E-M10IV – “FT ist tot”

Die E-M10 IV ist die allererste Kamera mit Wechselobjektiv von Olympus, seit der Einführung des FT-Systems im Jahre 2003, die den AF der FT-Objektive nicht ansteuert. Ich habe mit der E-P1 den Blog hier angefangen und an die E-P1 seinerzeit, als sie rauskam, das 50-200 angeflanscht. Und das hat funktioniert. Als ich festgestellt habe, dass es das mit der E-M10IV nicht mehr tut, bei Olympus angerufen, und dort wurde mir beschieden “FT ist tot. Wir wollen das nicht mehr.” Und nach mehreren Tagen kam dann noch “Wir haben für die E-M10 IV eine ganz klare Zielgruppe definiert. Für die angestrebte Zielgruppe der E-M10IV können wir die Nutzung von Four Thirds Optiken nahezu ausschließen.”

Wohlgemerkt – es geht nicht drum, dass diese Kamera keinen Phasen-AF hat – hatte die PEN-F auch nicht, aber der AF der FTs wurde angesteuert. Halt langsam, aber es tut. Nein, die E-M10IV schaltet die Kamera stur auf MF und zeigt mir den ausgestreckten Mittelfinger.

Glaubt man nicht? Ich hab’s auch nicht geglaubt. Die Blende wird angesteuert, der Stabi wird korrekt aktiviert – aber Autofokus gibt’s nicht.

Anfang März dieses Jahres, als der Produktmanager Europa bei Dieter Bethke in der Photophonie erklärte, FT sei veraltete Technik, und die Aussage “Es wird immer eine aktuelle Kamera geben, die die Objektive ansteuert” habe garantiert kein Japaner gesagt, haben bei mir die Alarmglocken gebimmelt und ich habe den lausigen FT-Service in Portugal, die ausverkauften MMFs, die verramschten TopPros, das ProCapture, das anfangs nicht für FT eingebaut wurde, das Defishen, das nicht mit dem FT-Fish geht zusammengezählt und eine Mail an Olympus geschrieben, ob ich das richtig verstehe – dass FT in Zukunft nicht mehr unterstützt wird. Da kam ein bisschen Marketinggeschwurbel zurück und ich wollte dann auch keinen Aufstand machen. (Das Foto habe ich Mitte März auf einem Friedhof in Vejle gemacht – für den geplanten Artikel. )

Dass Olympus jetzt aber tatsächlich so frech ist, die FTs bei der neuen Kamera schlicht abzuschalten. Damit habe ich nicht gerechnet. Dass Olympus kurzerhand Kunden definiert und festlegt, was diese Kunden mit der Kamera machen – und was gefälligst nicht, find ich herb. Olympus kann ja nun gemütlich ihre Kunden generell als “verwenden kein FT-Glas” definieren.

Kann man machen.

Im Prinzip muss ja niemand FTs verwenden. Leider weigert sich Olympus bisher, Ersatz anzubieten. 14-35 f/2, 35-100 f/2, 150 f/2, 300 f/2,8, 90-250 f/2,8. Ja, nicht mal ein 12-60 f/2,8-4,0 gibt’s bei Olympus. Gerne hätte ich auch eine mFT-Kristallkugel in der Qualität des FT. Gibt’s nicht.

Ein kleines Problem habe ich halt als Pro mit dieser Politik. Mit welchen Objektiven soll ich in Zukunft Hochzeiten knipsen? Video an der Bühne? Ohne die FTs ist das halt alles so nicht mehr möglich. Nix Premium. Auf einmal muss ich die ISOs in genau die Bereiche schubsen, in denen mich dann die Kleinbildknipsen locker rechts überholen. Parallel dazu werden jetzt auch noch die Kameras und Pro-Objektive verschenkt, so dass meine ganzen Investitionen schneller an Wert verlieren als ich sie abschreiben kann.

Rein betriebswirtschaftlich macht ein Einstieg in mFT derzeit keinen Sinn mehr. Die professionellen Optiken werden nicht mehr hergestellt, nur noch schlecht repariert, der teuere Elite-Service bezieht sich nicht auf FT, eine zukünftige Unterstützung der Optiken garantiert mir niemand – und mit dem, was derzeit für mFT angeboten wird, kann man professionell nichts anfangen. (Jedes Kamerasystem hat ein lichtstarkes 70-200 im Programm. Das ist die Brot- und-Butter-Linse für professionelle Fotografen. Nur für mFT gibt’s das nicht. Und nein, das Lumix 35-100 f/2,8 ist zu lichtschwach. f/2 oder besser lautet die Anforderung.)

Kleinbild ist mittlerweile kaum teuerer, wird nicht dermaßen über Rabatte verprügelt, kann LowLight und ich muss mich nicht dauernd von irgendwem wegen des kleinen Sensors anmachen lassen.

