Ich schreibe hier über Fotografie. Und Film. Und manchmal Musik. Und eigentlich sehr selten über Politik. Aber heute bin ich über Jesse Welles gestolpert, der vor einem halben Jahr einen Song geschrieben hat, der mit dem Fixin‘ to die Rag von Country Joe & the fish mithalten kann. Ich dachte immer, die Zeiten sind seit 1968 vorbei. (Obwohl ich Country Joe in den 80ern mit dem Song in Nürnberg in der Messehalle gesehen habe. Der war da Vorgruppe (!) von Wolle Kriwanek)

Nein, es ist wieder die Zeit.

Hier hat sich Jesse Welles einfach vor seine Kamera in die Pampa gestellt und gesungen. Kein Bohei, kein Nebel, keine Lightshow. Keine Schminke. Keine SloMo, keine Schnitte nach jedem zehnten Frame. Keine Gogogirls und keine Poserschlitten.

Goil.

Die Welt ist noch nicht verloren, auch wenn man es manchmal denken könnte.

Er ist viermal für die Grammys 2026 nominiert.

2 Replies to “Join ICE”

  1. Clubs wie ICE ziehen Menschen, wie in diesem Text von Jesse Welles beschrieben, magisch an. Da haben diese Leute eine Macht, welche es ihnen erlaubt, sich über andere zu stellen, und sich selbst als „Retter-von-was-auch-immer“ zu stilisieren. Dann fühlen sie sich (endlich) mal so richtig wichtig und gut. Traurig. Solche Gestalten finden sich in jeder Gesellschaft. Wenn man sie einsammelt und organisiert, werden sie zu einer Exekutiv-Waffe für Antidemokraten. Und sehr gefährlich.

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