Von Alfa und Romeo

Sud, 164, 33, 155. Für Alfistis gehen da sofort alle Lampen an.

Das oben ist ein V6, wahrscheinlich aus einem 164er. Er steht mit mehreren anderen in diesem Raum:

Das links ist ein Triumph Herald 1200, zerlegt, Restaurierung angefangen. Alle Einzelteile vorhanden. All das steht im Innkreis in einem alten Bauernhaus, nebendran eine alte Alfa-Werkstatt. Der Besitzer ist vor einigen Jahren verstorben und hatte seinerzeit alles gesammelt, was ihm unter die Finger gekommen ist.

Hier ein kleiner Ausschnitt des Dachbodens. Es ist kein Lost Place in dem Sinne, auch wenn man solche Motive findet:

Oder sowas:

Das Klavier ist richtig gut – wenn eben noch alle Tasten funktionieren würden und der Rest mal gestimmt wäre. Es hat mich auf jeden Fall motiviert, meinen eigenen Tastenkasten wieder mehr zu benutzen. In dem Haus hat leider nur die verstorbene Mutter gespielt – die Söhne konnten damit nichts anfangen. So war ich wahrscheinlich seit 25 Jahren der Erste, der hier mal wieder versucht hat, Musik zu machen.

Man frage mich nicht, wer hier hängt – ich hätte fragen können, aber dann wäre es kein Geheimnis mehr gewesen….

So kuckt das Haus von außen aus. Die Corvette stand davor. Mit wurde versichert, das sei eine Z06. Mit Keystone habe ich ihr die Schnauze noch etwas länger gezogen – klar, kann man sich nicht entgehen lassen. Direkt daneben das hier:

Der 164 steht schon seit zehn Jahren da. Flechten sind ein Zeichen für gute Luft…

Das hier ist kein Alfa-Lieferwagen, sondern ein Opel Blitz – dem sie nur ein Alfa-Emblem vorne dran geschraubt haben. Ist übrigens zu verkaufen…. Nicht nur das Emblem, der ganze Abschleppwagen.

Und zum Schluss habe ich dort endlich meinen persönlichen Knopf gefunden:

Und zwar an dem alten Klavier. Einen echten Moderator-Knopf. (Vogitländer 42,5 0,95 Frei Hand) Leider hing das Klavier noch dran – und ich arbeite ja nach dem Motto „Take nothing but Photos“. Allerdings habe ich diesmal doch was mitgenommen: eine paar Farbmusterwalzen, mit denen man früher Bordüren gewalzt hat. Da konnte ich nicht widerstehen. Aber nachdem das ja kein Lost Place war, sondern der Besitzer da auch rumgewuselt ist, habe ich korrekt gezahlt. Überhaupt – ja, ich durfte da knipsen. Und mit den ganzen Stories dazu war es doppelt so spannend. Ganz nebenbei habe ich Fotos für das E-M1X -Buch gemacht, das dann in den nächsten Wochen fertig sein wird.

Und wie der PS-Porno mit dem ganzen Klimakram der letzten Wochen zusammengeht? Dieses ganze Lager wird nicht etwa verschrottet – was CO2 verursacht – sondern wiederverwertet. Alles einzeln zerlegt und weiterverwendet, so weit es irgendwie geht. Der CO2-Fußabdruck so eines alten Alfas ist 30 Jahre alt – klar frisst ein 164er mehr Sprit als ein moderner Citroen C1. Aber er muss nicht mehr produziert werden. Das habe ich erst letztes Wochenende wieder gehört, als ich mit der Ente unterwegs war: „Greta will uns solche schönen Autos wegnehmen“. Das ist Unsinn. Das alte Zeug ist schon produziert. Der Co2-Fußabdruck von Autos wird von den Herstellern geheim gehalten und wenn, dann werden falsche Zahlen verbreitet. Es kursierten Zahlen von 5,4 Tonnen für einen Golf. Eine Tonne Rohstahl verursacht 1,4 Tonnen CO2, der Stromverbrauch nur im Werk Baunatal (Achsen, Lenkung) verursacht 0,9 Tonnen CO2, dazu nochmal im gleichen Werk 0,2 Tonnen nur für die Heizung der Räume. Pro Auto. Eine Gesamtbetrachtung inklusive Zulieferer dürfte irgendwo bei über 20 Tonnen liegen. Und da reden wir noch nicht über Autos wie einen Q7. Ein PKW in Deutschland hat eine durchschnittliche Gesamtfahrleistung von etwas über 100.000 km. 20 Tonnen CO2 sind etwa 9000 Liter Sprit – der Gesamtverbrauch eines Autos während der Lebensdauer. Wer also denkt, er kauft sich ein neues, sparsameres Auto um der Umwelt was Gutes zu tun – Fail.

