefallen, aber man dachte, das Problem sei so marginal, dass man die wenigen betroffenen Objektive problemlos reparieren konnte. Erst durch meinen Aufruf ist das Ausmaß der Schäden bekannt geworden.

Was ist jetzt das Problem?

Es sind nur ein paar Dutzend der verstärkten Ersatzbajonette auf Lager. Eine Nachbestellung ist möglich, dauert aber nach meinen Infos über ein halbes Jahr weil es derzeit nur einen Lieferanten gibt, der das kann. Nun sitzt OMDS in der Tinte. Sie können ihren Kunden keine allgemeine, sofortige Lösung anbieten. Es gibt lediglich eine Möglichkeit: Die Kunden zu bitten, bis zur Verfügbarkeit der Ersatzteile das Objektiv seeeeehr vorsichtig aufzusetzen, damit der Schaden nicht größer wird. Und die wenigen, bei denen der Schaden schon so groß ist, dass das Objektiv im Bajonett wackelt mit den wenigen Ersatzbajonetten zu versorgen.

Und warum bittet OMDS die Kunden dann nicht?

Ich hoffe, das kommt noch. Bis dahin mache ich das halt…….

44 Replies to “150-400 Bajonettproblem”

  1. was helfen kann das Bajonett zu schonen: nicht das Objektiv an die Kamera, sondern die Kamera ans Objektiv zu schrauben. Das mache seit Jahren so und hatte noch nie ein Problem, auch verkanten ist damit praktisch ausgeschlossen. Hektik war noch nie ein guter Ratgeber.

    1. An ‚Blende 8‘: Wollte ich auch sagen, da hattest Du es schon geschrieben. Irgendjemand wird sicherlich jetzt einwerfen: ‚Beim Aufsetzen und Verriegeln verdrehe ich irgendwie und intuitiv Kamera und Objektiv – ich kann es gar nicht sagen wer gegen was.‘ Da hilft das Prinzip ’nicht freihändig‘ sondern, man setzt das Objektiv auf eine Unterlage auf und hält sie fest und dreht die Kamera bewusst drauf. Gruß, Hermann

  2. „Dabei schlägt das Bajonett des Objektivs an die scharfen Kanten des Kamerabajonetts – und der Weichere gibt nach.“
    Da kommt bei mir die Frage – Warum rundet der Hersteller die „scharfen“ Kanten am Kamerabajonett nicht einfach ab?
    Verstärktes Objektivbajonett wie am mZuiko 100-400?

    Gruß Lutz

  3. Es macht grundsätzlich Sinn, die Kamera auf das Objektiv anstatt das Objektiv auf die Kamera zu flanschen. Also Kamera oben, Objektiv unten. Da kommt weniger leicht was an den Sensor. Je genauer man beides an einer Achse ausrichtet desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit auf Abrieb. Man kann nie beide Seiten gleich fest machen. Davon ausgehend, dass viele Objektive ein Kamerabajonett abreiben hilft nur bedingt. Die Objektive haben einen längeren Lebenszyklus als die Kameras (aber nicht bei jedem). Man kann das also ganz schwer und nicht allgemein gültig bestimmen welche Seite wie weit nachgeben muss um einen ausgeglichenen Verschleiß zu erreichen.
    Wer nicht genug Zeit hat, Objektive in Ruhe zu wechseln braucht noch eine zusätzliche Kamera.

    1. Zeit und Muße beim Objektivwechsel. Eine zweite Kamera um mechanische Belastungen zu verringern, dem ist nichtshinzuzufügen….

    2. Kamera oben und Objektiv unten macht meist auch Sinn um Staub und Dreck auf dem Sensor zu minimieren.

      Aber zweite Kamera kaufen um das Bajonett zu schonen, finde ich dann schon etwas dekadent. Ok, die meisten von uns haben wahrscheinlich sowieso zwei Kameras, aber zu Ende gedacht müsste man für jede Linse eine eigene Kamera haben. Da könnte ich aber gleich eine Bridge Kamera kaufen.

