Sag’s auf Englisch

Seit 2009 läuft dieser Blog nun. Immer auf Deutsch. Weil ich keinen Anlass sah, ihn auf Englisch zu schreiben. Klar, ich hatte von Beginn an englischsprachige Leser, gerade als der Blog noch auf Blogspot lief, hat man ja genau gesehen, wo die Besucher herkamen. Aber da ich ja nie einen Cent mit dem Blog gemacht habe, gab’s für mich keinerlei Anlass, für fremdsprachige Leser einen solchen Service anzubieten. Ich hätte den Blog ja auch auf mittelfränkisch schreiben können – ist ja mein Privatvergnügen. Oder auf Klingonisch, da gibt’s wahrscheinlich mehr, die das sprechen.

In den letzten Wochen habe ich nun vermehrt Mails aus USA bekommen – vor allem, weil sie nicht auf den Blog kamen. IP-Sperren. Also habe ich die Sperrbereiche verkleinert und nachdem die alle den google-Translator auf den Blog losgelassen haben und ich halt doch die eine oder andere fränkische Redewendung verwende, die google halt doch nicht geläufig ist, habe ich beschlossen, den ganzen Blog so nach und nach ins Englische zu übersetzen.

Es wird dauern, 1200 Einträge zu übersetzen, aber alle neueren Posts werden zweisprachig entstehen. Umschalten kann man simpel über die Flagge oben rechts.

Da ich natürlich kein Muttersprachler bin, kann es sein, dass ich die eine oder andere Redewendung falsch übersetze – das ist mir aus der Schule geblieben, als ich die Milchmädchenrechnung mit „milk-maid-calculation“ übersetzte und mein Lehrer mir das nicht anstreichen konnte, weil er selber nicht wusste, ob’s den Ausdruck gab. Spoiler: es gab ihn nicht.

Also wenn einem Muttersprachler auffällt, dass ich Maddäus-Englisch verbreche, drop me a line. Thank you.

22 Replies to “Sag’s auf Englisch”

      1. könnte schwierig werden, fränkisch flüssig schreiben kann kaum jemand.
        Als zwei der wenigen fallen mir grade nur Klaus Schamberger und natürlich Günter Stössel ein.

  1. Damit wird aus „pen-and-tell“ eine „kiss-and-tell-story“.
    Aber warum nicht gleich auch in Russisch, Arabisch und Kantonesisch…

    1. Weil ich Russisch, Arabisch und Kantonesisch weder spreche noch verstehe.
      Hat für mich auch den Vorteil, dass ich meine Englisch-Kenntnisse wieder auffrische. Für den deutschen Leser ändert sich ja nix….

      1. „Für den deutschen Leser ändert sich ja nichts“ wird für den Englischen zum Problem, wenn sich das auf die Satzstruktur bezieht ;-). Leider folgt Englisch da eigenen Regeln und setzt das, was wir an den Anfang setzen gerne mal ans Ende oder mittendrin. Redewendungen/Idioms sind da nochmal ne ganz eigene Nummer. „Schnapsidee“ lässt sich auch nicht übersetzen. Man sollte aber hellhörig werden, wenn ein Vorhaben wie folgt kommentiert wird: „That is a very interesting idea, but don’t you think, it would be easier to…. “

        Bei Übersetzungen habe ich mir wegen der unterschiedlichen Satzstruktur angewöhnt, wo nur irgend möglich direkt in Englisch zu formulieren, ohne erst zu überlegen, wie ich das in Deutsch formulieren würde.
        Wo das nicht geht, weil ich möglichst deckungsgleich übersetzen muss, schreibe ich eine Rohfassung auf Englisch und lasse die erstmal einige Zeit liegen. Dann bearbeite ich als Nächstes nur die englische Fassung und ganz am Schluss vergleiche ich nochmal auf inhaltliche Deckungsgleichheit. Bei 1200 Blogs würde ich aber doch eher auf den Google Translator vertrauen and adopt „This Blog took up English as second language in 2022“.
        Best regards
        Christine

    1. Sehe ich genauso. Für ein paar wenige Wörter ist Google-Translate ok, aber für wirklich brauchbare Übersetzungen längerer Texte geht nichts über DeepL.