Wenn Olympus wieder FT-TopPro-Grade liefern könnte – würde ich kaufen. Der Fokus des 35-100 ist laut und lästig und die grünen Flares nerven. Wenn’s Ersatz gibt, weine ich den TopPros keine Träne nach. Aber Olympus hat nicht. Olympus hat drei 1,2er Festbrennweiten, die digital gepusht werdent, damit da überhaupt genug Licht durchkommt. Soll ich mir in der Kirche dann vier Kameras mit 17/25/45/75 umhängen? Ernsthaft?

Ich weiß nicht, wer bei Olympus noch glaubt, dass die Marke professionell ne Zukunft hat, wenn die Kameras verkrüppelt werden um die alten, guten Objektive aus dem Markt zu drängen. Ich habe von Olympus gehört “Die E-M1 und die E-M5 können doch.” Tja, nur habe ich schon läuten hören, dass die E-M5III die letzte ihrer Art sein wird. Und wie lange die E-M1-Nachfolger noch FT unterstützen gibt mir niemand schriftlich.

Ich hätte die E-M10IV beinahe gekauft, weil sie eine runde, flotte Kamera ist. Aber als Zweitkamera ohne FT-Unterstützung ist sie völlig sinnbefreit.

55 Replies to “E-M10IV – “FT ist tot””

  1. Damit kann mich Olympus und alle seine Nachfolger frei nach Götz von Berlechingen “Im Arsche lecken”.
    Bis heute habe ich einen höheren fünfstelligen Euro Betrag in gutes Olympus Glas investiert.
    Ab sofort geht das die nächsten Jahrzehnte zu Fuji Mittelformat.
    Meine sechs TopPros und alles weitere von Olympus wird solange es funktioniert weiterbenutzt.
    Danach lege ich die ehemals guten Gläser in meinen Weinkeller neben weitere “Flaschen”.
    Zusätzlich schwärze ich die Olympus Schriftzüge, damit niemand mehr sieht mit welcher “FT-Verräterbande” ich gerade fotografiere.
    Empfehlen werde ich ab sofort nichts mehr von dieser “FT-Skandal-Bande”…

  2. Na ja, wer mit FT TopPros durch die Gegend rennt, ist nicht unbedingt die Zielgruppe für ein Einsteigermodell a la E-M 10. Wenn allerdings eine künftige E-M 1 MK x die FTs nicht mehr unterstützt, werde ich das ganze alte Zeugs nach Corona vor der Isle of Skye versenken und mir was anderes suchen.

    1. Klar, die Anzahl der Leute, die an eine E-M10IV FTs hängen ist verschwindend gering – aber der Proz kann’s, der Sensor kann’s, warum hat man es trotzdem abgeschaltet? Die E-PL10 kann es – und da hängen noch weniger ein FT dran. Klar haben sie jetzt eine neue AF-Logik in der Kamera, aber es ist ja kein Problem, zumindest die alte AF-Routine für die FTs drin zu lassen.

      1. Ich wollte eigentlich meinen drei Nichten je eine E-M10 Mark 4 besorgen.
        Eine mit meinem 11-22, eine mit dem 14-52 und eine mit dem 12-60. Drei MMF-3 hab ich dafür noch gehortet.
        Jetzt werden es aus Prinzip drei Fujifilm X-T4 mit drei unterschiedlichen Objektiven.
        Die FT Objektive liegen halt weiterhin sinnlos rum. Olympus ist für mich nach dem FT Verrat nur noch Geschichte…

        1. Hallo Andreas,
          ich dachte immer Du bevorzugst gutes Bier. Für die FT’s hat mein Weinregal die richtigen Kerbungen zum einlagern. Werden auch hin und wieder gedreht´, aufbewahrt und bewahrt, bevor sie mittelmäßig FujiCato sind. Denk an die Nach-Covid-Zeit wenn wir mal wieder anstossen können.
          Gruss Thomas

        2. Sind deine Nichten Einsteiger?
          Denkst Du dass sie Damit Spaß gehabt hätten? Für heutige Verhältnisse langsamer und in schwierigen Lichtverhältnissen nicht so guten Autofokus + zu groß und zu schwer für das mFT System.
          Warum nicht 3 OM-D EM10 Mk.IV mit den Kitlinsen. Das ist kleiner, leichter und hat einen schnelleren und treffsicheren Autofokus. Halte ich für einen Einsteiger für wichtiger.
          Und wenn Sie dann Blut geleckt haben, dann gibts die Erknetnis, dass bessere Bildqualität was kostet Geld, Gewicht, Größe und unter Umständen AF-Geschwindigkeit.

          Nur meine Meinung..
          Gruß
          Markus

  3. Sehe, dass dein erster Ärger ein bißchen verraucht ist, das tut auch deinen Koronarien gut. Und macht die Analyse nicht minder treffsicher. Ja jammerschade, die Entwicklung. Habe selber deswegen ein wenig Kleingeld zu Laowa und Voigtländer getragen, obwohl halt auch dort keine Profizooms dabei. Meine 4 alten FT`s tuns noch hoffentlich eine Weile, aber sollte die vermutete Orientierung der Auffanggesellschaft wirklich in Richtung Pro gehen, dann muß bald was kommen, sehr bald.
    Sonst hat Tokio mehr als ein Problem

  4. Habe mal vor kurzem mein FT 35-100/2 an der X fotografiert. Die Bildanmutung ist immer noch ungeschlagen. Da kann kein 1,2er mit dem Feder-Bokeh das Wasser reichen.
    Der Verlauf in die Unschärfe beim 35-100 ist immer noch erste Sahne.

