Dänemark – Land unter.

Wer dieser Tage durch Jütland fährt – das ist die Halbinsel, die sich nördlich an Schleswig-Holstein anschließt – kann live bewundern, was das Wort „Klimawandel“ bedeutet. Nämlich nicht nur unerträgliche Hitze im Sommer -sondern auch Dauerregen im Herbst und eisige Kälte. Die Klimaveränderung haben zwei Motoren unseres lokalen Wetters ins Stottern gebracht: Die Jetstreams und den Golfstrom. Die starken Höhenwinde haben mit dafür gesorgt, dass sich Wetterlagen nicht dauerhaft einrichten konnten. und der Golfstrom sorgte für warme Winter.

Das hat man früher in der Schule in Erdkunde gelernt – und auch, was für ein Klima uns ohne Golfstrom droht. In Westdänemark hatten wir gerade einen ziemlich nassen Oktober. Wochenlanger Dauerregen mit mehr als doppelt so viel Wasser (200mm) wie im langjährigen Durchschnitt (76mm). Die Kartoffelernte ist abgesoffen. Man fährt in Dänemark an Äckern vorbei, die schlicht unter Wasser stehen – ganze Möwenschwärme haben sich darin niedergelassen, weil sie denken, das wäre Meer, da müssten sie nur auf die Ebbe warten und könnten dann frühstücken. Der Oktobe war der sechstkälteste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Dänemark wird gegen die Nordsee von zwei Linien verteidigt: einem Damm am Wattenmeer und am Sandstrand von Sanddünen. Die Dämme halten etwa einen halben Meter mehr Wasser aus, die Dünen ebenfalls. Wenn man an den breiten Stränden Dänemarks entlang läuft, kann man sich vorstellen, was passiert, wenn hier das Wasser auf einmal einen Meter höher steht. Dann existiert dieser Strand nicht mehr, und die Dünen werden wie lächerliche Sandburgen davongespült. Noch ein Meter mehr und von Dänemarks Küste ist nichts mehr übrig. Ich habe mich mal mit Doppelbelichtung am Strand aufgemacht und versucht, diese Situation zu visualisieren.

Erst vor wenigen Tagen hat die NASA neue Satellitendaten herausgegeben, auf denen man ablesen kann, wie weit das Wasser 2050 im Land stehen wird. Ribe, das ich für den letzten Post fotografiert habe, wird 2050 im Wasser stehen. Ringkøbing, in dem Leas Konditorei steht, auch – der Fjord wird schlicht wieder ein Stück der Nordsee sein – die Ecken, die eigentlich jetzt noch über der See liegen, werden durch die Sturmfluten einfach weggerissen werden.

Wenn sie in Norddeutschland oder den Niederlanden wohnen – kucken Sie lieber nicht so genau auf die Karte. Sie haben gerade als Lehrling in Emden bei VW angefangen? Dumme Idee. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie dort bis 2050 sind, ist gleich Null. Spielen sie lieber Eurojackpot.

Wir reden nicht mehr über 2100 oder über das nächste Jahrtausend. Wir reden darüber, dass unsere Deiche einen Meter aushalten und wir 2050 bei zwei Metern sind.

Besuchen Sie Friesland, solange es Friesland noch gibt.

Alle, die denken, ein Tempolimit und das Verbot von Inlandsflügen, Kreuzfahrten und Kohleverstromung sei Ökodiktatur, der hat noch nie was von Lebensmittelkarten gehört. Die blühen uns nämlich, wenn wir nicht ratzfatz umsteuern. Das was die Natur uns aufzwingt, dagegen waren Sonntagsfahrverbote Kindergeburtstag. Und die Natur kümmert sich um das Geschrei von Lobbyisten absolut nichts. Die macht einfach.

Und ja, ich war mit dem Auto in Dänemark. Weil ich eine gute halbe Tonne Material hoch- und die gleiche Menge wieder runtertransportiert habe. Das geht nicht mit dem Zug.

