
Die Kamera ist seit Monaten draußen und jetzt kommt der Wagner daher?
Nuja, ich habe sie halt jetzt erst bekommen.
Seit ein paar Tagen bin ich also am „Testen“ und Buch schreiben und es gibt Dinge, die mir an der Kamera wirklich gefallen. Die Ergonomie. Sie fasst sich gut an, der kleine Handgriff ist prima, die Tasten sind dort, wo sie hingehören. Und – vor allem – die Kamera hat sieben belegbare Tasten. Zwei mehr als die deutlich größere OM-3.
Sie hat wieder Szenemodi und den Auto-Modus mit der Bedienung über den Touchscreen. (Finde ich fürchterlich, aber ich denke, da gibt es ein Publikum dafür. )
Was ich echt albern finde: Die Kamera wird mit 30fps beworben. Also 30 Bilder pro Sekunde in Serie H. Ähh – nö. Sie kann eine Serienbildgeschwindigkeit von 30 Bildern pro Sekunde. Aber keine 30 Bilder pro Sekunde. Die Geschwindigkeit geht nur eine halbe Sekunde. Dann bricht der Speed auf 10 fps ein. Immer vorausgesetzt, man macht nicht JPG-RAW, dann sind es nur noch 5fps. Interessanterweise spielt es überhaupt keine Rolle, wie groß die Dateien sind – ob LN, LF, LFS, RAW, ob 4GB oder 13GB. Das spricht dafür, dass es keinen technischen Grund – zum Beispiel zu kleiner Speicher – gibt, sondern dass diese Begrenzung bewusst so gewählt wurde.
Kann man machen.
Was mich dagegen freut. Die JPG-Engine ist anscheinend noch die „Alte“ von der E-M1II/III. Sie liefert saubere ISO 200 bei Rauschfilter „Aus“. Und sie hat auch nicht den Rotstich der OM-1/II/3, also AutoWB mit +2 A bringt angenehme Farben.
Und der S-OVF ist beerdigt und vom NightLV beerbt worden, der jetzt nicht mehr die starken Kontrastanhebungen hat, sondern aussieht wie der alte S-OVF. Ist ne feine Sache, die Zweiteilung war unnötig.
Die Option, den Namen des Ordners auf der Speicherkarte festzulegen, ist ersatzlos entfallen. Wichtig war das vor allem, wenn man eben bestimmte Nummern vor dem Verzeichnis haben wollte.
Ich bin weiter am Forschen.