Es gibt sie noch.

Dieses Bild habe ich von SaintEx bekommen. Zusammen mit der ganzen Story dieses Kiosk, den es tatsächlich schon seit 107 Jahren gibt. Nicht unbedingt in dieser Form, aber hier gibt’s ein Foto von 1919. (Ja, der Beitrag ist hinter einer Paywall, aber das Foto kann man kucken.) 2016 sahe der dann so aus:

(Bild: Moritz Grenke, Quelle.)

Der Kiosk am Leopoldsplatz, Baden-Baden wurde im Jahr 1919 von der Familie Zeller errichtet und über mehrere Generationen betrieben. Ebenfalls über viele Jahrzehnte war der Kiosk dann im Besitz von Familie Böhlen, zuletzt Bea Böhlen, die später Landtagsabgeordnete im Stuttgarter Landtag von Baden-Württemberg wurde (Bündnis 90/Die Grünen). (Übrigens hat der Kiosk 1919 mit “Die grüne Post” Reklame gemacht.)

Mit der Umgestaltung des Leopoldplatzes (2016 – 2018) wurde der traditionelle Kiosk abgerissen, danach wurde 2019 ein neuer Kiosk errichtet. 

2021 übernahm Marcus Müller mit seiner Ehefrau Susanne Ziller den Kiosk von Bea Böhlen. Sie betreiben ihn mitten im Zentrum der Stadt bis heute. 

Zeitungen, Zeitschriften und Magazine sind nach wie vor das Hauptgeschäft, daneben wird eine Lotto-Annahmestelle betrieben. 

Also wer mal nach Baden-Baden kommt.

In den Kommentaren sind ja noch mehrere Locations genannt und tatsächlich gibt es auch in U-Bahnhöfen mehr oder weniger reine Zeitungsläden. Also man kann davon auch heute noch leben. Nur eben die freistehenden Kioske alter Prägung – Bretterbude voller Zeitungen – sind wohl heute rar geworden. Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil die Dinger keinen Sanitärraum und keine Heizung hatten. Da wurde es frisch im Winter. Auch der Neubau am “Leo” ist ja eher so ein Luxusschuppen. (Allerdings begeistert mich das, dass da jemand ernsthaft dieses Design wiederbelebt hat.)

One Reply to “Es gibt sie noch.”

  1. Da ist mir SaintEx mit dem Bild doch zuvor gekommen. War gerade dabei es zu posten.
    Auch die einzige Stelle wo man noch,ausser an oft nicht funktionierenden Automaten, Briefmarken kaufen kann.

    Gruss aus Baden- Baden

Leave a Reply to Bernd Oehmen Cancel reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *