Dinge, die man beachten sollte.

In Norwegen. Sackgassenschilder. Und Achslastschilder. In Deutschland steht da dann noch „Keine Wendemöglichkeit für LKW“ oder sowas dran. In Norwegen nicht. Da steht auch nicht dran, dass es hier um einen verdammt steilen, verdammt geschotterten, verdammt engen Bergpfad mit Gegenverkehr und ohne Ausweichbuchten geht. Der sich mehrfach verzweigt und auf allen Zweigen im Nirgendwo endet. Das versteht sich in Norwegen von selbst. Norweger kommen damit klar.

Ja, das sieht hier noch nach Asphalt aus. Sobald man über die Brücke ist, ist der Asphalt weg und die Wendemöglichkeit auch.

Dass da Aufkleber von DanSommer drauf sind, bedeutet, dass ein paar von den Häusern am Hang von denen vermietet werden. Muss man wollen. Denn das hier ist das Ende der Straße. Einer langen, einspurigen Straße. Kein Visitor-Center, keine Hüpfburg, keine Sparebank und kein Coop.

Toiletten sind etwas, das die Norweger ausgesprochen ernst nehmen. Saubere Toiletten. Mitten in der Pampa. Das offizielle Werbeplakat der nationaln Touristenstraßen zeigt eine Toilette:

Nur um mal den Stellenwert klarzumachen.

Das ist ein Teil des Voringsfossen. Und da stehen überall nette Piktogramme. Hier zum Beispiel, dass es verdammt glitschig ist. An anderen Stellen, dass man seine Kinder gefälligst an der Hand nehmen soll, denn wenn die der Meinung sind, Geländer sind mehr so Empfehlungen, dann kann das böse ausgehen.

12 Replies to “Dinge, die man beachten sollte.”

  1. In Island war da mehr so der Darvinismus in Mode, aber in letzter Zeit kommen dort auch vermehrt Schilder und Absperrungen, weil anscheinend zu viele glauben, dass sie das geile Selfie aus Insta an dieser Klippe unbedingt auch machen müssen.

  2. Boah – Luxus pur, es gibt Warntafeln und ein Geländer!
    In Slowenien ist das eher selten, wohl eher so wie Helge aus Island kennt: wer nicht selber auspasst hat ein Ticket für den Darwin-Award gezogen.

    Ja es ist ein offizieller Wanderweg, der Stand halbwegs sicher, im weiteren Verlauf hält man sich freiwillig an den angebotenen Stahlseilen fest….

    1. ….zu zeitig abgeschickt: Die Stahlseil-Sicherung sieht man rechts vorn im Bild – und es ist nicht für Leute mit Höhenangst.

      Andy
      imsicherungsmodus

      1. „… und das war in dem Fall die Alternative.“

        Ich hätte gesagt, dass die Alternative darin
        besteht in diesen Schuhen gar nicht zu „klettern“.

        1. … ich war mal in Österreich auf einer Alm, dort hat der Almwirt morgens zu Fuß frisches Brot geholt. Im Vergleich zu unserer Wegezeit war er außerordentlich flott unterwegs, barfuß. Und ja, alle Übernachtenden hatten schweres und „duftendes“ Schuhwerk am Start. Barfuß ist scheinbar auch möglich.

        2. Mein Sohn ist Kletterer, er weiß was er da macht – und Kletterschuhe sind jetzt nicht viel anders als Sandalen, abgesehen davon, dass da rund um den Fuß Textil ist – aber die hatte er eben nicht dabei.
          Und nicht selten macht er solche Touren auch ganz ohne Schuhe – geht auch (nicht nur bei Almwirten).
          Klar, wer 100% Sicherheit haben will, sollte da nicht lang gehen – völlig egal mit welchem Schuhwerk!

          Andy
          imsicherheitsmodus

  3. Skipiste in den Dolomiten, eine der bekanntesten. Flach im unteren Auslaufteil, daneben ein im Winter trockenes Bachbett, klare Sicht, klar erkennbar, weil wenig Schnee. Dort mitten drin, zwischen den Steinen, liegt eine ital. Skifahrerin mit gebrochenem Oberschenkel. Schreit, zetert, soweit verständlich.
    Sie wäre da hineingefahren, „perche` non c’era il cartello“ (weil da kein Schild gestanden hätte).
    Kein Vorwurf bez. fehlendem Fangnetz, Strohballen oder sonstiger Reling, nein, ein entsprechendes Schild habe gefehlt, dass man an dieser Stelle nicht mit Karacho in das Bachgeröll schießen sollte.
    Ich habe bis heute überlebt, weil mir meine Mutter immer gesagt hat, ich sollte nicht im Vollspeed mit den Ski gegen einen Baum fahren.
    So eine Mutter hat nicht jeder.

  4. urgzz.
    Mir hat schon der höllenbachstieg (nicht weg) bei Regen gereicht, eine der wenigen Wanderungen ohne fotografieren trotz Kamera, beide Hände klammerten …

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