
Unter dem letzten Post hat mal wieder jemand, der wahrscheinlich nicht Gert heißt, gepostet, dass zwar nicht alle meine Models hässlich wären, aber die Fotos wären belanglos.
Zum ersten Teil des Postes: Teile mir mit, welche Models Du gerne beleidigen willst, dann rufe ich die an, ihr trefft euch in Rocksdorf und dann sag es ihnen bitte ins Gesicht. Wenn Du Dich traust. Aber Nasen, die anonym im Netz rumhaten sind meistens zu feige für so etwas. Und ich hätte gerne eine Liste mit mehr als 80 Models von Dir und ich freue mich darauf, Dich auch den jeweiligen Lebensabschnittsgefährten vorzustellen.
Ich bin gespannt.
Wegen der “belanglosen” Fotos. Die meisten Fotos – oder eigentlich alle – die ich hier zeige, sind “belanglos”. Warum? Weil es hier nicht um die Person geht – die will ich nämlich nicht in einer “belangreichen” Situation solchen Leuten wie Dir zeigen – sondern weil ich hier Effekte von Kameras und Objektiven zeige. Das kann ich auch an Schaufensterpuppen machen, was ich ja auch zunehmend tue. Im Gegenteil, ich zeige hier keine inszenierte Emo-Knipserei weil das von der Technik ablenkt. Nimm ein Model, verteile etwas Spachtelmasse drauf, lass sie lasziv in die Kamera lächeln, im Hintergrund Bokehkringel und schon sind alle der Meinung, das Objektiv sei der Must-Have-Knüller. Und dann kaufen die Leute das Teil, gehen damit auf ihre Nachbarin los und denken, sie sind die Helden. Nein. Sie sind Idioten, die auf billigste Sex-Sells-Werbung reinfallen.
Also veröffentliche ich belanglose Fotos. Weil es um die technischen Parameter geht. Weil ich mit meinen Models absichtlich genau solche Fotos mache. Hier halte mal die Graukarten und grins dazu, oder von mir aus auch nicht, es geht nur drum, dass der Leser sieht, wie groß die Karten sind und wie unterschiedlich das Grau. Geh mit Kleid auf die Pappe und dreh Dich. Wir machen jetzt HSS-Blitzen, ich brauche eine schnelle Bewegung. OK, dann machst Du einen Kung-Fu-Jump. Ist mir egal. Hauptsache, Deine Haare fliegen. OK Jungs, macht mal die Oberkörper frei, jetzt machen wir Muskelfotos, damit die Leute sehen, wie sich Streiflicht auswirkt.
So geht Fotografieren. Zielgruppenorientiert. Gert, Du hast nie auch nur ein Buch von mir gekauft. Würdest Du das tun, wenn ich hier gefakete Emotionsbilder veröffentliche? Nein, Du würdest Deine voyeuristischen Neigungen füttern und fertig.
Und wenn ich hier echte Emotionsbilder veröffentliche? Leute, das sind Kundenbilder. Das sind Bilder, die sich meine Kunden nicht mal aufs Klavier stellen, die haben sie im Fotoalbum, die nur Leute sehen dürfen, denen sie vertrauen. Oft sind da auch Kinder drauf. (Nein, keine P-Fotos. Einfach sichtbare Emotionen. Liebe, Trauer, Glück.) Es gibt Fotografen, die veröffentlichen sowas. Ich nicht. Wenn meine Kunden das veröffentlichen ist das denen ihr Problem, ich mache das nicht.
Die Erwartungshaltung, dass ich das mache – wozu überhaupt? – finde ich ziemlich schräg. Aber anscheinend gehört das heutzutage dazu.
Mein Anspruch als Fotograf ist, das Wesen der fotografierten Person einzufangen, so dass sie sich selbst gut getroffen fühlt. “Fotografen”, die ihre Models als Freaks vorführen um “Bedeutung” zu simulieren, mag ich nicht. Was Du nicht willst, dass man Dir tu…. Mein Ansatz hat den Vorteil, dass er nachhaltig ist. Die Fotos werden von den Fotografierten und teilweise auch schon von ihren Erben in Ehren gehalten.
Und dass Du, Gert, hier keinen “Belang” siehst – Überraschung, das ist Absicht. Solche Leute wie Du sind aus dem Kreis derer, die hinter die Kulisse der reinen Erklärbärfotos kucken dürfen, ausgeschlossen.
Sind die Gerts, Klaus-Dieters, … dieser Welt diese Aufmerksamkeit und und Emotionen wert? ich finde nein.
Ich finde, die Frage ist in solchen Fällen nicht, ob jemand etwas wert ist, sondern ob es mir die Sache wert ist. Reinhard war es die Sache offenbar wert – und seine Antwort ist es auch wert.
Nunja, ich weiß nicht, wer oder was “Gerd” ist…
…allerdings weiß ich auch nicht, ob er nicht vielleicht einfach nur das zuvor von vielen Menschen geschriebene pointiert zusammenfassen wollte: die “Güte” eines Bildes liegt im Auge der betrachtenden Person.
“Es gibt kein gutes Bild” auf die Sichtweise der betrachtenen Person bezogen könnte mensch formulieren als “deine Models sind zwar nicht hässlich, aber deine Bilder von ihnen berühren mich nicht”.
