Verantwortung

Verantwortung übernehmen ist nicht leicht. Nicht mal Verantwortung für die Folgen der eigenen Handlungen. Eine Binsenweisheit. Aber irgendwann sollte man damit anfangen.

Ich habe nun beschlossen, ab 1. August konsequent Impfverweigerer aus meinem Leben auszuschließen. Der Stoff ist da, und wer nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht kapiert hat, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Impfen oder Corona kriegen, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Und es gibt Menschen, die können nicht geimpft werden. Immunsupprimierte. Kinder. Und ja, auch Kinder sterben an Corona. Oder kriegen LongCovid oder PIMS. Also lasst euch Impfen. Jetzt. Ihr könnt jeden Tag Delta erwischen und selbst wenn ihr es selbst problemlos übersteht, jemand anderen damit umbringen.

Durch die ganzen Lockerungen der letzten Wochen rollt jetzt bereits eine Virenwelle durch die deutschen Kindergärten. Die Kinder werden wieder krank abgegeben und treffen auf Kinder, die seit einem Jahr keinen Virus mehr gesehen haben. In den Kliniken laufen jetzt die Kinderstationen voll. (Die ganz nebenbei flächendeckend geschlossen werden, weil sie nicht profitabel genug sind.) Auch hier: Verantwortung übernehmen.

Gerade ist Bernd über Deutschland hinweggezogen und hat buchstäblich Tod und Verwüstung gebracht. Die Natur schlägt zurück. Und anstatt dass Laschet sich hinsetzt und die größten CO2-Schleudern umgehend dicht macht, fährt er ins Katastrophengebiet um die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Feuerwehr zu loben. Hallo? Fototermin? Wahlkampf? Ist ja nicht so, dass die Wissenschaft nicht schon seit Jahrzehnten genau das vorhersagt. Und dass es noch weit schlimmer werden wird. Ist ein bisschen spät, jetzt Trümmer kucken zu fahren…. Es wäre JETZT Zeit, Verantwortung zu übernehmen. Nicht erst nach der nächsten Wahl. Immerhin handelt es sich hier um eine Regierung, die seit Jahren im Amt ist, und Braunkohle total sexy findet. Könnte man ändern – wenn man wollte.

Es geht auch anders. Sony arbeitet seit Jahrzehnten an der eigenen Klimaneutralität. Da laufen derzeit Anstrengungen, den Stromverbrauch von Prozessoren auf ein Zehntel zu drücken – das klingt nicht nach viel, aber wenn man weiß, dass mittlerweile Playstations im großen Umfang als Numbercruncher eingesetzt werden und der Stromverbrauch solcher Rechenzentren mittlerweile den Stromverbrauch ganzer Staaten übersteigt, ist eine Reduktion um 90% kein Pillepalle sondern ein Knüller. Sony entwickelt auch derzeit Lösungen, um Medienkonsum von Minderjährigen zu beschränken, weil sie mitbekommen haben, dass eine Generation heranwächst, die schlicht keinen Plan mehr von der realen Welt hat. Und Sony will halt in zwanzig Jahren Leute einstellen können, die was auf dem Kasten haben. Wenn die aber alle nur noch Influencer werden wollen, dann gibt’s niemand mehr, der all das Geld ranschafft, das die Kids den Influencern in den Rachen werfen wollen. So sieht das aus, wenn man Verantwortung übernimmt.

Ich versuche seit März zu erfahren, was OMDS in Sachen Klimaschutz unternimmt. Die Aussage ist: „Es gilt weiter, was schon für Olympus gegolten hat.“ Weitere Informationen werden nicht gegeben. Ich habe in den letzten fünf Monaten fast jede Woche nachgefragt – und gerade ist der Ansprechpartner bei OMDS in Urlaub, ich solle mich gedulden bis der wieder zurück ist.

Tscho.

Ich bin ein Ein-Mann-Unternehmen. Ich beziehe meinen Strom erneuerbar, heize meine Firma mit Pellets, fliege nicht und versorge meine Seminarteilnehmer so weit es geht mit Produkten aus regionalem Anbau. Mein Bus ist kompensiert und Avocados ess ich nicht. Und ich habe meine Bude nicht neu gebaut, sondern ökologisch renoviert. Stichwort „graue Energie“. Lehm statt Zement.

Das ist alles kein Hexenwerk. Ich bin weit entfernt davon, klimaneutral zu sein, das liegt daran, dass ich bei vielen Dingen, die ich für meinen Job benötige, trotz Nachfragen keinen CO2-Nachweis kriege. Aber ich bemühe mich zumindest.

UPDATE

#laschetlacht. Kann man nicht erfinden.

78 Replies to “Verantwortung”

  1. Wer sich auf die Vernunft und Rücksichtnahme von anderen verlässt, der ist heute leider verlassen. Leider sieht es ja ganz danach aus, dass die Mehrheit im Herbst für ein weiter so votieren wird. Trotz 16 Jahren Rückschritt durch Stillstand. Trotz allen krummen Dingern die sich Vertreter der regierenden Parteien geleistet haben. Das übersteigt einfach meinen Horizont.

  2. „dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Impfen oder Corona kriegen, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun.“
    Obwohl es Dein eigener Blog ist, finde ich diese Aussage geschmacklos und abstoßend. Es gibt Leute, die sich aus gutem Grund nicht gegen Corona impfen lassen. Siehe z.B. die möglichen massiven Nebenwirkungen. Eine Diskussion darüber ist ok. Aber die Menschen, die nicht die eigene Meinung vertreten, abzuwerten.
    Ich dachte, hier geht es um ein sehr schönes Hobby. Mir wird das Ganze mit der Zeit immer mehr einseitig zu „grünlastig“ und politisch.
    Sorry, nur meine Meinung.
    LG Manfred

    1. Und Tschüss. Wenn Du den Blog abstoßend findest – Addio Amigo. Wenn Du Dich nicht impfen lässt, kriegst Du Corona. 100% sicher. Schon mal die „Nebenwirkungen“ von Corona studiert? Ja? Dann gehe Dir ein paar Latten für Deinen Zaun besorgen. Nein? Dann tu das mal. Nach einem Jahr Pandemie ist es dafür dringend an der Zeit. Dass Du nicht lesen kannst, schließe ich aus.

      1. Ja, in wirklich nur den Grundzügen magst du eventuell recht haben. Du willst keine Kontakte zu „ungeimpften“, im Umkehrschluss also keine Einkäufe im Discounter, im wohlsortierten Supermarkt oder anderen Geschäften? Du willst keine Restaurant- l, Kneipen-, Konzertbesuche? Genau da werden sich (leider) sehr viele ungeimpfte einfinden. Und ob Impfung oder nicht, wer garantiert denn die Verlässlichkeit? Ich bin voll geimpft und habe den Scheiß, meine Frau ebenfalls. Trotz Homeoffice, Kontaktvermeidung etc. Gut, nur leichte Symptome aber eben vorhanden.
        Dann schimpfst du auf Laschet? Gut, könnte man anders machen, man kann global vieles anders machen. Nur, was hilft es, wenn D mit viel Geld (der Steuerzahler) sich selber klimaneutral darstellen kann? Der „Vorteil“ wird doch alles von den Schwellenländern und Industrienationen die sich nicht darum scheren gefressen. Auf das Klima hätte das also nur einen geringen Anteil und monetären Nachteile für die Bevölkerung von D solange es nicht globale Umsetzungen gibt.

        1. Das ist beliebt, „Umkehrschlüsse“. Und Du weißt auch genau, dass die Verkäuferin in meinem Discounter nicht geimpft ist? Woher? Ich habe sie heute gefragt – sie ist geimpft. Die ist nämlich nicht bescheuert. Und ja, man kann es trotzdem kriegen. aber man überlebt es. Und man kriegt kein Long Covid. Was ein echter Kack ist. Die Alternative ist Nicht impfen. Haha.
          Und ja, richtig. Was hilft es, wenn ich den Planeten nicht zerstöre und mir nicht die Taschen vollmache? Was zum Henker ist das für eine Argumentation? Das ist eine ganz, ganz faule Ausrede. Es kehre jeder vor seiner eigenen Tür, da hat er Dreck genug dafür. Wir verpesten seit 150 Jahren den Planeten. Es wäre dringend an der Zeit, damit aufzuhören. WIR. Und das mit den monetären Nachteilen für die Deutschen ist der größte Blödsinn von allen. Die Deutschen waren bei Solarzellen und Windkraftanlagen weltweit führend. Dann haben die Kumpels von Laschet das eingebremst, um den Kohleheinis noch ein paar lukrative Jahre zu verschaffen. Zehntausende Arbeitsplätze sind jetzt in China, statt bei uns. Andere Länder sind längst weiter als wir mit der Energiewende – und machen damit bereits Geld…

          1. Habe ich von dem Personal geredet? Nein, da kommen zig Leute am Tag rein und kein Hahn kräht nach rgendeinem Nachweis. Genauso verhält es sich in den (meisten) anderen Lokalitäten. Zettel ausfüllen und gut ist. Bekomme ich täglich in HH mit. Und WIR verpesten den Planeten. Dann mal bitte das WIR näher definieren. Die Industrienationen sind die Übeltäter, ja, und wir Deutschen gehören dazu. Nur können wir eben diesen Planeten mit den UNS (D) gesteckten Zielen nicht retten. Da gehören eben alle zu und nicht nur die 2,5% des WELTWEITEN C02 Ausstosses.

