
Bei meiner Durchforstung der amerikanischen Geschäftspartner bin ich auf paypal gestoßen. Die gehen mir schon ne ganze Zeit ziemlich auf den Senkel. Im Endeffekt ist das so ziemlich der größte Posten, wo Geld von mir über den Teich fließt.
Bevor ich die nun abklemme – was halten meine Kunden davon? Habt ihr ne Alternative? Kreditkarten sind keine Alternative.
Wero ist erst eine relativ kurze Zeit am Start und scheint bereits jetzt tot zu sein, weil sie keine brauchbare Schnittstelle für Ecommerce anbieten.
Vielleicht weiß die Community was….
Ansonsten klemme ich paypal ab und arbeite nur noch mit Überweisung.
naja, Wero ist für mich tot weil es nur über eine Handy-App nutzbar ist, und sie bislang keine Möglichkeit über Online-Banking via Browser zulassen. OK, bei meinem alternativen gogglefreiem Handy-OS würde die App sowieso nicht funktionieren.
Also immer wieder mal eurem Bankberater aufn Sack gehen, wann sie gedenken das im Browser zuzulassen, bei GiroPay ging es ja auch. Habe ich bis heute nicht verstanden warum sie das gekillt haben, war ja ne europäische Lösung.
Ich brauche keine Alternative zu Paypal, habe das bislang nur 2-3x via Tochter bei Bestellungen in der Ukraine benutzt.
Meist konnte ich meine Geschäftspartner von einer stinknormalen Bank-Überweisung überzeugen, bei den anderen bestelle ich halt nix.
Seit Oktober letzten Jahres sollte das Geld via Banküberweisung eh am Folgetag gutgeschrieben werden, also mein Bedarf an Echtzeitüberweisungen tendiert so ziemlich gegen 0komma0
Bei mir ist paypal leider weiterhin ein muss, da die Teilnahmegebühren für internationale Wettbewerbe fast ausschließlich per paypal zu bezahlen sind. Mal hier 15$ nach Indien und dann 20$ nach Australien ist aktuell ohne Aufwand nur mit paypal möglich und die meisten der Salons bieten wegen der weltweiten Teilnehmer auch nur paypal an.
Sonst nutze ich paypal weil ich es sowieso habe, da könnte ich aber auch andere Optionen ziehen und bin definitiv nicht darauf angewiesen.
Soweit ich vor kurzem im Radio gehört habe, ist Peter Thiel, der PayPal groß gemacht hat, zumindest kein Freund des Blonden mit der Schmalzlocke.
Für mich ist es die einzige Möglichkeit, Zahlungen aus dem nicht-Euroraum mit erträglichen Spesen zu erhalten. Innerhalb des Euroraums gibt’s bei mir SEPA Überweisungen. Die sind weitgehend spesenfrei für alle Beteiligten. Die dürfen nur das kosten, was einem die Bank für eine Inlandsüberweisung berechnet. Bei meiner Bank ist das alles in den Kontogebühren enthalten.
Würde für mich bedeuten, keine Auslandsgeschäfte außerhalb der EU zu machen.
Alternative habe ich da leider auch keine.
Thiels Verhältnis zu Trump richtet sich jeweils danach, was Thiel nützt, um noch reicher zu werden und seinen Einfluss aufs Weltgeschehen (der größer sein dürfte als der Trumps) noch weiter zu vergrößern… Und ich weiß nicht, wie’s aktuell aussieht, aber Thiel war sein erster prominenter Unterstützer aus Silicon Valley. Wenn ich sagen sollte, wer von beiden gefährlicher und einflussreicher ist, wäre das Thiel…
Und so unsympathisch PayPal bleibt, ich seh’s ähnlich, oft gibt’s kaum bis keine Alternativen. Ich hatte für eBay-Käufe eine Zeitlang versucht, stattdessen Klarna zu nehmen – bis ich dort eine Kamera von einem Händler in der Nähe zum Abholen kaufte, und zwei Versuche der Klarna-Zahlung fehlschlugen, das Geld aber trotzdem zweimal abgebucht wurde. Der dritte Versuch mit PayPal klappte wie üblich. Klarna hat am Tag darauf zurückgebucht, aber es war reines Glück, dass ich die Kohle überhaupt auf dem Konto hatte. Das gebe ich mir jedenfalls nicht nochmal…
Als Händler stellt sich die Frage natürlich nochmal auf einem ganz anderen Level.
Das stimmt nicht. P**** T**** ist der Ziehvater von JD Vance und gefährlicher als die blonde Schmalzlocke. T**** will UN und EU zerschlagen weil er in Ihnen den Antichrist sieht. Das mit dem Antichrist meint er nicht metaphorisch, er sagt offen das die Apocalypse bevorsteht und er das verhindern müsse. Der Mann ist total durchgeknallt.
Ich nutze PayPal mittlerweile als Hauptzahlungsmittel im In- und Ausland. Auch unter Familienmitgliedern und Freunden. Ist einfach bequem und kostengünstig und schnell. Und bei Geschäftsangelegenheiten gibt es, zumindest theoretisch, eine Möglichkeit, Konflikte zu melden und das Geld gegebenenfalls wieder zurückzubekommen.