      1. Die zweite Kamera macht dann Sinn, wenn man damit hektisches Wechseln verhindert. Wenn das zu häufig notwendig ist, erleichtert die zusätzliche Kamera das Leben und schont das Bajonett, weil in Ruhe gewechselt werden kann.

        1. Ja schon klar. Ich bin auch oft mit zwei Bodies unterwegs. Aber weniger um das Equipment zu schonen, sondern um den Moment nicht zu verpassen und entspannter zu fotografieren. Wenn da Pro draufsteht, dann erwarte ich auch Pro. Nicht das ich das Zeug rumschmeisse, aber ein Bisschen was sollte das Zeug schon abkönnen.

          Deshalb erstaunt mich die Geschichte mit dem 150-400 schon etwas. Eine dicke 7k Linse mit entsprechendem Gewicht, sollte gerade an dieser Stelle robust konstruiert sein.
          Ok, Fehler können immer mal passieren und in Zeiten von Outsourcing kann man immer mal reinfallen. Die Frage ist einfach wie OMDS jetzt damit umgeht. Ich hoffe OMDS kommt auf die Beine und kommuniziert zeitnah proaktiv und zeigt sich kulant.
          Nach der „Hardware-Firmware“ Geschichte mit der OM1 II braucht die Firma keinen weiteren Shitstorm…
          Sollte es so raus kommen, dass die Kunden die Reparatur stillschweigend selber bezahlen müssen, bin ich bei OMDS endgültig raus. Dann gibts von meiner Seite her keine Neuinvestitionen mehr.
          Ich habe auch noch eine Nikon und dachte vor zwei Jahren mal bei Nikon auszusteigen, aber wenn ich die Entwicklung der letzten zwei Jahre bei Nikon anschaue und ebenso die proaktive und kulante Fehlerkultur mit den Z9 Problemen, dann muss OMDS echt mal in die Sätze kommen.

  4. Bei meinem 150-400mm (Serial 1953) sind auch Spuren und das Messing scheint durch. Habe sonst bisher aber keine Probleme, ausser eben Spiel im Bajonett, aber das habe ich fast bei allen Objektiven, trotz penibel auf Sauberkeit und richtigem Ansetzen zu achten.

  5. Was mich in dem Fall noch interessieren würde: wer übernimmt die Reparaturkosten? Wechselt OMDS das Bajonett auf Kulanz, oder muss ich als Kunde die Reparaturpauschale bezahlen?

    Wäre schön, wenn OMDS in die Gänge kommt und transparent kommuniziert. Nikon hat das z.B. vorbildlich gemacht mit ihrem Ösen Problem. In der heutigen Lieferkettenwelt kann schnell so ein Mallheur passieren, da möchte ich OMDS keinen Vorwurf machen. Gegen solche Probleme ist niemand gefeit, aber wichtig ist wie der Hersteller reagiert.
    Da hoffe ich doch sehr, dass OMDS jetzt offen und kundenfreundlich reagiert.

  6. Diese Story ist investigativer Technik-Journalismus vom Feinsten, das kriegen in dieser Tiefe nur große Technikredaktionen, Kartellämter, Verbraucherorganisationen, institutionelle Prüfanstalten u.ä. hin.

    Der Benefit für uns alle ist wirklich bedeutend; so entstehen einige der wenigen Argumente und Schubkräfte, die Firmen dazu bewegen können, ihre Produkte zu verbessern und den Endverbraucher zu entschädigen.
    Wir sollten uns nochmal Gedanken machen (das Thema wurde schon mal hier behandelt), wie wir dieses 1-Mann-Labor in Rocksdorf außer Schulterklopferei unterstützen könnten.
    Hat jemand eine Idee?

    1. „Wir sollten uns nochmal Gedanken machen (das Thema wurde schon mal hier behandelt), wie wir dieses 1-Mann-Labor in Rocksdorf außer Schulterklopferei unterstützen könnten.
      Hat jemand eine Idee?“
      Ganz einfach und buchhalterisch sauber: Bücher kaufen, auch solche, die man garnicht braucht.

