Makro mit dem 150-400

Das 150-400 hat ja eine Naheinstellgrenze von 1,3 Metern – und das ist bei 400mm natürlich eine Ansage. Bei 400mm liefert das Objektiv eine Motivbreite von knapp über 60mm, mit dem eingebauten Telekonverter sogar von 48,6mm. Bei über einem Meter Abstand. Das bedeutet bildfüllende Schmetterlinge aus eineinhalb Meter Entfernung. Klar, die Schärfentiefe ist natürlich brutal knapp – weniger als ein Millimeter – aber hey, es gibt nichts gratis.

Wie kann man es noch ein bisschen krasser machen? Zwischenringe. Also habe ich das 150-400 mit meinen 26mm Kenkos bestückt. Und kucke an, es geht noch eine Motivbreite von 30mm bei 500mm und von 42mm bei 400mm. Zum Vergleich: Das alte 50er-Makro konnte nur 34mm, also 0,5-fach. OK. Mit den Kenkos liegt das 50er bei fast 1:1 – aber dafür kann man mit dem 50er nicht stacken und muss extrem nah ans Motiv. (Jaaaa, da gibt’s noch das 60er Makro mit 1:1 ohne Ringe – aber da habe ich halt nicht einen Dreiviertelmeter freien Arbeitsabstand, sondern habe Probleme noch Licht aufs Motiv zu bekommen.)

Mit dem 150-400 kann man in der Kamera stacken. Bei den neueren Kameras. Allerdings reicht dann Schritt 3 in der Kamera nicht aus, Schritt 1 muss es sein, sonst gibt es Lücken im Stack.

Das hier ist ein Crop aus dem obigen Bild bei Schritt 3.
Und das hier ist bei Schritt 1. Klar, die Schärfentiefe reicht nicht mehr für den Hintergrund, aber die Details in der Schärfe kommen sauber.

Das ist abgefahren? Klar. Die große Röhre auf dem Stativ und dann auf Dinge losgehen, die Bruchteile von Millimetern groß sind -aber die Qualität des Objektivs gibt das her. Und warum nicht, wenn es doch geht? Klar – ein stabiles Stativ und Fernauslöser ist schon ein „Must“. Freihand geht da gar nichts.

Mir ging’s vor allem drum, die optische Qualität des Objektivs mal auszureizen – und da kann man einfach nichts sagen, das 150-400 liefert. Und ja, bei den Bildern ist nichts nachgeschärft oder sonstwie nachbearbeitet. Frank Rückert kann da ganz andere Dinge rausholen. Aber darum geht es hier nicht. Hier geht es um OutOfCam.

2 Replies to “Makro mit dem 150-400”

  1. Es ist schon beeindruckend was Du hier zeigst, Makroaufnahmen mit einem Tele, einem richtig langen Tele, gut das konnte man schon immer, aber die Details blieben doch meistens auf der Strecke, das was Du hier zeigst, ist aber hervorragendes Grundmaterial für eine weitere Bildbearbeitung, sofern man das möchte.
    Preislich wird es leider für viele ein Wunschtraum bleiben um es als Allround– Objektiv zu nutzen, ich bin schon gespannt auf evtl weitere Aufnahmen zum Thema Portrait, Freistellung und Bokeh, wobei man bei Deinen Aufnahmen auch sieht, das es Bokeh kann, vielleicht müsste ich doch mal über einen Hausfrauenkredit nachdenken…… .
    HG und bleib gesund
    Frank

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