Links Kenko, rechts Meike. Seit Jahren singe ich das Hohe Lied von den Kenkos mit Messingbajonett. Jetzt habe ich mir für ein Projekt Zwischenringe von Meike zugelegt – weil für das Projekt die Qualität wurst war und die Meike gerade die billigsten Zwischenringe mit Kontakten waren.

Wesentlicher Unterschied: Bei den Kenkos werden Vorder- und Rückdeckel mitgeliefert bei den Meike kriegt man zwei Zwischenringe. Sonst nix. Praktischerweise steht auf den Meike-Ringen auch keine Marke drauf. Extension Tube. Aus. Sie wiegen so gut wie nichts, gehen beim ersten mall “schabend” auf die Kamera und haben einen zwar leicht, aber sehr schön bedienbaren Entriegelungsknopf. Für Leute, die gerne ihre Finger am Objektiv haben oder mal ihren Kameragurt aus Versehen über die Zwischenringe legen oder gar Kamera samt Makro an der Hüfte baumeln haben, kann das böse ausgehen. Die Kenkos sind schwerer zu entriegeln. Deutlich schwerer und eigentlich so gut wie gar nicht versehentlich.

Links Kenko, rechts Meike.

Biegestabilität: Die Meike-Zwischenringe sind für schwerere Makro-Objektive nicht geeignet. Sie lassen sich wie ein Akkordeon auffächern. Und man ist normalerweise nicht so scharf drauf, unbeabsichtigt das Objektiv zu tilten. Für sehr leichte, kleine Makroobjektive und gelegentlichen Gebrauch taugen Sie allerdings – Kunststück, es sind zwei Löcher mit Plastik außenrum.

“Leicht” bedeutet, dass man damit etwa das 60er Makro bedienen kann, oder das 75 1,8. Da ist aber dann schon das Ende der Fahnenstange. Das 40-150 ist schon grenzwertig, das 150er Sigma ist zu schwer. Und beim montierten Transport sollte man unbedingt aufpassen, damit man nicht aus Versehen das Objektiv oder die Kamera entriegelt und verliert.

Größenvergleich zum 25mm f/1,8. rechts das mattere Alu-Bajonett des Meike-Ringes.

Wie gesagt, zum Spielen taugt das. Und nachdem ich gestern die ersten Krokusse (!) in Rocksdorf gesehen habe und heute die Bienen (!) daran herumschwirrten, gleich ein bisschen gespielt:

Das ist ein Bienenmonster – ein “missglücktes” Stacking aus der E-M5III, weil sich die Biene während des Stacks bewegt hat. Aus dem 40-150, OoC, mit Meike Zwischenringen.

Vollgeladene Biene im Anflug. In Rocksdorf zumindest gibt’s noch welche….

Und Schneeglöckchen…

Hier sieht man, wo das mit den “Glocken” herkommt. Auch das ist ein “missglückter” Stack, den ich ein paarmal probiert habe, bis ich die Bimmelei hinbekommen habe. Schneeglöckchen sind ja echt in Ordnung – aber Schnee dazu wäre besser….. Aber morgen soll es ja schneien, wenn auch nicht hier….

Und jetzt warten wir auf “Sabine”. Und was sie hier wohl anrichten wird…

3 Replies to “Zwischenringe…”

  1. Ich habe 2 Sätze Kenko Zwischenringsätze seit Sie auf dem Markt sind, bei mir werden Sie echt benutzt, das heißt immer und immer wieder werden Sie unterschiedlich kombiniert, bis heute kann ich keinen Verschleiß feststellen. Kleiner Nebeneffekt bei Focus-BKT, wenn ich 4 ZR benutze läuft die BKT-Serie nicht in die Tiefe, sondern Sie kommt auf mich zu, bei Benutzung von bis zu 3 macht die Kamera das was man erwartet.
    Eine Lehrreiche Erfahrung mit einem Meike-Produkt war eine Kameraplatte für die M 10II weil es die von RRS nicht gab, fürchterlich Sitz und leider habe ich dabei den Boden der M10II unmerklich heraus gezogen
    HG Frank

  2. Hallo, ich habe Meike Zwischenringe mit Aufdruck und Deckeln. Schrappen auch nicht beim Aufsetzen, haben kein Spiel und ich bin als Gelegenheitsmakroist hochzufrieden. Nutze sie mit dem 75 mm 1.8.
    Vielleicht nur Glück gehabt…
    Grüße
    Thomas

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