    Mit FT 35-100:
    https://www.pit-photography.de/pictures/2020/D8160039.jpg

    Mit mFT 17/1,2 bei f/1,2:
    https://www.pit-photography.de/public/2020/D8160040.jpg

    Ok, die E-M10 war auch nie eine Kamera, die ich mir kaufen werde. Olympus muss da aufpassen, dass sie die Nachfolgerin der PEN-F für die FT-Objektive nicht kastriert. Aber wie es so aussieht, scheint da leider hinauszulaufen. KB-System ist für mich nie eine Alternative.

    1. Super. Du vergleichst also das Bokeh einer Aufnahme die mit 100mm gemacht ist mit einer die mit 17mm gemacht ist. Ich finde auch das Birnen anders schmecken als Äpfel.

      Man kann sich alles schön oder schlecht reden.

      PS: 17mm ist auch noch unterbelichtet

  5. Ich hab zwar keine FT Objektive, aber so langsam glaube ich dass ich mit mft in ein falsches System eingestiegen bin. Ok, bin ich schon bei einigen Herstellern zu analogen Zeiten und hab damit gut Geld damit in den Sand gesetzt.
    Olympus macht es einen nicht mehr leicht weiterhin Spaß damit zu haben.
    Mist, mit den Kameras von Panasonic werde ich nicht warm und das ganze System verramschen ist ein teuerer Spass.

    Grüße und bleibt gesund

    1. Das System ist prima. Immer noch. Was im Augenblick schief läuft, sind Marketing-Entscheidungen. Es ist kein Naturgesetz, dass Kameras Funktionen genommen werden, die die Vorgänger hatten. Das ist die Entscheidung von Menschen, die sich davon einen Vorteil versprechen. Wenn sich die Kunden beschweren, haben sie davon keinen Vorteil. Also schreibt doch einfach an euren Kamerahersteller und teilt ihm eure Situation mit. Wenn sich niemand bei denen rührt, können Sie auch nicht wissen, wo der Schuh drückt. Und wenn ich alleine nur rummotze – dann hilft das gar nichts.

      1. “Das System ist prima. Immer noch. Was im Augenblick schief läuft, sind Marketing-Entscheidungen.”

        Ich denke, dass Reinhard mit diesen drei Sätzen den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Die Tendenz, Produkte im Rahmen von Rabattaktionen zu verramschen, hat ein irritierendes Ausmaß angenommen (aktuell EM 1 MKII mit Zugabe einer 1,2er Optik). Der Abschied von der hochqualifizierten, professionellen Instandsetzung aus Kostengründen – nun ja… Der Stillstand, den neue Kameramodelle teilweise (oder überwiegend?) vermitteln (ich fotografiere immer noch mit der EM 1 MKI und der PEN F) – wo bleibt die Innovation, die wir an Olympus so geschätzt haben? Ich habe, als die EM 1 MKII kam, gesagt, dass das, was diese Kamera mehr kann, einen Wechsel für mich nicht wert ist (dazumal der AccPort wegrationalisiert wurde) und ich auf die MK III warte – soll ich jetzt auf die MK IV warten?
        Objektive – hier gilt häufig das eben Gesagte. Klar, das 300er oder das neue 100-400 sind gute wenn nicht sogar sehr gute Gläser, aber den TopPros können sie nicht das Wasser reichen. Ein optisch durchkorrigiertes Glas ist halt jedem rechnerisch korrigierten Glas überlegen – und wer in Extremsituationen fotografiert, der kann bzw. will auf so etwas nicht verzichten. Oder die Makros: das 60er habe ich, das 35er – wer es braucht, ok. Aber wo ist ein lichtstarkes 150er, das mein gutes altes Sigma ersetzen könnte? Und so sehr ich mein 12-100 liebe, hätte es ein lichtstarkes 12-60 von Olympus gegeben, wäre das meine erste Wahl gewesen – vielleicht hätte ich diese Entscheidung dann aber auch irgendwann bereut.
        Im Weitwinkelbereich sehe ich es etwas positiver, da gibt es eigentlich gleichwertigen Ersatz – wenn man von dem optischen Reiz der Kristallkugel absieht. Aber das ist etwas, was wirklich nicht jeder beherrscht – mich eingeschlossen, ich arbeite daran…

        Bleibt die Hoffnung, dass entweder die Verantwortlichen noch rechtzeitig die Reißleine ziehen oder das tatsächlich ein neuer Besen besser kehrt – ich habe in beiden Fällen derzeit Zweifel. Leider…
        Wiederholt sich die Geschichte? – das Einstampfen des OM-Systems habe ich nicht vergessen.

