PEN-F-Influenza

Sonnenaufgang geht immer – noch dazu in PopArt. Hier bei Alesund heute morgen.
Seit mittlerweile über einer Woche bin ich mit der PEN-F unterwegs und versuche mich darin, Stimmungen vor Ort mit der PEN in Bilder umzusetzen. Ich versuche, so weit es geht, ohne Artfilter auszukommen – das hier war eine Ausnahme – und komme mittlerweile ganz gut damit klar.

Das hier zum Beispiel. Fokus auf grün, grünblau und rot. (Ich hätte hier noch durch Keystone entzerren können, aber dann reicht mir das Bild oben nicht mehr.) Die Bilder sind oft kaum von Natural zu unterscheiden, sie sind eben genau an ein paar wesentlichen Stellen entsättigt oder leicht verstärkt.

Ein Balkon in Alesund – da muss man schon das Original haben, damit man sieht, dass da was dran gedreht wurde – gelb und grün sind hier herausgenommen, das macht das Dach „cleaner“, weil die Brauntöne verschwinden.
Es fällt schon auf: das sind drei höchst unterschiedliche Motive, und ich habe versucht, jedem Motiv den richtigen Look zu verpassen.

Hier der Auslauf eines Wasserfalles mit unglaublich blaugrünem Wasser. Das Grün des Waldes habe ich noch ein bisschen verstärkt, das Braun des Gesteins fand ich dagegen weniger wichtig.
Die vier Bilder haben nichts gemeinsam. Als „Style“ geht sowas nicht durch. Wenn dann noch sowas dazu kommt:
Dann ist es ganz vorbei.  Warum ich darauf rumreite? Es gibt einen neuen Hype im Internetmarketing, das nennt sich „Influencer“ – jo, wird ausgesprochen wie die Grippe und bezeichnet im Falle der PEN-F Modeblogger, denen eine PEN-F in die Hand gedrückt wird, die sich damit ablichten lassen und dann über die PEN-F-Bilder den gleichen Filter drüberlaufen lassen, den sie auch über ihr Iphone oder ihre Sony laufen lassen. Olympus hat dafür den #olympuspenfclan ins Leben gerufen. Hier ein paar Vertreter:
Miko Puttonen
Sebastian Schmidt
Kevin Elezay
Wer in der Szene der Modeblogger und Influencer neu ist: Das sind Leute, die Geld oder Ware dafür bekommen, dass sie Sachen toll finden. Anfangs bekam ich auch öfter mal was zugeschickt – aber mittlerweile hat sich rumgesprochen, dass ich Sachen nur dann toll finde, wenn ich sie wirklich toll finde – und sie mir dann auch selber kaufe (zum Beispiel meine PEN-F). Seitdem kriege ich nichts mehr zugeschickt…. Seltsam….. Na, ich bin halt doch kein Influenza….

Zurück zum Style: Das ist jetzt mein nächstes Projekt. Aus dem, was ich jetzt an der Kamera kann, einen Stil entwickeln – und eine zu diesem Stil passende Motivwelt. Denn wenn ich eines gelernt habe: Über alle Urlaubsfotos einen Stiefel drüberlaufen lassen – das funktioniert nicht. Nicht bei mir. Aber die PEN-F kann auch das. Ich lege mir einen b/w-Style auf Mono3 und einen Color-Style auf Color3 und dann darf ich mit dem Rest der Kamera ganz normale Urlaubsbilder knipsen – ich muss sie ja niemandem zeigen…. 😉

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