      Grüße
      Martin

      1. Absolut. Ich bastele hier mit Deepl, mit Google hätte ich mich an dieses Projekt nicht gewagt. Trotzdem muss man jeden Text korrigieren. Gerade weil natürlich auch deepl nicht alles weiß. Die „Tonne“ des Objektivs wird mit „Ton“ übersetzt, und nicht mit „Barrel“. Und mit sprachlichem Unfug wie „gaaaaanz groß“ oder fränkischen Ausdrücken wie „Nachtgiecher“ kann es auch nicht umgehen. Aber das sind alles Kleinigkeiten.

        1. Absolut! Begriffe, die im fachlichen Umfeld eine andere Bedeutung haben, sind immer noch ein Problem. Auch sind einige Phrasen teilweise hölzern, da kann man dann aber auch Alternativen anbieten lassen. Wenn man dann zumindest einen gewissen passiven Wortschatz hat, fällt auch oft auf, dass eine Übersetzung nicht so ganz rund sein kann.
          Aber im Grundsatz passt das schon!

        2. Man muss sich erinnern, dass Google Translate die betreffenden Sprachen ja nicht “spricht”, sondern dass die Übersetzungen auf statistischen Methoden anhand der Auswertung von Webseiten aus der Google-Suche beruhen. Und es gibt wohl etliche Größenordnungen mehr Webseiten, wo “Tonne” im Sinne von “ton” zu verstehen ist und nicht im Sinne von “barrel”. Überraschend ist das also nicht wirklich.

          Google Translate hat gegenüber DeepL den Vorteil, dass das Google-Translate-API im Gegensatz zum DeepL-API eine relativ großzügige “kostenlose” Ebene hat, d.h., man kann die Übersetzung aus einem Programm heraus ansprechen, ohne dafür gleich bezahlen zu müssen (DeepL berechnet dafür eine monatliche Grundgebühr und außerdem noch Zusatzkosten je nach Textumfang; bei Google Translate fängt das m.W. erst jenseits von 500.000 Zeichen im Monat an.). Damit kann man eine automatische Übersetzung “auf Knopfdruck” bequemer in Blog-Systeme o.ä. integrieren und muss nicht mit “Cut and Paste” operieren. Ob einem dieser Komfort die weniger gute Übersetzung wert ist, muss man abwägen – das Ergebnis hinterher redigieren muss man so oder so.

          1. Ich habe mir überlegt, ob ich ein Plugin nehme, das gleich übersetzt – habe mich aber dagegen entschieden. Es gibt Artikel die WILL ich nicht übersetzen. Und wenn ich das Ergebnis sowieso redigieren muss – dann verknüpfe ich meinen Blog lieber nicht direkt mit Google.

          2. Klar, Anselm, das verstehe ich. Aber ich muss bei Google immer davon ausgehen, dass die alles, was ich übersetzen lasse, in umfangreicher Art und Weise auswerten und verwerten. Damit verdient Google Geld. Deepl muss ja die Maschine auch am Laufen halten, und dafür müssen sie halt die Hand auf halten. You get what you pay for. Man mag mich einen misstrauischen alten Sack nennen, aber ich traue Google nicht weiter, als ich ein Klavier werfen kann.

  2. @Martin: Ist das hier nicht egal, ob man Google für die Übersetzung verwendet oder nicht? Die Blogartikel sind öffentlich, da hat Google so oder so Zugriff drauf. Wenn Google die Artikel irgendwie verwerten will, dann wird das vermutlich passieren.

    1. Malte, klar, für Reinhard ist das egal, da muss die Qualität stimmen, und die stimmt bei Google-Translator nicht. Mein Aussage bezog sich auf die grundsätzliche Anwendung eines jeden einzelnen. Da werden teilweise Texte übersetzt, die vielleicht nicht unbedingt für jeden gedacht sind.

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