          2. Ich habe mit den Impfverweigerern, die bei Aldi einkaufen, keine Geschäftsbeziehung. Und ich kann Abstand halten. Nur darum geht es mir. Ich kann auch nicht verhindern, dass Impfverweigerer diesen Blog lesen. Allein sich darüber Gedanken zu machen, ist absurd.
            Und wegen der Weltrettung: Informier Dich einfach mal, wie weit andere mit der CO2-Reduktion sind. Denen ist es nämlich egal, ob andere nichts auf die Reihe kriegen. Denen geht es darum, selber was zu machen. D ist längst nicht mehr vorne dran, sondern hinkt hinterher. Und das wird immer schlimmer. Irgendwann werden andere keine deutschen Waren mehr kaufen wollen, weil sie die CO2-Kosten nicht bezahlen wollen. Das, was Laschet und Co gerade veranstalten ist dir kurzsichtigste, dümmste Politik, die man sich überhaupt nur denken kann. Viele, internationale Konzerne – siehe Sony – sind längst weiter als die deutschen Politiker. Die Firmen wollen nämlich auch noch in zehn Jahren Geschäfte machen. Und legen keinen Wert darauf, dass ihre Firmen absaufen.

      2. Reinhard: „Ich habe nun beschlossen, ab 1. August konsequent Impfverweigerer aus meinem Leben auszuschließen.“
        Reinhard: „Und Tschüss. Wenn Du den Blog abstoßend findest – Addio Amigo.“
        Reinhard zu servus.tv: „Wenn das zum Nachdenken anregen sollte, dann vor allem, warum man den Bullshit auch noch kuckt.“

        Der Versuch, den anderen mit Argumenten von seiner eigenen Sichtweise zu überzeugen – oder sich selbst von den Gegenargumenten zu überzeugen zu lassen – ist an jedem Tag eine Herausforderung.

        Wenn man sich aber nicht mal eine andere Meinung anhören will, kann keine Diskussion und Entwicklung stattfinden, nicht einmal zur Frage, ob die/der Diskussionspartner/in überhaupt Argumente vorbringt oder nur seine/n Überzeugung/Glauben kundtut.

        Meine Meinung zum Beitrag bei servus.tv: kein objektiver, sondern einseitiger Journalismus, der so ziemlich alles anzweifelt, was irgendwie mit Corona zu tun hat (Sinn des PCR-Tests, Hausdurchsuchung nach dem Urteil des AG Weimer ohne Erwähnung, dass nicht gegen die Wissenschaftler ermittelt wird; Wiedergabe von FOX News-„Interviews“ ; Ausführungen von Wissenschaftlern nicht nur zu wissenschaftlichen, sondern auch zu den politischen und wirtschaftlichen Folgen eines Shutdowns usw).
        Aber mit den Stimmen namhafter Wissenschaftler. Auch das gehört zur Meinungsfreiheit, die man aushalten muss. Und zum wissenschaftlichen Diskurs, der sich auch dann weiterentwickelt, wenn sich später herausstellt, dass eine Meinung völlig daneben lag.

        Wenn Du, Reinhard, dies anderen „ersparen“ willst, wäre es konsequent, das ganze Blog zu schließen, und nicht nur einzelne Meinungsäußerungen. Über eine Rückmeldung von Dir würde ich mich freuen.

        1. Ich verlinke keinen Bullshit. Punkt. Ich will Blödsinn nicht auch noch verbreiten. Und die Stimmen namhafter Wissenschaftler – Sorry, da wurde gekürzt und entstellt, dass es eine Sau graust. Es rentiert einfach nicht, in das Debunking dieses unterirdischen Senders Zeit zu stecken. Meinungsfreiheit ist ein Ding – Lügen und Entstellungen etwas anderes – und das muss man nicht aushalten.
          Und wegen der Konsequenz: Wenn Du, Sven, der Meinung bist, weil ich Fakes keinen Raum geben will, es konsequent wäre, den Blog zu schließen, dann frage ich mich, wie Du auf so etwas kommst. Meinungsfreiheit ist anscheinend nur dann OK, wenn Fakes verbreitet werden sollen? Oder was?

          1. „Bullshit. Blödsinn. Debunking. Lügen. Entstellungen. Fakes.“
            ..werden (leider) nicht weggehen, sondern nur noch mehr unkritische Aufmerksamkeit erhalten, wenn man sie wegzusperren versucht. Wegsperren und Ausblenden hat noch in keinem Gesellschaftssystem auf Dauer funktioniert.
            Was hilft, sind Aufklärung, Qualitätsjournalismus, Faktenrecherche usw. Auch wenn wohl nicht wenige Menschen selbst die nicht lesen oder verstehen werden bzw. nicht werden lesen wollen. Ist meine Meinung, mit der ich aber natürlich auch falsch liegen kann.

            Selbstverständlich trifft Dich keine Pflicht, auf dem von Dir betriebenen Blog Verlinkungen zu akzeptieren.

          2. Es hat sich herausgestellt, dass das Abschalten von Lügnern ausgesprochen hilft. Je weniger Plattformen Scheiße unterstützen, desto weniger breitet sich der Mist aus. Ist längst nachgewiesen. Das finden nur die unsexy, die ihren Mist selbst verbreiten wollen. Und zwar auf Kosten anderer. Trump hat seinen Blog mittlerweile vom Netz genommen. Weil ihn keiner lesen wollte. Nur durch das dauernde mediale Echo konnte er überhaupt möglich werden.

    2. Manfred: Es gibt diese Massiven Nebenwirkungen nicht – besorge dir die echten Daten !
      Eher umgekehrt: Zu erkranken bewirkt das.
      Mittlerweile ist bei uns auch klar ersichtlichm dass gerade die Jungen (noch meist ungeimpft) wenn die die Delta bekommen (und das werden sie ohne Impfung früher oder später) noch häufiger an Long Covi leiden als die vormals 10% , dabei müssen sie aber vorher gar keine Symptome gezeigt haben…..

      Wenn sich jemand nicht impfen lassen will, obwohl da nichts dagegenenspricht (wie bei 99,9% der Menschen) dann ist er unverantworlich: Und zwar den schutzbedürftigen, die keine Impfung bekommen können.

      Zieh die mal ein paar kurzweilige Fragen/Antwortvideos von Marck Benecke rein ….. und auch Nebengeräusche wie es um den Klimawandel steht ! (gibt es auf U tube etc)
      Nach neuesten Untersuchungen haben wir noch 9 Jahre Zeit Klimaneutral (und zwar echt!) zu werden. Danach sind die Kosten nicht mehr aufzubringen um die Folgen zu bezahlen.
      2050 gibt es Hamburg aber so oder so nicht mehr…. die Niederlande auch nicht.

      …aber es regt mich auch nicht auf, so ticken halt die Menschen. Ändern wird die Politik nichts – das können nur die Menschen durch ihre alltäglichen Handlungen.

      Viel Spaß!
      Siegfried

    3. Die “möglichen massiven Nebenwirkungen” sind (jedenfalls für den ansonsten gesunden Durchschnittsmenschen) kein Grund, sich nicht impfen zu lassen. Zum einen treten sie extrem selten auf – trotz Abermillionen Geimpfter handelt es sich um wenige Einzelfälle – und zum anderen geht eine echte COVID-19-Erkrankung mit weit höherer Wahrscheinlichkeit mit Langzeitfolgen oder schweren Verläufen bis hin zum Tod einher. Die Impfung schließt diese nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis aber praktisch aus.

      Dass es Leute gibt, die aus diversen vernünftigen Gründen nicht geimpft werden *können*, sollte uns Gesunde umso mehr zur Impfung anspornen, denn indem wir selber geimpft sind, schützen wir auch diese Menschen, so gut es eben geht. (Das gilt übrigens natürlich nicht nur für COVID-19, sondern auch für andere fiese Krankheiten wie Masern, Keuchhusten usw. Ihr seid doch hoffentlich alle gegen Masern und Keuchhusten geimpft?)

      Reinhard mag dies sehr plakativ ausdrücken, aber in der Sache hat er prinzipiell recht. Und diese Sache ist “Meinungen” nur eingeschränkt zugänglich. Denn bekanntlich hat man zwar ein Recht auf eine eigene Meinung, aber kein Recht auf eigene Fakten.

  3. Das mit den Impfgegnern ist nicht mit normalen Maßstäben zu verstehen.
    Zuerst hatte ich meiner Mutter die Termine besorgt. Dann zwei Freunden, 12 Nachbarinnen, Nachbarn und mir. Bei der Nachbarschaft hatte ich die Leute direkt angesprochen. Alle hatten keine Hilfe von Angehörigen und waren sehr froh das wenigstens ich mich gekümmert hatte.
    Letztens bekam ich einen Brief eines Sohnes, was mir eingefallen ist seine Eltern zur Impfung zu zwingen. Er überlegt mich anzuzeigen! Da ist mir und auch dessen Eltern nichts mehr eingefallen. Einfach ausgedrückt ist bei so manchem „Impfgegner“ etwas in der Ausstülpung über dem Hals falsch gelaufen…

    Zum Umweltschutz bin ich mal gespannt, ob überhaupt noch was zu retten ist?
    In letzter Zeit sind die Autobahnen wieder so voll wie vor Corona. Wurde von der Mehrheit was verstanden? Ich hab da so meine Zweifel. Mal sehen wie lange die jungen Leute noch stillhalten…

  4. Hallo Reinhard,
    ich kommentiere jetzt mal überhaupt nichts als 2-fach Geimpfter.
    Dennoch empfehle ich dir diesen Beitrag : *link auf servus tv entfernt*
    Lief gestern live. Es lohnt sich dies in voller Länge anzusehen.

