OM-3-Buch in Arbeit

Gestern kam die OM-3. Fettes Danke noch mal an Matthias. Die Flasche ist in den Weinkeller gewandert – schließlich soll ja jetzt erst mal das Buch was werden, damit Du Deine Kamera wieder retour bekommst.

Es ist ja kein Geheimnis, dass ich die OM-3 nicht mag. Zu groß, zu teuer, unergonomisch. Und keine PEN-F.

Aber ich schreib ja kein Buch, in dem steht “Du hast die falsche Kamera gekauft. Das Ding ist Schrott, gib sie zurück.” Ich habe bisher drei mal so ein Buch angefangen und jedes Mal wieder aufgegeben, die Kameras an den Hersteller zurückgeschickt und einen Haken an die verlorene Zeit gemacht. Schließlich muss ich ja mit der Kamera für das Buch fotografieren. Und nicht nur – wie andere Autoren – Spielzeug auf dem häuslichen Schreibtisch, sondern ernsthafte Bilder. Ich packe da also Kreativität rein. Und muss wissen, wie die Kamera “tickt”.

Und da hat mich die OM-3 jetzt überrascht. Ja, klar. Zu wenig Knöpfe. Den Ein/Ausschalter hatten sie wohl irgendwo gefunden und dann wo hingenagelt, wo vermeintlich noch Platz war. Aber andere Dinge sind richtig gut. Das alberne Wahlrad zwischen Foto/Video und Zeitlupe – das ist, erstaunlich genug, sinnvoll, weil man auf einmal beim Videomodus problemlos zwischen M und A und P wechseln kann. Knüller. Die Custom-Modi beim Filmen: sehr fein.

Und so ganz winzige, kleine Verbesserungen: Bei der OM-1 musste man die Rauschunterdrückung für HighRes und Normal getrennt einstellen. Bei der OM-3 ist das nur noch eine Einstellung.

Der Fokus-Piep. Sie haben dem Piep bei der OM-3 einen Schalldämpfer verpasst. Wenn man nicht in der totenstillen Kirche knipst, ist der Piep eigentlich nur noch vom Fotografen zu hören. Super!

Das sind sicher alles keine Dinge, die den Preis der Kamera rechtfertigen. Aber es sind lauter kleine Dinge, die gut gemacht sind und die mir die Kamera sympathisch machen.

Ich bin sicher, ich werde mich über Dinge ärgern und noch andere Dinge gut finden. Aber nach 24 Stunden muss ich sagen: es lässt sich besser an, als gedacht.

Wenn nur der Einschalter nicht wäre.

10 Replies to “OM-3-Buch in Arbeit”

  1. Zum Einschalter
    Da hat wohl ein Entwickler oder Designer der Kamera die analoge OM 1 angeschaut und gedacht wir haben da noch ein paar Einschalter übrig
    Die Position stimmt zumindest ziemlich exakt. Viel Spaß beim schreiben!

      1. Ja, aber sie sieht meiner ollen OM-2n schon verdammt ähnlich!
        Die war mir übrigens auch zu unergonomisch. Hatte immer den “Winder” dran. Nicht, weil ich zu faul war zum Aufziehen oder gar den 36er Film in einem Rutsch durchknipsen wollte, sondern einfach zum Besser-Anfassen-Können. Und das, obwohl ich eigentlich “passend” kleine Hände habe…

  2. Hallo Reinhard,
    da bin ich wirklich gespannt. Mein Problem ist, dass ich sie optisch “schön” finde, Retro halt. Natürlich total überteuert und natürlich wäre wahrscheinlich technisch viel mehr möglich gewesen.
    Und genau die Frage wird doch interessant: was geht?
    Und was geht mit den alten FT Schätzen? Ähnlich wie die OM 1, besser? Oder schlechter?
    Ich freue mich jedenfalls auf Deine Erfahrungen,
    viele Grüße
    Hans-Joachim

  3. Ich freue mich auf das Buch!
    Die OM-3 ist nicht perfekt. Aber ich mag sie. Meine OM-1.1 nehme ich nur noch selten in die Hand, selbst mit dem 150-400er nehme ich die OM-3. Die Kamera macht mir einfach Spaß und ist technisch ein Wolf im Schafspelz.
    Die größten Nachteile für mich: der fehlende Anschluss für einen Kabel-Fernauslöser und die fehlende Taste mit der man direkt auf die Einstellungen von COLOR und MONO zugreifen kann (wie es die PEN-F so toll mit der Wippe gelöst hat, und selbst die PEN EP-7 hat einen Knopf dafür). Man kann nicht mal irgendeine Taste damit belegen. Man gewöhnt sich zwar an den Umweg über das SCP, aber Spaß macht das nicht, und es will mir nicht in den Kopf warum da gespart wurde, wo doch das Kreativ-Rad als Highlight der Kamera beworben wurde… Ich hoffe immer noch auf ein FW-Update mit dem man die Funktionen endlich auf eine Taste legen kann, aber so langsam glaube ich nicht mehr dass das kommt.

    1. Geht mir genauso. Seit ich die OM-3 habe liegt die OM 1 im Regal. Als Fernauslöser kann ich den RM-WR2 sehr empfehlen. Die Verbindung funktioniert sofort und problemlos. Er ist so klein, das man ihn bei Selbstportraits in der Hand verschwinden lassen und trotzdem auslösen kann.
      Was mir auch sehr hilft, ist das man die C1-C5 benennen kann.

    2. Hallo Sabrina,
      das ist ja mal ne Aussage. Ich spiele schon lange mit dem Gedanken die OM 1-I durch die OM-3 zu ersetzen….
      Dich stört der schlechtere Sucher nicht?
      (Ich warte ja eigentlich auf die „real PEN-F-II“ )

  4. Klar liegt eine Kamera von der Größe einer PEN-F viel besser in der Hand. Denke aber, dass die OM-3 mit aktueller Technik durchaus ihre Berechtigung hat. Sie schreit leider nach klassisch “Kamera vor dem Bauch”, und das ist es, was ich am wenigsten an ihr mag.

  5. Am 09.02.2026 ist ja die Astro-Variante der OM-3 herausgekommen.
    Wird es im Buch eine Erwähnung bzw. kleine Erklärung zu dieser Variante geben?

    1. Eher nicht. Ich habe sie nicht und sehe auch keine Chance, sie zu bekommen. Also kann ich auch nur Hörensagenmutmaßungen von mir geben – muss nicht.

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