Im übrigen: Weder beim Autokauf noch bei der Waschmaschine noch bei Versicherungen und erst recht nicht bei Banksystemen interessiert mich ernsthaft, wer da irgendwie was besitzt oder wann was wo gesagt hat. Diese ganze Cancel- und Bewertungskultur geht mir mittlerweile ziemlich auf den Zeiger. Ich bewerte den Service und den Nutzen einer Sache oder Dienstleistung, gegebenenfalls die Kosten. Wenn mittlerweile sogar eine ursprünglich als Pazifistenpartei gegründete große Partei Investitionen in der Rüstungsindustrie als nachhaltig und umweltfreundlich und damit als moralisch vertretbar bezeichnet, dann kann ich nicht verstehen, wieso man bei alle anderen Dienstleistungen jetzt irgendwo mit der Lupe nach verwerflichen Aussagen oder falschen politischen Einstellung suchen müsste. Am Ende ist Politik privat und jedermanns eigene Sache. Vor allem, so glaube ich, jedermanns persönliches Recht. Ich werde weiterhin PayPal benutzen, kann keine negativen Erfahrungen melden. Und das zählt für mich…. Sorry, das mußte jetzt mal raus …
Auslandüberweisungen aus der CH sind mühsam. Da muss ich immer erst extra nach der Postadresse, die mit dem Konto verknüpft ist, fragen, dann elend lange Zahlenreihen eintippen und ein paar Tage warten, bis der Zahlungseingang endlich gemeldet und registriert ist. Das mache ich nur bei Käufen, die nicht anders gehen. Spontankäufe oder Bücher, die ich sehe und grad erhalten möchte, sind raus. Gebühren kommen noch dazu. War auch schon so, dass mir der ganze Aufwand gestunken hat und ich den Kauf abgebrochen habe.
Wenn ich über eine App zahlen müsste, wäre ich wohl raus. Der Aufwand, diese aus dem Nicht-EU-Ausland zu aktivieren, wäre absolut unverhältnismässig, weil sie hier nicht verwendbar sind und Bankenrichtlinien erfüllt werden müssten. Das für einen Kauf? Für eine App, die ev. noch schlechte Bewertungen hat?
paypal nervt mich auch, aber ich nutze es, weil es gesamthaft für mich das sicherste und einfachste Mittel ist. Thiel ist doch raus bei paypal und hat von dort seine ersten Hundertmillionen. Und ganz weg von der Ami-Ware kommt man eh nicht. Jeder Bankomatbezug läuft letztlich über sie. Der PC schaufelt auch Geld nach USA. Kreditkarte nutze ich nur bei grossen Firmen, weil ich bei kleinen misstrauisch bin, ob sie für Datensicherheit genug Aufwand betreiben.
Kein PayPal Konto, ich überweise. Wero ist installiert aber mangels Gelegenheit noch nicht benutzt.
Ich glaube man kann die Kommentare gut zusammenfassen.
Warum ist paypal (dies gilt für mich auch z.B. für Amazon) so erfolgreich? Das was sie machen funktioniert einfach! Es gibt keine großen Hürden, es ist unkompliziert, streßfrei und schnell.
Damit muss sich jeder Konkurrent messen, wobei er nicht besser sein müsste, sondern nur den gleichen Level erreichen sollte. Da sieht es bei anderen einfach nicht so gut aus. Besitzverhältnisse und andere Dinge im Hintergrund mal ausgeklammert, es geht mir hier rein um die sog. Userexperience. Da haben diese Produkte einfach geliefert…
Paypal habe ich nie genutzt – dafür gab es von Anfang an gute Gründe. Banküberweisung ist ok.
(Ja, es gibt ein paar Leute, die von mir nichts bekommen, obwohl sie eigentlich sollten. Aber Paypal kommt einfach definitiv nicht in Frage!)
Klarna und sumup
für Käufe nutze ich Klarna statt PayPal, was aber leider oft nicht möglich ist. Für Verkäufe vor Ort ist sumup unkompliziert mit nur einmaliger Investition in ein Lesegerät (70,-€?), Kunden können mit allen Karten (oder Überweisung) zahlen. Die Transaktionsgebühren sind für mich wegen der Arbeitserleichterung noch in Ordnung.
P.S. das Kartenlesegerät ist mobil, funktioniert ohne Handy im Mobilfunknetz
Ich benutze Klarna als Alternative zu Paypal wo immer es geht. Hinter dem schwedischen Unternehmen stehen aber auch internationale Investoren, also auch amerikanische. Meine Meinung ist, dass man im Finanzwesen an amerikanischen Unternehmen nicht vorbeikommt. Die Echtzeitüberweisung kann eine Alternative sein. Ich würde aber, z.B. bei ebay oder Kleinanzeigen, sehr ungern meine IBAN an, mir nicht bekannte, Personen oder Kleinunternehmen weitergeben.
Sowie es eine wirkliche globale Alternative gibt, ist Paypal bei mir Geschichte.
Ich verstehe Dein Anliegen, Reinhard. Und ich habe natürlich auch kein Problem mit direkter Überweisung – bei Dir.