22 Replies to “Dänemark – Land unter.”

  1. Hallo Reinhard,
    dein Engagement für das Klima ist lobenswert und ich bin mit dir absolut auf einer Linie. Dein Alarmismus ist jedoch ein wenig hinderlich, wie ich finde, er ermuntert eher zur Resignation als dass er Menschen ermutigen würde.
    In der von dir verlinkten Karte sind die roten Gebiete laut Text und Legende rechts unten „threats“ oder „risks“, die sich aus Berechnungen ergeben. Da ist keinerlei Rede davon, dass diese Gebiete überflutet sein werden. Wenn du unter „change projections“ (links unten) mal andere Jahre anklickst, so wirst du sehen dass die Graphik sowohl 2030 als auch 2100 in etwa dasselbe zeigt, was komplett unlogisch wäre, wenn es denn um tatsächlich prognostizierte Überflutungen ginge.
    Ich wohne ja in den Niederlanden, wie du weißt, und hier herrscht auch unter Klimawessenschaftlern keinerlei Panik, dass NL untergeht. Glaub mir, hier wäre die Hölle los, wenn die verlinkte Karte tatsächliche echte Voraussichten wären, so wie du sie in deinem obigen Stück überaus drastisch schilderst.
    Wie gesagt, die zutiefst finsteren Annahmen ermutigen niemanden.
    Trotzdem: mach weiter so, aber sei ein wenig milder und positiver :-), wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    1. Wenn die niederländischen Klimawissenschaftler nicht davon ausgehen, dass die Niederlande bei 2 Meter mehr Wasser in Nordsee untergehen werden, dann sollten sie sich vielleicht mal mit einer Karte ihrer Heimat in ein ruhiges Eck zurückziehen. http://flood.firetree.net/?ll=48.3416,14.6777&z=13&m=7 oder, von mir aus auch https://www.nature.com/articles/s41467-019-12808-z Das ist ja „nur“ Nature. Kann natürlich sein, dass die niederländischen Klimawissenschaftler das nicht kennen.
      Die Nummer mit den 90cm bis 2100 ist längst Geschichte. Das war letztes Jahr. Kann natürlich sein, dass die Massenmedien in den Niederlanden ihre Artikel immer noch auf Zahlen von 2016 aufbauen.

      Und „Alarmismus“: Wenn Dein Feueralarm im Schlafzimmer nachts losgeht, drehst Du Dich dann auch um, sagst „Alles nur Alarmismus, sehen wir es etwas positiver“ und pennst weiter? Es sind keine „Annahmen“. Es ist Stand der Wissenschaft. Sorry.

  2. Die Zahlen in dem von dir verlinkten Nature-Artikel geben absolut nicht her, was du postulierst. Ich zitiere (Übersetzung und Betonung von mir):
    „Getrieben durch den Klimawandel stieg der globale mittlere Meeresspiegel im zwanzigsten Jahrhundert um 11-16 cm. Selbst bei drastischen, sofortigen Einschnitten bei den CO2-Emissionen *könnte er in diesem Jahrhundert um weitere 0,5 m steigen*. In Szenarien mit höheren Emissionen *könnte* sich der Anstieg im 21. Jahrhundert 2 Metern *nähern* oder im Extrem darüber hinausgehen, falls in einem frühen Staium der antarktische Eisschild instabil wird.“
    Mit anderen Worten, hier wird über Meeresspieegelstände bis 2100 gesprochen und nicht bis 2050, wo der „Lehrling in Emden bei VW“ arbeitet.
    Alle Untersuchungen haben übrigens als Grundlage SRTM-Daten, die die Höhe über Normal Null angeben. Das heißt, dass vor allem Küstengebiete überflutet werden werden, die ungeschützt sind. Länder wie die Niederlande werden, wenn überhaupt, erst sehr spät davon betroffen werden, weil sie sich durch Deiche und Kaianlagen schützen können. Daher kann eben von Panik keine Rede sein.
    Dass vor allem die armen Länder werden büßen müssen, interessiert hier im reichen Westen doch keine Sau. Erst wenn die Flüchtlinge an der Grenze stehen, wird geheult. Das aber nur mal nebenbei.
    Ich denke, dass der steigende Meeresspiegel noch das geringste Problem sein wird, das auf die Menschheit zukommt. Was die Konsequenzen von Temperaturextremen, Wüstenbildung, Trinkwassermangel usw. bedeuten, brauch ich ja gerade dir nicht zu erklären.
    Mit Alarmismus meinte ich nicht die Schlafstörung zu später Stunde, sondern die Vermutung, dass sich der wenig informierte und wegen der unzähligen Fakemeldungen von allen Seiten misstrauisch gewordene Otto Normalbürger nicht durch düsterste Prognosen aus der Ecke locken lässt, sondern eher mit sachlich richtigen und gut und verständlich dokumentierten Daten.

    Schönes Wochenende
    Wolfgang

    1. „falls in einem frühen Stadium der antarktische Eisschild instabil wird“
      Tja. Der ist bereits instabil.
      Jetzt.
      Der Thwaites-Gletscher wird allein für einen halben Meter zuständig sein. Dazu kommt der Volumenzuwachs durch Erwärmung, das Abschmelzen aller anderen Gletscher weltweit. Grönland. Stärkere Stürme und damit Sturmfluten….
      Das Problem von Klimaforschern ist, dass sie genau ihr Fachgebiet beackern und sich zu Aussagen zu anderen Fachgebieten nicht hinreißen lassen. In dem Artikel ging es nur darum, dass man einen Irrtum in der Höhenberechnung der Landmassen korrigiert hat – nicht darum, wie weit das Wasser tatsächlich steigt. Das ist andere Baustelle. Und da ist – sorry for the inconvenience – der Stand bei 2m in 2050. Und bei einem halben Meter, wenn wir jetzt sofort (!) Decarbonisieren. Und nach den Deichschutzspezialisten können die existierenden Deiche nach Ertüchtigung (!) einen Meter samt Sturmflut abfangen. Aber mehr nicht. (Und die verfügbaren Karten berücksichtigen sehr wohl Küstenschutzmaßnahmen. Ich habe mir das vor Ort in Dänemark angesehen….)