    Hat mich sehr nachdenklich gestimmt.

    Gruß
    Wolfgang

    1. Du weißt, dass „Servus TV“ eine Privatveranstaltung von RedBull ist? Er gilt als Heimatsender des österreichischen Rechtspopulismus. Wenn das zum Nachdenken anregen sollte, dann vor allem, warum man den Bullshit auch noch kuckt. Da kannst Du auch Reden der AfD verlinken.

  5. Ich habe es inzwischen aufgegeben, mich über die Impfverweigerer und sogenannten Querdenker aufzuregen – gegen diese geistige Logorrhoe kommt man sowieso nicht an. Das Erschreckende aber ist, dass diese Menschen wirklich diese verschrubbelten Argumente glauben…. Herr, lass es Hirn regnen!!!
    Ergo zieht man wie Reinhard einen konsequenten Schlussstrich – es gibt ja Gott sei Dank doch noch einige viele Vernünftige, sehr wahrscheinlich sogar die Mehrheit…

  6. Feuerwehr loben ist nunmal die Aufgabe von einem guten Landespapa und von einem schlechten erst recht.

    Das richtig üble ist, daß der Heuchler Laschet eben im Regionalfernsehen gesagt hat „Der Klimaschutz braucht mehr Tempo“ – nachdem der jahrelang seine schützenden Hände über Braunkohlekraftwerke hält und mit absurden Abstandsgrenzen den Ausbau der Windenergie in NRW abgewürgt hat. Sein Verein hat die Verantwortung für das Abwürgen von Photovoltaik, die Arbeitsplätze sind jetzt in China.

    Sowas kritisieren ist „grünlastig“? Für mich ist das angewandte Naturwissenschaft, CO2 als Treibhausgas ist Mittelstufenchemie, hatte ich 1976.

    1. Wer immer noch C wählt, hat wohl den Schuss immer noch nicht gehört oder will den Stillstand behalten. Nach dem Motto nach mir die Sintflut. Die C-Partei ist eine reine Lobby-Partei und alles anderes als christlich. Weitere Jahre mit dieser C-Partei … mir graust das schon.

      Zur Impfung: bin seit letzte Woche vollständig geimpft (einen ganz großen Dank an den Gehörlosen-Sportverein Karlsruhe der das Impfangebot per mobiler Impfservice organisierte). Ich habe mich impfen lassen weil ich auch zu den über 80% gehören möchte, die die Menschen schützen, die nicht geimpft werden können (Schwangere). Lieber geimpft statt ECMO am Bein.

      1. Eine Freundin arbeitet bei der Knochenmarkstransplantation. Transplantierte können auch nicht geimpft werden. Bei Schwangeren ist das nicht so dramatisch, aber Frauen sollten sich unbedingt impfen lassen, BEVOR sie schwanger werden. Eine der sehr verbreiteten Folgen einer Corona-Infektion, selbst bei leichtem Verlauf, ist nämlich eine Plazenta-Insuffizienz. Das kostet das Kind das Leben.

        Und: Mein Dank gilt eurem Sportverein. Das ist ne tolle Sache. Ich feiere jede Institution, die ihre Mitglieder durchimpft.

        1. Grundsätzlich volle Zustimmung Reinhard.
          Ich oute mich als einen Pusher für das Impfen.
          Für meine Begriffe lief das in Deutschland alles viel zu spät an. Hätte mich meine Frau nicht bei unserem Hausarzt angemeldet hätte ich bis heute nur eine Impfung.
          Der Termin vom Impfzentrum fiel zusammen mit meiner 2 .Impfung.
          Deutschland das Land der Stempler, Locher und Faxer.
          Aber der Bericht auf ServusTV, der ja nicht generell das Impfen in Frage stellt, sondern medizinisches Background Wissen liefert , ist auch mein Slogan „..man höre auch mal andere Meinungen an „. Bleibt Alle gesund und macht tolle Fotos 🙂

          1. Der Beitrag auf Servus TV reißt Texte aus dem Zusammenhang und verbreitet krasseste Falschinformationen. Das hat nichts mit „Meinung“ zu tun. Das ist Fake.

        2. Danke, das mit weiteren Hindernisse aus gesundheitlichen Gründen zum Impfen hatte ich nicht auf dem Schirm. Daswegen war mir wichtig, nicht nur zu meinem Schutz zu impfen. Ich hoffe, die 85% werden erreicht. Stoff ist nun da und in meiner Uni können alle Mitarbeiter sich impfen lassen und das sogar sehr schnell (ein Kollege von mir hatte Freitag einen Termin angemeldet und bekam am folgenden Montag seine erste Spritze).

          Der Sportverein hat das überregional angeboten, auch für Nichtmitgieder. Das ist aus meiner Sicht sehr lobenswert. Es haben auch viele andere Gehörlosen-Sportvereine gemacht, sogar i der Zeit, als der Impfstoff noch sehr knapp war.

    2. Mit dem Tele auf regionale Politik zu schauen bringt auch keinen Erfolg.
      Was hilft es wenn Deutschland allein „Grüne Politik“ macht ?
      In den Achtzigern hatten wir das große mediale Thema „Waldsterben“.
      Und jetzt ? Fichten , und leider nicht nur die leiden seit Jahren über extreme Trockenheit. Kein saurer Regen.
      Jetzt gießt es aus Kübeln mit katastrophalen Ergebnisse in NRW und Rheinland Pfalz.
      Und….? Die Natur sorgt immer noch für Ausgleiche. Zuletzt Wassermangel in Hessen . Viele Brunnen waren versiegt.
      Stichwort Edertal Sperre.
      Ein Teil der Hochwasser Probleme sind selbst produziert. Zubetonierte Fläche, Flussbegradigungen etc.

      „Global Warming“ durch CO2 werden wir nicht politisch lösen indem wir neue Autos mit Verbrenner Motoren ab 2035 verbieten.
      Wenn große Flächen in Küstenzonen weltweit abgesoffen, oder akut betroffen sind, kommt es vielleicht zu einer UNO Agenda.
      Ich hoffe es passiert was. Bald.
      Im Vergleich dazu ist Corona eine Furzproblem.

      1. Ähh – das es bereits ein Klimaabkommen von Paris gibt, an das sich die deutsche Regierung nur nicht hält, ist bekannt? Ja? Die „UNO-Agenda“ gibt es seit Jahrzehnten. Mehr will ich da langsam nicht mehr zu sagen.

  7. Ich persönlich, nur meine Meinung, finde, dass die Diskussion langsam in komische Bereiche abgeleitet. Nur nochmal die derzeitige Lage.
    1. Es werden Impfungen für jedermann (in HH, als Einschränkung) angeboten. Ob diese jedermann annimmt steht woanders.
    2. Wer einmal oder zweimal geimpft wurde genießt einen gewissen Schutz.
    3. Wer nicht geimpft ist, der begibt sich und andere in Gefahr.
    4. Nichtgeimpfte sind (glücklicherweise) nicht erkennbar.
    5. Das o.g. bezieht sich natürlich nicht auf das Personal sonder auf Personen, welchen wir im täglichen Leben mannigfaltig begegnen können.
    6. Laschet und die Nichtabkehr von diversen Fehlern haben Schuld an den derzeitigen Überschwemmungen?
    7. Deutschland ist nicht für ca. 2,5% des weltweiten CO2 Ausstosses verantwortwortlich?
    8. Wenn D denn Ausstoss auf 0% reduzieren würde, die Schwellenländer laut Berechnungen ihren aber um ca.4% (pro Land) erhöhen, was ist gewonnen?
    9. Darum ist meine Aussage global und nicht lokal, ansonsten verliert der Planet und bestimmt nicht meine Person oder die anderen, die hier ihre Meinung teilen. Denn das Ende kommt nicht, wenn wir noch leben, das kommt dann wenn wir im komfortablen Erdmöbel nächtigen.

    Und von daher, nicht lokal schimpfen oder impfen, global denken. Hat auch nichts damit zu tun, erstmal vor der eigenen Tür zu kehren.

    1. Global wurde bereits gedacht. Schon seit Jahrzehnten. Jetzt wäre es mal an der Zeit auch zu handeln. Und das ist nun mal lokal.

  8. Hallo Reinhard,
    verstehe nicht wie Du als selbst erklärter „linksliberaler Journalist“ mir unterstellst ich könnte Reden der AFD verlinken. Fail.
    Ich wähle weder A, C , G noch S..
    Wenn ich einen Spiegel Artikel verlinkt hätte oder von den Grünen?
    So what?
    Hoffe wir treffen uns mal in Rockdorf zu einem persönlichen Schlagabtausch.