      1. Deine „komische“ Freude über „kaum Echo!“ sei Dir gegönnt.
        Ich habe es nur gut gemeint.
        Wenn mein Aufruf zu Unterstützung deine ätzende Geisteshaltung offenbart, dann hoffe ich inständig, Du repräsentierst nicht die“ schweigende Mehrheit“.

        1. ich denke das „komisch was“ war pure Ironie.
          immerhin hat blende 8 dazu geraten Bücher zu kaufen. auch welche die gar nicht benötigt werden. und darauf verweist er.

          1. Hallo Gabi,
            auch ich habe viele Bücher von Reinhard in jeder Form und weiß, dass diese Verlegertätigkeit eines seiner Standbeine ist. Deshalb kann ich den Aufruf zum Bücherkauf nur gutheißen.
            Ich wollte halt noch darüberhinaus für eine Förderung werben, eine offenbar naive Idee. Dass der Begriff Unterstützung im Deutschland von heute ein aufkeimendes Unwort ist, habe ich nicht geahnt, anders kann ich mir den Stich ins Wespennest nicht erklären.
            Passe in Zukunft besser auf.

            1. dann mal her mit Ideen!!!!
              Bücher kaufen ist schonmal gut, die Ideen sollten halt kein „g’schmäckle“haben.
              seid lieb miteinander, Boshaftigkeit gibt es schon genug im Netz….

        2. Es ist tatsächlich seltsam, dass die „Community“, die sonst endlose Diskussionen über Unterschiede im AF-Verhalten lostritt, sich über dieses Thema überhaupt nicht unterhält. Auch meine üblichen Hater und die militanten Fanboys – Totenstille. Dass 43rumors und die Fotozeitschriften nichts berichten ist sowieso klar – die wollen es sich nicht mit dem Hersteller verscheissern.
          Das erinnert mich irgendwie an die Nummer mit den getürkten Lichtstärken der Objektive. Auch da war das Echo ziemlich genau Null.
          Sehr komisch. In der Tat.

        3. Werner, meinen Kommentar hast Du falsch verstanden, Gabi hat recht. Ich habe gestern nun 2 Bücher von Reinhard gekauft, die ich eigentlich nicht gebraucht hätte. Alles gut. Schöne Ostern.
          Georg

    2. Ich sehe es wie „Blende 8“ – einfach ab und zu ein Buch kaufen, das man nicht sowieso gekauft hätte. Ob das mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein ist,, kann ich aber nicht abschätzen.

  7. Mich würde das auch interessieren, wo die Gurt angebracht ist, wenn das 150-400 angeflanscht ist. Laut beiliegendes Handbuch sollte die Gurt am Objektiv sein. Dafür sind die Ösen am Objektiv da.

    Habe mal den Influencer-Videos gesehen, dass die Gurt immer noch an der Kamera ist und der Fotograf, die Kamera hält und das Objektiv am Bajonett hängt.

    Hat zwar nicht mit den Kratzern und Riefen zu tun aber wenn man das Bajonett vom Objektiv sieht, ist das Konstrukt nicht für das hohe Gewicht ausgelegt (die Innennut unter der Nase ist eckig zur Planflächen-Innenseite der Nase und da ist der Kräftefluss im Material ungünstig – Kerbbeanspruchung).

    Daher trage ich die Kombination immer an der Stativschelle und die Gurt ist am Objektiv dank Peak Design (PD) angebracht.

  8. Diese Aufarbeitung des Bajonettproblems war ein willkommener Anlass zum Alkohol zu greifen….
    und meine Ausrüstung gründlich zu inspizieren und zu warten.
    Dabei hat sich rausgestellt, dass je länger die Brennweite, desto stärker die typischen Gebrauchsspuren, soweit wahrnehmbar, sind. Aber alles bei mir im grünen Bereich. Interessant auch, dass der MC 14, der oft am 300er verwendet wird die ähnliche Tendenz aufweist.
    Ist anscheinend auch ein Handlingproblem mit den großen schweren Dingern.
    In der Gebrauchsanweisung steht lapidar: “ Richten Sie die Ansetzmarke (rot) der Kamera auf die Ausrichtmarke (rot) des Objektivs aus, dann setzen Sie das Objektiv in die Kamera ein. Drehen Sie das Objektiv im Uhrzeigersinn, bis es hörbar einrastet.“
    Als Fazit halte ich mich noch mehr an Helge und lasse beim Wechsel noch mehr Vorsicht walten.