  3. Das „tolle“ ist, dass jede verbesserte Prognose, egal ob es um Temperaturen, Meeresspiegel, Todeszonen aufgrund der „Wet-Bulp-Temperature“, Dürren, Niedrigwasserstände bei Flüssen …. geht, negativer wird.

    Sprich: die Prognosen sind vielleicht schlecht, aber sie waren bisher immer viel zu optimistisch.

    Wolfgang: wenn der Damm mal gebrochen ist, ist Holland weg.

  4. Danke für die Worte!
    Wenn du dann weiter Richtung Süden fährst, kommst du nach Nordfriesland und nach Eiderstedt. Die Entwässerung des Gebiets funktioniert nur über Gräben und Siele in die Nordsee. Fast ohne Pumpen! Hier sieht man den Anstieg des Meeresspiegels am deutlichsten. Das Land entwässert jetzt schon nicht mehr richtig. Die 2 Meter bis 2100 sind egal, jetzt sind die Auswirkungen da. Groß vorbereiten geht auch nicht mehr, jetzt muss gehandelt werden.
    Als Reisetipp: B5 nach Husum und dann durch Eiderstedt.

  5. Reinhard, du schreibst: „In dem Artikel ging es nur darum, dass man einen Irrtum in der Höhenberechnung der Landmassen korrigiert hat – nicht darum, wie weit das Wasser tatsächlich steigt.“
    Warum benutzt du ihn dann, um deine These zu stützen?

    OhWeh, natürlich wird Holland unter Wasser stehen, wenn sich nichts ändert, dass das aber noch in diesem Jahrhundert passiert, daran habe ich Zweifel.

    Dass sich das Klima ändert, und zwar rasch (in klimatologischem Sinne), dass die Menschheit den Arsch hoch kriegen muss, und zwar sehr rasch, darin stimmen wir doch überein. Ich bezweifle lediglich, dass es so schnell geht, wie Reinhard gerne glauben machen will und ich bezweifle, dass ständiges Verbreiten von Weltuntergangsstimmung konstruktiv ist. Der Mensch ist im Allgemeinen nicht so konstruiert, er reagiert mit Trotz darauf.

    Gruß
    Wolfgang

    1. Es wurde die letzten 120 Jahre jede nur denkbare Methode probiert. Keine hat geholfen. Und schon gleich gar nicht Verharmlosen. Und wenn jemand nicht wahrhaben will, dass die Kacke dampft – dann liegt es nicht an der Kacke.

    2. Wolfgang vor 5(!) Jahren dachte ich noch: Ihr Idioten es sind Eure Kinder, die es betrifft, ich habe keine.

      Inzwischen bin ich fest davon überzeugt dass es mich alten Sack jenseits der 50 richtig betrifft. Nicht nur durch solche Sommer wie in den letzten beiden Jahren. Sondern richtig: mit Flüchtlingsmassen, mit einer Innenstadt in München, die ich an min. 30 Tagen pro Jahr meiden muss, weil ich dann mit fast 70 das nicht mehr aushalten werde. Mit Unruhen in Deutschland und GesamtEuropa, weil die Spanier, Portugiesen, Italiener zu uns drängen werden, ….

      Und der Meeresspiegel könnte (Westarktis schmilzt! Grönland schmilzt!) ganz schnell ansteigen. Nicht um 1 cm pro Jahr sondern eventuell mal um 20 cm oder mehr weil was großes reinrutscht. in 10 Jahren, in 20 …. Dann sind Hamburg, New York, Singapur, etc. am absaufen. Das wird die die Weltwirtschaft schwer(!) beschäftigen. Es wird (Bürger-)kriege geben.

      Ich kann nur hoffen, dass die Prognosen sich nicht weiter so schnell verschlechtern wie bisher. Im Moment bin ich sehr pessimistisch, ich fürchte Holland werde ich noch miterleben. Denn nicht nur der Spiegel steigt an, es gibt RICHTIGE Stürme, die die Deiche zerstören werden.

  6. Danke für die Worte über den Zustand unseres Klimas. Der Klimawandel ist auch aus meiner Sicht schon jetzt zu spüren.

    Ich habe über 40 Jahre in Schleswig-Holstein gelebt und bin dort aufgewachsen. Genauer in der holsteinischen Schweiz. In meiner Kindheit habe ich wunderschöne Winter erlebt und die kommen meist rechtzeitig zur Weihnachtszeit. Die restlichen Jahreszeiten sind so, wie sie sein sollen. Frühling, Sommer, Herbst und Winter, wie im Bilderbuch. Das ist nun vorbei!

