
Wie man feststellen kann, ist die Olypedia wieder Online. War mal wieder ein unlustiger Tag. Was war nun tatsächlich los?
Nach Studium der Errorlogs war mal wieder irgendjemand der Meinung, er müsse die Olypedia plätten. Er/Sie/Es hat sich entweder einer ganzen Reihe Server bei AliBaba in Hongkong bedient, oder seine IP entsprechend gefaked. Und dann eben einen entsprechenden Angriff gestartet bis die Olypedia Offline war. Vorher hat noch jemand aus Dubai versucht, über einen SQL-Inject auf die Datenbank zu kommen, was sauber blockiert wurde.
Oly-e war auch Ziel der Angriffe, aber oly-e habe ich schon vor Jahren immunisiert. (WordPress kann ich deutlich besser als Mediawiki) Diese Angriffe kommen immer in Wellen.
Früher, als die Olypedia noch offen war, also jeder simpel schreiben konnte, wie man das von der Wikipedia kannte, haben Bots die Olypedia zur Linkfarm umgebaut. Ich habe wochenlang gekämpft um die Fake-Accounts wieder loszuwerden und die Löschungen in den Artikeln rückgängig zu machen. (Was unglaublich aufwendig ist, weil die Wikipedia damals gar nicht dafür eingerichtet war, dass da irgendwas endgültig gelöscht wird. Das ist ja der Trick – zumindest in der Versionsseite waren alle Spamlinks bis in alle Ewigkeit festgenagelt.)
Ich habe jetzt eine Möglichkeit bekommen, die Olypedia auch zu immunisieren. Das wird in den nächsten Tagen umgesetzt.
Wie geht’s weiter?
Hoster:
Der Strato-Support hat sich absolut nicht mit Ruhm bekleckert. Die an der Hotline arbeiten ihre Standardsprüche ab, so dass man geneigt ist zu glauben, dass man es mit einem Blechdepp zu tun hat, nur dass die KI deutlicher sprechen würde – und entschieden freundlicher. (BTW: Wer das „Kundenkontaktformular“ auf der Strato-Website sucht, über das man Screenshots der Fehlermeldung einschicken soll – „500 Internal Server Error“ oder „502 Proxy Error“ reicht ihnen nicht, sie brauchen einen Screenshot – muss ins Strato-Impressum gehen. Nicht Kundenservice, FAQ, Hilfe, irgendsowas, nein, Impressum. Das ganz unten auf der Seite. Gaaanz unten. Dann im Impressum auf die angezeigte Email-Adresse impressum ät Strato.de klicken, die nicht als klickbarer Link markiert ist. Normalerweise denkt man, da geht dann der Mailclient auf. Nö. Da kommt das Kundenkontaktformular. Intuitiv, gelle? Findet man sofort.) In der Nacht, kurz nach der Geisterstunde, habe ich dann noch ne Mail vom Support bekommen, man sei mir sehr gerne behilflich, aber da meine Website ja ohne Fehlermeldung angezeigt werde, und man keinen Zugriff auf meine Daten habe, könne man leider nichts tun. Man wünsche einen angenehmen Tag. Ach ja, im Errorlog sei eine ModSecurity-Warnung. (Das ist die Mitteilung, dass jemand aus den Emiraten mir was Böses will, die von meinem Server korrekt geblockt wurde)
Also ist mittelfristig ein Umzug aller meiner Domains zu Infomaniak in der Schweiz fällig. Die haben die ganzen albernen Beschränkungen von Strato nicht. Da gibt es dann auch keine Probleme mit der Anzahl der Dateien in der Olypedia. Wird in Angriff genommen, sobald das OM-5II-Buch fertig ist.
Olypedia:
Ich bin nicht mehr der Jüngste. Das Problem teile ich mit etwa 20% der deutschen Bevölkerung und wie hat ein Freund gesagt: Die Anzahl der Weihnachtsgänse ist mittlerweile überschaubar und ich freue mich jeden Winter, wenn ich noch mal den Orion sehe. Es braucht also jemand, der 20 Jahre jünger ist als ich, und die Olypedia übernimmt. Und zwar sinnvollerweise einige Zeit, bevor ich den Löffel abgebe. Aufschieben ist also keine Option.