    1. Ich habe mich nie zum „linksliberalen Journalisten“ erklärt. Und eine „Unterstellung, Du könntest Reden der AfD verlinken“ – was soll das sein? Kannst Du das nicht? Das kann sogar ich. Was Du wählst ist mir völlig egal – wenn Du Bullshit verlinkst, dann sage ich das. Ob das vom Spiegel oder den Grünen kommt.
      Und – ehrlich – ich bin nicht interessiert an einem „persönlichen Schlagabtausch“. Was soll dabei rauskommen? Ich habe keine Lust, in einem Gespräch bei jedem zweiten Satz Fakes zu debunken. Das ist mir zu mühsam.

  9. Du hast einen der größten Co2 Schleuderer vergessen . Dank dumb Trunk sind die USA nicht mehr an das Pariser Abkommen gebunden. Und nun?

    1. Naja, das war bis zum 19. Januar 2021 so – mit diesem Datum (der Tag seiner Amtseinführung! – scheint ihm wirklich wichtig zu sein) beantragte die USA unter Präsident Biden wieder dem Pariser Abkommen beizutreten und zum 19. Februar waren die USA dem Parieser Abkommen beigetretn (https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-klimaabkommen-109.html) – hoffentlich werden sie auch etwas bewegen …

      Betreffend Reinhards Beitrag, hier gibt nichts hinzuzufügen – ganz meine Meinung!

      LG Jörg

  10. Gratulation, es wird Zeit dass es mehr und mehr klare Worte gibt und das Verständnis für Leute die man eigentlich nicht verstehen kann und auch nicht verstehen sollte aufhört. Diese Leute haben lang genug die sozialen Medien dominiert. Manchmal hat man das Gefühl es geht uns einfach zu gut hier, es werden Impfstoffe weggeschmissenen und z.B. in Afrika wären sie über jede Dosis überglücklich, Dekadenz pur.

    1. „…,es wird Zeit dass es mehr und mehr klare Worte gibt und das Verständnis für Leute die man eigentlich nicht verstehen kann und auch nicht verstehen sollte aufhört.“
      Bist Du sicher daß Du diesen Satz genauso meinst? So eine Zeit gab es schonmal in diesem Land.
      Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. [Rosa L.] Wenn ich aufhöre zu versuchen Dich zu verstehen, wie kann ich dann erwarten daß Du meinen Argumenten zuhörst? Wenn mir egal ist, ob Du meine Argumente verstehst und ich nur von Dir will daß Du so handelst wie ich es für richtig halte, dann bin ich wohl kein Demokrat.

      1. Naja, dass jemand aus egoistischen Motiven heraus sich selbst und andere Menschen mutwillig in Lebensgefahr bringt, muss man nicht verstehen können (auch nicht mit Mühe). Ich habe ja auch zum Beispiel kein Verständnis für Leute, die in einem illegalen Autorennen mit 150 Sachen durch die Stadt brettern. Man kann aber trotzdem prinzipiell für die Freiheit sein, dass Leute sich entscheiden dürfen. Rosa Luxemburg muss dafür nicht herhalten.

        Wenn es nur um Argumente ginge, wäre das Ganze kein Problem, denn es gibt – jedenfalls sofern wir über Menschen reden, die prinzipiell geimpft werden können – jede Menge Argumente fürs Impfen und kaum welche dagegen. Vielen Leuten kann man das in Ruhe erklären und sie sehen es dann auch ein. Aber in Wirklichkeit steht man auch Leuten gegenüber, die womöglich nicht nur glauben, dass Impfen gefährlich ist, sondern auch, dass Homöopathie wirkt, die Erde eine flache Scheibe ist, das World-Trade-Center von der CIA gesprengt wurde oder das Deutsche Reich fortbesteht. Bei solchen Leuten ist mit sachlichen Argumenten kein Blumentopf zu gewinnen. Wenn wir also die individuelle Freiheit, sich pro oder contra Impfung zu entscheiden, aus grundrechtsphilosophischen Gründen beibehalten wollen, können wir nur hoffen, dass wir es auch ohne diese Leute bis zur Herdenimmunität schaffen, ansonsten wird’s doof.

        1. Die Freiheit des Einzelnen hat ihre Grenzen in den Menschenrechten der anderen.
          Solange die Homöopathen und Geistheiler nur auf Zahnschmerzen und Menstruationsbeschwerden losgehen, können sie von mir aus daran glauben, dass der Mond aus grünem Käse ist. Aber wenn dann Menschen elendliglich an Krebs verrecken, weil ihnen über Jahre hinweg weis gemacht wurde, Zuckerkügelchen würden ganz dolle helfen, dann sind das Kriminelle.
          Mir sind Fälle bekannt, in denen tatsächlich der Erbtante erklärt wurde, das mit Corona sei dodal harmlos – dann wurde sie über Wochen besucht. Und Bingo. Schon sind die Finanzprobleme gelöst.
          Ich war aus Recherchegründen einige Zeit in dieser Verschwörungsschwurbler-Szene drin und habe Mails vorliegen, die beweisen, dass es bei der Corona-Leugnung vor allem um finanzielle Interessen geht. Da wird erheblich Geld gemacht. Diese Leute sind hart kriminell. Solange sie nur Trottel abgezogen haben, war mir das egal. Aber nachdem sie jetzt buchstäblich über Leichen gehen, habe ich die meisten meiner Kontakte abgebrochen. Verständnis? Nada.

          1. Stuss zu glauben oder sich einreden zu lassen ist halt nicht nur nicht verboten, sondern auch ein Menschenrecht. Hinterher ist mitunter der Ärger dann groß.

            Es wäre schön, wenn unsere Gesellschaft mehr ihrer Mitglieder mit dem Handwerkszeug ausstattete, das nötig ist, um Stuss zu erkennen, noch bevor man ihn glaubt oder sich einreden lässt. Dass das nicht mit mehr Nachdruck gemacht wird, hat vor allem zwei Gründe: Zum einen bräuchten die Schulen Lehrkräfte, die in der Lage sind, kritisches Denken zu unterrichten. Von denen gibt es nicht so viele, weil die allermeisten es selber nie gelernt haben. Zum anderen wäre ein Wahlvolk, das in der Lage ist, die Aussagen von Politiker:inne:n skeptisch zu durchleuchten und den darin enthaltenen Stuss zu erkennen, mit riesigem Abstand das Allerletzte, was die politische Kaste (Regierung genau wie Opposition) sich wünscht, und entsprechend steht das auf der Prioritätenliste auch ganz, ganz hinten.

  11. Genau so! Danke Reinhard.
    Eins könntest Du noch verbessern: Holz verheizen (auch wenn es Pellets sind) ist nicht gut. Am langen Ende mag Holz verbrennen klimaneutral sein, aber das lange Ende haben wir nicht mehr. Holz hat nur die halbe Energiedichte wie Öl/Gas und verbrennt gleichzeitig mit mindestens einem hundert fach höheren Schadstoffausstoß als Gas oder Heizöl.

    1. Du hast völlig recht. Aber zum Zeitpunkt der Anschaffung der Heizung war das die umweltfreundlichste Lösung, die verfügbar war. Mittlerweile ist die Technik weiter und ich würde das nicht mehr machen. Gerade weil eben Pellets aus Abfällen mittlerweile tatsächlich knapp werden. (Noch werden keine Bäume für die Produktion von Pellets gefällt, aber das kann sich ändern.) Wegen des Schadstoffausstoßes: das ist bei modernen Pellets und Pelletskesseln kein Problem. Da sind Kleinfeueranlagen wie die verbreiteten Schwedenöfen das Thema. Aber natürlich reden wir bei der nächsten Heizung über eine Solarwärmepumpe.

      1. Reinhard, die einzige Frage, die sich mir stellt, ist:
        Warum erst ab 1.August?
        Impfverweigerer und C19-Leugner haben in meinem Dunstkreis nix verloren. Ich mache mir nicht mal die Mühe, sie zu überzeugen, sondern schließe sie umgehend aus meinem Leben aus.
        Ich bin froh, daß du einen Blog hast, der ungefilterte aber journalistisch geprüfte Informationen und deine persönliche Meinung abbildet.

  12. Ich hatte „massive Nebenwirkungen“. Nämlich eine Nacht lang Schüttelfrost. Na und? Ist mir lieber als Covid 19 mit womöglich erbärmlich langen Nachwirkungen …

  13. Bezirkskrankenhaus, Notaufnahme.
    Der von der Rettung eingelieferte Patient – männlich, mittleres Alter – hustet stark und hat über 38°C Fieber.
    „Sind sie geimpft?“ fragt der diensthabende Arzt routinemäßig. „Nein, bin ich nicht“. „Warum nicht?“
    Verlegen-verächtliches Lächeln, Achselzucken.
    Die folgende Szene war unschön; der erfahrene, äußerst gutmütige Kollege, eigentlich ein Phlegma, hat das erste Mal in seinem Leben die Haltung verloren, er konnte nicht mehr, nach einem Jahr ohne Urlaub und 60 Wochenstunden im Schnitt. Unentschuldbar, aber verständlich.

    „Ich übernehme selber die Verantwortung über meine Gesundheit“ ist der Standardspruch aller Impfgegner.
    Verantwortung wofür? Vielleicht dafür, dass er mit beidseitiger Coronapneumonie dann doch wieder im Spital landet, statt sich in Konsequenz seiner lächerlichen Selbstverantwortung zu Hause zu Tode zu husten?
    Oder ein anderer dieser Idioten, der mit Oberschenkelfraktur im Straßengraben liegt und danach als potentielle Virusschleuder 3 Krankenhausabteilungen plus OP verseucht?
    Das alles heißt nicht Verantwortung, sondern Opportunismus, Egoismus und die Verneinung jeglicher Sozialpartnerschaft. Und falls jetzt wieder das Gegenargument mit den Rauchern, Rasern und Säufern kommt, dann ist mehr als klar, dass diese Leute sich lediglich selbst umbringen, während jeder Impfverweigerer, der als biologische Bombe durch sein Leben irrlichtert, alle gefährdet.