    Seit 5 Jahren lebe und arbeite ich in Baden-Württemberg und stelle auch hier fest: Winter zu warm (wie im Norden auch nicht anders). Im Sommer extrem warm (im Norden letztes Jahr auch, habe ich von meinen Eltern erfahren)
    Heute ist das Klima merklich instabil. Sommer extrem heiß, im Winter zu warm. Wenn im Winter Schnee gibt, dann hält er nur paar Tage oder der Schnee ist ziemlich nass.

    Verharmlosen ist fatal und es ist aus meiner Sicht kein Alarmismus, sondern Tatsache. Noch stehen die Hamburger nicht mit den Füßen im Wasser, aber ab und zu sind manche Gassen überflutet.

    Ich begreife immer noch nicht, dass die Politiker und Wirtschaft aus aller Welt nicht mal den Hintern hochkriegen, das noch umzureißen. Für viele noch sind „Friday for future“ und Greta nicht ernst zu nehmender Hype, die meinen dass sie besser im Unterricht sind. Selbst die „Politprofis“ kommen nicht aus ihrer Lethargie. Nach dem Motto: „Wirtschaft first!“ 🙁

    Den Spruch „Erst wenn der letzte Wald gerodet ist, der letzte Fisch … wird die Menschheit erkennen, dass man Geld nicht essen kann.“ kenne ich schon zu meiner Schulzeit und habe diesen Spruch auch sehr ernst genommen.

    In dem Sinne, weiter so mit den Hinweisen zum Klimawandel! Für mich weckt das genug Aufmerksamkeit und Anlass genug, bei sich anzufangen (seit Jahren fahre ich mit dem Zug zur Arbeit, Fleisch esse ich extrem selten).

    Übrigens, den Artikel habe ich unterwegs im Zug gelesen 😉
    @Oh weh: Danke für den Link, den kannte ich noch nicht 🙂

    Gruß Pit

  7. immer nur Jammern hilft aber auch nicht.

    Wann präsentiertest Du denn mal Lösungen für das Problem. Alle die (wenigen), die hier mitlesen sollten doch jetzt das Problem langsam kennen. Nur wenn keine Lösung angeboten wird, wird eben so weiter gehen.

    Du, der einen journalistischen Anspruch hat, sollte langsam mal anfangen Lösungen zu präsentieren die auch schnell und praktikabel sind, für die, die nicht die Möglichkeit haben über Alternativen zu recherchieren und öffentlich zu machen.

    Was nutzt es jedem zu sagen was passiert wenn … aber nicht die Alternativen aufgezeigt werden die für jeden einzelnen, der nicht gerade in einem Vermögen schwimmt, auch umzusetzen sind. Und dabei meine ich nicht das Fahrrad oder den ÖV. Das klappt hier und wo anders auf dem Land nicht.

    Wäre es nicht endlich mal an der Zeit auf die Strasse zu gehen, dass ausser der, für die Allgemeinheit nicht erreichbaren, Elektromobilität die Alternativen gehör finden. Einige dieser Alternativen wären übrigens sofort verfügbar wenn die Politik nur wollte.

    https://www.faz.net/asv/klimaschutz-braucht-vielfalt/
    https://futurefuels.blog

