Analytics….

Ab und zu sehe ich mir mal an, wie der LiveStream gekuckt wird. Man will ja dazulernen, für was die Leute Zeit investieren, und für was nicht.

Den letzten haben bisher 660 Leute angekuckt, damit ist es der zweitschlechteste LiveStream von den acht, die wir bisher gemacht haben. Der Schlechteste war LiveComposite.

Während des LiveStreams selbst haben wir so gut wie keinen Verlust an Zuschauern, aber bei denen, die hinterher kucken, haben wir nach dem Unwahrscheinlichkeitsdrive bis zu 50% Zuschauerschwund. Sprich: Das Interesse beschränkt sich wieder nur auf die Branchengerüchte

Für die Gerüchte gibt’s aber Gerüchteseiten, die mit ihrem Zeug richtig viel Kohle machen und auch entsprechend als Multiplikatoren von den Herstellern gegen Cash genutzt werden. Und die kriegen auch keine Abmahnungen.

Echte Fotothemen sind anscheinend nur für eine Minderheit interessant. Gut, das ist jetzt nicht die neueste Information auf dieser Erde. Aber Für mich ist es eben wieder mal ein Anlass, Dinge zu überdenken. Es gibt keinen Zuwachs bei den Views. Querbewegung. Von den 660 Views brechen grob 60% nach dem Intro ab. (Ui, da ist keine fesche Blondine zu sehen, sondern ein übergewichtiger Fast-Rentner – Weg hier!) Bleiben 400, die die Branchennews verfolgen und von denen verliere ich während des Fotothemas weitere 100.

Also bin ich stabil bei einem Publikum von 300 und bei etwa 80 gleichzeitigen LiveStream-Zuschauern die sich für Fotothemen interessieren. (Und ja, hier sind natürlich, wie immer bei YouTube, nur bei YouTube angemeldete Zuschauer gemeint. Alle, die über den eingebundenen LiveStream kucken, werden nicht erfasst.)

Lohnt der Aufwand? Sollte ich nicht besser was anderes tun? Ja klar, 300 Leute, das sind fünf Reisebusse voll. Wir haben mit der Band meistens vor deutlich weniger Publikum gespielt. Mit weit mehr Aufwand. Aber wenn ich mir Herrn Eisl ankucke, der mit seinem Ösi-Englisch und einer Werbeverkaufsveranstaltung für das 50-200 immerhin fast 10.000 Views erreicht hat – da werde ich ja neidisch. Sollte ich sowas auch machen? Sind Jubelarien erfolgreicher als kritischer, investigativer Journalismus? Würde einiges erklären.

Man sollte Analytics wohl doch nicht ankucken. Man ist versucht in die Mainstreamschiene zu rutschen. 100.000 Fliegen können nicht irren. Kuckt mehr Scheiße…

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