CBG-10 nach sechs Jahren

Mittlerweile haben ich die CBG-10 sechs Jahre. Ich hatte sie eine Zeitlang ziemlich viel dabei, dann habe ich sie einer Freundin geliehen, die hat sie auch ein halbes Jahr rumgeschleppt und jetzt ist sie wieder bei mir. Meine uralte LowePro StealthReporter 300AW ist derweil wieder zu Ehren gekommen.

Warum? Zum Beispiel deshalb:

Der Gurt schiebt sich zusammen – und er ist nicht austauschbar. Und auch nicht auf Dauer gut zu verstellen. Das Schulterpolster rutscht auf der Schulter. Immer. Dauernd. Das ist richtig, richtig nervig.

Die Polsterung. Da rechts war mal auch so ein blaues Dings drin – das ist schlicht zerbröselt. Die ganze Polsterung, anfangs wunderbar steif, ist einfach nur noch labberig. Die Klettverschlüsse halten nicht mehr, die Facheinteilungen beulen.

Das vordere Fach. Der Reißverschluss klemmt, oder, bei anderen, zerlegt sich der Schieber, oder der ganze Reißverschluss platzt auf und Akkus und Speicherkarten fallen auf die Straße.

Das Konzept der Tasche ist durchaus intelligent – aber die lausige Qualität ist es nicht.

Nun könnte man sagen, der Wagner ruiniert einfach jedes Equipment. Dann zeige ich die Tasche, mit der ich am meisten rumrenne und die ganz andere Belastungen aushalten muss:

Das ist meine LowePro Magnum 650 AW. Da sind meistens drei Kameras, zwei Blitze und einige TopPros drin, und voll belegt wiegt das Ding richtig. Der Tragegurt hat auch schon Auflösungserscheinungen gezeigt und wurde deshalb von LowePro gratis ausgetauscht. Die Magnum hat nicht viel mehr gekostet als die CBG-10, ist drei Jahre länger bei mir im Dienst und hat – eben bis auf den Gurt – keinerlei Ausfallerscheinungen. Klar – „wie neu“ ist anders, aber sie funktioniert. An allen Ecken.

Also: Wenn jemand aufgrund meiner positiven Besprechung der CBG-10 seinerzeit zur CBG-10 gegriffen hat – sorry. Ich wusste es nicht besser. Sie hat anfangs echt nen tollen Eindruck gemacht.

2 Replies to “CBG-10 nach sechs Jahren”

  1. Ich habe das Lowepro 400er und da passen zwei E-M1en (X und Mark II) rein. Dazu auch das mFT 300 und mFT 40-150 Pro rein.
    Das mit den hinteren Objektiv-Fächer ist es zwar leider so, dass die sehr tief sind, mFT-Objektive sind nun mal kleiner 😉
    Manchmal packe ich übereinander, mit Polster dazwischen.
    Die Tasche ist in der Tat robust und gut ausgearbeitet. Was ich etwas bemängele ist der Klettbereich in der Innenseite der Tasche. Nicht auf allen Seiten sind Klett angenäht.
    Ansonsten, eine Tasche an dem ich gut und schnell auf die Objektive zugreifen kann.
    Was man aber bedenken soll: Man kann mit Umstellung der Fächer nur eine Kamera mit angesetzten Objektiv wie das 300er reinlegen. Will man zwei Bodys reintun, dann ohne Objektiv.
    Viele Grüße
    Pit

  2. Habe über meine Erfahrungen mit dem Teil ja vor ein paar Tagen in einem Deiner früheren Beiträge berichtet. ( https://pen-and-tell.de/2014/02/nochmal-cbg-10-das-passt-rein/ ). Danke für Deine Schilderung der Langzeiterfahrungen – dann liege ich also nicht komplett falsch, wenn ich mal langsam damit anfange Ausschau nach einer Ablösung zu halten.

    Die Tasche hätte ich damals ohnehin gekauft, das Ding wurde sogar mit eigener Website genial vermarktet. Einige Schwächen hattest Du bereits in Deinen Beiträgen erwähnt und die wurden von mit bewusst akzeptiert, andere waren erst im Langzeitgebrauch erkennbar.

    Beste Grüße
    Frank

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.