Neue KI-Lizenzbedingungen

Facebook will jetzt die Fotos aller User für KI -Trainings verwenden.

Adobe auch.

Bei Facebook kann man dem widersprechen.

Bei Adobe nicht.

Bei Adobe muss man sogar beim Deinstallieren diesen neuen Nutzungsbedingungen zustimmen.

Stört doch nicht, wenn andere mit den eigenen Daten trainieren? Tscho – ist ja nicht so, dass die KI da irgendwie schlauer wird beim trainieren. Sie hat nur mehr Bildschnipsel, die sie verwenden kann. Das ist besonders lustig, wenn Fotografen bei Insta die Fotos ihrer Kunden hochladen oder mit Photoshop bearbeiten und dann jemand anderes ein Hochzeitspaar per KI einfügen will und Hurra – er kriegt Lieschen und Herbert Müller aus Buxtehude. Ganz Lizenzgebührenfrei.

Kauft irgendwer von dieser Firma noch Software? Ernsthaft?

Warum????

Die Bilder sind natürlich aus Copilot. (Erstellt mit Designer, unterstützt von DALL-E3). Sieht total super realistisch aus? Ääääh….. Nein. Einfach mal überlegen, wo bei diesem Bild welche Lichtquellen sind, und wo da die entsprechenden Schatten laufen müssten. Und der Roboter ist intelligent genug, mit zwei Pinselstielen, aber nur einer Pinselspitze zu malen – und die hat keine Farbe dran. Es ist einfach Mist.

23 Replies to “Neue KI-Lizenzbedingungen”

  1. Das Titelbild ist jedenfalls inspiriert durch Bob Ross – Joy of Painting. Kam in den 90er? Jahren auf BR immer spät nachts. Eine schöne Erinnerung. Das wäre genügend Anschauungsmaterial für eine malende KI, hihi!

    VG und allzeit gut Licht!
    Stefan

      1. In mehr als einer Hinsicht eine gute Wahl für das Titelbild. Denn Bob Ross wurde vorgeworfen, seinen Lehrer William („Bill“) Alexander bestohlen zu haben (Maltechnik, Stil der Sendung, verkaufte Farben und Hilfsmittel,… ). Und als es mit Ross zu Ende ging, gingen seine Söhne erstmal leer aus, denn er wurde von seinen Geschäftspartnern lediglich als „Angestellter“ behandelt, und es wurde geklagt. Habe vor Jahren einen Bericht dazu im Internet gelesen. Kann ihn jetzt nicht mehr finden. Bob Ross war jedenfalls der weit größere Erfolg beschieden, mit TV-Sendungen, Büchern und Zeug, das weltweit vermarktet wird. Allerdings gibt es in USA noch eine Webseite, auf der man das „Original“-Zeug kriegt:
        Hatte Tee PS Doppelpunkt Doppelslash alexanderart.com.
        PS: Von Adobe und ihrem Geschäftsgebaren halte ich genau GAR NIX.

  2. „Ein Schelm, der Böses denkt“
    Eine persönliche geistige Schöpfung setzt ein menschliches Schaffen voraus. Unzweifelhaft ist die KI kein Mensch. Zudem ist auch der Prozess der Inhaltsgenerierung auch nicht als schöpferisch zu werten. Vielmehr werden aus bereits eingespeisten Daten Zufallszusammenstellungen zu einem Gesamtbild geformt. Somit scheidet das Vorliegen eines Werks im Sinne des Gesetzes aus, sodass das Urheberrecht nicht für durch KI generierte Bilder gelten kann. (laut Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin).
    Wenn die Bilder als „KI generiert „gekennzeichnet werden, können sie nach meiner Meinung von jedem verwendet werden, da das Urheberrecht nicht greift!!

  3. Guten Morgen,
    Da hast Du Dich aber der Hexenjagd bei Adobe angeschlossen ohne weiter zu recherchieren:
    https://9to5mac.com/2024/06/07/adobe-terms-clarified/

    Es ging hier darum, dass Du als User zustimmen mußt, dass die KI auf Deine Bilder Zugriff braucht, wenn Du die KI Tools in PS, LR etc. verwenden willst. Da die natürlich untrennbar mit den Programmen verknüpft sind muß das abgefragt werden.
    Liebe Grüße!
    Martin

    1. Hm – das mag stimmen.
      Adobe ist für mich jedoch inzwischen ein rotes Tuch. Erstens wegen der frühzeitigen Umstellung auf Monatsabonnements. Zweitens weiß ich, dass Adobe vor Jahren einen bedrohlich ernsthaften RAW-Konkurrenten aufgekauft hat, um ihn danach nicht mehr zu pflegen – bzw. um deren Potential selbst auszuschlachten und bei sich zu integrieren. Weiß nicht mehr wie der hieß, ist so ca 15-20 Jahre her.

