Kurz vor der Grenze zu Schweden gibt’s den Ort „Halden“. Und oberhalb dieses Ortes steht die Festung Fredriksten. So weit nichts Besonderes. Aber diese Festung besteht aus mehreren Teilen und auf dem mittleren, ältesten Teil (dem von 1660) steht der Campingplatz. Die Campinghütten sind sozusagen direkt an die Hauptkampflinie des schwedischen Angriffs von damals gebaut. Man sitzt also gemütlich beim Abendessen, kuckt aus dem Fenster, und sobald der Sonnenuntergang kritisch wird, packt man die Kamera und läuft zwanzig Meter um den richtigen Standort zu haben. Sehr komfortabel. Und wenn man Dusel hat, kriegt man noch ein Bildmotiv gratis mitgeliefert, wie Coeni aus den Niederlanden mit Begleitung. No Risk, no fun, das Lensbaby war auf der E-3. Mit Blende 2,8.

Ein bisschen später dann mit großem Gepäck zur Sichtkante, HDRs von Halden machen. Das echte Motiv war natürlich woanders, und nachdem die – wenig sehenswerte – Pflicht erledigt war, kam die bäuchlings mit 11-22 erledigte Kür: ein alter Norweger, der hier oben sein Bierchen genoss und seine Katze an der Leine spazierenführte…

Da wir heute die Grenze zu Schweden überschreiten, noch ein Abschiedsbild an Norwegen. Diesmal aus der PEN, auch mit Lensbaby 2.0. Mit der Sucherlupe macht das richig Spaß. Auch das hier ist die Festung Fredriksten. Durch das Lensbaby wurden Dächer zu Hügeln und der von der Abensonne beschienene Fjord zu geheimnisvollem Nebelwaber. Die Fototour, auf der dieses Bild entstanden ist, war eine typische PEN-Expedition. Eigentlich wollte ich mich nur erkundigen, ob der „Kro“ fünfhundert Meter weiter Internet hat. Also PEN einpacken, und weil’s eigentlich nieselte, das Lensbaby drauf, „anständig“ fotografieren ging eh nicht. Unterwegs dann kurze Duscher und Wolkenaufrisse gleichzeitig, norwegisches Wetter eben. Unglaubliches Abendlicht vor Regenhimmel. Also ein bisschen auf den Wällen herumgeturnt, Kanonen geknipst und nass geworden. Und versucht, das Beste draus zu machen…

Dieser Beitrag ist in der Tourist Information in Håby geschrieben. Ultranette Leute, lecker Essen und ein Internet-Access per Kabel – vom Feinsten.  Willkommen in Schweden…

 

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