    Sorge bereitet, was sich derzeit unter Ärzten und Pflegepersonal ausbreitet, diese Welle heißt Wut und Zorn. Wiederum unentschuldbar, aber menschlich verständlich. Und es ist zu hoffen, dass es niemals mehr zu Engpässen in den Krankenhäusern kommt. Denn dann könnte es durchaus passieren, dass ein Geimpfter mit Herzinfarkt das letzte Intensivbett bekommt und nicht der erklärte Impfgegner im Multiorganversagen.
    Auch das unentschuldbar, aber vielleicht die hilflose unethische Satisfaction gegenüber einem unbelehrbaren Kollektiv mit Schwarmverblödung.

  14. Moin, moin

    die anfänglichen „Impfverweigerer“ in meinem Bekanntenkreis waren meistens Menschen ohne Internet oder wie meine Schwiegermutter die mit 95, PS 4 zu Hause ist und dann einen Termin für das Impfzentrum per Post bekam (Krankentransport leider nicht möglich), zum Glück hat der Hausarzt sie dann später geimpft.
    Eine andere Haltung im Kleingarten : „ich bin erst 24, wenn ich in 20 Jahren Nebenwirkungen der komplett neuen MRNA Technologie bekomme, ist der Rest meines Lebens hin, Ihr seid in 20 Jahren 70, also egal“. Meist reicht ein Verweis auf die Nebenwirkungen JETZT durch Corona (Intensivstation) bei minimalem aktuellem Risiko, für den Rest gilt dann never see you again…
    Neben den möglichen Schäden durch COVID kommen die Einschränkungen für Ungeimpfte. Jeden Tag ein Test in der Schule ist nicht schön, vom Plastikmüll mal ganz zu schweigen. Ich wünsche allen ein „normales“ Jahr mit Abifeier, Tnazschule und Sport wie früher. Hier gibt es schon Ü50 Partys statt Ü30. Wir alten Säcke sind ja geimpft.

    Umwelt
    Wir versuchen es im Kleinen : Ökostrom, keine Flüge, lokale Lebensmittel. Einfach und in der Masse vielleicht effektiv.
    Im Impfzentrum HH bekommt man 20 Blatt ausgedruckt (für die Tonne), davon 2 Blatt die man braucht (nächster Termin / Impfzertifikat), pdf nicht möglich. Bei >6.000 Impfungen / Tag. Hmm.

    Geimpfte Grüße
    tom

  15. Lieber Reinhard,
    volles Verständnis für den Schienbeintritt gegen die „vorsätzlich Ungeimpften“.
    Ich selbst bin jetzt genau vor einer Woche das 2. Mal geimpft dank meiner kompetenten Hausärztin; das hiesige Impfzentrum ist ein Fall für den rektalen Ausgang.
    Kein Verständnis für das CDU-Bashing. Bei objektiver Betrachtung hat Frau Merkel das Klimaproblem massiv verstärkt durch das übereilte Abschalten der AKWs. Aber nicht Herr Laschet, der hat in NRW 30 Jahre massive Förderung der Braunkohle durch die Sozis (und ihre davon profitierenden Freunde – RWE und Kommunen) vorgefunden. Ist Dir eigentlich bekannt, wie langfristig die Planung da ist und was es kostet, da auszusteigen?
    Warum wird das in Deinem Beitrag so unsachlich vermengt?
    Ich bin kein Befürworter der AKWs und auch kein Klimaleugner.
    Aber mit moderater Weiternutzung der AKWs (die stehen jetzt halt mal da) hätte man Zeit gewonnen, um die Klimawende etwas sozialverträglicher herbeizuführen.
    Freue mich trotzdem immer über klare Worte.

    1. Du liegst falsch. Informier Dich, gerne auch objektiv. AKWs sind viiiel zu teuer, als dass sie heutezutage noch einen Beitrag leisten könnten und sollten. Erneuerbare Energien sind längst weit billiger und viel schneller zuzubauen als AKWs. Und da reden wir gar nicht über Sicherheit und Endlasten. Das mit den AKWs ist ein Märchen.
      Bezüglich des „CDU-Bashings“. Ich habe in meinem Artikel diese Partei nicht einmal genannt. Wenn mir CDU-Bashing vorgeworfen wird, dann habe ich den leisen Verdacht, dass da entweder jemand ein schlechtes Gewissen hat – oder einen Strohmann aufbauen will….

      1. Hier sollte man aber die Kosten eines bestehenden AKW betrachten, ohne Bau, Rückbau, Endlagerung. Die Dinger stehen rum und funktionieren seit vielen Jahren. Klar sind die Gefährlich, ohne AKW ist es besser. Aber wegen eines Tsunamis in Japan hier alles schnell abschalten? Andererseits hatten wir hier die Storegga-Rutschung. Wikipedia: “ Auch auf den Shetland-Inseln konnte anhand von Ablagerungen eine mehr als 20 Meter hohe Flutwelle nachgewiesen werden“ Dem belgischen AKW bei Antwerpen traue ich nicht.

        Trotzdem erinnert mich das an die Abwrackprämie für Autos bei der vorletzen Krise, sehr populistisch.

        1. Das ist Unsinn. Wer soll dann Bau, Rückbau, Endlagerung zahlen? Du? Oder wer? Bau und Rückbau ist teuerer als der Betrieb. Von der Entsorgung und 100.000 Jahre Endlagerung ganz zu schweigen. (Rechne mal die Lohnkosten von 20 Mann für 100.000 Jahre aus. Dämmert’s? ) Wenn Du bei Deinem monatlichen Einkommen Miete, Strom, Versicherung und Heizung ausblendest und Dir denkst, Du musst nur Essen kaufen, dann bist Du in kürzester Zeit pleite.

      2. Was AKWs angeht, haben wir in den 1980ern unsere Chance verspielt. Wir waren da ja mal führend. Wenn wir konsequent weiterentwickelt hätten, was damals in der Mache war, sähe die Situation in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Entsorgung jetzt anders aus, aber das war nach Tschernobyl halt politisch nicht mehr opportun.

        Wir werden in 10-20 Jahren wahrscheinlich AKW-Knowhow in China oder Indien (und Atomstrom in Frankreich) einkaufen, weil wir die “Klimawende” anders nicht hinkriegen. Eine bittere Pille für wen auch immer, der dann an der Regierung ist – aber irgendwo muss der Strom für die ganzen E-Autos, Heizungen, Hochöfen usw. ja herkommen, und der Platz für neue Windgeneratoren, Stauseen und Photovoltaik-Parks ist hierzulande nun mal endlich (und wird jetzt schon knapp).

        1. AKWs haben ein lächerlich schlechte Klimabilanz. Zudem kommen sie viel zu spät. Bis so ein AKW steht, dauert es zehn Jahre. Bis dahin ist es längst zu spät. Wir haben noch acht Jahre. Da kriegst Du nicht ein einziges AKW gebaut. Diese AKW-Story ist ne Nebelkerze.

          1. Wir sollten die Inder und Chinesen nicht unterschätzen. Die bauen in 10 oder 20 Jahren wahrscheinlich am Fließband kleine vorabgepackte AKWs auf der Basis des Thoriumzyklus, die irgendwo als “Black Box” aufgestellt werden, 10 Jahre lang genug Strom für eine Kleinstadt produzieren können und, wenn es soweit ist, einfach 1:1 ausgetauscht (und beim Hersteller mit neuem Brennstoff bestückt) werden. Wenn sie daheim genug davon installiert haben, dürfen wir vielleicht auch welche mieten, und wir werden sie dann – mangels Alternativen – mit Kusshand nehmen.

            Man muss um die Ecke denken können (und dürfen). Unsere AKWs sind so, wie sie sind, weil man sie vor 50 Jahren so gebaut hat, aber es ist nirgendwo in Stein gemeißelt, dass AKWs genau so sein *müssen* wie die, die bei uns rumstehen. Wir sind nur seit den 1980ern aus politischen Gründen auf diesem Stand geblieben und haben die alternativen Ideen, die es ja massig gab und von denen einige auch ausprobiert wurden, nicht mehr weiterverfolgt. Schade auch.

          2. Der Thorium-Reaktor wird uns nicht retten. An dem Teil wird jetzt seit 1946 geforscht, man hat immer wieder Testreaktoren gebaut, die auch immer wieder so mitttelgut liefen – und ne Menge strahlenden Abfall produziert haben. Wenn die Ressourcen, die in die Entwicklung dieses Dings geflossen sind, in die Entwicklung erneuerbarer Energien geflossen wären, hätten wir längst kein Problem mehr. Das wissen die Chinesen und bauen Solar und Wind. Weil das die einzige Technologie ist, mit der wir auch nur eine Chance haben, die 2 Grad einzuhalten.
            Panasonic wurschtelt jetzt seit über zwei Jahren daran herum, simpel eine Videokamera auf den Markt zu bringen, die eigentlich längst fertig ist. Die Entwicklung eines Autos (!) dauert zwischen fünf und zehn Jahren. Bis eine weltweite Serienproduktion eines Thorium-Reaktors steht und die Dinger relevante Strommengen erzeugen, existieren Shanghai und Hamburg nicht mehr. Fakt ist – wenn die Thorium-Reaktoren in Massenproduktion gehen können, wird man sie nicht mehr brauchen.

