Holy Trinity Teil 3: 45mm Nachschlag und 17mm f/1,2 Pro

Nach dem 45er-Beitrag sind ja ein paar Wünsche aufgekommen: Einmal geht es um den Größenvergleich Voigtländer und m.Zuiko – den habe ich hiermit nachgeliefert. Und dann natürlich um die Schärfe im Vergleich zum 45er 1,8. Da habe ich mich nochmal drangemacht, reproduzierbare Verhältnisse im Studio geschaffen und hier sind die Vergleiche:

Als erstes der Versuchsaufbau mit LED-Christbaumbeleuchtung im Hintergrund für’s Bokeh:

Es wurde jeweils mit manuellem Fokus auf das Weiße im anatomisch rechten Auge scharf gestellt. Beleuchtet ist die Szene mit einem Rotolight NEO mit 3200 Kelvin. Das Teil hat mir Fotohiero zur Verfügung gestellt und das gibt nochmal einen Extra-Bericht. Hier aber nun die Crops, zuerst das f/1,2:

und hier das 45 1,8. Beide Fotos sind mit 2,0 gemacht, weil ich auch Fotos mit dem Voigtländer gemacht habe, und das hat keine Einstellung für 1,8.

Die beiden Bilder sind trotz gleichem Bildausschnitt unterschiedlich groß – das liegt daran, dass die beiden Objektive auf diese Entfernung unterschiedliche Bildwinkel haben. Das 1,8er hat also einen kleinen Vorteil, weil es beim Pixelpeepen eben „Näher dran“ war. Obwohl wir hier schon mit f/2,0 unterwegs sind, sieht man, wie knapp die Schärfentiefe ist. Ich habe mir alle Mühe gegeben, die Schärfe sauber zu legen und habe mich dabei auch am Lichtreflex des Rotolight orientiert, aber hier geht’s eben um Winzigkeiten. Auch wenn das 1,8er bei der Detailauflösung der weißen Farbe anscheinend vorne liegt – was auch dem „näher dran“ zu verdanken ist, bei den Wimpern verliert es sehr, sehr deutlich. Und das kann nicht an einer falsch liegenden Schärfe liegen.

Und nu: Tadaaa: Das 17er.

Was ist das links? Das ist das FT 14-35 f/2,0. Als meine Lieblings- und Referenzlinse darf sie natürlich hier nicht fehlen.

 

Das hier ist wieder das Setup, aus dem 14-35, auch hier mit f/2 aus Gründen der Vergleichbarkeit.  Und hier die Crops:

 

Das ist 14-35mm f/2,0 bei f/2,0

Das ist das 17mm f/1,8 bei f/2,0

Und das ist das 17mm f/1,2 bei f/2

Natürlich sind die Crops wieder unterschiedlich groß, aber selbst wenn man das berücksichtigt, ist der Unterschied bei f/2 deutlich.  Bei f/1,2 gibt’s nichts zu vergleichen, also klemme ich mir das. Vielleicht noch ein Blick auf’s Bokeh.

Von oben nach unten, wer hat’s erraten, 1,2, 1,8, 2,0. Jeweils Offenblende. Also, wer Soapbubble-Bokeh haben will: 14-35 rulez.

Ach ja: die Nodalpunkte vom 17er und vom 25er habe ich rausgemessen und in die Olypedia eingetragen.

6 Replies to “Holy Trinity Teil 3: 45mm Nachschlag und 17mm f/1,2 Pro”

  1. …. ich denke es gibt kein Universalobjektiv das allen Ansprüchen gleichmäßig genügt. Ich habe z.b. das 20er 1.7 Pana als kleine Immerdabei Linse und die Trinity, wenn ich maximale Bildqualität will.

    Eine Frage nur:ich finde die Nodalpunkte nicht bei Olypedia…. vielleicht ein kleiner Tipp?

      1. Hallo Reinhard vielen Dank für den Link…. irgendwie habe ich das nicht gefunden trotz Stichwortsuche… glaube, der Grund war auch, dass das unter E-System gelaufen ist… wohl als Differenzierung zum alten OM – System? Jetzt bleibt nur die Frage : wie wird der Nodalpunkt gemessen? Von der Sensorebene bis zur Frontlinse oder bezieht sich das Maß von der Sensorebene zum Objektiv – Zentrum oxer – „Scheitel“ quasi?

        vieke Grüße Tim

        1. Der „Nodalpunkt“ ist der Punkt, um den die Objektiv-Kamerakombi gedreht werden muss und wird ab Sensorebene gemessen. Damit man was damit anfangen kann, gibt’s den Korrekturwert, der Kameraabhängig ist. Wenn man dem zum Objektivmaß dazu addiert, hat man den Punkt ab Zentrum Stativgewinde – also das, was man dann am Nodalpunktadapter einstellen muss.

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