  9. Hallo Reinhard,
    vielen Dank für Deine Mühe. Die ist wichtig wie auch die anderen betonen!!
    Ich möchte aber die Relevanz dieser beschädigten Stellen an den Bajonetten etwas relativieren.

    Die technische Sicht:
    Relevant für die optische Korrektheit der Verbindung Objektiv/Kamera ist nur die Fläche des Flansches in dem sich auch die Kreuzschlitzschraubverbindungen befinden und von dieser Fläche auch nur die beiden abgehobenen Ringflächen außen und innen (ca. 1mm breit). Die MÜSSEN maßlich 100% stimmen und auf den Kameraflansch passen. Dadurch wird der Objektivabstand vom Sensor sowie die Parallelität von Kameraachse und Objektivachse gesichert. Der abgesenkte Bereich zwischen den beiden Ringflächen bleibt dem Riegel überlassen. Bei mir kann ich da auch Schleifspuren vom Riegel erkennen.
    Die Zentrizität von Kameraachse und Objektivachse zueinander ist durch die Verbindung Kamera-Objektiv nicht so exakt fixiert, weil diese (z.B. durch Kegel/Kegel-Führung) sonst den Objektivabstand versauen könnte. Kann man selbst prüfen, wenn man Objektiv- und Kameraachse gegeneinander bewegt, merkt man etwas Schlackerpassung (minimal!!).
    Bei mir sind die beiden Ringflächen und die Auflagefläche auf der Kameraseite alle i.O. und sauber. Nur bei einer älteren Kamera (E-P3/2011) kann ich da an einer Stelle etwas Schmutz finden, der sich aber in die Riefen verdünnisiert hat.

    Fazit:
    Aus meiner Sicht Entwarnung, zumindest für meine Kameras und Objektive.
    Schwieriger ist es mit der Beurteilung der Gegenseite, auf die die Blattfeder reibt. Da kann man ja nicht so einfach hingucken. Aber dort kommt es ja nur darauf an, genug Haltekraft auszuüben. Maßlich ist das nicht relevant.

    Schöne und beruhigende Ostern!

    1. Hallo Jürgen,
      schau Dir mal das Foto aus dem ersten Beitrag zum Thema an. Da sind nicht nur die Haltenasen betroffen. Die Kunststoffleiste mit den Kontakten hat einen tiefen Kratzer oder sogar schon Riss und der Dichtungsgummi hat ebenfalls eine kleine Macke.

      Ich sehe auch ein Problem darin, dass der Abrieb weitere Schäden verursachen oder gar ins Innere der Kamera gelangen könnte.

      Selbst habe ich keine Schäden an einem Bajonett feststellen können. Lediglich einen etwas tieferen Kratzer bei einem gebraucht erworbenen 17mm F1.2. Alle anderen Anschlüsse wie neu und die sind mit allen 1ern in Kontakt gekommen, weil ich da mit meinen Kumpels auch munter austausche, wenn wir auf Tour sind.

      Ein Blick ins analoge Olympus-Bajonett offenbart aber schon Unterschiede an den Ecken und Kanten. Damals hatte ich fast nur Festbrennweiten und nach vielen Jahrzehnten der Nutzung gar keine Spuren. Aber unabhängig von der als sehr scharfkantig empfundenen mFT Konstruktion (Nikon Z ist ähnlich) scheint es ja bis auf einige der beiden erwähnten Objektive auch bei mFT zu funktionieren.

      Beste Grüße
      Frank

      1. Hallo Frank,
        Dichtungsgummi und der Kunststoffleiste sind andere Bauteile und sind natürlich auch belastet, keine Frage, z.B. durch die Kontakte.

