
Die Imaging World hat nun die Besucherzahlen veröffentlicht. 14800 Besucher. Mehr als letztes Jahr, wo es, soweit ich mich erinnern kann, um die 13.000 waren. (Wer die genauen Zahlen noch im Kopf hat, bitte Korrektur!) Das ist, so weit, ein Erfolg. Leider eben nicht so ganz. Letztes Jahr waren das Ziel 15.000 Besucher. Und dieses Jahr 16.000 Besucher.
Ambitionierte Ziele sind gut, braucht man, aber tatsächlich zeigen die Zahlen ein Problem. Das Konzept der Messe hat sich nach dem letzten Jahr nicht verändert, sogar das Design der Werbung war nahezu identisch. Die Workshops waren nur zur Hälfte ausgebucht. Es gab absurd lange Schlangen am Cateringstand – auch das hat sich zum Vorjahr nicht geändert. Dafür waren neuerdings im B2B-Bereich die Tische für das Standpersonal der Hersteller reserviert – etwas, das man noch nicht einmal bei den alten Ringfotomessen hatte. (Dass es jetzt statt Wildscheingulasch mit Blaukraut nur noch Chili Con Carne oder Kartoffelgulasch mit ner Scheibe Brot gab ist mir schon im letzten Jahr aufgefallen. Überall wird gespart. In den B2B-Bereich kommt Standpersonal, die Ringfotomitglieder – Händler – und Presse. Macht einen Supereindruck.)
Das oben ist übrigens ein Teil des B2B-Bereichs. Da gab’s dann noch die aufblasbaren Besprechungsräume:

Natürlich auch für die Hersteller – mit Logo jeweils am Eingang. Meistens auch leer. Der Durchgang ganz hinten, da war die Absperrung mit Personal, das die Normalbesucher gestoppt hat.
Die Kölnmesse hofft, dass NRW mit der höheren Bevölkerungsdichte für mehr Besucher sorgen wird. Das Marketing und die Orga wird von Köln übernommen. Man darf gespannt sein. Einer der größten Vorteile in Nürnberg war die Mainstage, wo man sich immer mal hinsetzen konnte, wenn die Füße nicht mehr mitspielten. Was natürlich dafür sorgte, dass da immer Betrieb war. Auf der Photokina und so ziemlich jeder anderen Messe sind die Stühle immer Mangelware. (Wenn man sich nicht in die Fänge der Messegastro begeben will.)
Olympus war 2010 der Meinung, ein großer Stuhl reicht – dann braucht man nicht so viele kleine….

Übrigens: Damals hatte Panasonic einen riesigen B2B-Bereich hinten im Stand, wo es die berühmten „Panasonic-Würstchen“ gab. und auch Olympus hatte einen hinteren Bereich, in dem ganze Fußballmannschaften verpflegt werden konnten. Ist später alles weggefallen.

Ich hatte dieses Jahr leider keine Zeit für einen Workshop, es hätte aber schon ein oder zwei interessante Kandidaten gegeben. Das Angebot an Workshops war dieses Jahr auf jeden Fall massiv größer, vielleicht hat es es deswegen auch noch freie Plätze gegeben. Im letzten Jahr waren die Workshops schon Wochen vorher komplett ausgebucht…
Das mit dem Catering ist aber wirklich eine Blamage: Der Platz drumrum war zwar etwas größer letztes Jahr, der Verkauf und die Ausgabe aber gefühlt genauso schlecht.