Aus Klimaschutzgründen Altautos zu entsorgen, macht keinen Sinn. Das ist kontraproduktiv. Im Gegenteil: Reparieren vor Neuanschaffung. Und vor allem: Öffis. Nur radikale Investitionen in ÖPNV kann die Autos von der Tankstelle und der Straße wegbringen. Und das ist es, was hilft. Uns, dem Klima, allen. Die Leute können doch ihren SUV behalten – solange sie keinen neuen kaufen und damit nur dann fahren, wenn sie den Panzer auch vollladen.

Und ein letztes Wort noch, weil es hier um Autos geht und sich gerade die „Freie Fahrt für freie Trottel“-Bewegung unter „Fridays for Hubraum“ zum letzten Gefecht im Internet sammelt. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen meinem Post und dieser Ansammlung von Merkbefreiten. Ich bin nur gespannt auf die erste Demo von „FFH“. Was machen die dann? Mit SUVs den Verkehr in den Innenstädten lahmlegen? Das machen sie schon jeden Tag. Oder in Gruppen wie die Wahnsinnigen über die Autobahn heizen? Autorennen am mittleren Ring? Denn zu Fuß demonstrieren ist ja wohl keine Option……

17 Replies to “Von Alfa und Romeo”

  1. 164? Der war doch eine designtechnische Entgleisung! Genauso wie der 155! GT und GTV und bei den 4-Türern der 75 Turbo America – DAS waren tolle Alfas! 😉

  2. Moin Reinhard,

    Du schreibst u.a.: „Eine Gesamtbetrachtung inklusive Zulieferer dürfte irgendwo bei über 20 Tonnen liegen. “
    Das ist eine beeindruckende Zahl, die ich auch sicher nicht in Frage stellen möchte. Trotzdem würde mich interessieren, wie dieser Wert zu Stande kommt. Hast Du irgendwelche Beispielrechnungen, aus denen dieser Wert zumindest ansatzweise hervor geht?

    Danke und Grüße
    Martin

    1. Na, fangen wir halt an. Die Tonne Rohstahl (das ist in etwa das, was für einen Golf verbraten wird inkl. Abschnitte) verursacht nur am Hochofen 1,4t. CO2. Das Erz muss aber erst da hin kommen. Sprich, es muss abgebaut werden. In aktuellen Fahrzeugen sind mehrere hundert Kilo Leichtmetall verbaut. Das verursacht nochmal ne Tonne CO2 – weil das aufwendiger herzustellen ist als Stahl. Gleiche Nummer wieder – das ist ohne den Bauxitabbau. Dann haben wir nur für Heizung und Elektrik zur Herstellung von Achsen und Lenkung 1,2 Tonnen. Die Zahlen habe ich von VW Wolfsburg, die sind bei ein paar Zahlen über das entsprechende Zulieferwerk unvorsichtig geworden, weil sie so stolz auf ihr neues Kraftwerk waren. (Natürlich haben die die CO2-Zahlen nicht geliefert, aber den Stromverbrauch und die Menge an Gas, die sie stündlich verheizen. ) Wir haben jetzt also einen Stahlklotz von ner dreiviertel Tonne, einen Aluminumbarren, Lenkung und Getriebe und bereits 3,6 Tonnen CO2. Mir hat ein VW-Zulieferer gesteckt, was er für einen Stromverbrauch- und Gasverbrauch hat. Der verbrät nochmal ne Tonne nur für die Teile die er liefert. Dann ist die Just-In-Time-Lieferung über LKWs noch nicht eingerechnet – von Glas und Elektroschnickschnack, Lederpolstern und sonstigem Kram ganz zu schweigen. Wenn ein einziger Schuh angeblich 7Kg CO2 enthält, dann liegen die ganzen Innenpolster nochmal bei ner Tonne. Allein die Wärmekammer für die Lackierung frisst pro Fahrzeug 300kg CO2. Ein Smartphone verbraucht bei der Herstellung 60k Co2. Die ganze Elektronik im Fahrzeug liegt beim Vielfachen. Und wir haben immer noch keine LEDs, keine Karosserie, Keinen Motor, kein Getriebe, der Mehrschichtlack….. 20 To. dürfte die untere Grenze sein. ich hatte mich auch schon immer gewundert, wie eine Kuh mehr CO2 verursachen kann als zwei Autos. Für die Kuh gibt’s genaue Zahlen – die Autoindustrie hält ihre Zahlen geheim.