        Der Abrieb ist tatsächlich ein wichtiger Punkt!
        Nun scheint mir das besagte Objektiv auch schon heftig in Gebrauch gewesen zu sein und
        mich würde interessieren, ob der Besitzer vielleicht schon Verschmutzungen auf seinem Sensor hat(te). …

  10. Ich weis schon warum ich von diesem „Laden“ seit über einem Jahr nichts mehr kaufe!
    Wie oft erwähnt war Olympus eine klasse Firma. Die ist aber abgewickelt, ein zweifelhafter Nachfolgeladen kann und will es nicht.
    7.500,-€ für ein aus billigsten Komponenten zusammengeschustertes Obje)tiv, das muss man sich erst einmal trauen.
    Ich habe das FT 90-250 f2,8, FT 300 f2,8 und das FT Sigmonster mit einem Gewicht von 9kg in Verwendung. An allen Objektiven ist das Bajonett wie neu!
    Fehler können jedem Hersteller passieren. Aber die Kunden durch Ignoranz abzustrafen geht überhaupt nicht.
    LG Panomatic

    1. Das Problem ist: wenn der Zulieferer bei der Herstellung geschlampt hat oder schon bei der Bestellung die falsches Specs hingeschickt wurden, dann sieht man das bei der Lieferung nicht. Die Dinger sehen einwandfrei aus. Und werden entsprechend verbaut. Das Objektiv ist prinzipiell gut und auch hochwertig (Das ist in der Herstellung alles andere als „billig“.) Das Problem verorte ich mal wieder im Marketing, weil die nicht reagieren.

  11. Was mich wundert, ist die Tatsache, dass bisher niemand Mängel am Bajonett der Konverter MC-14 und MC-20 gemeldet hat! In meiner Statistik seit März 2021 habe ich mindestens 50% meiner Aufnahmen mit einem Konverter aufgenommen. Das Bajonett des MC-14 zeigt zwar einige Gravuren auf den Flanschschenkeln aber ohne Buntmetall! Das Bajonett der Konverter gehört offensichtlich nicht zu den „Verstärkten“ im Bereich der Entriegelungsstift Aufnahme!

  12. Bei all der Diskussion frage ich mich, ob nun irgendein Handlungsbedarf meinerseits besteht? Was kann schlimmstenfalls passieren? Ohne diesen Beitrag hätte ich mir überhaupt keine Gedanken um das Thema gemacht. Zu Canon FD Zeiten hatte ich ein 500er, da sah das Bajonett mehr als abgelutscht aus und es hat es locker bis ins DSLR Zeitalter überlebt.

  13. Hallo Martin,

    das Thema ist hier ins Rollen gekommen, als auf beiden meiner OM-1 „Schmutz“ auf dem Sensor war, der sich nicht mehr entfernen ließ. Außerdem waren innen am Bajonett und den Plastikteilen herum relativ viele kleine Staubteile zu erkennen. (Damals dachte ich echter Staub, heute weiß ich, dort war auch Abrieb vom Bajonett dabei.)

    Daraufhin beide Gehäuse nach Portugal geschickt, um den Sensor reinigen zu lassen. Beide Kameras kamen zurück ( im Übrigen top Service mit der Logistik ) und bei beiden wurde das Bajonett getauscht, bei einer der Sensor und bei der zweiten der Sensor gereinigt.

    @ Martin, dass kann schlimmstenfalls passieren.

    Als ich dann zur Abholung meiner neuen OM-1 II zu meinem Händler des Vertrauens in den Rheingau fuhr hatte ich an einer der OM-1 das 150-400er dran.
    Bei Björn im Ladengeschäft wollte ich die neue gleich mal testen und Bjorn schraubte sie an das 150-400er. Er entdeckte , dass am Bajonett etwas nicht stimmt. O-ton Björn : „sowas habe ich noch nie gesehen, und ich habe sehr viele Linsen verkauft“. Das 150 – 400er hat deutlch „Spiel“ an allen Kameras. Das führt bei mir dazu, dass ich z.B. mit dem 150-400er vom Mond keine richtig scharfen Bilder mehr hinbekommen. Und Leute, bitte jetzt keine Lehrstunde , wie man (n) Fotos vom Mond machen muss, habe richtig Scharfe vom Mond mit der OM-1 aus 2022, 2023.