        Aber da Hamburg hier ja mit liest – macht was draus!

        Viele Grüße

        Hans-Joachim

  6. …ich bin Deinem Aufruf direkt gefolgt und habe Olympus angeschrieben.
    Ich habe wie alle anderen die Erwartungshaltung, dass eine 1er auch in 10 Jahren ein FT komplett unterstützt!
    Den Anspruch, dass alle Kamera Modelle das unterstützen habe ich nicht , auch wenn es wünschenswert wäre.
    Top Pro’s nicht mehr nutzen zu können nur aus Marketingstrategie ist ein No-Go.
    Schade das aktuell der Hersteller eingeschworen Nutzer so verunsichert.
    Grüße Ralf

    1. Habe eine Antwort von Olympus erhalten:

      Sehr geehrter Herr ….
      vielen Dank für Ihre eMail vom 1.9.2020. Wir freuen uns sehr, Sie zu den treuen und zufriedenen Olympus-Kunden zählen zu dürfen.

      Die erste und einzige Kamera, die – abgesehen von der PEN-Light Serie – keine FT-Objektive mehr unterstützt ist die neue E-M10 Mark IV.
      Bei diesem Modell handelt es sich um eine Kamera im Einsteigersegment, so dass wir davon ausgehen, dass sie nicht vorrangig von Usern mit FT- Objekiven genutzt wird.
      Alle E-M5 und E-M1 Modelle unterstützen auch weiterhin FT-Objektive und uns sind keine Pläne bekannt, dass sich dies ändern soll.

      Sollten Sie weitere Fragen zu unseren Produkten haben, melden Sie sich gerne wieder.

      Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß und Freude beim Fotografieren mit Olympus Equipment .

      Viele Grüße aus Hamburg!

      Elisabeth Claußen-Hilbig
      PR/Öffentlichkeitsarbeit & Media
      Professional Expert
      Consumer Products

  7. Hier wird wieder einmal der Irrtum geritten, dass die Software fast nichts kostet und wenn man sie von einem alten Gerät zu einem neuen Gerät kopiert, dann schon überhaupt nichts. Das ist höflich gesagt, grobe Unkenntnis der Sachlage.
    Software kostet bei der Erstellung, bei der “Lebenserhaltung” und bei der Dokumentation von beidem. Die Entwicklungsumgebungen und die Laufzeitumgebung ändern sich. Selbst bei einer guten Strukturierung (Modularisierung) ändern sich andere Moduln und damit Abhängigkeiten. Nach jeder neuen Installation (auch bei Updates) muss man deshalb neu testen. Die Kosten für die Pflege der Software über die Lebensdauer sind statistisch in etwa gleich hoch wie bei der Erstellung. Nur wenn man total “einfriert”, kann man diese Kosten vermeiden.
    Jeder gute Produktmanager macht sich daher bei jedem neuen Produkt darüber Gedanken, welche Funktionen weiter “mitgeschleift” werden sollen und wo man das Produkt verschlanken kann. Ob die Entscheidung “frech” ist oder gar eine “Fehlentscheidung”, stelle ich hier deutlich in Frage.
    Für mich ist eher die Art der Kommunikation (Marketing) einer solchen Verschlankung unprofessionell.

    1. Hi Jürgen, zur Info: Ich habe bereits vor 20 Jahren Software zur Ansteuerung von Olympus-Kameras geschrieben. Damals konnte man da noch ein SDK erwerben, mit dem man Kompakte und DSLRs steuern konnte. Das ging bis zur E-5. Die SDKs für mFT wurden dann nicht mehr freigegeben. Ich weiß, wovon ich rede. Und ich habe ziemlich genauen Einblick, wie die Kameras intern funktionieren. Es wird Dich erstaunen, dass es bei einigen Kameras sogar möglich war, eine Firmware einer völlig anderen Type aufzuspielen, worauf sich die Kamera exakt wie die andere Kamera verhalten hat. Ja, Firmware ist eine komplexe Angelegenheit. Und durch den Umbau des AF-Systems der E-M10IV, das in Teilen aus der E-M1III stammt, hätte man tatsächlich ein Modul aus der PEN-F reinflicken müssen – eine direkte Übernahme aus der PEN-F ging nicht. Klar wäre das Aufwand gewesen. Und ja, es ist die Entscheidung des Marketing, dass man sich diesen Aufwand nicht macht. Aber dann ist es auch die Entscheidung des Kunden, dass er die Kamera nicht kauft.

      1. Hier bin ich bei Jürgen und muss dir ausnahmsweise mal widersprechen!
        Ich bin beruflich seit fast 15 Jahren im Bereich von professioneller Softwareentwicklung tätig, und wenn ich das eines gelernt habe, dann dass das von dir erwähnte „..ein Modul aus .. reinflicken..“ genau das ist, was so gut wie immer schief geht.
        Die Komplexität in der Softwareentwicklung wächst eben exponentiell und nicht linear und da ist es einfach konsequent nicht genutzte Features nicht ewig mitzuziehen um die Wartbarkeit möglichst effizient zu halten.
        Und ich denke, dass die Wartbarkeit einen hohen Einfluss darauf hat, wie lange es FW-Updates für ein Kameramodell gibt. Und da ist es aus meiner Sicht einfach auch sinnvoll bei den Einsteigermodellen zu Gunsten von längeren FW-Update Zeiträumen abstriche bei nicht oder kaum genutzten Features zu machen.