    Nachdenkliche Grüße
    Thomas

    1. Hallo Thomas, das Gemeine ist: es gibt im Privatbereich keine Lösungen mehr. Man kann die Fliegerei einstellen, auf Kreuzfahrten verzichten und den Fleischkonsum einschränken. Man kann darauf verzichten, alle halbe Jahre neue Klamotten zu kaufen und sein Handy und seine Kamera benutzen, bis sie auseinanderfällt. Der Rest ist pillepalle oder überhaupt nicht im großen Maßstab umsetzbar. Es gibt nicht genug Bio für alle Deutschen. Wenn alle auf vegan umstellen bricht eine Hungersnot aus, weil wir dann keinen tierischen Dünger mehr haben und wir nicht genug Flächen haben, um Gründüngung anzubauen. Und Phosphatdünger ist ein endlicher Rohstoff. Der ist jetzt schon knapp. Wo man im privaten Bereich anfangen will, klemmt es. Man kann versuchen, statt Plastikschuhen, die nicht halten, wieder Lederschuhe zu tragen, die man reparieren kann. Nur braucht man dafür wieder Viecher, die die Häute liefern.
      Wir haben jetzt 50 Jahre versucht im privaten Bereich was zu machen. Recycelt und Energie gespart. Ich habe in Rocksdorf auf Pellets umgestellt. Ich beziehe Strom aus regenerativen Quellen. Nur, wenn die Industrie nicht umstellt, ist das alles für die Katz. Die Deindustrialisierung der DDR hat für Gesamtdeutschland (!) eine Reduktion des CO2-Ausstoßes von 25% gebracht. Obwohl mit der Deindustrialisierung eine Motorisierung im privaten Bereich einhergegangen ist. (Du kannst Dich sicher erinnern, dass man Anfang der 90er keine Gebrauchtwagen mehr bekommen konnte – die gingen alle „in den Osten“. )
      Eine Umstellung des Flugverkehrs auf Biosprit, wie von Dir angeregt, ist eine Sackgasse. Wir beauchen die Anbaufläche dringend für Lebensmittel und CO2-Reduktoren (Bäume). Diese Fläche schrumpft bereits jetzt dramatisch und das wird immer schneller gehen.
      Was wir – als Privatpersonen – tun können: Wir können unsere Lieferanten anschreiben und nach dem CO2-Fußabdruck der Produkte fragen, die wir von ihnen beziehen. Das macht – noch – so gut wie niemand. Aber wenn das nicht nur ein einzelner Reinhard Wagner macht, sondern die 20k Leser dieses Blogs, dann rappelt es gehörig im Karton. Denn die Industrie ist bemerkenswert uneinsichtig, wenn es um Wissenschaft geht – aber wenn die Kunden aufmucken, dann wird was gemacht. Niemand interessiert sich für Petitionen. Aber wenn hunderte persönliche Mails im Marketing eintrudeln, wie denn der CO2-Fußabdruck einer Packung Kinderschokolade oder eines Autoreifens ist, dann rummst es. (Ich habe mich mit dem Chef eines Zulieferers von VW unterhalten. Deren Stromverbrauch treibt Dir das Wasser in die Augen. Aber sie können keine Solarpaneele auf ihre Hallen bauen, weil die Vorgabepreise von VW diese Investition kalkulatorisch nicht zulassen. Solange Firmen mit so einer Politik beim Verbraucher durchkommen, spielt es überhaupt keine Rolle, ob man privat nur von Steaks lebt oder nur noch Karotten und Obst aus dem Garten futtert.)

      Frage beantwortet, Thomas?

      1. Frage beantwortet … nicht ganz oder garnicht

        Weil, die von mir verlinkten Seiten sprechen nicht unbedingt von Biosprit. Das Biosprit eine Sackgasse ist haben wir alle seit Einführung von E10 mitbekommen. Es gibt aber eine Alternative die sich eFuels nennt.

        https://futurefuels.blog/tag/efuels/

        Das interessant daran ist, dass Ölheizungen und Motoren ohne technische Umstellungen sofort diesen synthetischen (Kraft)Stoff benutzten könnten.

        Das nächste Argument wäre natürlich das wir garnicht soviel Öko-Strom haben … Du glaubst nicht wieviel Windparks in Deutschland wegen Überproduktion abgeschaltet sind und genau diese synthetischen Kraftstoffe könnten diesen Strom speichern. Ok, die Bilanz ist dann so dass von 100% Energie die reinkommt nur 70% oder weniger wieder raus kommt. Aber 70% ist immer noch besser als nichts.

        Synthetischen Kraftstoff kann man heute schon tanken. Es sind zwar nur 10% enthalten (z.B. in Shell V-Power Diesel) aber besser eben als nichts.

        https://www.shell.de/geschaefts-und-privatkunden/shell-kraftstoffe-fuer-geschaeftskunden/shell-gas-to-liquids-fuel.html

        https://www.edi-hohenlohe.de/zukunftskraftstoffe

        Ja und warum ist GTL jetzt nicht für Privatkunden. Weil es laut Tankstellenverordnung nicht öffentlich verkauft werden darf (also in D in NL schon, Europa halt)

        https://www.waz.de/staedte/muelheim/ist-der-kraftstoff-gtl-eine-alternative-zu-diesel-id216206003.html

        Und so gibt es noch den ein oder anderen schnellen Handlungsbedarf …

        Anderes Beispiel für Sonnenstrom aus der Wüste … und was daraus wurde

        https://www.deutschlandfunk.de/tolle-idee-was-wurde-daraus-sonnenstrom-aus-der-wueste.676.de.html?dram:article_id=446487

        und viele weitere Beispiel die nur an wirtschaftlichen Interessen oder an allgemeiner Hirnlosigkeit scheitern.

        https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wie-die-windraeder-in-der-nordsee-entsorgt-werden-16000821.html

        Oder es wird eine Wallbox zum laden von E-Autos bei Neubauten Pflicht man vergisst aber auch die Solaranlage auf dem Dach zu Pflicht zu machen …

        Ich könnte mich Aufregen

        1. Fehler meinerseits – habe ich wieder mal nicht richtig gelesen. (Es gibt ja die Konzepte Power to Gas – hier hat’s Power to fuel) Ist essentiell für die Energiewende. Nur – wie Du so schön bemerkst: es ist alles da. Und wird nicht gemacht. Die technischen Lösungen sind längst vorhanden. Aber man baut stattdessen ein neues Kohlekraftwerk. In Deutschland. Ernsthaft.
          Wir können diesen Irrsinn nur durch direkten Druck stoppen. Weißt Du gerade, welche Behörde für die Zulassung von GTL zuständig ist? Ansonsten google ich die mal.