  16. Hier stellvertretend für alle Kommentare, in denen das steht:
    »Was hilft es wenn Deutschland allein “Grüne Politik” macht?«/»Auf das Klima hätte das also nur einen geringen Anteil und monetären Nachteile für die Bevölkerung von D solange es nicht globale Umsetzungen gibt.«
    Was soll dieser Einwand? Sollen wir in Deutschland auf »grüne Politik« verzichten, weil es nichts bringt? Verstehe ich das so richtig? Das kann man ja wohl nicht ernst meinen, selbst wenn einem nicht klar ist,
    – daß es nicht stimmt, daß es nichts bringt,
    – daß es nicht stimmt, daß allein Deutschland grüne Politik macht,
    – daß Deutschland nicht besonders konsequent »grüne Politik macht«,
    – daß es nicht stimmt, daß man zwangsläufig wirtschaftliche Nachteile hat, wenn man grüne Politik macht,
    – daß man ganz sicher noch viel größere wirtschaftliche Nachteile bekommt, wenn man keine grüne Politik macht.

    Wenn man sich ein wenig informieren würde, nachdenken würde, man könnte von selbst darauf kommen. Aber anscheinend ist es manchen oder vielen nicht gegeben. Selbst Erwachsene mit zwei Akademikern als Eltern sind davon überzeugt, Kernkraft wäre das sauberste und billigste, das es gibt. Ich fürchte, mit diesem Bildungssystem läßt sich subjektiv (sprich: aus der Sicht derjenigen, die da den größten Einfluß haben) einfach zu viel Geld verdienen, als daß sich eine Motivation durchsetzen könnte, die Mehrheit der Bevölkerung mit der Fähigkeit auszustatten, die Verantwortung für politische Aufklärung selbst zu übernehmen.

    Diese Freiheit auf Meinung oder Andersdenken ist auch so eine mißverstandene Sache: Man darf schon anders denken, aber deswegen darf man noch lange nicht anders tun. Finde ich auch manchmal schade. Vor allem, wenn mal wieder jemand gar nicht denkt, und dabei denkt, er dächte eben doch.

    1. – daß es nicht stimmt, daß es nichts bringt
      Genau da liegt doch der Hund begraben. Auch wenn D die selbst gesteckten Klimaziele schafft, selbst wenn es andere Staaten ebenfalls schaffen, die Schwellenländer, die gerade aufstrebenden, auf den kapitalistischen Zug aufspringenden Staaten sind das, in meinen Augen größte Problem. Die scheren sich nämlich überhaupt nicht um Co2 oder Klima. Die verursachen in Zukunft über >50% des weltweiten Co2-Ausstoßes. Und ob das Gas jetzt in Indien, China, Kasachstan oder Südamerika in die Luft geblasen wird, ist völlig unerheblich, das Wetter haben wir dann auch hier.
      Und hier werden vor lauter alternativer Denke weiterhin Flüsse begradigt, Boden durch immer breitere oder gar neue Straßen verdichtet, Sonnenkollektoren füllen ganze Felder, Windkraftanlagen gebaut deren tonnenschwerer Unterbau ebenfalls ganze Landstriche verdichtet usw. usw.
      Und dann wird sich gewundert, dass auf einmal, so plötzlich und unerwartet das Wasser sich seinen Weg sucht?
      Wo also bringt es was? Das ganze wurde schon vor 40 Jahren erkannt, es folgten quasi 40 Jahre Untätigkeit, welche man jetzt in 15 Jahren weltweit aufzuholen gedenkt?
      Jetzt ist natürlich die Frage „WIE“? Und da fangen wir eben mit dem Basteln an. Verordnungen hier, Verordnungen da, Verfügungen hier, Verfügungen da. Steuern rauf, muss ja finanziert werden usw.
      Niemand dieser Lobbyfinanzierten Politiker (und das meine ich global) traut sich natürlich „seiner“ Lobby die Grundlage zu entziehen indem ganz einfach und pragmatisch Gesetze erlassen werden, welche die Konzerne in die Pflicht nimmt. Denn genau diese sind es doch, denen Klimawandel durch Raubbau an der Natur, Umweltverschmutzung etc. zum Großteil mit zu verdanken haben.
      – daß es nicht stimmt, daß allein Deutschland grüne Politik macht
      Nein, selbstredend machen dem Anschein nach sämtliche Staaten, die dem Pariser Klimaabkommen beigetreten sind auch grüne Politik. Mal mehr, mal weniger, die meisten kaufen dann halt Zertifikate um mit dieser Art des modernen Ablasshandels möglichst gut dazustehen. Zumindest da sollte jedem klar werden, dass vieles eben nur Augenwischerei ist, denn das Klima ist kaum käuflich.
      – daß Deutschland nicht besonders konsequent »grüne Politik macht«
      Was wäre denn konsequente grüne Politik? Siehe oben?
      – daß es nicht stimmt, daß man zwangsläufig wirtschaftliche Nachteile hat, wenn man grüne Politik macht
      Nun, die wirtschaftlichen Nachteile machen sich zurzeit durch die Co2-Abgaben, Öko-Steuern, wie immer das tituliert wird, schon direkt in meinem Portemonnaie bemerkbar.
      – daß man ganz sicher noch viel größere wirtschaftliche Nachteile bekommt, wenn man keine grüne Politik macht.

      Man muss es nicht grüne Politik nennen, ich stimme aber zu, wenn sich nichts ändert dann haben wir ein Problem.

      1. und was wäre dein Vorschlag ?? Vogel-Strauss-Methode ???
        Däumchen drehen und warten bis die Menschheit irgendwann mal gescheiter wird ??

        Dieses „Gelabbere“ höre ich immer nur von Leuten, die nicht gewillt auch nur einen Millimeter von „ihrem“ persönlichen Luxus abzurücken.
        Ich bin mir sicher das ich die meisten Verbesserungen/Verschlechterungen nicht mehr erleben werde,
        aber trotzdem tue ich das mir persönlich mögliche, auch mit Verzicht (das bringt nämlich am meisten).
        Und zwar jetzt, gleich, heute, sofort……….. für meine Kinder und evtl. Enkel
        Und ohne groß zu labbern und diskustieren, oder mit dem Finger auf andere zeigen weil die sollen zuerst anfangen 🙂

        Gruß Uwe

        1. Mein Vorschlag wäre z.B. ein globales Gesetz zu vereinbaren, dass es z.B. Firmen untersagt Palmöl für Zwecke einzusetzen welche nur der Gewinnmaximierung dienen (Ferrero, Nestlé und Co.). Globale Gesetze die den Raubbau an der Natur generell untersagen usw. Ich glaube man könnte Bücher mit weiteren Beispielen füllen.
          Und ja, ich kenne leider genügend Personen, welche Wasser predigen und Wein saufen. Total Öko, alles möglichst im eigenen Balkonkästen anpflanzen, den SUV gegen einen E-Tron getauscht (pfff) und morgens Nutella auf den Tisch weil die Tochter es ja so mag. Ließe sich auch hier weiter fortführen. Auch versuche ich persönlich meinen Footprint möglichst klein zu halten. Nur, der Vorsprung, welchen ich mir selber erarbeite, der wird in regelmäßigen Abständen erneut gefressen, nämlich dann wenn ich ein neues Haushaltsgerät benötige. Und eins ist sicher, meine Frau und ich kehren nicht zum Waschbrett, kohlebefüllten Bügeleisen und nur Räucherware, weil kein Kühlschrank, zurück.

          1. Uwe hat das genau Richtige geschrieben.
            „das persönlich mögliche“
            Da jeder irgendwo ein Talent hat, kann das auch im näheren Umfeld genutzt werden. In meiner Nachbarschaft haben wir ein Netzwerk zum Einkaufen eingeführt. Da braucht nicht mehr jeder für sich losfahren. Dann reparieren wir auch Dinge welche vorher immer gleich neu gekauft wurden. Zu guter letzt gehen sehr viele „Wege“ auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad…

          2. Die Idee mit einem »globalen Gesetz« (kann es ja nicht geben, Gesetze sind national) klingt ja ganz nett, aber bis man das wirklich geschafft hat, ist es ziemlich sicher viel zu spät.