Leider funktioniert die Welt nicht immer so reibungslos – es gibt einfach Zahlungen bei denen ich die Sicherheit einer indirekten Zahlung (mit Ausfallsicherung) zu schätzen weiß – und das auch schon in Anspruch nehmen musste.
Und nein, eine verklagbare Adresse alleine ist da keine Hilfe, weil der Weg über Gerichte steinig und auch nicht immer erfolgreich ist – am Ende kann man da sogar mehr Geld verloren haben.
Und das Argument der Zahlung aus dem nicht EU-Ausland (Schweiz) ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Generell bin ich ja auch dafür lieber Anbieter aus dem Inland bzw. EU (ist ja handelsmäßig Inland) zu nutzen, ganz ohne politische Sanktionen. Nur ist die Weltwirtschaft inzwischen so eng verknüpft, dass man da kaum wirklich raus kommt und oft auch gar keinen Einfluss darauf hat wer am Ende wirklich die Kohle einsteckt. Das funktioniert ja schon im Großen nicht, es fließt immer noch russisches Öl und Gas in die EU, obwohl ja als offiziell „böse“ gekennzeichnet. Und dort wo das nicht mehr hinkommt, gibt es halt Fucking – Verzeihung – Fracking-Gas. Kann ich darauf verzichten? Nein, seit der lokale Anbieter die Verbrennung von einheimischer Braunkohle eingestellt hat, wird unsere Wohnung eben mit Gas beheizt, kann ich nicht beeinflussen – und schon gar nicht woher dieses Gas kommt. Bei Strom wird versucht so viel wie möglich „grün“ zu erzeugen – klappt nur gerade im Winter auch nicht störungsfrei – und fürs Heizen reicht es dann bei weitem nicht. Ganz abgesehen vom Tanken, das funktioniert auch nicht ohne dass Geld aus der EU rausfließt.
Ich werde – wie ich es schon seit Jahren mache – weiterhin versuchen so lokal wie möglich zu kaufen (gilt auch, wen wir im Ausland sind – nur dass sich „lokal“ dann eben etwas verschoben hat) und auch die Dienstleistungen werde ich so lokal wie möglich nutzen. Und wenn ich eine europäische Alternative für PayPal usw. erkenne, werde ich lieber diese nutzen – aber diese sehe ich aktuell nicht. Und ich werde mich nicht verbiegen und auf Nützlichkeiten verzichten nur um „politisch korrekt“ zu handeln – das ist aus meiner Sicht auch nicht zielführend. Am Ende sind es immer „normale“ Leute die die eigentliche Arbeit machen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen – auch wenn die große Kohle in anderen Taschen landet.
Andy
My 5 cents:
– die normalen Debitkarten der Banken laufen über Mastercard/Visa, das alte MAESTRO über Mastercard
– Paypal funktioniert, aber auch US-Anbieter
Somit bleibt nur noch Banküberweisung oder Barzahlung.
Es wäre wünschenswert, das von Seiten der EU das WERO endlich praxistauglicher gemacht wird, dann könnte man zumindest im EU-Raum auf einen US-Anbieter verzichten.
Bleiben dann noch die Bankkarten, wo mir bislang eine kostengünstige EU Alternative zu Visa/Mastercard fehlt.
Nur dann fliesst kein Geld an US-Anbieter und man ist auch die US Embargo Problematik los.
lg
Wolfgang
Es gab auch mal eine EURO-Card – nur haben wir (Europäer) die ja von den Amis aufkaufen lassen (ist etwas komplizierter gelaufen – am Ende ist es aber so).
Und ganz ehrlich befürchte ich, dass was immer wir hier erfinden und wie immer wir es benennen, um international damit zahlen zu können (also außerhalb der EU), werden wir um eine Allianz mit den Amis kaum drumrum kommen und das kann dann ganz schnell wieder zu einer Übernahme führen. Insofern ist wohl jede funktionierende EU-Lösung nur eine Lösung auf Zeit.
Andy
impessimismusmodus
Auch der Boykott amerikanischer Waren und Dienstleistungen ist nur eine „Lösung auf Zeit“. Und solange niemand mitmacht, sowieso nur ein Feigenblatt. Aber irgendwer muss damit anfangen.
SWIFT ist übrigens – Überraschung – Europäisch. Belgisch. Man könnte also relativ simpel die amerikanischen Banken abklemmen. OK, dann wird vermutlich Flintenuschi nach Washington „evakuiert“.
Ich mag Paypal nicht besonders, aber es gibt im Micropayment leider kaum eine Alternative. Früher gab es mal „First Click and Buy“, damit hatte ich früher viel eingekauft, dann hatte es de Telekom übernommen und aus war es. Bei uns werden Ideen leider kaputt gemacht.
Wenn Dir PayPal stinkt, weil die Gebühren zu hoch sind, mach es zu. Aber wenn Dir dadurch unterm Strich Einnahmen wegbrechen, behalte es. Niemand verlangt, dass Du Dich selbst schädigst.
Wero ist gerade seit ein paar Wochen für die Deutsche Bank aktiv. