
is give Peace a chance.
Das ist Klaus Voormann. Manche sagen, er ist der fünfte Beatle, aber da gibt es mehr davon. Aber es gab nur einen Designer der Revolver-LP und es gab bei der Plastic Ono Band bis 1974 auch nur einen Basser. Voormann. (Mittlerweile spielt Lennons Sohn Sean den Part. Jo, Lennon hatte außer Julian noch einen Sohn – eben Sean)
Voormann hat erzählt, dass Lennon ja mit Yoko Ono die „Plastic Ono Band“ gegründet und eine Single rausgebracht hatte. Eben „Give Peace a chance“. Und dann ist Lennon mit seiner Band zum „Rock and Roll Revival Festival“ im September 1969 eingeladen worden. Blöd nur: die Band existierte gar nicht. Also rief Lennon ein paar alte Kumpels an.Eric Clapton, Klaus Voormann und Alan White. „Jungs wir haben morgen einen Gig in Toronto. Bringt eure Instrumente mit.“ Die „Jungs“ kamen nach London und im Linienflieger nach Toronto wurden die Stücke geprobt, die keiner vorher kannte. Unter anderem eben auch „Give Peave a chance“. Der Auftritt war ein bisschen danach, dazu kam noch, dass Yoko Ono die Hälfte des Auftritts in einem Sack verbrachte, (Everybody’s talkin ‚bout bagism) ein Konzpet, das mittlerweile leider etwas in Vergessenheit geraten ist – ich denke da an Personen der Zeitgeschichte, bei denen ein Sack über dem Kopf einerseits eine optische Verbesserung darstellen würde – und vielleicht auch die eine oder andere unterkomplexe Äußerung im Stoff hängenbleiben würde.
Aber das Thema hatten wir ja öfter – wo ist der Sackismus, wenn man ihn mal braucht.
Bis der wieder ein Revival hat (immerhin gab’s ja schon 1969 ein Rock and Roll Revival) versuchen wir einfach dem Frieden eine Chance zu geben. Vielleicht breitet er sich ja aus, weil der eine oder andere auf einmal auf den Trichter kommt, dass Krieg für die große Mehrheit der Beteiligten ein ziemlich großes Verlustgeschäft ist.
Falls übrigens jemand gerade Lust hat, einen einmaligen Künstler zu unterstützen: Hier gibt’s Zeug von ihm. Voormann hat zwar mit so ziemlich allen Legenden der Rockgeschichte zusammen gespielt, aber Tantiemen bekommt man eben nur für’s Texten und Komponieren – nicht für’s Bassisten. (Und Trio, deren erste Platte er produziert hat, waren sich dann hinterher zu fein, mit ihm weiter zu arbeiten.) Sein Buch „Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John? „gibt’s leider nicht mehr, aber dafür einen Bildband: „It started in Hamburg„
Klaus Voormann ist nicht nur ein klasse Musiker und Künstler, sondern – soviel ich von ihm weiß – auch ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Das schätzen viele an ihm. Auf Youtube kann man Interviews mit ihm kucken. Empfehlenswert.