  8. Ausschnitt aus dem WAZ Artikel (den man über Google komplett lesen kann link am Ende dieses Beitrages)

    Zitat aus der WAZ vom 15.01.2019

    Bundesumweltamt: Vorteile gering

    Manfred Fischedick, Professor am Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie, hat 2008 eine umfangreiche Studie über die Einführung von GTL in Nordrhein-Westfalen mitverfasst. Bei der Anfrage der WAZ verwies er für Detailfragen auf Wissenschaftler, die zu Gas forschen. Diese zeichneten sich nicht zuständig. Professor Fischedick sagt, der hohe Ölpreis habe die Debatte um GTL vor zehn Jahren angetrieben und dieser Preisdruck habe wieder abgenommen.

    Von GTL hält das Bundesumweltamt nicht viel – weder mit Blick auf eine Verbesserung lokaler Emissionen noch mit Blick auf den Klimaschutz. Fachbereichsleiter Lars Mönch ist in der Bundesbehörde für die Minderung von Luftschadstoffen und Energieeinsparung im Verkehr zuständig. Er hält die Vorteile von GTL für „marginal”. Klimaneutral sei der Kraftstoff nicht, weil er aus Erdgas, also einem fossilen und damit endlichen Rohstoff gewonnen werde.

    Zitat Ende

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjy66u2s9DlAhWDJVAKHQWhD98QFjACegQICxAH&url=https%3A%2F%2Fwww.waz.de%2Fstaedte%2Fmuelheim%2Fist-der-kraftstoff-gtl-eine-alternative-zu-diesel-id216206003.html&usg=AOvVaw0CUOY0165Y_kDiYWzddSMU

    1. GTL ist anscheinend auch tatsächlich, was die Klimafreundlichkeit betrifft, unsinnig. Was interessant ist, ist die tatsächliche PTL-Technik. Also Power-to- Liquid. Leider gibt es da anscheinend weltweit nur eine einzige Anlage in Island. mit 5 Millionen Litern pro Jahr. Das reicht für 5000 Autos. Da ist noch Luft nach oben…..

  9. Hallo,
    gerade weil man ja derzeit aus allen Ecken pauschale Rufe nach Maßnahmen gegen den Klimawandel vernimmt, finde ich es schon prima, wenn jemand in seinem Blog dazu anregt die eigenen Ansichten und das daraus resultierende Handeln zu hinterfragen. Funktioniert vielleicht auch nur mit drastischen Mitteilungen.

    Dass nur Politik und Industrie noch was bewegen können, klingt für mich als Konsumenten erstmal prima – man hat ja selbst schon vieles unternommen, wenn man dabei auch nicht bis an die Schmerzgrenze gegangen ist. Nur glaube ich, dass wir die Macht des Konsumenten – also von und selbst – völlig falsch einschätzen. Wir sind es nicht, die die Industriellen/ Investoren in die Spur bringen, teils schmeißen wir denen doch sogar Steine in den Weg.

    – In der Schweiz müssen die Betreiber von Wasserkraftwerken künftig aus ökologischen Gründen das Volumen des angestauten Wassers um 10% verringern. Das entspricht nach Schweizer Medien ungefähr 4 Atomkraftwerken. (Die Schweiz hat beschlossen aus der Atomkraft auszusteigen). Über den Neubau von Wasserkraftwerken braucht man da nicht nachzudenken, das Thema wird wie eine heiße Kartoffel behandelt. Ich denke das künftig auch andere Länder wie Norwegen davon betroffen sind.

    – Drei talwärts fahrende Züge brachten, mit der rückgespeisten Energie, auf der alten Gotthard-Strecke einen Zug den Berg hinauf. Wir wollen alle das Flugzeug verdrängen, setzen auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn. Dazu braucht es auf den Nord-Süd-Achsen in Europa die Basistunnel. Die Menge an Luft die in einem solchen Tunnel verdrängt werden muss, erfordert bei den gewünschten Geschwindigkeiten, laut einem Vortrag bei der Firma Stadler in Bussnang, dass der neue Triebzug Giruno mit der doppelten Antriebsleistung ausgestattet werden muss. Ein weiteres Problem ist zusätzlich, dass die Hochgeschwindigkeitszüge in den neuen Basistunneln, trotz aller vorausgegangenen Berechnungen auf den langsamen Güterverkehr auflaufen. Das Resultat ist nicht etwa die Geschwindigkeit der Personenzüge zu senken, sondern man fährt den Güterverkehr wieder über die Bergstrecken oder man hat dafür keine geschulten Personale mehr und dann staut sich der Güterverkehr zum Frust der Logistiker vor den Nadelöhren, die doch eigentlich die Schlagadern der Zukunft sein sollten.

