Monitor kalibrieren mit SpyderX – Sonderangebot

Datacolor stellt den Support für Spyder 4 und früher ein. Wer also noch mit einem der alten Geräte seine Monitore kalibriert, wird keine Software-Updates mehr bekommen. Gerade beim Mac kann das lästig werden, weil ja Apple auf “Big Sur” umstellen will.

Im Übrigen ist es sowieso eine gute Idee, die älteren Spyder langsam aufs Altenteil zu schicken. Die Sensoren in den Geräten altern und nach fünf Jahren sollte man sich dann doch mal ein Neues zulegen.

Passend dazu gibt’s bei Datacolor ein Upgrade-Programm für den SpyderX. Den Pro gibt’s derzeit für 99 Euro, den Elite für 149 Euro. Die Abgabe ist auf einen SpyderX pro Kunde limitiert. Der Elite hat gegenüber dem Pro vor allem den Vorteil, dass man damit auch einen Softproof machen kann und einen zweiten Monitor trotz unterschiedlicher Displaytechnologie per Schieberegler anpassen kann. (Achtung, Softproof bedeutet nicht, dass man damit einen Drucker kalibrieren kann!)

Obwohl das Angebot offiziell nur für Bestandskunden gilt, war es kein Problem, den SpyderX ohne Besitznachweis meines Spyder5 zu ordern.

Also wer eine aktuelle, preiswerte Kalibrierungslösung braucht: Billicher wird’s vermutlich nicht mehr.

Und ja, ich bin trotzdem kein Fan von Rabattitis.

Disclaimer: Ich habe absolut keinerlei Verbindungen zu Datacolor, außer dass ich seit Jahren meine Monitore mit Spyders kalibriere.

7 Replies to “Monitor kalibrieren mit SpyderX – Sonderangebot”

  1. Vielen Dank für Deinen Hinweis! Er ist sicherlich so manchem Leser bzw. Leserin von besonderem Interesse, gerade auch unter Berücksichtigung Deines Zusatzhinweises.

    Die Mail habe ich als “treuer Kunde” auch wieder einmal erhalten. Nach meiner Erinnerung will etwa einmal im Jahr Datacolor halt seine Verkaufszahlen ein wenig anheben. Da passt es auch ins Gesamtbild, dass man nun anscheinend auch ohne Besitznachweis eines Vorgängermodells das Angebot wahrnehmen kann.

    Die gleiche Aktion fand zuletzt im September 2019 statt – auch da wurde darüber informiert, dass Datacolor keine Software-Upgrades für Spyder 4 und vorher mehr anbieten werde. Das letzte Softwareupgrade für den Spyder 4 stammt übrigens vom September 2016…

    Selber hatte ich vor etwa 4 Jahren vom Spyder 3 auf den Spyder 5 gewechselt. Da ich mittlerweile einen Monitor mit Hardwarekalibrierung nutze, benötige ich die Software vom Spyder nicht, sondern nur noch den Sensor. Aber in ein paar weiteren Jahren werde ich (Hobby-Knipser) den Spyder alterungsbedingt mit einem neuen Spyder der dann aktuellen Version ersetzen. Dazu werde ich ggf. die Preissuchmaschine meiner Wahl verwenden – die sagt mir derzeit, dass bei teils stark schwankenden Preisen z.B. Mitte September der Straßenpreis von dem SpyderX Elite bei knapp 176 Euro und dem SpyderX Pro bei 110 Euro lag. Auch wenn im Moment wieder so eine Art Hochpreisphase ist – er ist da, aber sooo groß ist der Preisvorteil bei den Aktionen von Datacolor auch nicht immer… 😉

    Nochmals herzlichen Dank und viele Grüße
    Wolfgang

  2. Kannst du mal was verlinken wo das mit dieser Alterung der Sensoren erläutert wird?
    Hoffe doch unsere Oly-Kamera-Sensoren sind von einer solchen Alterung nicht betroffen 😉
    Hatte ja schonmal ähnliches bei der Minolta A1, damals Sensor-Grippe benannt.

    Von Eizo gibt es baugleiche Gerätschaften, welche auch meist etwas unterhalb der Spyder-OVP-Preise liegen. Also Software für Linux kann ich DisplayCal empfehlen, läuft wohl auch unter WIN/MAC
    https://fotovideotec.de/displaycal/

    Gruß Uwe

    1. Hallo Uwe,

      siehe hier unter “bekannte Probleme”: https://de.wikipedia.org/wiki/Monitorkalibrierung

      Ein Techniker bin ich nicht, aber soweit mir bekannt, ist die Alterung der organischen Gelatinefarbfilter ein Hauptgrund dafür, dass mit der Zeit die Messgenauigkeit nachlässt… Ich meine, mal irgendwo gelesen zu haben, dass die aktuelleren Colorimeter nicht mehr so stark davon betroffen sind, also langlebiger geworden sein sollen.

      Reinhard kann das bei Bedarf sicherlich noch genauer erklären.

      Viele Grüße
      Wolfgang

      1. Da kann ich nichts hinzufügen. Und ja, DisplayCAL ist eine Softwarealternative, allerdings ist das unter Win10 etwas tricky zu installieren, weil die Treiber nicht signiert sind und die Software nicht ganz ohne Datacolor auskommt.

        Wegen der Alterung der Kamerasensoren: Alle Halbleiter altern. Im Betrieb mehr als im Regal. Wir haben bei Olympus den Vorteil, dass wir hier mit Medizintechnik hantieren. Und so ein Endoskop für ne Million muss ein bisschen länger halten als drei oder vier Jahre. Und damit auch der Sensor. Aber ab zehn Jahren fallen halt dann doch die einzelnen Pixel öfter aus und nach zwanzig Jahren dürfte die Hälfte der Kameras irgendeinen Halbleiterdefekt haben, der einfach der Alterung geschuldet ist. (Das mit der Elektronikalterung ist vor allem in Fahrzeugen ein Problem. Die teuersten Ersatzteile bei Oldtimern aus den 80ern sind Elektronikkomponenten. Motorsteuergeräte und so Zeug. Die können nicht so ohne weiteres nachgefertigt werden.)

        1. Dank an euch beide.
          War mir so nicht bewusst. Der Sony-Sensor der o.g. Minolta hatte schon nach 3Jahren Ausfallerscheinungen, die jedoch recht kulant behandelt wurden.

          DisplayCAL, bin halt von deren Werbeaussagen ausgegangen, habe zwischenzeitlich kein Windows mehr wo sich das Problem stellt. Um WIN10 mache ich einen großen Bogen.
          Gruß Uwe

  3. Vielen Dank für den Tipp, den ich auf der Homepage nicht so leicht gefunden hätte…
    Ich brauchte auch keine Seriennummer einzugeben, ich vermute, sie checken das über die Bestelladresse.

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