Was passiert, wenn ich niemanden finde? Es kann sein, dass ich es rein vom KnowHow her nicht schaffe, die Olypedia umzuziehen. Denn da geht es auch drum, im Rahmen des Umzugs die Software auf die neueste WikiMedia-Version hochzufahren. Ich habe so ein Update zwei oder dreimal gemacht und jedes mal war das ein Anlass für zusätzliche graue Haare. Es kann also sein, dass die Olypedia den Umzug nicht überlebt. Dann ist das so. Und wenn ich ins Gras beiße, wird alles nach Ende der Überweisungen abgeschaltet.
Temporäre Hilfe:
Ich hatte vor vielen Jahren jemand, der mir mal bei einem Problem geholfen hat – ich glaube, es war bei oly-e. Das war prima, hat mir kurzfristig geholfen – aber ich habe nicht verstanden, wie er das lösen konnte und hatte dann später das Problem, dass ich mich trotzdem in den ganzen Mist einarbeiten musste, weil der Kollege dann eben keine Zeit hatte. Wenn nun also jemand sagt „Ich migriere den Kram für Dich“ dann ist das zwar ungeheuer nett- aber sobald danach ein Problem auftaucht, bin ich nasser als vorher, weil ich noch weniger Plan habe. Also brauche ich jemand, der in seiner Lebensplanung genug Luft hat, um die Olypedia reinzupacken.
Crowdfunding:
Das klingt super, nur, was genau wird damit finanziert? Der Strato Webspace sind, glaube ich, 15 Euro pro Monat. Da ist ein „Crowdfunding“ nicht so notwendig. Selbst nach dem Umzug in die Schweiz wird es nicht viel teurer, weil ich dann ein Gesamtpaket mit allen Domains habe und da ist dann der Anteil der Olypedia auch nicht mehr. Was wirklich Geld kostet, ist die Administration. Und das kostet eben nur indirekt Geld – weil es eben Zeit kostet. Wie berechne ich das? Per Stundensatz? Wochenpauschale? Kriege ich ein Pflichtenheft? Wenn Geld fließt, entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis. Ich kriege dann zwar Geld – Super, brauche ich – aber ich bin eben auch verpflichtet. Ich MUSS die Olypedia am Leben halten. Und Online. Auf einmal ist das kein Hobbyprojekt mehr, das ich jederzeit einstellen kann und bei dem es mir wurscht sein kann, wenn da blühender Unsinn drinsteht. In diesem Spannungsfeld sitze ich.
Die Lösung ist wie immer: Wer mich und meine Projekte unterstützen will: Zeug kaufen, das ich im Shop anbiete. Und ja, das dritte Objektivbuch zu kaufen ist grenzwertig albern. Sehe ich ein. Deshalb versuche ich ja auch, so nach und nach das Angebot auszuweiten. Vielleicht findet man ja noch was, wenn man etwas stöbert….
„Die Lösung ist wie immer: Wer mich und meine Projekte unterstützen will: Zeug kaufen, das ich im Shop anbiete. Und ja, das dritte Objektivbuch zu kaufen ist grenzwertig albern. Sehe ich ein. Deshalb versuche ich ja auch, so nach und nach das Angebot auszuweiten. Vielleicht findet man ja noch was, wenn man etwas stöbert….“
Ich stöber mich ja gerade durch deine Frankreichreise im Mai 2010. Sogar in Limeuil bist du gewesen. Die Bilder und das Lesen ist ein Genuss. Es macht richtig an, mit der Pen-F und den kleinen Objektiven loszuziehen (in Limeuil hatte ich das 14-42mm EZ an der Pen-F). Vielleicht wenn du deine Reisen in einzelne kleine „Reiseführer“ packen und zum Kauf anbieten würdest? Reiseführer gibt es wie Sand am Meer. Aber nicht so speziell auf die Kamera abgestimmt und mit selten besuchten Plätzen. Ich fänd’s gut.
Gruß,
Stefan