
Ich hatte ja bereits am ersten Abend der Imaging World ein PATLive gemacht und erzählt, was los war. Am Samstag war ich noch mal dort und habe mich dann an Ständen umgesehen, die mir vorher entgangen waren. Einer davon war „Z-Cam“. Eine mFT-Videokamera. Z-Cam sind Chinesen aus – logisch – Shenzhen, und auf der Messe war der Regensburger Distributor Riwit. Die Z- Cam M4 Mark II hat einen FT-Sensor und liefert C4K mit 120fps und Full HD mit 240 fps. Mit 10bit. Alle möglichen und unmöglichen Anschlüsse. Und eine offene API und ein SDK. Metall-Body. Der Sensor hat zwar nur 10,71 Megapixel, dafür aber bis 16 Blenden Dynamikumfang. ISO von 500 bis 102400. Und hat sogar Autofokus. Ist für etwa 2000 Euro zu haben.
Der Distributor hat noch ein paar andere Dinge auf Lager. Zum Beispiel einen elektrischen Bollerwagen.

Der ZILR ZIPR kostet mit Zweiradantrieb 1499,-. mit 4WD knapp 2000 Euro. Man konnte sich das Geschoss auf der Messe ausleihen und damit durch die Gänge heizen. Zwei Personen konnten drauf sitzen und soweit man gesehen hat, hatten die, bis auf den hier, ein fettes Grinsen im Gesicht. 300 Kilo Zuladung, bis zu 30km Reichweite. 16 km/h Spitze.
Als Messemobil natürlich leicht überambitioniert, aber wer schon mal On location aufgebaut hat und vom Parkplatz zum Stand einen halben Kilometer Fußweg hat, der kriegt da große Augen. Wer also regelmäßig schleppen muss und das auch bezahlt bekommt – so ein Ding mal ankucken. Man kann ihn auch als simplen Bollerwagen nutzen, nur dass man ihn halt nicht zerren muss, sondern dass er selber fährt. Und als 4WD kommt er eben auch durch’s Gelände. („Sorry, der Parkplatz ist noch nicht fertig, wir hoffen, die Pfützen und der Schotter machen ihnen nichts aus.“) Oder wenn die Birder mit Tarnzelt, Verpflegung, vier großen Tüten und Stativen in den Wald wollen…. OK. Kann man auch mit einer normalen Sackkarre machen – aber das Ding hier ist um Welten cooler.
Dann war ich am Excire-Stand. Dort habe ich mich länger mit Herrn Martinez unterhalten, dem Gefü der Pattern Recognition Company GmbH aus Lübeck, die Excire programmiert haben. Die hatten beste Laune, weil sie am Abend vorher den TIPA World Award für ihre Software bekommen haben.

Ich habe mit ihm einige Mistverständnisse ausgeräumt, die seinerzeit aufgekommen sind. Sie dachten seinerzeit, ich würde erwarten, dass sie mein Buch promoten würden und waren deshalb etwas beleidigt. Was mich wiederum erstaunt hatte, weil ich das ja gar nicht erwartet hatte. Das ist auf jeden Fall jetzt wieder in trockenen Tüchern und wenn ich dazu komme, gibt’s ein Buch über die neue Version.
Ich habe ja breit erklärt, dass ich von Excire auf Digikam umgestiegen bin – und das stimmt immer noch, aber so alle zwei Wochen werfe ich Excire wieder an und kucke nach, ob die Klartextsuche mir weiterhilft. Bei meiner Million Bildern ist Excire natürlich überfordert – die Anzahl der jeweils gefundenen Bilder geht regelmäßig in die Tausende – aber wenn man so um die hunderttausend Bilder hat, verhilft Excire wirklich zu schnellen, halbwegs exakten Suchergebnissen. Und ich muss auch immer sehen, dass nicht jeder meine Anforderungen hat.

Bei Reflecta habe ich das hier gesehen. Eine Lupe mit Beleuchtung, die direkt aufs Handy sendet. Man sieht da Kampanien, Kalabrien und die Basilikata. Und ein Stück von Apulien. Das Ding heißt DigiMicroscope WiFi 2.0 und kostet knapp 60 Euro. Im Lieferumfang gibt’s auch einen Schwanenhalsständer. „Ist das Neu?“ „Nö, gibt’s schon seit zwei Jahren.“. Und wenn man das nicht übers Handy machen will, kann man es auch simpel per USB an den Computer anstöpseln.

Hier kann man als Endverbraucher gar nichts kaufen – man kriegt hier ein Verfahren für Iris-Fotografie. Was mich unglaublich erleichtert hat, weil ich einmal einen ganzen Tag veralbert habe, um eine Iris zu knipsen und immer einen Reflex der Lampe im Bild hatte. Ich habe ihn sehr weitgehend eliminiert, aber ganz weg habe ich ihn nicht bekommen. Nu haben die mir erklärt, dass das völlig normal sei, der Reflex würde mit KI entfernt und anschließend noch eine Bildbearbeitung drübergerutscht, um die Schärfe und die Kontraste zu korrigieren. Da kann ich nur sagen: Danke für’s Gespräch. Again what learned.

Auf meiner Suche nach Ständen, auf denen nichts los ist, bin ich dann schließlich hier gelandet: Ein Tintenstrahllab. Für Fotografen, die ihren Kunden sofort hochwertige Fotos mitgeben wollen, ein „Must“. Der Stand stammte von PM2s , die eigentlich Fuji Frontier-Labs reparieren. Zu dem Gerät habe ich im Netz nichts gefunden – vielleicht weiß ja einer der Leser, was es damit auf sich hat. Da ich selbst kein Lab brauche, habe ich mich akut nicht danach erkundigt, wo ich das Ding herkriege und was es kostet.

Nach der Pressekonferenz, über die ich ja schon hier berichtet habe, bin ich dann wieder los. Und wer kommt mir entgegen? Michael Leidel, aka AmazingNature Alpha. Am Tag vorher schon Wiesner fast über den Haufen gerannt, nun Herr Leidel. In Nürnberg traf sich anscheinend das Who is who.
Soweit dazu noch.

Ja, Michael Leidl hat am Samstagabend einen interessanten Vortrag bei der Jubiläums -Mitgliederveranstaltung der Fotocommunity gehalten. Ich hätte ihn gerne was gefragt… aber er war gleich wieder verschwunden…. oder ich habe ihn in der Menge der Mitglieder nicht entdecken können….
Apropos „Bollerwagen“ mit Allrad. Die bessere Alterrnative sind doch ein paar hübsche Scherpinen.
Damit ist man auch ein „who is who“…