Holy Trinity – Teil 2: 25mm f/1,2

Das 25er 1,2 gibt’s jetzt schon ein bisschen länger – die ersten Samples kamen zusammen mit der E-M1 Mark II raus.  Aber nachdem ich jetzt mal alle drei auf einem Haufen hatte, hier halt der Vergleich zum alten 1,8er.  Das Obere ist aus dem 1,2er, das Untere aus dem 1,8er, beide bei Blende 1,8 und vom Stativ aus.

Auch hier wieder: unterschiedliche Bildwinkel. Was sofort auffällt: Das 1,8er hat das deutlich unruhigere Bokeh mit harten Rändern. Nun die Crops:

Auch hier wieder: Nicht auf die Haare kucken, die haben sich zwischen den Aufnahmen aufgrund von Wind bewegt. Die Schärfe liege auf der Iris und demzufolge kann man die Wiedergabe vor allem im Bereich der Wange beurteilen. Man muss zwar genau hinkucken, aber auch hier hat das 1,2er die Nase vorn. Die Strukturen sind besser durchgezeichnet.  Das gleiche Bild mit 1,2:

Klar, da kommt der Hintergrund cremig, da kann das 1,8er nicht gegen an.  Und weil gerade alles so schön aufgebaut war, habe ich mal getestet, ob man bei f/8 noch einen Unterschied sieht. Diesmal geht’s nicht um’s Pixelpeepen sondern tatsächlich um den Bildeindruck. UM das Auge zu täuschen, diesmal andersrum: Oben 1,8, unten 1,2.

Auch hier ist die Unschärfe deutlich ausgeprägter – weicher – als beim 1,8. So doll das bei Porträts kommt – bzw. bei allem, was man freistellen will – wenn mir die Schärfentiefe nicht ausreicht und ich hoffe, dass die Schärfe hinter der Schärfentiefe wenigstens noch hinreichend ist, kann mir da das 25mm, 1,2er ein Bein stellen. Wer also gelegentlich mit 25mm auch mal große Schärfentiefe braucht, sollte sich das durch den Kopf gehen lassen.  Ein “One-fits-all” ist das Objektiv nicht.

Und weil es letzthin mal Thema war: die Pro-Reihe besteht aus Kunststoff und Metall. Das Filtergewinde ist zum Beispiel aus Kunststoff. Das hat den Vorteil, dass man einen Filter auch wieder aus dem Gewinde kriegt, ohne in Foren um Rat betteln zu müssen – und dass ein kleiner Andötzer am Türrahmen nicht mit einer irreperablen Delle am Gewinde endet. Tragende Teile sind jedoch aus Metall.

2 Replies to “Holy Trinity – Teil 2: 25mm f/1,2”

  1. Mir sind bei meinem Vergleichen am deutlichsten die unterschiedlichen Bildwinkel aufgefallen.
    Bei welchem passt die Angabe 25mm besser, beim Kleinen oder das Großen?
    Ansonsten steht mein Fazit fest. Das 1.8 ist echt gut.

  2. Danke für diesen Vergleich, Reinhard! Das putzig kleine 1.8er nutze ich schon länger mit Zufriedenheit, so dass sogar die aus dem Vollen gefräste Panaleica 1.4er FT-Version bei mir immer seltener zum Einsatz kam (obwohl deren Bokeh auch viel cremiger ist), weil sie eben doch 4-mal so schwer ist. Zufällig gerade gestern habe ich mir nun das 1.2er bestellt, weil ich damit glaubte, meine beiden 25er Optiken ersetzen zu können. Nun überlege ich mir den Verkauf des 1.8ers noch mal…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.