      1. Danke, das ist doch mal ganz erhellend.
        Insgesamt ist man bei derlei Überlegungen ganz schön in der Zwickmühle. Einerseits ist es rein rechnerisch und hinsichtlich des CO2-Ausstoßes am besten, sein altes Auto so lange wie möglich zu fahren. Das würde dann aber bedeuten, dass die Autokonzerne deutlich weniger Autos verkaufen können, was wieder Arbeitsplätze kostet, Wirtschaftswachstum etc. pp.
        Gerne wird die CO2-Rechnerei auf die Spitze getrieben und leicht „pervertiert“. CO2-Ausstoß des Menschen beim Atmen, Ernte von Getreide, beim Fahrradfahren und und und. Hey, wir wollen ja noch existieren können, ohne dass wir uns für jedes Glas Wein, was per LKW von der Mosel nach Hamburg gekarrt wurde, rechtfertigen zu müssen!

        1. Absolut, im Prinzip kann man alles bepreisen – das ist aber, wie Du schreibst, Unfug. Die Natur verkraftet etwa 2 Tonnen CO2 pro Mensch und Jahr. Wir müssen weltweit darunter bleiben. Wir müssen halt jetzt mit lächerlichem Aufwand die ganze Infrastruktur wieder aufbauen, die wir die letzten 30 Jahre zerstört haben. Das wird irrsinnig Geld kosten – aber sich rentieren. Wenn die ganzen Güter wieder auf der Schiene transportiert werden können, dann halten unsere Autobahnen und Brücken auf einmal hundert Jahre. Klar, die Spediteure haben ein Problem – aber das ist nicht die erste Branche die durch den technischen Fortschritt einfach verschwindet.

          Und ja, die Autoindustrie wird schrumpfen. Gewaltig. Die Reparaturwerkstätten werden boomen. Gewaltig. (Man stelle sich vor, es gäbe ein Gesetz, das Hersteller verpflichtet, Ersatzteile 25 Jahre verfügbar zu halten.) Busse und Züge müssen gebaut werden. Weißt Du, wieviel Leute wir brauchen, um in zehn Jahren 1 Million Ölheizungen/Wärmepumpen zu bauen, auszutauschen und zu entsorgen? Die Energiewende ist das größte Konjunktur- und Modernisierungsprogramm seit der Industrialisierung der Sowjetunion. Wenn wir damit anfangen, das intelligent umzusetzen wird es auf Jahre hinaus keine Arbeitslosen mehr geben. Warum wird das nicht gemacht? Tjaaaaaa…… das wüsste ich auch gerne…. 😉

          1. > Warum wird das nicht gemacht? Tjaaaaaa…… das wüsste ich auch gerne….

            Vielleicht, weil wir in einer Demokratie leben, und weil es dafür (noch) keine Mehrheite gibt? Und weil meinungsbildende Medien, wie z.B. die Bild-Zeitung, schon dafür sorgen werden, dass die Mehrheit „dagegen“ ist?
            Ich bin sicher, dass sich erst dann gravierend etwas ändern wird, wenn es dem einzelnen Menschen ganz persönlich weh tut. Tut es aber bisher nicht! Wird alles ein bisschen wärmer, aber – hey – ist doch super, wenn’s im Sommer bei uns endlich mal warm ist! Tiere sterben aus? Merk‘ ich nix von! Eisbären? Braucht kein Mensch, hamwa hier im Zoo!
            Nicht, dass wir uns da flasch verstehen, ich nehme mich da auf keinen Fall raus! Das alles konsequent zu leben, erfordert viel persönlichen Einsatz. Und die Unterstützung von Politik und Wirtschaft. Tjaaaaa…..