      Gut, das ist beides erlaubt – nennt sich dann in meinen Augen die Marktmacht maximal ausnutzen. Andere Herstellen machen das sicher ähnlich, nicht ganz so extrem vielleicht.

      1. Rawshooter von Pixmantec

        Es ging um die Regler Klarheit und Dynamik, die Adobe nicht hatte. Immerhin gab es nach der Serverabschaltung bei Pixmantec eine Ersatzversion in Form von Lightroom 1 ohne Zahlung. Die Rawshooter-Dateien waren aber viel besser und hatten viel weniger Beschnitt. Rawshooter war eine reine Entwicklungsmaschine ohne Druck und Verwaltung.

      2. Hmm – der Aufschrei der damals durchs Netz ging als Adobe von Kauf auf Abo Modell umgestellt hat.
        Ich bin da die ganze Zeit dabei gewesen und als kleiner privater Kunde wurde einfach alles besser.
        Es gab viel häufiger Updates und vor allem es wurde viel viel günstiger. Ich hatte damals mit PS CS3 angefangen und hab mir die Versionen bis CS6 alle gekauft. Das war richtig viel Geld was man da hinlegen mußte (LR noch nicht mitgerechnet). PS war immer > 1000€ – eher so um die 1300€ wenn ich mich recht erinnere. Zyklus war glaube ich 2 oder 3 Jahre.
        Jetzt kann ich das Jahr mit 75€ bekommen wenn ich das schlau mache und habe sogar noch LR mit dabei.
        Außerdem sind die kompletten Cloud Funktionen dabei und das darf man nicht unterschätzen. Ich hab alle meine Bilder immer und überall dabei (momentan hab ich > 18.000 in der Cloud). Das ist einfach unbegrenzt bei denen. Wenn man da mal zu Apple schaut, was da Cloudspeicher für die Fotomediathek = iCloud kostet, dann lohnt es sich ja schon dafür. Und ich kann auf allen meinen Geräten Bilder bearbeiten. Egal ob Mac, Windoof, iPad oder Android Phone. Auch grandios.

        Ja die Klausel hier ist sehr fraglich und nur darauf zu vertrauen was die in einem Blogpost versprechen, möchte ich auch nicht. Aber Adobe den Rücken zu kehren wegen Ihres Abo Modells – neee.
        Da nervt es viel mehr, dass unter iOS alle bessere Software nur noch im Abo Modell zu haben ist.
        VG Martin

        1. Ich verstehe es nicht. Wie kann man tatsächlich seine Bilder freiwillig bei Adobe auf die Server schieben? Die erklären doch freimütig, dass sie sich alle Bilder automatisch ankucken? Adobe hat seine Cloud auf Amazon-Servern. Also kuckt Bezos auch drauf. Will ich das? Sowohl Adobe als auch Amazon haben immer wieder „operationelle Herausforderungen“. Um DSGVO kümmern sie sich sowieso einen Scheißdreck. Einfach ein Synology-NAS kaufen, dann hat man seine eigene Cloud – auf der niemand anderes herumschrubbt.

          1. Ich nutze PS seit über 30 Jahren (habe vor kurzem 5 Disketten mit der Version 2.0 gefunden…), bin die Software also mehr als gewohnt. Cloud Speixher nuze ich nicht und das die Bilder hochgeladen werden, wenn man etwas mit KI macht, sollte jedem klar sein. Keine KI, keine Bilder an Adobe.
            Damit kann ich leben.

        2. Ich habe auch ein Adobe Photo Abo (LR + PS). Nutze LR Classic mit lokalem Catalog auf meinen eigenen Speichern. PS ist für das Restaurieren von historischen b-w Fotos das Beste was es gibt. Die Adobe Cloud: Nutze ich nicht.
          Georg

    2. Das Blöde ist, der Wortlaut der Terms of Use (ToU) erlaubt Adobe sehr viel mehr. Und wesentliche Punkte drumherum, die 9To5Mac erst am Vortag thematisiert hatte (https://9to5mac.com/2024/06/06/change-to-adobe-terms-amp-conditions/), bleiben von der „Clarification“ unberührt. Etwa dass man eine *bestehende* Anwendung nicht mal deinstallieren kann, ohne vorher den *neuen* ToU zugestimmt zu haben, wie Reinhard schon richtig angemerkt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass sowas in einigen Teilen der Welt illegal ist. (Das sollte es überall sein.) Oder dass man nicht mal mehr zum Support durchkommt, bevor man nicht zugestimmt hat. Was soll das?

      Der Wortlaut der ToU ist, zitiert nach 9To5Mac, „[s]olely for the purposes of operating or improving the Services and Software, you grant us a non-exclusive, worldwide, royalty-free sublicensable, license, to use, reproduce, publicly display, distribute, modify, create derivative works based on, publicly perform, and translate the Content. For example, we may sublicense our right to the Content to our service providers or to other users to allow the Services and Software to operate with others, such as enabling you to share photos“.