  8. Hi, Reinhard, zur Info (und ein bisschen Lebenslauf): Ich glaube gerne, dass du weißt von was Du redest. Ich lese deine Seite(n) seit Jahren mit Begeisterung. Und in der Zeit von meinem Einstiegt in FT habe ich mir auch einige Bücher reingezogen.
    Meine Blick auf solche Diskussionen ist aber die eines Produktmanagers. Ich war viele Jahre für die Entwicklung und das Produktmanagement in unserer Firma verantwortlich. Die Funktion des Produktmanagements – wo auch immer organisatorisch eingeordnet – ist es, drei Dinge in Einklang zu bringen:
    1. Markt – Was will der der Kunde? (meist transportiert durch Vertrieb und/oder Marketing)
    2. Technik – Was kann man davon realisieren?
    3. Finanzen – Welches Budget kann sich das Unternehmen für Entwicklung und Produktpflege leisten?
    Und ganz klar, bei den resultierenden Entscheidungen gibt immer wieder frustrierte Kunden. Und als Produktmanager gibt es dazu nur eine Frage: Wie viel Umsatz hängt an diesem Kunden? Die Frustration von Kunden ist vorprogrammiert. Vermeidbar wären sie, wenn überhaupt, nur mit fettem Budget und fetten Ressourcen. Unternehmen, die fette Ressourcen haben, sind in der Regel nicht wettbewerbsfähig.
    So, und jetzt geht es wieder an das Fotografieren.
    Herzliche Grüße

    1. Deinen Blick als Produktmanager kann ich nachvollziehen. Der springende Punkt ist erstmal der, den Markus so formuliert: »da ist es einfach konsequent nicht genutzte Features nicht ewig mitzuziehen«. Ja, wenn es denn wirklich nicht genutzt wird. Mal zum Vergleich: Das Netz (an den entsprechenden Stellen) ist voll mit Shitstorms, die über Programmierern von freier, offener Software ausgeschüttet werden, weil die etwas ändern, was die Nutzer nicht geändert haben wollen. Die Programmierer wollen das oft nicht einsehen und behaupten steif und fest, das benutze niemand, das sei unintuitiv oder gar verwirrend, usw. Woher will ein Hersteller das wissen? Das kann er eigentlich nur, wenn er den Nutzerkreis so stark eingrenzt, daß er ihn durch und durch kennen kann. Der nächste konsequente Schritt ist für mich hier zu sagen, daß Olympus offensichtlich nur noch Laienfotografen bedienen will. Das ist eine legitime Entscheidung von Olymups, aber dann interessieren sich eben Leute mit gehobeneren Ansprüchen nicht mehr für das System. Bis vor kurzem hat Olympus aber noch die Profis umworben, mit dem 300/4 zum Beispiel. Wohin soll die Reise denn nun bitte gehen?

      Und das sehe ich ähnlich wie Reinhard: Wenn die E-PL10 FTs verfahren können darf, warum dann nicht die E-M10IV?

      Ich habe fünf TopPros, an denen ich sehr hänge, weil sie einfach toll sind. Schwer und groß (für MFT!), aber ungeschlagen in Sachen Abbildung und Verarbeitung (zumindest für MFT). Sowas gibt es nicht nativ für MFT (höchstens ohne AF und nicht als Zoom). Ich finde Kombis wie die E-M5II mit 17/1,8 toll für unterwegs. Aber wenn es um wirklich hohe Qualität geht, kommt man am 14–35 und am 35–100 und vor allem am 150/2 nicht vorbei. Das sind einfach ganze andere Sphären. Ich fände es sehr schade, wenn ich die TopPros irgendwann nicht mehr benutzen könnte, weil sie nicht mehr repariert werden oder es keine Kamera mehr gibt, an der sie funktionieren und die jetzigen Kameras, mit denen das noch geht, nicht mehr repariert werden.

      Der Frust hat allerdings schon vor Jahren angefangen, als es Olympus nicht fertiggebracht hat, eine Adapterlösung anzubieten, mit der das 7–14 zuverlässig funktioniert. Da habe ich mich bereits als Kunde im Stich gelassen gefühlt.

      Ich hatte mir gewünscht, daß die E-M5II FT-AF bekommt, da hat Olympus in meinen Augen schon grob gepatzt (mit der E-M5III hat es ja nun doch eine E-M5 bekommen). Super wäre es für die Profis und die anspruchsvollen Nichtprofis, wenn sowas wie das 35–100 eine MFT-native Neuauflage bekäme (die nicht so auf vordergründige Boah-geil!-Bilder getrimmt ist). Aber darauf wartet man seit Jahren, und nun kommen Signale, die erstmal befürchten lassen, daß man bald nicht mal mehr die alten TopPros verwenden kann.