          2. Du irrst Dich. Das trifft – noch- auf Stadtbewohner zu. Am Land herrscht der nackte Überlebenskampf. Die Bauern (zur Erinnerung, das sind die, die uns mit Lebensmitteln versorgen) halten vielleicht noch ein Jahr durch, dann bricht die Lebensmittelversorgung in Deutschland zusammen. Und in Frankreich. Und Spanien. Und in Holland. Wir haben schon diesen Sommer nur überlebt, weil wir Lebensmittel im großen Maßstab importiert haben. Nur: Der Bauer wird zuerst sein Dorf versorgen. Erst dann kommt die Stadt. Die Lage ist jetzt schon brutal. Was wir gerade haben, ist der Stoff für einen Endzeitkrimi. Wenn wir nach der Linie der Bundesregierung so weitermachen, haben wir nach neuesten Berechnungen in 30 Jahren zwei Meter mehr Wasser in der Nordsee. Das bedeutet den Verlust vieler Küstenstädte mit insgesamt 200.0000.000 Flüchtlingen. Nicht 1 Million, wie in Syrien. 200 Millionen. Innerhalb der nächsten 30 Jahre. Dass unsere Deiche nur einen Meter mehr Wasser aushalten, ist bekannt. Wir verlieren also Friesland und alle Halligen. Wahrscheinlich bis 2040. In England werden schon die ersten Küstendörfer evakuiert. Nur um eines klarzustellen: Das wird fast unausweichlich bis 2050 passieren. Sozusagen Best Case. Wenn wir jetzt nichts machen, wird bis 2100 halb Europa für Menschen unbewohnbar, da zu heiß sein, Hannover ist Hafenstadt, die Alpen nur noch ein Schutthaufen, in dem niemand mehr leben kann. Auch das ist nicht Worst Case, sondern Normal Case. Im Worst Case werden die Plattenbrüche in der Nordsee und dem Rheingraben durch den Druck des Wassers aufbrechen und die Eifelvulkane, die sowieso fällig sind, ausbrechen. Dann kannste unter Deutschland nen Strich machen. Has been. Das ist nicht irgendwann. Das ist dieses Jahrhundert. Und nein, das ist kein apokalyptisches Szenario. Das ist Stand der Wissenschaft.

          3. „… einheitliche CO2-orientierte Bepreisung für alle Energieträger. Um Aufkommensneutralität sicherzustellen, sollte der Einstiegspreis bei 110 Euro/tCO2 liegen.“ Der VDMA sagt das, Europas größter Industrieverband!
            https://vdma.org/documents/1056

            Deutschland merkt es jetzt schon:
            -die Elbe war den gesamten(!) Sommer über nicht schiffbar (in Görlitz bekommt deshalb Siemens seine Kraftwerksturbinen nicht vom Hof nach China)
            -der Wald stirbt schneller als irgendjemand geglaubt hat. Nicht nur Fichten, sondern auch Kiefern, Lärchen, Buchen!, etc. Sommerstürme (gab es früher nicht) legen uralte Eichen etc. um.
            -„mein“ Gemüsebauer hatte 80% Ausfall wegen Starkregen! (keine Hanglage) Zum ersten Mal in seinem Leben. Dazu kam noch Hagelschlag und im Sommer war es viel zu warm für z.B. die Kartoffeln.
            -in München war es in der heißen Zeit in der Innenstadt nicht mehr auszuhalten. Ältere und Kranke waren wochenlang nur in der abgedunkelten Wohnung am über-leben. Geschätzt 50.000 Hitzetote in Deutschland.
            -das Grundwasser in Bayern (bei uns regnet es viel im Vergelcih zu Restdeutschland): „Aktuell weisen weiterhin etwa 60 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen niedrige und sehr niedrige Werte auf. In den tieferen Grundwasserstockwerken zeigen 77 Prozent der Messstellen diese Niedrigwassersituation. An vielen Messstellen wurden im Jahr 2019 bereits neue Niedrigstwerte registriert.“ https://www.nid.bayern.de/lage
            usw. usf.

            Nur wer völlig abgeschottet von der realen Welt im klimatisierten Büro/SUV sitzt bekommt das nicht mit.

            Ach ja: über das Artensterben habe ich noch gar nichts gesagt.

          4. Danke, Reinhard, spannend. Ich glaube, dass das in dieser Konsequenz und „Brutalität“ kaum jemandem wirklich klar ist. Und wenn, dann führt das trotzdem kaum zu echten Konsequenzen. Wissen das unsere Wirtschaftsbosse? Unsere Politiker? Und wenn ja, glauben sie es?