      Ja, sie haben jetzt nachgeschickt, „Adobe does not train Firefly Gen AI models on customer content. Firefly generative AI models are trained on a dataset of licensed content, such as Adobe Stock, and public domain content where copyright has expired“, aber ausgeschlossen ist das erst dann, wenn es wirklich in den T&C drinsteht, denn wenn irgendetwas bindend ist, dann die. Nicht irgendeine Notiz auf einer irgendeiner Website. Das bleibt also im Rahmen der Ankündigung „clarifying the Terms of Use acceptance customers see when opening applications“ erst noch abzuwarten. Es muss ansonsten nur jemand bei Adobe sagen, hey, ab heute brauchen wir unsere KI für „improving the Services and Software“, und schon ist es von den ToU abgedeckt.

      1. Ergänzung: T&C=ToU; und deren Wortlaut ist so oder so übergriffig, egal was sie dem jetzt noch nachschicken. Das ist im Prinzip ein Freibrief, die Werke der Kunden in jeder Form zu nutzen, auch öffentlich, solange es auch nur am Rande irgendwie mit „operating or improving the Services and Software“ zu tun hat. Und bei der Übergriffigkeit in Sachen Deinstallation und Support sieht man schön, was Vendor lock-in bedeutet, mal angesehen davon, dass der Hersteller so quasi eine Lizenz zu beliebigen Preiserhöhungen bis über Schmerzgrenzen hinaus hat, und sich so von einem Jahr aufs andere immer absurdere Rekordgewinne sichert. Die Nachteile dieses Prinzips merkt man leider oft erst, wenn man sich davon erst so richtig abhängig gemacht hat.

    3. Das Wesentliche an der Hexenjagd war, dass Menschen für Dinge verantwortlich gemacht haben, die sie nicht nur nicht getan haben, sondern gar nicht getan haben konnten und dass sie sich gegen diese ungerechtfertigte Verfolgung nicht wehren konnten.
      Adobe tut. Und gibt das ihren Kunden sogar schriftlich.
      Das ist keine Hexenjagd, sondern völlig berechtigte Kritik an einem Unternehmen und seiner Firmenpolitik. Hier Adobe zum Opfer zu machen ist albern.

  4. Ich habe mich schon seit einigen Jahren von dieser SW verabschiedet. Zugegeben, manche Dinge sind mit Darktable und Gimp etwas mühseliger, jedoch läuft inzwischen mein Workflow für mich recht gut.

    Allen einen schönen Sonntag

    Thomas

    1. Genau.
      deshalb auch dxo + excire, ggf. topaz und fürs schnelle tuning radiant only.

      Adobe habe ich für 1 Jahr sehr günstig bekommen, Neugier auf Ki.
      Bin nicht beeindruckt, 1 Jahr reicht mir.

      Grüße aus dem Norden
      tom

      1. Ich hab versucht mich mit DXO anzufreunden solange Lightroom noch keine brauchbare Entrauschung angeboten hat und bin daher seit V3 dabei. Obwohl die Bildqualität meist recht ordentlich ist, komme ich mit der Usability immer noch nicht klar und es fehlen für mich Features in einer brauchbaren Umsetzung (aktuell kommt M.E. nichts an die Maskierungstools von Adobe heran und damit sind einfach viel präziere lokale Korrekturen möglich als mit DXO). Zudem ist die Entrauschung von Lightroom nunmehr nicht nur auf dem selben Level, sondern erzeugt artefaktfreiere Ergebnisse (in 99% der Fälle). Für mich als MFT Nutzer ist das nicht unerheblich.

        Bin akutell auch bei DXO PL 7 angekommen, werde aber keine Version mehr kaufen, da sich Lightroom zu einem deutlich mächtigeren und (Achtung: Geschmackssache) für mich leichter zu handhabenden Tool entwicklt hat, mit dem der Workflow einfach viel intuitiver und rascher vonstatten geht.

  5. Mir gefällt das Verhalten von Adobe auch nicht, allerdings lade ich nur sehr, sehr bedingt Fotos hoch (wenn ich Lightroom Mobile verwende) und das sind dann eher unpersönliche Landschaftsfotos vom Handy, die ich mal kurz für Insta oder so ein wenig tweaken möcjte. Das Abo hat, für mich als Privatnutzer, deutlich mehr Vorteile, als Nachteile. Es kommen jede Menge Feature Updates, die Sofware wird um (für mich) kleines Geld gepflegt und da ich Lightroom Classic für all meine Arbeit verwende, laufe ich nicht Gefahr, dass meine Arbeit für KI missbraucht wird.

    Würde ich Adobe beruflich nutzen müssen, sähe die Sache vermutlich ganz anders aus.

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