Und wenn ich das jetzt etwas überspitzt schreibe, vielleicht etwas provozieren möchte, dann kommt Gerd “Statement” dabei heraus…
Zumindest das mit dem Provozieren scheint ihm ja gelungen zu sein…
😉
jm2c
Martin
Wie auch schon dort geschrieben, kann man Kritik auch wertschätzend und weniger als absolut gültig formulieren.
Es geht mir da weniger um den Inhalt als um die Form.
Ein “das ist Scheiße” trägt wenig zur Diskussion bei. Ein “das berührt mich nicht” schließt nicht aus, dass das Bild jemand anderen berühren kann.
Jepp…
Meiner Meinung nach wollte “Gerd” provozieren. Was ihm leider gelungen ist.
Jörg hat es oben auf den Punkt gebracht:
“Sind die Gerts, Klaus-Dieters, … dieser Welt diese Aufmerksamkeit und und Emotionen wert? ich finde nein.”
Ich hätte den Beitrag auch einfach in der Moderation lassen können. Wie die anderen Beiträge dieser multiplen Persönlichkeiten. Aber – Überraschung – er hat mir einen Anlass für einen Artikel gegeben. Dinge klarzustellen. Insofern von meiner Seite “Thumbs up”. Wenn ich mich nicht mehr provozieren lasse, dann stelle ich den Blog ein. Denn fast alle Beiträge hier entstehen dadurch, dass mich irgendwer dazu provoziert, etwas zu schreiben. Wenn ich keinen Antrieb mehr habe, etwas zu schreiben, dann lass ich es bleiben.
Auch wahr:
Ohne “Provokationen” (oder auch “Aufforderungen”, “Anregungen”, etc…) wäre die Welt langweilig(er)!
Also: lass dich weiter “provozieren” – im Sinne von “anregen”!
😉
Ich kann nicht für Reinhard sprechen, aber für mich ginge es an einer solchen Stelle nicht darum, ob eine Person irgendeine Aufmerksamkeit “wert” ist. (Mal abgesehen von der Frage, ob man an zwei Zeilen in der Kommentarspalte eines Blogs festmachen möchte, was ein Mensch “wert” ist.) Sondern ob etwas öffentlich Gesprochenes oder Geschriebenes eine öffentliche Antwort verdient. Und ich finde, dass hier etwas im Wesentlichen die Reaktion bekam, die es verdient hat. Soll man etwas, dem eine Antwort gebührt, unbeantwortet lassen, nur weil es eine “Provokation” war? Manchmal gehört etwas gerade deswegen beantwortet. Dass es eine war, darüber gab es hier sicherlich bei niemandem Ungewissheit 😉
Ich finde es aber schön, dass Reinhard ein passendes – wenn auch sicher völlig belangloses – Bild zu dem Thema gefunden hat 😀
Andy
imbelanglosmodus
Es gibt keine „häßlichen“ Menschen, ergo auch keine häßlichen Models…
Das einzig häßliche entspringt kranken Gehirnen. Siehe aktuelle Weltpopolitik…
https://youtu.be/C7cl7TXke7Y?si=AatgMIuVqZL7KALM
Herrliche Erinnerung.
Die „Neue Deutsche Welle“ mit DAF (Deutsch Amerikanische Freundschaft), DÖF (Deutsch-Östereichisches Feingefühl und Kraftwerk waren meine prägende Musik. Seitdem und durch die bin ich so wie ich bin.
Anfang der 80er war meine Welt noch in Ordnung.
Nun ja, Andreas. So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein. Meine 1980er-Welt war absolut nicht “in Ordnung”: NATO Doppelbeschluß, Umweltzerstörung, Wirtschaftskrise, ect. Und die von Dir angesprochene Musik finde ich heute noch gruselig. Und dann ist mir da noch die Nikon mit dem 180er in die Jagst gefallen… Was lernen wir (vielleicht) daraus? Früher war nie alles besser, nur anders. Also: OOOOOOOOOOOOMMMMMMMMMMMM……… Herzlichst, Falk
heute ist auch nicht alles besser nur anders !
oder wie war das mit den Augen und dem Betrachten 😉
In einem hat Gerd recht, Modellfotos sind in der Regel belanglos, aber wer Modells häßlich findet ist ein Idiot, denn nur Idioten sehen das Schöne nur im Schönen. Love and Peace Georg
Eigentlich, wenn dem so ist, dann sollte man die Gelegenheit deine Models zu inspizieren nicht ungenutzt lassen.
Also Monis-Haut beim Pat… bedenktlich …bedenklich….
In Rocksdorf könnte ich dann ja problemlos einräumen, daß es an der an der bescheidenen Farbwiedergabe des Laptop-Displays gelegen hat, daß ich mir um eure Gesundheit Sorgen gemacht habe.
Ja, Musik… damals… Rückblickend wenn man durch Youtube zappt, wundert man sich schon, daß den Radiostationen
damals gelungen ist soviel peinliche Musik in Dauerschleife zu haben. Im Ouevre von Anette Humpe jabe ich jetzt so manche Perle gefunden, die ich noch nicht kannte.
Ich bin immer wieder einigermaßen fassungslos darüber, wo und wie manche Leute ihren Frust/Hass abladen. Häßliche Models? Im Ernst? Sonst haben diese Hater keine Probleme? Doch, haben sie: Ihre häßliche Fratze der Menschenverachtung. Widerlich.