          5. Das ist ja der Gag – sie wissen es. Das mit dem VDMA ist ja keine Einzelmeinung. Die Münchner Rück schlägt schon seit Jahren Alarm – sie kriegen die Risiken nicht mehr versichert. Ich habe mich immer gewundert, warum bei so klarer Datenlage nicht irgendwann gehandelt wird, warum immer noch die Ölindustrie mit 47 Mrd Euro pro Jahr subventioniert wird. Seit ich weiß, wo der CO2-Fußabdruck eines Autos liegt, weiß ich es. Wir brauchen jemanden, der sich traut, dem Wahlvolk eine „Blut,Schweß und Tränen“-Rede zu halten. Und der Hunderte von Wissenschaftlern an der Hand hat, um den Umbau zu planen. Und zwar nicht in zehn Jahren, sondern jetzt. Oder der sich traut, die Problemlösungen in die Hand von Citizen Assemblys“ nach englischem Muster zu geben. Und damit zuzugeben, dass er nicht weiterweiß. Bräuchten wir…..

            Zum Thema: Wissen Sie es? Hier ein Video der Financial Times (!!!!) https://www.ft.com/video/87f604f5-4be7-4225-8bc4-e5b410c35942

          6. Hallo Reinhard, könntest du mir ein paar deiner Quellen nennen, was deinen Beitrag von 9. Oktober 2019 um 11:03 Uhr angeht? Ich bin an der Thematik sehr interessiert, habe auch schon viel Beunruhigendes gelesen, aber dass jetzt schon es derart dramatisch ist, war mir entgangen. Merci.

          7. Sorry Oliver, ich mache gerade das NewsCoverage von der Rebellion Week International und kämpfe mich da durch Vorträge von Klimawissenschaftlern, Berichten von Bauern und Nachrichten aus der ganzen Welt.
            In Kalifornien haben sie gerade 144000 Haushalten den Strom abgestellt – weil die Stromleitungen durch Wald führen, der zu trocken ist. Das ist zu gefährlich. Wenn ich da jetzt alle Quellen zusammensammeln muss ,bin ich nochmal ne Woche beschäftigt.
            Es ist richtig, richtig Scheiße – und die Lage ist noch viel übler, als selbst die Scientists erzählen. Der aktuelle IPCC-Bericht ist schon der Horror, aber der beruht auf Daten, die vor zwei Jahren aktuell waren. Das Problem: in diesen zwei Jahren ist die Situation exponentiell schlimmer geworden. Wir haben nicht mehr bis 2030 oder gar 2050 Zeit. Eigentlich haben wir nicht mal mehr bis nächstes Jahr Zeit. Die Kacke dampft schon.

  3. Aber ein richtiges Auto hat auch ein paar hundert Pferde.
    So gesehen ist ein Auto wesentlich Umweltfreundlicher je mehr Pferdestärken es hat.
    Im Verhältnis zu Biologischen Pferden…

    1. Kein Problem, dann machen wir beim nächsten FolyFos Pferdegulasch. Wird halt ein bisschen zäh zum Kauen und das Motoröl macht blöde Flecken auf der Krawatte…. Aber was macht man nicht alles für die Umwelt. Und schlank macht es auch.

      1. Apropos schlank und Umwelt.
        Ich fahre aus Prinzip mit dem Fahrrad ins Büro. (Außer bei Glatteis)
        Mit dem Cabrio fahre ich maximal 5.000km pro Jahr. In den letzten zehn Jahren bin ich drei mal in Urlaub geflogen. (Malta und zwei mal Georgien)
        Somit ist meine Umweltbilanz nicht die schlechteste, zumal ich alles was ich kaufe seeeehr lange benutze…

        1. Hi Andreas, ich will Deine persönliche Umweltbilanz nicht in Frage stellen. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Aber wenn Du mir ne Steilvorlage gibst, muss ich sie natürlich auch verwandeln.
          Jeder von uns hat CO2-Leichen im Keller. Allein schon, weil wir in unserer derzeitigen, arbeitsteiligen Umwelt anders nicht existieren können. Wir können uns nur informieren, vermeiden, was zu vermeiden ist und ansonsten darauf hoffen, dass die Politik irgendwann die Rahmenbedingungen vorgibt, die ein Umsteuern erlauben. Bei uns sollen Neubauten nun zwangsweise eine Wallbox für Elektrofahrzeuge haben – aber keine Solaranlage. Wir müssen oben ansetzen. Wir allein können die Welt nicht retten.

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