    Danach habe ich bei meinen Fotofreunden gefragt und mit Reinhard telefoniert und ihn gefragt, ob er in seinem Umfeld davon schon gehört hat:
    Und das ist jetzt das Ergebnis. Also konkret heißt das für mich , das hier ein Risiko besteht, dass Metallteile auf den Sensor kommen können. Bitte prüft doch mal, ob Euer 150-400er auch Spiel hat. Beim 300er bewegt sich nix, sitzt stramm, wie es sein soll.

    Zum Abschluss noch ein großes Dankeschön an Rheinhard für diese „Detektivarbeit“. Und ich kann nur sagen, unterstützt Reinhard, wie oben schon gesagt, indem man einen kleinen Zuschuss mit einem Buchkauf beiträgt.

    Viele Grüße
    Mario

    @Reinhard, es ist kein deutsches Problem, 3 meiner US bekannten haben sich gemeldet, sie haben das auch bemerkt.
    Bei einem ist auch viel Spiel zwischen Kamera und Linse

    @ Nils , auch Dir vielen Dank für das nicht Abwimmeln, ich hoffe, dass Japan hier zuhört und erkennt, das Handlungsbedarf besteht

    1. Mario, dann gebührt Dir ein herzliches Dankeschön, dass Du diese Problematik „eskaliert“ hast !! Du hast völlig recht, unter keinen Umständen dürfen Metalspäne in die Kamera oder gar auf den Sensor fallen.
      Betreffend Spiel am Bajonett: Bei meinem 150-400mm, 300mm u. 12-100mm im grünen Bereich.
      Danke u. Gruss
      Georg

  14. Hallo
    Vielen Dank für das aufmerksam machen. Soeben habe ich die Bajonette von allen meinen Olympus, OM Objektiven und auch alle Objektive von meinem KB System angeschaut und verglichen. Jedes Olympus Objektiv hat zT deutliche Riefen und Gebrauchspuren. Da ich erst 3 Jahre mit diesem System Fotografiere, also kein Objektiv älter ist, bin ich schon etwas erstaunt. Auch die Neuen 2, das 90mm Macro und das 150-400mm, welches schon mit OM-System angeschrieben ist, haben sichtbare Spuren. Das 150/400 ist aber noch am wenigsten betroffen.
    Bei meinem KB System das ich schon viele Jahre und fast ausschliesslich mit Festbrennweiten nutze, sind auch an deutlich älteren Objektiven nahezu keine Riefen sichtbar. Auch nicht an den schweren Sigmas. Ich behandle beide System genau gleich.
    Leicht beunruhigt bin ich schon und werde das noch weiter beobachten. Zur Zeit sehe ich bei mir noch keinen Grund zum handeln.
    Gruss aus der Schweiz
    Kusi

  15. Normalerweise würde ich schreiben: Vielen Dank, dass mein Bild hier dabei sein darf. In diesem Fall wünschte ich mir, ich hätte keinen Grund zum Einreichen gehabt. Ein ganz dickes Dankeschön fürs Kümmern, Reinhard!

  16. Hoi, lese das erst jetzt hoe. Drüben habe ich davon noch Nix gelesen.

    Meins hat die 2541. Spiel habe ich soweit nur das übliche drehen da die Einrastung das übliche Spiel hat. Wie bei meinem alten 300er davor auch.
    Soll das bedeuten das das Bajonett nicht mehr plan aufliegt bzw wackelt? Oder ist as ist gemeint? Dann wäre ja auch der Wetterschutz nicht mehr gewährleistet

    Verkratzt sind ist das Bajonett, deutliche mehr als bei den anderen!!