    Hier bei mir zuhause in Berlin haben wir das Problem, dass unsere Verkehrsbetriebe keine Doppeldeckerbusse mehr auf dem Markt finden, die groß genug wären um das Fahrgastaufkommen zu bewältigen. Die in die Jahre gekommenen MAN Lion lassen sich einfach nicht ersetzen, erhalten nun nochmal ein Refit. Straßenbahnausbau in den westlichen Stadtteil scheitert am Widerstand der Bevölkerung. Spätestens am Tag des ersten Schneefalls bekommt man jedes Jahr ein Gefühl dafür, was es bedeuten würde den öffentlichen Nahverkehr weiter zu bewerben. Zugverdichtungen bei der U-Bahn wären allein durch die Beschaffung weiterer Züge auch technisch nicht so einfach realisierbar.

    In ländlichen Regionen hat man teilweise gar keinen nennenswerten/ wirklich nutzbaren Öffentlichen Nahverkehr. In den Großstädten kollabieren Bus und Bahn oft schon vor dem Autoverkehr.

    Wenn man zu sich ehrlich ist, wird man sich eigestehen müssen, dass in vielen Bereichen ein einfacher Wechsel auf ein vermeintlich besseres System gar nicht funktioniert, wenn erst mal echte Nachfrage danach besteht. Vieles muss völlig neu gedacht werden. Entscheidend ist nicht, wie ich als Pendler ökologisch sinnvoll meinen Arbeitsplatz erreiche, sondern ich muss mich fragen, ob Pendeln heutzutage bei den hier diskutierten Szenarios überhaupt noch akzeptabel ist. Wir sind noch immer ein Industrieland, Home-Office ist für viele Leute Zukunftsmusik und auch in absehbarer Zeit nicht machbar. Wie soll das also funktionieren und auch Akzeptanz finden? Wohnraum in der Nähe vom Arbeitsplatz zu finden entlockt den meisten Betroffenen nur ein müdes Lächeln, besonders wenn die Partner beide pendeln.

    Es hilft halt auch nicht, wenn man seinen Kindern oder Enkeln später erzählt, dass man Aktivist der ersten Stunde war, nur selbst auch keine Lösungen hatte. Ideen können auf dem Papier klasse aussehen, sie brauchen aber auch die Akzeptanz des Nutzers/ Konsumenten. Auf eine Plastiktüte zu verzichten oder sich in der Mobilität einzuschränken ist ein himmelweiter Unterschied.

    Wenn ich mit einem riesigen Berg an Gepäck unterwegs von A nach B bin ist ein Auto eine faule Ausrede, das erledigt auch die Bahn für mich. Wen ich das ganze Geraffel aber am Mann tragen muss, weil ich damit an verschiedenen Orten arbeite wird es schwieriger. Dann muss ich in mich gehen, Verzicht üben oder mein Bestreben, das eigene Handeln zu verändern auch mal für gescheitert erklären. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Wer den jugendlichen erzählt, dass ihnen ein SUV-Fahrer die Zukunft verbaut oder sie gar dahinmeuchelt, läuft auch immer in Gefahr mal bei 1000 engagierten, vorbildlichen, jungen Menschen eine Handvoll Extremisten auf den Plan zu rufen. Wem das Ende der Welt prognostiziert wird, der hält es auch für legitim sich dagegen zu wehren. Nur tragen wir alle auch dafür die Verantwortung, dass das nicht aus dem Ruder läuft und sich eine kleine Gruppe vielleicht verrennt.

    Viele Grüße
    Frank

    1. Du sprichst da am Schluss ein echtes Problem an: je länger es dauert, dass die Regierung nichts macht, je schlimmer das mit dem Klima wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für echten Öko-Terrorismus. FFF ist gescheitert. FFF will jetzt die Strategie von XR übernehmen. Und XR hat festgestellt, dass ihr bisherigen Aktionsformen in Deutschland überhaupt keine Wirkung hatten – die denken über neue Aktionsformen nach. In Berlin waren Tausende auf der Straße und haben mit wissenschaftlichem Background und besten Absichten demonstriert. Und dann kommt ein Depp in Halle daher und schon kräht kein Hahn mehr nach Weltuntergang.

      Das ist gefährlich. Aber es ist nicht unsere Verantwortung. Es ist die Verantwortung der Regierung. Solche Mechanismen sind ja nicht neu. Jeder kann sich das an zwei Fingern abzählen. Unsere Verantwortung ist, die Regierung zum Handeln zu drängen bevor was passiert, nicht, den Deckel auf dem Topf zu halten, um der Regierung die Möglichkeit zur Arbeitsverweigerung zu geben.

