Das ist der Abguss von „Non-Violence“ von Carl Fredrik Reuterswärd der in Stockholm steht. Das Foto habe ich 2009 gemacht, als Schweden noch neutral war. Mittlerweile haben sich Dinge geändert – zum Beispiel ist Reuterswärd 2016 gestorben. Meine Cousine in Stockholm übrigens auch.

Das Foto hat mir digikam mit der Bilderkennung hochgespült, allerdings nur das Foto von hinten – das wurde als Revolver erkannt. Von vorne nicht.

Reuterswärd hat das Kunstwerk als Reaktion auf den Mord an John Lennon gemacht und es gibt angeblich 30 Abgüsse davon. Ein paar davon auch in Deutschland. Und 2005 wurde auch am Kanzleramt eine aufgestellt. Geschenk des Künstlers. Steffen Kampeter, CDU, fand das damals voll miese. genauer „Trivialpazifistisch.“. Anfassen kann man das Ding in Berlin nicht, nur einmal im Jahr sind die heiligen Haine für den Plebs zugänglich.

Hilft Antikriegskunst in einem abgeschlossenen Garten gegen Krieg?

Oder hätte Reuterswärd das Ding nicht lieber mitten im Bundestag aufstellen lassen sollen?

Ich war damals mit der E-P1 in Stockholm. Und hatte auch das Lensbaby dabei.

Lensbaby 2.0

Interessant war, wie sich die Einstellung zur Knipserei verändert hat. In dem Kaufhaus, in dem ich anno 1977 noch problemlos fotografiert hatte, wurde ich 2009 sofort angesprochen, ich solle meine Knipse wegpacken. 2015 war es auf einmal kein Problem mehr, zu fotografieren. Smartphones haben einiges verändert.

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