      Abwarten und hoffen.

  9. Hallo Reinhard,

    wow, das ist wohl deine bisher härteste Kritik an Olympus.

    Und ich kann deine Argumente und Befürchtungen sehr gut nachvollziehen, bis auf einen Punkt. Ich kann nicht nachvollziehen, warum das Nichtunterstützen der FT-Linsen in der OM-D EM10 Mk.IV der Tropfen ist, der für dich das Fass zum Überlaufen bringt.

    Wenn ich so überlege, warum das jetzt so kommt, dann geht mir folgendes durch den Kopf:
    Welche Maximale Auflösung bringen denn die FT Linsen? Bzgl. des BIGMA hattest Du mir ja neulich geschrieben, dass es ab 20MP keinen Sinn mehr macht. Wenn zutrifft das die OM-D EM5 Mk.III die letzte Ihrer Art ist (wie Du ja selber in den Raum stellst) dann dürfte die nächste Kamera entweder eine OM-D EM1 Mk.IV oder eine Pen F Mk.II sein. Was wenn jetzt Olympus/JIP da mal den seit längerem geforderten „neuen Sensor“ bringt, also 3x bzw. 4x MP? Und stellen wir uns ferner vor, dass dazu das FT Glas nicht mehr die nötige Auflösung bringt – dann will ich als Olympus nicht, dass das adaptiert wird, die Resultierende Qualität würde nämlich bei vielen nicht auf das Altglas zurückfallen, sondern auf die neue Kamera (den entsprechenden Shit-Storm nach sich ziehend). Und wenn das so sein sollte, dann will ich als Olympus doch nicht, dass die OM-D 10 Mk.IV die letzte Kamera war, die die Adaption unterstützt hat. Sondern eine OM-D EM1 Mk.III als das „damalige Topmodell“.

    Und wenn ich versuche betriebswirtschaftlich und emotionslos zu denken: Ich weiß
    nicht, wann die die letzte FT Linse vorgestellt wurde. Die letzte Kamera kam 2010. Abgekündigt wurde das System von Olympus wohl 2017. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass eine OM-D EM1 Mk.III ähnlich lange verkauft wird, wie deren Vorgänger, dann gibt es diese bis ca. 2024. Profis schreiben Ihre Ausrüstung über 7 Jahre ab, wenn ich das richtig im Kopf habe.
    – Der Profi, der das FT Glas im Abverkauf erworben hat (und dabei wissentlich in altes/abgekündigtes System investiert hat), bekommt während der kompletten Abschreibungszeit eine neue Kamera zu kaufen, die das Glas unterstützt.
    – Der Profi, der das FT Glas gekauft hat als es neu auf dem Markt kann hat ca. 15 Jahre die Möglichkeit eine neue Kamera zu kaufen, die das Glas unterstützt.
    Seit dem Nichterscheinen der E-7 (2013) muss jedem klar sein, dass FT ein „discontinued“ System ist.

    Das alles sollen jetzt keine Argumente gegen deine Befürchtungen sein. Ich nehme diese als von einem markentreuen Olympus Enthusiasten geäußert auf! Und in diesem Kontext kann ich das, wie schon oben geschrieben, sehr gut nachvollziehen. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass Olympus irgendwann an alte Zöpfe abschneiden möchte.

    Gruß Markus

    1. Da sind ziemlich viele “Wenn” drin. Wenn ich davon ausgehe, dass ich morgen im Lotto gewinne, obwohl ich nicht gespielt habe, dann geht mir das alles am Allerwertesten vorbei.
      Die TopPros haben eine Detail- und Farbauflösung, die besser ist als alles, was es bisher nativ für mFT gibt. Wenn die TopPro-FTs nicht mehr für die Sensoren ausreichen, dann kannst Du alles, was Olympus in den letzten zehn Jahren rausgebracht hat, in die Tonne werfen.
      Der Profi muss Werkzeug haben, mit dem er seine Jobs erledigen kann. Mit 2,8er oder gar 4,0-Glas kann ich meine Jobs nicht erledigen. Ich brauche dazu 2,0-Zooms oder besser – wie sie auch allen anderen Kamerasystemen (vergleichsweise) zur Verfügung stehen. Das hat mit dem Abschreiben nichts zu tun. Natürlich ist das alles schon abgeschrieben – aber ich kann es nicht ersetzen, weil es das nicht mehr gibt. Das ist das Problem.

      1. Danke für deine Antwort!

        Die vielen WENNs waren ja auch reine Gedankenspiele.

        Da vermutlich bei Olympus die Entscheidungen nicht ausgewürfelt werden, muss irgendjemand mehr Nutzen als Schaden durch eine potentielle Entscheidung, zukünftig keine FT-Linsen mehr zu unterstützen, erwarten. Was auch immer das sein mag, dafür fehlen mir die Insights.

