E-M1II – Fisheye „defishen“

Seit dem FW-Update hat die E-M1 Mark II ja eine Option drin, mit der man das m.Zuiko 8mm f/1,8 Fisheye in der Kamera „defishen“ kann. Der Parameter ist unter Zahnradmenü J1 zu finden und ist natürlich ausgegraut, wenn das Fisheye nicht montiert hat.
Der Parameter hat drei Stufen 1,2 und 3 von weit bis schmal. Und eine Unterwasserkorrektur. Um mal zu zeigen, was der Parameter auch im Vergleich zum 7-14 leistet, habe ich mich mal in Rocksdorf in den ersten Stock begeben und dort  mal die „Tenne“ aufs Korn genommen.
Zuerst darf die alte Kristallkugel bei 7mm ran:

Dann das 8mm Fish, unkorrigiert:

Korrektur 1, Unterwasserkorrektur An:

Korrektur 1, Unterwasserkorrektur Aus:

 

Korrektur 2, Unterwasserkorrektur An:

 

Korrektur 2, Unterwasserkorrektur Aus:

Korrektur 3, Unterwasserkorrektur An:

 

Korrektur 3, Unterwasserkorrektur Aus:

 

Ich denke, man sieht, was man mit der Korrektur in der Kamera erreichen kann – und was nicht. Die Korrektur verliert selbst in der „Weit“-Stellung ein ganzes Eck Bildwinkel, was spezialisierte Programme durchaus besser können. Die Wirkung ist trotzdem spektakulär.

Die „Unterwasserkorrektur“ ist übrigens nur unter Wasser von  – begrenztem – Nutzen, wenn man einen Planport verwendet. Beim Domeport ist sie nicht notwendig. Allerdings liefert Olympus für die neueren Gehäuse nur Planports.

Ach ja: Das Bild von Neuschwanstein, das ich als Titelbild verwendet habe, stammt aus dem alten 3,5er Fish. Deswegen konnte das nicht in der Kamera defisht werden. (Abgesehen davon gab’s damals das Update noch nicht.) Mit dem Olympus Viewer kann man das Defishen aber trotzdem machen:

 

4 Replies to “E-M1II – Fisheye „defishen“”

  1. Hallo Reinhard,
    danke für den Vergleich. Da ich meine E-M1 II „verschenkt“ habe, kann ich selbst diese Option nicht ausprobieren und nachstellen. Die neue Besitzerin träumt vom WW 7-14mm f2.8, aber das Sparschwein ist noch zu mager. Nun habe am letzten Wochenende bei einem Fotowalk die Gelegenheit gehabt einen Teilnehmer kennnen zu lernen, der die Kombi Mark II und 8mm Fisheye dabei hatte. Er hat mir freundlicherweise ein paar Bilder „gefished“ und „ungefihed“ bereitgestellt um diese am Bildschirm zu hause vergleichen zu können. Die Grundidee das 8mm Fisheye wegen des geringeren Kaufpreises als Alternative anzuschaffen, hat sie verworfen weil am Bildschirm betrachtet die Fotos in den Randbereichen schon sehr unscharf ankamen (was erklärbar ist). Die Bilder hier im Blog geben das wegen der Auflösung leider nicht her. Gibt es aus Deiner Erfahrung heraus, außer der unterschiedlichen Lichtstärke und dem eingeschränkten Bildwinkel (beim entfishten), noch weitere Einschränkungen im Vergleich der beiden Objektive?

    Grüße
    Stef@n

    1. „Wegen des geringeren Kaufpreises“ ist ein Argument, das im Ansatz falsch ist. You get what you pay for. Wenn Du ein Fish kaufst, um Dir das Geld für ein Ultraweitwinkelzoom zu sparen, nur um dann beim Pixelpeepen festzustellen, dass am Rand Details die Schärfe nicht 100% halten – dann verwendest Du Deinen Schraubenzieher auch als Meißel. Ich habe den Vergleich eingestellt, um Bildwinkel zu vergleichen. Wie man sieht, ist der Bildwinkel des Fishs größer. Punkt. DAS ist der Grund dafür, ein Fish zu defishen. Die Details am Rand des 8mm sind IMMER besser, als die Details beim 7-14. Weil sie beim 7-14 eben gar nicht drauf sind. Und wer optische Qualität statt digitaler Winkeloptimierung haben will, der greift sowieso zur FT-Kristallkugel. Nur hat die halt f/4 und das Fish hat f/1,8. Nein, ein Vergleich ist einfach falsch. Das hat mit Fotografie nichts zu tun. Das 1.8er Fish kauft man, weil es das geilste Fish auf dem Markt ist. Nicht, weil man damit ein 7-14 ersetzen könnte. Kann man nicht. Und umgekehrt genauso wenig. Wenn Du Ultraweitwinkel zum Budget-Preis haben willst, kauf das Laowa 7,5 2.0. Überprüf die Ecken, ob das Objektiv scharf ist, schick’s im Zweifel zurück. Gute Laowas sind richtig gut. Aber halt kein AF und kein Zoom. You get, what…. aber das sagte ich schon.

    1. Es gibt noch einen Aspekt. Die Entfischung in der Kamera ist nicht ideal. Sie ist gut, wenn man wissen will, was so grob beim Defishen übrig bleibt. Wenn’s um Endqualität für große Formate geht, sind spezialisierte Programme einfach besser, mit denen man aus dem RAW raus arbeitet.

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