            Konsequent fände ich zum Beispiel diese Dinge:
            – nicht erst jetzt anfangen (zu spät), Klimawandel ist seit den 50ern oder noch länger bekannt
            – ganz andere Verkehrspolitik
            – nicht immer diese Mähr von der zwangsläufig teuren Energiewende verbreiten
            – Rahmenbedingungen (z.B. bei Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion) so ändern, daß der Lebensunterhalt bezahlbar bleibt (unsere Konsummentalität muß sich aber trotzdem radikal ändern), Verursacher insgesamt aber viel mehr zahlen müssen
            – weniger Egoismus in der Politik, Schluß mit der Lobbypolitik, mehr Transparenz gegenüber der Allgemeinheit, dann braucht man die reichen Gönner nicht mehr so sehr
            – mehr Klartext direkt aus der Wissenschaft in die Politik und an die breite Masse, und zwar darüber, was falsch läuft und wie man Dinge besser macht (da ist schon inbegriffen, daß sie »sozialverträglich« sein müssen, wenn man das unbedingt so nennen will)
            – härtere Gangart/Diplomatie gegenüber Ländern, die z.B. im großen Stil Regenwälder roden

            Mit dem letzten Punkt kommt man schon in einen sehr heiklen Bereich des ganzen Themas. Mal rein hypothetisch: Dürfte (muß?) ein Land oder sowas wie die EU aus Sicht des Völkerrechts oder was auch immer z.B. in Brasilien einmarschieren, um diesen krassen Raubbau zu beenden? Da auch das Erwachsensein und ein für die höchsten Kreise von Politik und Wirtschaft ausreichender IQ offensichtlich leider nicht vor maßloser Dummheit schützen … was soll man da noch machen? Weiter zusehen? Eigentlich ist klar, wo das hinführen wird.

            Zum vorletzten Punkt: Nach meiner Beobachtung kommt heute deutlich mehr Klartext aus der Wissenschaft als noch vor ein paar Jahren, aber: Viele Politiker pflegen ihre Dampfplauderei (vor allem, wenn sie in einer Regierung sitzen), aus der Wirtschaft hört man viel Neinsagerei (»nette Idee, aber funktioniert doch nie«). Die Wissenschaftler, wenn sie in Diskussionsrunden sitzen, sind dann einfach zu zurückhaltend oder nett, anstatt daß sie einfach knallhart die Faktenlage verteidigen und wo nötig ihre Diskussionsgegner zerpflücken. Das geht. Ich kenne das aus der Arbeit. Man muß sich nur ein trauen, und natürlich seine Hausaufgaben gemacht haben. Der Rest ist ein bißchen Übung.

            Das mit der Sozialverträglichkeit klingt oft so, als hätte man Dinge kategorisch auszuschließen, wenn man sich nicht wirklich sicher ist, daß sie zu 100,0% sozialverträglich sind. Es ist ja nicht so, daß bis jetzt alles total sozialverträglich war und durch Klimapolitik auf einmal nicht mehr. Ich glaube, daß das schlicht ein Ausdruck von Lobbypolitik ist: Da wird von Politikern die Sozialkeule geschwungen, wenn im Hintergrund ein Verband hockt, der eine bestimmte Veränderung nicht will. Hohle Rhetorik.

          3. Bei uns heißt „Rodung“ „Flächenverbrauch“. Es wird täglich guter Ackerboden, Wälder, Wiesen von 52 Hektar in Deutschland neu als Bau- und Verkehrsflächen ausgewiesen. Tatsächlich bebaut wird noch mehr, weil viele Flächen, die seit Jahrzehnten Bauland sind, aber nicht bebaut wurden, jetzt bebaut werden. Andererseits haben wir irren Leerstand. Alte Häuser, die seit 500 Jahren stehen, verfallen, weil Neubau vermeintlich billiger ist.
            So Scheiße das in Brasilien ist – aber solange Bolsonaro auf Vorhaltungen von Merkel kalt mit „kümmer Dich erst mal um Deinen eigenen Scheiß“ kontern kann, wird das nix. Solange bei uns noch Braunkohle gefördert wird, lacht uns jeder aus, dem wir Umweltvorschriften machen wollen.

          4. Ja, das kann man direkt mit in die Liste der inkonsequenten Grünen Politik aufnehmen. Aber inkonsequent ist wohl das falsche Wort, scheinheilig dürfte es besser treffen.

  17. Hallo,
    es gibt immer wieder (für mich) überraschende Beiträge auf Pen-and-tell.
    Reinhard hat mit seinem Beitrag auch meine Meinung zum Corona- und Klima Thema wiedergegeben.

    Vor ca 2 Monaten hat mir ein (ehemaliger?) Freund, den ich seit 40 Jahren kenne, mitgeteilt, dass er in die Basis Partei eingetreten ist und wollte mich wohl auch zu diesem Schritt motivieren. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunk noch nichts von dieser Partei gehört und mich deshalb darüber informiert. Ich merkte schnell, dass es sich um eine „Corona Leugner“ Partei handelt und die meisten Personen, die in D in dieser Scene bekannt sind, auch dort Mitglied sind.

    Ich habe den Kontakt zu meinem Freund abgebrochen. Aber die Sache beschäftigt mich seit dem. Was ist passiert, dass er sich jetzt in solchen Kreisen wohl fühlt? Wieso habe ich 40 Jahre lang – oder zumindest die letzten 2 bis 3 Jahre – nichts von solchen Ansichten bei ihm bemerkt? Usw…

    Reinhard und all die Anderen, die hier davon geschrieben haben, Corona Leugner aus ihrem Leben auszuschließen – habt Ihr da schon Erfahrungen?
    Wie geht Ihr damit um?

    Schöne Grüße,
    Onkel Otto

    1. Das wäre eine ziemlich lange Geschichte. Und, ich glaube, auch sehr persönlich, für jeden ist das eine andere Herausforderung. Und ich mache auch niemandem einen Vorwurf, wenn er das nicht macht. Es ist einfach für mich die Entscheidung, dass ich mein Leben zurückhaben will. Und ich habe den unglaublichen Vorteil, dass ich es durchziehen kann. Weil ich keine Vorgesetzten und Kollegen habe, auf die ich Rücksicht nehmen muss. Und in meinem nahen Umfeld alle geimpft sind.

      1. „Und ich habe den unglaublichen Vorteil, dass ich es durchziehen kann. Weil ich keine Vorgesetzten und Kollegen habe, auf die ich Rücksicht nehmen muss. Und in meinem nahen Umfeld alle geimpft sind.“

        Womit Du klar im Vorteil, auch durch die Lage Deines Wohnortes, bist. Sowas gestaltet sich in Ballungsräumen wie z.B HH relativ schwierig, denn am täglich Leben will und muss man ja auch teilhaben. Massenveranstaltungen meiden ist das eine, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Kollegen im Büro, der tägliche/wöchentliche Einkauf ist die andere Seite der Medaille.

  18. Reinhard,
    ich bin immer wieder verblüfft und erfreut, wie straight und aufrichtig du Themen vorträgst und dich damit der Öffentlichkeit stellst. Damit setzt du dich Kritik aus, aber du stehst das durch, weil du überzeugst bist. Respekt!
    Ich gehe zwar keiner seriösen Diskussion aus dem Weg, aber nur live, auf Augenhöhe, von Gesicht zu Gesicht. An (gesellschafts)-politischen Diskussionen im Internet mit Leuten, die ich nicht kenne, beteilige ich mich grundsätzlich nicht, da ich ständig erlebe, wie sich solche Diskussionen fast immer in Aggression und Beleidigungen steigern. Und das Schlimme daran ist, dass man davon angesteckt wird und mitspielt.
    Wir alle stehen vor dem gleichen Problem, wie wir mit Realitäts-Gegnern und -Leugnern umgehen sollen, im Bekanntenkreis, in der Familie. Ich habe keine Lust mehr, erwachsene Menschen zu belehren oder gar zu bekehren. Wenn sich jemand auf Meinungsfreiheit beruft und mir erklären will, dass die Welt eine Scheibe ist, dann kann ich nur antworten, dass er nach meiner Meinung ein Depp ist. Was soll man da diskutieren?
    Ich bin entsetzt und verzweifelt, wie die Pandemie unsere Gesellschaft gespalten hat und wie aggressiv und militant Meinungen (die, wie hier richtig geschrieben wurde, nichts mit Wissen zu tun haben), vertreten werden. Ich kenne Menschen, die seit Monaten unter LongCovid leiden und die nicht wissen, ob sie noch mal zu alter Kraft zurückkommen. Geradezu absurd ist, wenn Ärzte, Apotheker und Pfleger in meiner Familie und im Bekanntenkreis sich von Laien, die nicht mal in der Lage sind, die Wirkstoffe des Impfstoffs richtig auszusprechen, geschweige denn beurteilen können wie sie wirken, den Sinn und Unsinn von Impfungen erklären lassen müssen.
    Es freut mich, dass hier auf der Seite viele vernünftige realistische Beiträge zu lesen sind. Aber es gibt natürlich auch die üblichen Zweifler, die wider wissenschaftlicher Erkenntnisse Grundsätzliches anzweifeln.
    In unserer Tageszeitung kann man jeden Tag Leserbriefe lesen, dass Klimaschutz zwar sinnvoll sei, aber nur funktioniere, wenn er global umgesetzt werde und dass Deutschland nicht die Welt retten könne. Wird auch immer wieder in Talkshows von Politikern vorgetragen. Und genau diese Haltung ist falsch. Ist dies doch der Grund, dass sich nichts ändert und alles so weiterlaufen möge wie bislang. Wenn wir in Deutschland mit 1 Prozent der Bevölkerung 2 Prozent des weltweiten Kohlendioxids ausstoßen, dann sind das 50 Prozent zuviel und Grund genug, etwas zu ändern. Und wenn man, wie ich hier gelesen habe, die Entwicklungsländer für den erhöhnten Ausstoß verantwortlich macht, dann sollte man bedanken, dass diese Schwellenländer sich genauso verhalten wie die westlichen Industrieländer in den vergangenen Jahrzehnten. Ist das nicht legitim?
    Vor ziemlich genau 50 Jahren haben internationale Spitzenwissenschaftler des Club of Rome mit dem Buch „Die Grenzen des Wachstums“ auf die verfehlte Entwicklung hingewiesen. Hätten Politik und Wirtschaft das verstanden und ganz leicht gegengesteuert, sähe die Welt heute anders aus. Aber nach Erscheinen des Berichts ging der Raubbau im Westen erst richtig los. Wachstum, Wachstum, Wachstum um jeden Preis!
    Die Uhr steht nicht 5 vor 12, es ist längst nach 12. Die Katastrophe im Westen Deutschlands ist die letzte Warnung.
    Wenn wir mal von unsereren persönlichen Gewohnheiten abstrahieren und versuchen, objektiv in die Zukunft zu blicken (Hilfsmittel gibt es im Buchladen zuhauf dafür) und dabei erkennen, dass die digitale Revolution, in der wir stecken, in den nächsten Jahrzehnten bis zu 50 Prozent der Berufe überflüssig machen wird, dass solche Pandemien und Umweltkatastrophen, wie wir sie gerade in diesen Tagen erleben, künftig häufiger zu Sondersendungen im Fernsehen führen werden, dann sollten wir erkennen, dass Corona der „Gruß aus der Küche“ ist für das Fünf-Gänge-Menue, das wir in den nächsten Jahren werden verschlingen müssen.

