40-150 f/2,8 Teil III

Das 40-150er ist natürlich so ziemlich die ideale Brennweite für Hundefotografie. Also habe ich gestern mal Arco, einen 6 Monate alten deutschen Drahthaar in schwarz vor meiner Kamera turnen lassen. Es war knallige Sonne und das macht es dem AF bei einem schwarzen Hund nicht leichter. Zudem habe ich das erstemal einen deutschen Drahthaar fotografiert – vor allem einen jungen – bei dem von den Ohren bis zur Zunge alles in alle Richtungen schlackert.

Quer zur Kamera ist natürlich absolut kein Problem, schwieriger wird es, wenn der Hund auf die Kamera zurennt. 

Ganz klar: das Objektiv ist extem schnell und unhörbar. Was man hört, ist lediglich das Verschlussklackern. Blende 2,8 ist natürlich eine Ansage, reicht aber nicht für einen ganzen Hund, zumindest nicht, wenn er eine gewisse Größe hat. Mit dem 9er Feld kriegt man eigentlich bei C-AF und 6fps bei jedem Bild irgendwas vom Hund scharf, nur leider meistens eben nicht mehr den Kopf. Also 4,5 – und schon klappt’s. Will man sich auf den Kopf konzentrieren ist natürlich ein kleines AF-Feld angesagt – und mehr Versuche, denn trotz der Tatsache, dass man bei der E-M1 nun die AF-Punkte auch bei C-AF und Serienbild angezeigt bekommt, ist das schon für Fortgeschrittene, den Punkt im Ziel zu halten. Im Vergleich zum 35-100 oder 50-200 ist die AF-Geschwindigkeit natürlich erheblich gesteigert. Nicht-Treffer sind eigentlich zu 100% auf die Firmware hinter der Kamera zurückzuführen.

Ganz klar: das Objektiv macht es leichter – und zwar ganz wortwörtlich, die Tüte ist schneller zu bewegen als die FT-Objektive. Trotzdem: Übung macht den Meister, das neue Objektiv macht nun nicht jeden zum Weltmeister im Hunde fotografieren. (mich auch nicht….)

Hier ist ein ganz interessanter Effekt, den ich so noch bei keinem Objektiv gesehen habe: und zwar reißen Spitzlichter im Schärfebereich nach oben und unten aus – hinter und vor dem Schärfebereich passiert das auch, aber nicht so stark. Ich weiß nicht, ob das jetzt spezifisch bei meinem Exemplar der Fall war, oder ob das alle 40-150 haben. Ich find’s interessant – ist aber sicher Geschmackssache. Alles bei Blende 2,8 und 150mm. Das Bild oben ist beschnitten. Diese Ausreißer können auch ziemlich groß werden:

Hier auf der Plastik-Ente blitzt es schon ganz gewaltig. 40mm Brennweite.

– Update-
Manchmal ist man wie vernagelt: der Effekt ist simpel, Wolfgang aus dem oly-forum hat mich draufgebracht: Es handelt sich um eine Beugung am ablaufenden Verschluss. Diese Beugung tritt immer und bei allen Objektiven auf – übrigens auch bei allen Verschlusszeiten – nur sieht man diese Beugung natürlich um so besser, je besser das Objektiv Streulicht ausblendet. Der Beugungsstreifen läuft immer senkrecht zum Verschluss, also bei unseren Kameras entlang der kurzen Seite, egal wie man die Kamera hält. Kleiner Gag am Rande: Schaltet man bei der E-M1 den Anti-Schock auf 0 Sekunden, verschwindet die obere Hälfte des Reflexes – natürlich nur bei Belichtungszeiten unterhalb von 1/320 Sekunden
– Ende Update –

Das Bild habe ich übrigens mal spaßeshalber durch HDR-Projects gejagt um ein bisschen mehr sichtbar zu machen:

Morgen geht’s mit dem Objektiv ins Studio und abends dann in die Clubs. Mal sehen, was da damit geht.

4 Replies to “40-150 f/2,8 Teil III”

  1. Guten Abend,
    ist es eigentlich Perlen vor die Säue geworfen, das 40-150 für eine Pen-F zu kaufen? Wir sind im Urlaub üblicherweise mit dem Fahrrad unterwegs und da werde ich keine meiner großen Canonen mit weißem Rohr mitschleppen. Aber die Pen ist auf jeden Fall dabei.

    1. Was ist die Perle, was die Sau? Also zur PEN-F funktioniert natürlich prima ein 75er 1,8. Und gut aussehen tut ein 17 1,8. Und echt lässig ist ein 9mm Fishcap. Du kannst auch ein 40-150 er 4,0-5,6 mitnehmen, wunderschön klein und leicht, nimmt echt kaum Platz weg. Das 40-150 2,8 Pro? Klar geht das. Macht tolle Bilder. Aber ist halt schon wieder ein Rohr. Aber sobald das Licht schlechter wird, sind halt 2,8 ne Ansage…

      1. Eigentlich sollten es zur PEN nicht mehr als die vorhandenen 17, 25 und 45 – jeweils 1,8 – werden. Hier geht es mir um das 40-150 2,8 Pro (Die andere Version hatte ich gar nicht auf dem Schirm – viel zu lichtschwach). Und meine Transportbegründung von oben scheint mir sowohl für mich selbst als auch für meine Frau ausreichend 😉 Gefragt hatte ich, weil ich bei der Recherche halt lediglich Testbilder der Kombination mit OM-D E-M1 verschiedener Versionen gefunden hatte.
        Auf die naheliegendste Suche bin ich grade erst gekommen:
        Es scheint tatsächlich nichts zu geben, was mich von meinem Vorhaben abbringen könnte 😉

        1. Hallo Frank,
          etwas, das Dich vielleicht noch davon abbringen kann, wäre das Panasonic 35-100 2,8.
          Wiegt nur die Hälfte und hat die Größe einer Coladose. Ok, oben fehlen 50mm, aber ich habe ja meistens noch ein 100-400 dabei.

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