        Und ich muss zugeben niemals ein TopPro in der Hand gehabt zu haben, ich kenne nur einige Consumer FTs.

        Gruß
        Markus

        1. … ok – wenn Du die Qualität der Abbildungsleistung der Top Pro nicht kennst, dann ist vermutlich schwieriger das “jammern” nachzuvollziehen… 😉
          Die Abbildungsleistungen sind vom Feinsten und ich bin hier eingestiegen, als FT auslaufend war… Grüße Ralf

      2. »Die TopPros haben eine Detail- und Farbauflösung, die besser ist als alles, was es bisher nativ für mFT gibt.«
        Auch besser als die Noktons? Ich habe mal ein 25er Nokton (anscheinend das schwächste MFT-Nokton) mit einem 14–35 verglichen, da sah das 14–35 bei gleicher Blendenzahl nicht unbedingt besser aus (sicher gut, aber nicht besser).

        1. Dir ist schon klar, dass du da eine manuelle Festbrennweite mit einem AF-Zoom vergleichst. Das 14-35mm ist für Reportagen genau das Richtige. Da würde ich mich mit einem 25mm Nokton alleine nicht drüber trauen.

  10. In der Olympus Roadmap sind 2 Future Zoomobjektive drin, die in den Bereich 70-200mm passen. Warum sind die nicht genug? Man kann sich natürlich fragen, warum es 2 sein müssen.
    Gruß
    Gerhard

  11. Ich verstehe den Aufschrei nicht so wirklich. Ich verwende derzeit eine E-M10 II nachdem ich vorher diverse Jahre eine E-M 10 hatte. Davor eine E-620. Ich hatte mit der E-620 nur “Standard”-Objektive, keine Pro’s. Ganz kurz hatte ich mal das 14-54 und selbst mit der E-620 war _mir_ das für _meine_ Zwecke VIEL zu groß und zu schwer. Und die anderen FTs habe ich mit der E-620 verkauft, weil ich mit der E-M10 neue kleine leichte Objektive bekommen konnte. Man schaue sich mal Größen- und Gewichts-Unterschied der FT und mFT 9-18 an sowie der Macro-FT und -mFt 3.5/35 bzw. 3.5/30. Da sind WELTEN dazwischen. Und worauf ich hinaus will: die E-M10 (I-IV) sind die kleinen kompakten leichten Kameras die man immer dabei haben kann weil man sonst keine dabei hätte. Die mit alten FT PRO Linsen zu verwenden ist _meiner_ Meinung nach völlig unsinnig. So eine Kombination kann man kaum sinnvoll in der Hand halten …
    Wer die FT PROs verwendet, wird dafür (und ebenso wichtig: wegen des Phasen-AF) sowieso die E-M1 einsetzen. Also was solls. Aus meiner Sicht ist das völlig folgerichtig. Es wirft Code-Ballast aus der Firmware, der nur bei der Pflege stört.

    1. Wenn es nur um klein und leicht geht – klar. Aber kompromisslose Bildqualität sieht halt anders aus. Und wer einmal da dran geschnuppert hat, will das halt behalten. Und klar – wenn man es als Vorteil begreift, wenn Kameras Dinge NICHT können und dafür dann mehr Geld zahlt. Passt. Nur: Klein und Leicht können Handys besser. Und digital aufgehübschte Bilder können die auch. Also warum dann überhaupt eine Oly kaufen?

      1. Handy? Ja, habe ich. Ein gutes. Mit guter Kamera. Trotzdem sind zwischen dem und der E-M10 Welten. Mein Punkt war ein anderer: wenn ich die FT Pro Objektive einsetzen will, dann WILL ich auch eine E-M1 dazu verwenden. Einen großen Wohnwagen würde ich auch mit dem Jeep ziehen und nicht mit dem Golf.

        1. Tja, aber wenn der Hersteller die FTs nicht mehr unterstützen WILL, dann hilft mir auch eine neue E-M1-Nachfolgerin nichts. Das ist der Punkt. Im Augenblick ist alles schick, bis auf die Tatsache, dass FT-User sich die E-M10IV nicht als Zweitkamera zulegen werden. Aber die Aussage, dass zu zukünftigen Kameras keine Aussage getroffen wird, obwohl natürlich die nächsten zwei Kameras längst so gut wie fertig entwickelt sind, macht halt Leute, die professionell unterwegs sind, hellhörig.

        1. Kompromisslose Bildqualität bedeutet, dass die Objektive optisch perfekt korrigiert sind, und nicht digital. Wer jemals mit 14-35 und 35-100 und 150 f/2 fotografiert hat, weiß, was ich meine. Wer das nie gemacht hat – und den Unterschied selbst gesehen hat, der wird nie verstehen, dass es da noch was gibt. Wie erklärt man jemand, der nur Jim Beam trinkt, einen Slyrs? Einen Aberlour? Wie erklärt man einem Kaffeetrinker einen Twinings Russian Earl Grey? Die TopPros haben feinste Farbverläufe und Strukturen, die bei mFT-Optiken gar nicht abgebildet werden.