      Und was jeder selbst tun kann, habe ich oben dargelegt. Beruhigungspillen verteilen ist es auf jeden Fall nicht. Die sind dem Planeten nämlich wurscht. (In Bayern sind die tiefen Grundwasservorkommen immer noch nicht wieder aufgefüllt. Von dem Regen kommt unten so gut wie nichts an….)

  10. Ich finde den Alarmismus gerechtfertigt und Hut ab vor Reinhard, dass er genauso schreibt, wie es meiner Meinung nach der Situation Gerecht wird. Der übliche Ruf, Lösungen zu präsentieren ist albern. Die Technologie ist längst da. Aber sie wird nicht angewandt und Politik und Wirtschaft haben auch keinerlei Interesse daran. Im Gegenteil, es wird ja ausgebremst.

    Dazu ein paar Fragen: Warum hat man vor ein paar Jahren den Verlust von 80.000 Arbeitsplätzen in der erneuerbaren Energienbranche einfach hingenommen und macht ein Geschiss um 20.000 Arbeitsplätze in der Kohleindustrie, für die man auch gleich mehrere Milliarden Euro bereit stellt? Warum wurden seit 1994 die Straßen um 50% ausgebaut, von 600.000 auf 900.000 km und das Streckennetz der Bahn von 40.000 km auf gute 30.000 km, von 130.000 auf 70.000 Weichen gestutzt? Den Gütertransport von der Straße auf die Schiene zu verlegen ist gar nicht mehr möglich weil sich auf ehemaligen Bahngrundstücken jetzt Supermärkte, Wohnungen und Gewerbegebiete befinden. Die politische Aussage aus den 90ern, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern zu wollen begann bei ex-Bahnchef Dürr damit, die Postzüge abzuschaffen woraufhin die Post 6.000 LKWs angeschafft hat. Und deshalb kann man heute auch nicht mehr mit der Bahn fahren. Die Lufthansa soll eine Strecke Nürnberg – München eingerichtet haben weil die Bahn das nicht bedienen kann.

    Der tägliche Ölverbrauch ist seit 1990 von etwa 67 Millionen Barrel täglich auf heute 100 Millionen Barrel täglich gestiegen. Da braucht man sich über einen beschleunigten Klimawandel wirklich nicht zu wundern.

    Fast alles, was wir heute über den Klimawandel wissen, wusste man auch schon vor vierzig Jahren https://www.nytimes.com/interactive/2018/08/01/magazine/climate-change-losing-earth.html#
    Ich habe mir Ende der 80er, Anfang der 90er schon eine blutige Nase geholt bei dem Versuch Mitmenschen auf das Problem aufmerksam zu machen. Die Ignoranz und Unwissenheit die einem dabei entgegenschlägt
    führt zur Resignation, nicht der Alarmismus. Der Schweizer Historiker Carl Burckhard konnte besser ausdrücken was man dabei empfindet: „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann: wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang.“

    Schnelle Lösungen wird es nicht geben, technisch basierte schon mal gar nicht. Mindestens 4 Jahrzehnte lang ist man mit Volldampf in die falsche Richtung gelaufen. Bevor sich „echte“ weil der Sache dienliche Lösungen etablieren können, müsste man erstmal anhalten und sich besinnen, was man da eigentlich gemacht hat, die ganze Zeit: 300 Millionen Jahre Erdgeschichte aus der Kruste geholt und sie in die Atmosphäre geblasen um ein paar Jahre Gegenwart angenehm zu gestalten und die Zukunft zu ruinieren.

    jm2c…

    1. Ja, so ist das leider. Ich kenne Leute, die eigentlich nicht dumm sind, nicht der bildungsfernen Schicht angehören, zum Teil fett Kohle verdienen, nur dank ihrer hochqualifizierten Ausbildung (ein Oberarzt, ein promovierter Wirtschaftsanwalt, beide keine 40, aber auch andere Leute). Wenn man versucht, mit diesen Leuten über Dinge wie Klimawandel zu sprechen, erntet man nur Belustigung und Ablehnung. Sie sind gewiß recht intelligent, dabei aber trotzdem unbegreifbar dumm. Der Erfolg kommt vermutlich mehr durch Fleiß, und ich denke, dieser Fleiß wiederum kommt von einem ausgeprägten Mangel an Klugkeit, der es diesen Leuten leicht macht, sich einem System unterzuordnen, das uns alle ruiniert.

      Ich gebe es nicht auf, wichtige Themen anzusprechen. Aber ich habe es aufgegeben, mit diesen Leuten darüber zu sprechen. Es hat schlicht und ergreifend keinen Sinn. Ich denke halbwegs konsequenterweise seit langem darüber nach, sie aus meinem Freundeskreis zu entfernen. Sie gehen mir mit ihrem Geschwätz und Gehabe zunehmend auf die Nerven. In meinen Augen ist das mutwillige, aggressive Dummheit.

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