    1. »Vor ziemlich genau 50 Jahren haben internationale Spitzenwissenschaftler des Club of Rome mit dem Buch “Die Grenzen des Wachstums” auf die verfehlte Entwicklung hingewiesen. Hätten Politik und Wirtschaft das verstanden und ganz leicht gegengesteuert, sähe die Welt heute anders aus.«
      Ich glaube, die Wirtschaft hat das verstanden, damals oder kurze Zeit später zumindest die Versicherungswirtschaft. Soweit ich weiß, hat die das sogar mehr oder weniger offen ausgesprochen. Die anderen waren wahrscheinlich nicht zu blöd das zu verstehen, aber zu gierig und bequem, um nach anderen Geschäftsmodellen zu suchen.

    2. Das Problem dieser „aber die Anderen“ -Argumentation ist – und das ist das Perfide – von vorgestern. Das hat vor zehn Jahren gestimmt, stimmt aber längst nicht mehr. So ziemlich alle (!) Staaten dieser Erde haben sich verpflichtet, Maßnahmen zum Klimaschutz zu unternehmen. Und – O Wunder – die meisten tun das auch. Sowas nennt man Teamarbeit. Es gelingt nur gemeinsam. Wenn nun Deutsche sagen, sie machen nichts, weil die anderen auch nichts machen – dann ist das eine faustdicke Lüge. Die anderen machen sehr wohl. Die Chinesen haben in den letzten dreißig Jahren den größten menschengemachten Wald der Erde gepflanzt – mit Billionen von Bäumen. (um die Expansion der Wüsten im Norden aufzuhalten. Die sogenannte Grüne Mauer.) Im Augenblick schalten die Chinesen mehr Kohlemeiler ab, als sie neu bauen. Die Kohleverstromung in China ist seit Jahren rückläufig. Dafür hat Wind- und Solarenergie dort Wachstumsraten, von denen in Deutschland nicht mal geträumt wird – in Deutschland wird die Windkraft rückgebaut (!)
      WIR müssen jetzt was tun. Die anderen tun schon. Und zwar weit mehr als wir.

  19. Ich verfolge die Diskussion mit SPANNUNG und freue mich über die vielen zustimmenden Beiträge zur Impfung.
    Heute wäre ich am laustarken Stand der Impfgegner in der Fussgaengerzone fast aggressiv geworden.! Bin aber nur deprimiert weitergegangen. Leider müssen wir sowas in unserer Demokratie aushalten, wenn wir nicht der Polizeistaat werden wollen, der wir angeblich schon nach den Worten eines Impfverweigeres aus meinem Umfeld seien.
    Bernd

    1. Ich finde die Behauptung aus dem Beitrag „Impfen oder Corona kriegen“ 1. falsch und 2. zu kurzsichtig, weil:
      1. Es können auch geimpfte Corona kriegen.
      2. Man kann das Risiko erkrankt zu werden deutlich reduzieren indem man seine Kontakte Verantwortungsvoll gestaltet (vereinfacht gesagt Abstand halten, Massenmengen vermeiden, AHA Regel anwenden…). Ohne verantwortungsvollem Umgang mit Kontakten muss die Impfstrategie nicht erfolgreich werden (nach dem Motto wir sind geimpft und jetzt hurra zu Party, Kreuzfahrtschiff, Fußballstadion…). Noch weniger hilft die Impfung gegen neue Corona Varianten, und schon gar nicht bei Verbreiten neuen Epidemien. Dagegen Verantwortungsvoller Umgang mit Kontakten kann auch präventiv wirksam sein.
      L G
      Peter

      1. Welche Expertise hast Du, dass Du klare Aussagen von international anerkannten Virulogen und Epidemiologen als „falsch“ bezeichnest? Auch die Aussage „Noch weniger hilft die Impfung gegen neue Corona Varianten“ ist ziemlich steil. Du kannst sicher entsprechende Studien nennen? Mir sind keine bekannt. Ja, man kann noch Corona kriegen, wenn man geimpft ist, aber die schweren Verläufe und die hohe Infektiosität sind um 95% reduziert.
        Ja, einzelne Personen können das Ansteckungsrisiko für sich persönlich reduzieren. Es gibt aber viele, die können das nicht. Schlicht, weil sie arbeiten gehen müssen. Weil Unterricht im Freien bei Regen und Schnee auf Dauer nicht funktioniert. Weil Supermärkte Indoor sind. Weil Pflege halt nun mal Kontakt erfordert. Weil über 2 Millionen Menschen in der Veranstaltungsbranche arbeiten. Weil Busse und Bahnen mit nur einem Fünftel der Fahrgäste nicht überleben können. Weil Handwerk in den meisten Fällen zu mehreren ausgeübt wird.
        Es geht an einer Impfquote von mindestens 90% kein Weg vorbei. Face it.

        1. Ich habe nichts gegen Impfen gesagt, ich habe nur meine Meinung geeusert, dass der Satz “Impfen oder Corona kriegen” falsch ist. Und Du hast es in Deinem letzten Beitrag auch zugegeben: „Ja, man kann noch Corona kriegen, wenn man geimpft ist, …“
          Ich verfolge Diskussionen mit Epidemiologen und Virologen ziemlich genau in Fernsehen und habe mir davon meine Meinung gebildet. Man muss nicht selbst die Studien lesen um ein Überblick zu bekommen. Liest Du etwa die Studien über Corona? Nach meinem Kenntnisstand ist die überwiegende Einschätzung der Experten, dass die Wirksamkeit derzeit zugelassenen Impfungen mit neuen Corona Varianten abnehmen wird.
          Ich wollte nur betonen, dass die Impfung nicht die einzige Rettung ist. Im Gegenteil, man soll sein Verhalten anpassen / ändern damit sich neue Pandemien nicht so schnell ausbreiten könnten. Es geht nicht nur um Corona, es geht auch um die Zukunft. Ich weiss, dass es nicht einfach wird und dass die Impfung kann dabei helfen, aber. Es wird wahrscheinlich nicht möglich sein für jeder Erreger rechtzeitig Impfung bereitzustellen. Ich sehe das analog wie mit der Ökologie – ohne dass man sein Verhalten ändern, wird es wahrscheinlich nicht gehen, weil das Welt hat sich geändert und es leben zu viele Leute drin.
          L G
          Peter

  20. „Impfen oder Corona kriegen“ ist falsch.
    Da hast Du unbedingt recht. Aber wer die bisherigen Stellungnahmen von Reinhard zu diesem Thema verfolgt hat (mit direktem Draht zur klinischen Praxis), der weiß, dass er damit die schweren Verläufe der Krankheit gemeint hat, und darum geht es erstens.
    Zweitens: ein leichterer Verlauf trotz/wegen Impfung heißt geringere Viruslast, heißt geringeres Spreading, heißt mehr Schutz für alle anderen.
    Du hast nochmal recht mit der Feststellung, dass die Missachtung der AHA-Regeln, wie sie derzeit nicht nur passiert, sondern auch noch propagiert wird (keine Masken mehr indoor, geschweige denn outdoor; soziale Clot`s bei jeder Gelegenheit) nicht nur kontraproduktiv ist, sie ist Wahnsinn.
    Fatales Wähler-Fishing quer durch die gesamte Parteienlandschaft.

    Die Wirksamkeit der Impfung gegen aktuelle Varianten ist reduziert, aber immer noch hoch, an kommende Mutanten können zumindest mRNA-Impfstoffe relativ schnell angepasst werden. Ein Problem in der ganzen Diskussion ist der Absolutismus, mit dem die verschiedenen Lager ihre eigene Affinität zu diversen Prophylaxen und Strategien vertreten; aber nur das gesamte Portfolio der bisher erkannten und wissenschaftlich belegten Gegenmaßnahmen verspricht einen Erfolg.
    In diesem Setting ist die Impfung (flächendeckend angewandt, wiederholt, angepasst, verbessert) der Pacemaker für die Beherrschung der Seuche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.