
Irfersdorf ist ein Kaff in der Nähe von Beilngries, das kaum jemand kennt – außer Fans von Stockcarrennen und Leute, die meinen Artikel von 2010 darüber gelesen haben. Da ich damals schon grob die Regeln erklärt habe, verkneife ich mir das diesmal.
Ich habe diesmal keine spektakulären Überschläge fotografiert, weil es mir vor allem drum ging, rauszufinden, ob man mit Infrarot irgendwie andere Bilder bekommt. Deshalb bin ich nach drei Rennen auch wieder abgezogen. Die Überschläge fanden alle in der “Liqui-Moli-Kurve” statt, und die ist von den Zuschauerrängen nicht vernünftig einsehbar. Stockcar findet in einem Hohlweg statt und nicht umsonst haben die echten Fans fette LKW-Anhnger dabei, auf die auch noch knackige Aufbauten draufkommen, damit man von dort eine gute Sicht hat.
Natürlich sieht man dann nur von oben – und die Vogelperspektive ist jetzt nicht das, was ich besonders sexy finde.
Das große Problem bei Stockcarrennen ist der Staub. Zar wird zwischen den Rennen die Strecke immer gewässert, aber das darf nicht übertrieben werden, weil das ganze sonst in eine Schlammschlacht ausartet Die Idee, dass Infrarot mit Staub genauso gut klarkommt, wie mit Dunst, war leider falsch.

Diese Klasse heißt übrigens “unverbaut”. Das bedeutet, da ist nur ein Überrollkäfig drin und die Türen sind mit Platten verstärkt und zugeschweißt. Alles, was abfliegen und kaputtgehen kann, ist natürlich entfernt. Scheiben sind durch Drahtgitter ersetzt. Aber man kann grob noch erkennen, was das mal für ein Auto war.
Wenn übrigens bei einem Auto der Motor was abkriegt, wird das Rennen sofort unterbrochen und es kommt jemand mit einer Ölwanne gerannt, damit der Boden nicht versaut wird. Und natürlich gibt es dutzendweise Streckenposten – obwohl die Strecke nur 400 Meter lang ist – und acht Mann Feuerwehr und Sanitäter und alles, was man so brauchen kann. Inklusive drei Radladern mit Gabeln um die ausgefallenen Fahrzeuge zu entfernen.
Ein Überschlag bedeutet übrigens nicht, dass das Auto ausscheidet. Wenn die Kiste hinterher noch fährt – weiter geht’s.
Was ist nun bei IR im Motorsport anders? Der AF ist etwas schwächer. Und man muss das eigentlich nicht wirklich haben.

Hier versucht ein Golf einen anderen Golf zu drehen. man schiebt den Golf in der Kurve an, so dass er mit dem Heck nach außen dreht und quer steht. Bis sich der “Angeschobene” wieder einsortiert hat, hat er locker eine halbe Runde verloren. In diesem Fall hat es nicht funktioniert, der führende Golf hat seine Position durch die Kurve halten können.
Hast du einen Filter bei den IR Aufnahmen verwendet, oder nicht?
Die Kamera ist ein Umbau. Kein Filter vor dem Objektiv. Die Action wäre mit Filter nicht machbar gewesen. Die Bilder sind ooC.