    B

    1. Warum steht „drüben“ nur nichts davon….
      Was das für Folgen mit dem Bajonett hat, besprechen wir Freitag abend beim FolyFos…

  17. Habe soeben mal die Bajonette meiner im Juli 2017 gekaufte E-M1.2, meines im Oktober 2017 gekauften 12-100/4, meines am 1.9.2020 neu gekauften 100-400, meines im Oktober 2019 gekauften MC-14 sowie meiner am 30.06.2022 gekaufte OM-1 inspizert. Schrammen sehe ich da an jedem Bajonett, an den Objhektiven mehr als an der Kamera, je größer und schwerer das Objektiv, desto mehr. Den MC-14 habe ich fasst ausschließlich mit dem 100-400 in Verwendung, er hat auch stärkere Spuren, insbesondere am der Kamera zugewandten Seite. Ich mache ihn beist vom Objektiv ab/auf das Objektiv drauf, erst danach an die Kamera, vermutlich deshalb. Ich finde die Spuren „erträglich“ aber doch erstaunlich, da ich versuche, immer vorsichtig zu sein.
    Insgesamt bin ich froh, dass ich meine E-M1 nun doch nicht verkauft habe, sonder behalten habe. So muss ich nicht ganz so oft rauf oder runter schrauben, was für mich Hauptgrund für die Anschaffung eines zweiten Bodies war. Eher aus Faulheit oder Bequemlichkeit, denn aus Notwendigkeit – schließlich kann ich stets nur mit einem Body fotografieren und zwei rum zu schleppen ist für mich als Amateur nicht direkt notwendig. Entweder gehe ich Vögel fotografieren oder eben die Familie …

    Aber Danke für die Anregung, da mal nachzusehen. Die „Verhakelung“ von Body und Objektiv war mir schon immer etwas suspekt, ich habe deshalb auch meist „in Ruhe“ gewechselt – oder eben nicht. Für professionelle Fotografen ist das aber gnaz sicher nicht immer praktikabel …

  18. Hallo,

    ich habe auch das 150-400 4.5 und habe nach dem Einrasten an einer OM1 M1 auch etwas Spiel.

    Kommt es auch zu den beschriebenen Problemen wenn ich das Objektiv nie wechsle? (Evtl. durch allmähliches „ausleiern“?).

    Wird hauptsächlich das Objektiv beschädigt oder die Kamera? Mit letzterem könnte ich wohl eher leben…

    Viele Grüße
    Rich

    1. Wenn man das Objektiv nie wechselt, wird das Problem nicht auftauchen. Und nach allem, was ich gesehen habe, erwischt es das Objektiv. Und mit den Bröseln dann die Kamera.

      1. Hallo Reinhard,

        danke für deine Antwort

        Bisschen Sorgen macht mir das Spiel am Mount leider schon /trotzdem. Ist das bei einigen Olympus / OM System Kamera + Objektiv Kombinationen wirklich „normal“?
        Kenn ich so von meinen anderen Kamera Systemen (Sony E und Sigma SA) nicht, bzw. nur minimalst…

        Wünsche euch ein schönes Wochenende.

        1. Das „Spiel“ ist von hier aus schwierig zu beurteilen. Dass sich das Objektiv auf dem Bajonett etwas drehen lässt ist normal, der Zapfen zur Arretierung hat in der Aufnahme etwas Spiel (muss so sein.) Was nicht sein darf: Das Objektiv darf sich nicht kippen lassen. Dann ist das Bajonett „runter“. Und dann sollte man das Objektiv runternehmen und verstauen, bis OMDS die Lösung präsentiert. (Oder man schraubt auf eigene Verantwortung ein Bajonett von nem anderen Objektiv drauf. )

          1. Nein kippen lässt sich da nichts, es ist nur dieses leichte Spiel beim „drehen“ (schätze so 1mm).

            „ […] der Zapfen zur Arretierung hat in der Aufnahme etwas Spiel (muss so sein.)“
            Warum das so sein muss, verstehe ich nur nicht ganz – bei anderen Herstellern ist das doch auch nicht so?! (Zugegebenermaßen hatte ich an den anderen Systemen aber nie so ein Teleobjektiv, also vielleicht hinkt da auch einfach mal meine Vergleichsmöglichkeit… )

            Aber freut mich wenn es zumindest nicht ungewöhnlich ist, sprich es nur bei meinem 150-400 so ist 🙂

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