Das hier ist ein Akkupack für einen 76er-Metz Stabblitz. Ein Neuer. Originaler.

Wird nicht mehr hergestellt und wird auch nicht mehr hergestellt werden. Denn so wie es im Augenblick aussieht, gehen Ende Oktober in der Blitzsparte bei Metz die Lichter aus. Zumindest in dem Teil, der bisher die alten Blitze repariert hat. Es kann sein, dass in Zukunft der Name Metz auf irgendwas draufgepappt wird – aber die legendäre Serviceabteilung mit dem ebenso legendären Ersatzteillager wird wohl zumachen. Die Mitarbeiter gehen gerade stempeln. Ob jemand das Ersatzteillager aufkauft und den Service weitermacht? Die Mitarbeiter würden das machen – aber es muss halt jemand Geld auf den Tisch des Insolvenzverwalters legen.

Das hier war der 76er Metz an einer Oly. Das Teil macht Licht. Richtig Licht. Ich habe mir jetzt eben noch diesen neuen Akku dafür gekauft. Denn bei Metz haben sie zwar noch die Akkupacks für innen drin, aber die grünen Gehäuse gibt’s nicht mehr. Die Geschäftsleitung hat zwar immer wieder versprochen, diese Plastikgehäuse nachfertigen zu lassen, aber sie haben nicht. Die NiMH-Akkus in diesen Packs sind nicht sonderlich dauerhaft, man kann sie aber aufmachen und das Innenleben durch Eneloops ersetzen. Die gibt es nicht nur mit den normalen Kontakten, sondern auch mit Lötfahnen, und da ist es relativ easy, die alten Akkus rauszuwerfen und dann mit anständigen Akkus zu arbeiten.

Rein vom elektrischen sagt der Akkuzerstörer zwar, dass der Akkupack ne Fehlkonstruktion ist, weil die Akkus nicht einzeln geladen werden, so dass eine einzige ausgefallene Zelle den ganzen Pack killt, aber es gibt nichts anderes. Und wenn man selber lötet, kann man ja den Übeltäter entsorgen und einzeln ersetzen.

8 Replies to “No more Service”

  1. Schöne Bescherung!

    Ich habe meinen 76er seit vier Jahren.
    Bisher sind meine beiden Akkus noch in Ordnung.
    Das es eine Möglichkeit der Reparatur gibt wusste ich nicht.
    Vielen Dank dafür. Dann bringe ich sie, wenn mal ein Akku kaputtgeht nach Rocksdorf zum Stammtisch und bitte um eine Lötung.
    Im Gegenzug mache ich eine CAD Zeichnung vom Gehäuse und laß mal einen Prototyp in Wunschfarbe 3D-Drucken. Währe doch „gelacht“, wenn wir diese Superblitze nicht am Leben halten!

    LG Andreas

    1. Das war auch meine spontane Idee. Das Ding kann man auf jeden Fall nachzeichnen und drucken. Sollte nicht allzu schwer sein. Die Mechanik die das Teil im Blitz hält kann eventuell spannend werden aber die Kontakte lassen sich üblicherweise entweder durch eine einfache Platine oder darauf aufgelötete Federkontakte realisieren.
      Wäre nicht der erste Akku-Adapter den ich herstelle.
      Wenn da Zellen der Größe AA rein passen, warum nicht gleich einen Käfig bauen, der die Akkus raus nehmen lässt und einzeln laden?

  2. Wirklich schade für die Leute die auf gute Blitze angewiesen sind und die Mitarbeiter bei Metz.

    Ich hab mich eigentlich spätestens mit der E-M1 Mark I im Jahr 2013 vom Thema ‘Blitz’ verabschiedet da ich dank lichtstarker Objektive immer zu vernünftigen Aufnahmen gekommen bin.
    2 FL 50 R hab ich noch ein meiner Ausrüstungskiste, bin gespannt wann die wieder mal zur Nutzung kommen.

    lg
    Wolfgang

    1. Das ist genau das Problem, das Metz nicht in den Griff bekommen hat. Sie haben es nicht verstanden, ihren Kunden zu erklären, dass man mit Blitzen mehr machen kann, als einfach nur hell. Sie haben es nicht mal fertiggebracht, Farbvorsätze für ihre Blitze zu bauen. Ich habe da jahrelang auf den Vertriebsmann eingeredet wie auf einen kranken Gaul – absolut hoffnungslos. Er hat mir lieber die Story vom Marktumfeld und von den bösen Fotografen, die nicht mehr blitzen, vorgebetet.

      1. Der Blitz soll ihn beim **** treffen!
        Wenn ich denke, was ich schon alles mit Blitzen angestellt habe. Ohne Blitzen würde es viele Bilder von mir nicht geben. Wenn der Vertrieb nicht mal fähig ist in die Kristallkugel zu schauen 😉 um zu sehen was sich am Markt abspielt dann ist denen echt nicht zu helfen.
        Traurig für die echt gute Mannschaft, wenn der Vertrieb Kunden anstatt Produkte vertreibt.

      2. Vielleicht hätten auch ein oder zwei Blicke in die Bücher von McNally geholfen, wenn er schon nicht auf lokale Kompetenzträger hören wollte… Dabei hätte er sehen können, was man alles mit Blitzen anstellen kann. Gut – er hätte einen gedanklichen Transfer von Nikon zu Metz schaffen müssen…
        So schade, dass wieder eine gute Mannschaft mit tollen Geräten wegen schlechter Managementleistung in die Grütze geht.

        Traurige Grüße

        Joachim

      3. Und so sind über die Jahre Firmen wie Yongnuo, Godox, oder Prophoto immer beliebter geworden…
        Schade um eine weitere deutsche Firma, die aus Rollei und Co nicht lernen konnte!

  3. Wer sich nicht zutraut die Akkus selbst zu wechseln, es gibt diverse Akku “Läden” die Akkus in Akku Packs wechseln. Normalerweise nehmen die eher alte Laptops oder Akkuschrauber Pack auseinander um die Akkus zu ersetzen. Aber wenn das gut auf geht und sich einfach durch Standard Akkus ersetzen läst, machen die das sicherlich auch für Blitz Akkus.
    Die andere Variente wäre, wenn es eh jemand anfasst und für das gehäuse für 3D Druck umsetzt, dies gleich so zu gestalten das man Akkus ohne Lötfahne einfach einlegen kann. Wäre leider wegen der Kontakte und Leitungen etwas aufwendiger. Aber vl. kann man jau auch vertige AA Cages einsetzen. Gibts ja in diversen online Shops.

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