    1. Das kommt drauf an, wie hochwertig der Fotodruck ist, wie die Bilder aufbereitet werden, wie hochwertig das Papier ist. Schon ein Nachschärfen für den Druck kann die feinen Farbverläufe ruinieren.

  12. Reinhard, zwei Fragen:

    1. Was meinst Du, wie aufwändig es wäre, die alten Superobjektive “nativ” auf mFT umzukonstruieren? Gleicher Lichtweg bis zu einem vielleicht zusätzlichen Element, das dem mFT-Adapter entspricht?
    2. Verständnisfrage: Was in Objektiven stützt oder verhindert Contrast- oder Phasen-AF? Beide Techniken basieren doch auf Informationen, die der Sensor sammelt. Meine (vermutlich grob naive) Annahme ist, dass das Objektiv AF nur durch die Stellmotoren für die Fokuslinsen und deren Ansprechbarkeit (und deren Positions-Feedback) unterstützen muss. Offenbar ist das falsch. Kannst Du mich erleuchten?

    1. 1. Geht nicht. Die Fokuselemente der FT-Optiken sind viel zu groß für Kontrast-AF. Das ist das Problem mit lichtstarken, langen Zooms. Die Fokuselemente müssen groß sein, damit das Licht durchkommt. Und sie müssen sauschnell über weite Strecken bewegt werden. Das erfordert amtliche Konstruktionen mit heftigen Motoren. Und eine komplette Neukonstruktion. Ist absolut nicht trivial.
      2. Das Thema habe ich in meinen Büchern jeweils erklärt. Ist ne dreiseitige Abhandlung. Ganz kurz: Kontrast AF benötigt 60 kurze Schritte pro Sekunde (oder mehr) . Phasen-AF verwendet einen einzigen langen Schritt. Entsprechend sind die Motoren ausgelegt. Der SWD-Motor des 50-200 zum Beispiel, der sauschnell ist, kommt mit Kontrast-AF überhaupt nicht klar. Die hohe Beschleunigung und das anschließende abrupte Abbremsen auf kurzer Strecke hört sich übel an. Autovergleich: Stell Dir einen Briefträger vor, der mit dem Ferrari von Haus zu Haus fährt. Geht schon. Aber mit ner Elektrokarre ist die Sache schneller und deutlich stressfreier.

      1. Spannend. Es geht also vor allem um die Stellmotoren, nicht um die optische Konstruktion?
        D.h. die optische Qualität könnte die gleiche sein, wenn Olympus (oder ein anderer Hersteller) die gleiche Linsenanordnung nimmt, den Fokuslinsen ein paar feinfühlig-kräftige Stepper-Motoren gibt und das ganze in ein neues Gehäuse verpackt?

        Dann ist mir immer noch nicht klar, warum die E-M10 Mark IV mit dem anderen Fokussystem nicht dennoch die alten Objektive wie gehabt ohne große Software-Änderung hätte ansteuern können. Am Ende ist es die gleiche Art von Signalen an das Objektiv, die mit dem neuen Fokussystem nur leicht anders ausgelöst werden, oder? Das neue Fokussystem wird doch vermutlich einfach eine cleverere Art sein, den korrekten Fokuspunkt zu bestimmen, nicht eine völlig neue Motorenansteuerungsart?

        1. Wenn Du mal schnell das dritte newtonsche Axiom außer Kraft setzt, statt Schrittmotoren ein halbes Dutzend bullige Linearantriebe einbaust, den benötigten Strom irgendwoher zauberst und die Wärme irgendwohin abführst, kannst Du die alte Rechnung beibehalten. Nein. Geht nicht. Komplette optische Neuentwicklung ist notwendig, weil es keine Möglichkeit gibt, das alte Fokuselement so zu beschleunigen, dass das irgendwer haben will.
          Und nein, ein Phasen-AF-Befehl lautet: “Fahr auf 17 Meter 53”. Ein Kontrast-AF-Befehl “Mache einen Mikroschritt”. Die FT-Unterstützung durch Kontrast-AF ist eine Übersetzung, die einen Mikroschritt durch mehrere Phasen-AF-Befehle simuliert, (“Fahre auf 17,53 Meter, fahre auf 17,78 Meter, Fahre auf 17,95 Meter”) Und ja, die beiden Systeme sind völlig unterschiedlich. Ist in allen meinen PDFs haarklein beschrieben.

          1. Ich bin gerade am Bücherschreiben. Wenn ich alles, was ich in den Büchern geschrieben habe, hier noch mal schreibe, dann habe ich zwei Probleme: Ich komme nicht mehr zum schreiben – und ich weiß nicht, wovon ich morgen meine Brötchen bezahlen soll.

  13. Bezüglich Nachfolger der Top Pros, die ich alle bis auf das 90-250 habe solltest Du dir mal das Pana 10-25/1.7 ansehen. Hab ich seit knapp 4 Wochen und bin schwer begeistert davon.
    Knackscharf bis in die Ecken auch bei Highres, und ein ein wunderschönes Bokeh.

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