Gelegentlich überprüfe ich, was Digikam so an automatisch generierten Schlagworten produziert und übernehme die – verblüffen guten – Treffer in meinen eigenen Schlagwortbaum. Ab und zu liegt die Software auch daneben, so auch bei diesem Bild, das es mit „Automat“ verschlagwortet hat. Tatsächlich ist das aber eine der unzähligen „Pinwände“ im Weißen Ross in Immeldorf, wo ich mittlerweile schon einige Bands fotografiert habe.

Aber beim Kucken, ob das nun ein Automat sei, ist mir der Zettel rechts unten aufgefallen. Der mit den CDs für nur 5 Ocken. Death Metal. Ist so überhaupt nicht mein Ding. So gaaaar nicht. Aber nur mit Bass? Ernsthaft? Wie geht das? Metal ohne Gitarre?

Also mal ohne große Hoffnung die angegeben Website angesurft. Zonga- die gibt’s noch, und die ist aktuell!

Vor zwei Tagen haben die ein neues Video hochgeladen. „Kannibale„. Gefühlt mit acht Kameras gefilmt, für Schlagzeugerin und Basser. Ernsthaft. Death Metal zu zweit. Mit fetter Lightshow und zum Schluss sogar Nebel.

Und vor kurzem haben sie sogar eine neue Sängerin angeheuert. Kurzes Vorstellungsvideo, das mich vom Sessel geschubst hat. 23 Sekunden. Knüller.

Fundsachen. Das Foto in Immeldorf habe ich 2015 gemacht, als ich „Port Noris“ geknipst habe. Die haben sich später in „Air Noris“ umbenannt, ich habe ihnen 2022 einen Trailer gedreht, der ihnen zu wenig SloMo hatte und mittlerweile ist die Band wohl ohne einen einzigen Auftritt wieder in der Versenkung verschwunden.

Andabata gibt’s noch.

Leider hat sich die Sängerin schon wieder verabschiedet…. (Studium braucht zu viel Zeit.)

6 Replies to “Fundsachen”

  1. Cool!
    Wobei…
    …so ganz „ohne Gitarre“ geht’s wohl doch nicht!
    Aber mit Oktaver, Harmonizer und sehr ordentlich Verzerrung bekommt man so etwas ähnliches auch aus dem Bass. *lol*
    Die beiden „etwas älteren Männer“ haben da wohl aus der Not eine Tugend gemacht.
    Nicht so ganz mein Musikgeschmack, aber trotzdem sehr gut!
    jm2c, Martin

      1. OK, die Sabine habe ich auf meinem iPhone vorhin zu den „älteren Männern“ gepackt.
        Sorry, Sabine, dafür! 🙂
        .
        Auf der Seite steht:
        „Weil Carsten keine passenden Musiker findet um Andabata als „echte Band“ weiter zu machen, legt er das Projekt zunächst auf Eis.“
        Dass sie auf dem Video bzw. inzwischen wieder zu zweit sind ist nicht immer so gewesen und, wie es ausschaut, nicht unbedingt „Konzept“.
        .
        Mit „Not“ meinte ich übrigens nicht unbedingt, dass sie keinen Gitarristen (m/w/d) finden, sondern dass sie ohne den Frequenzbereich, den üblicherweise beim Metal die Gitarren übernehmen, eben auch nicht auskommen möchten. Sie machen halt etwas entsprechendes aus dem Bass etwas. Die „Tugend“ ist halt, dass sie den Bass Pimpen. Das ist zwar nichts ganz neues, aber immerhin nicht alltäglich.

  2. Coole Fundsache.
    Im Metal findet jeder seine Nische 🙂

    Btw: wenn man sich das Kannibalen Video anschaut, sieht man, dass der über die Saiten hängende Bart wahrscheinlich der wesentliche Effekt ist, um diesen Sound zu erzeugen… 😉

  3. Ich muss hier einfach meinen Senf dazu geben …
    Saucool!
    Der Gesang ist top (ich meine damit, so muss das klingen), ist auch sehr sauber. Der Bass brät ganz schön und für dieses langsamen DM ist das Schlagzeug dienlich. Allerdings warte ich dauernd darauf, dass mal irgendwann eine schnelle Passage eingebaut wird, weil das baut sich ständig auf und dann verbleibt es im mittleren Tempo.
    Wie das wohl klingen würde mit Bass und ein- zwei schönen, sägenden Gitarren?
    Genau meine Musik …

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