Das hier sind die Überreste des Ateliers von Pitt Cuerlis, das er seinerzeit in diesem Raum hatte:

Die Reste hat er bei seinem Auszug hinterlassen und auf den Dachboden gestellt – da es da oben recht eng war, wurde ich cirka 1972 dazu verdonnert, da oben auszuräumen. Habe ich gemacht und fühlte mich anschließend absolut heldenhaft.

Cuerlis hat während seiner Zeit in dem Atelier solche Sachen gemacht. Danach wurde das Atelier von Lajos Keresztes übernommen, der vorher schon im Querbau eine Galerie hatte. Als der auszog übernahm ein Architekturbüro die Räume, danach Sascha Kugler (aus dessen Zeit das Bild oben ist) und danach war Frank Kretschmann drin – den Leser dieses Blogs ja schon kennen.

Sascha Kugler 2004

Derzeit ist der ganze Bau entkernt – und gammelt vor sich hin.

Warum ich das hier erzähle: Ich finde es interessant, wie sich die Rezeption von Menschen ändert. Sascha Kugler wurde seinerzeit von Don Alphonso bei Dotcomtod böse gedisst. Pitt Cuerlis war Schüler von Braque und Chagall und selbst seine Drucke erzielen mittlerweile anständige Preise. Frank Kretschmann war seinerzeit mit einem verrückten Haufen Kletterer in einer WG und spannte eine Slackline vom Birnbaum quer durch den Hinterhof.

Vermutlich hätte ich auch die Hinterlassenschaften von Schwitters oder Munch in die Mülltonne gestopft, wenn mir meine Eltern das gesagt hätten.

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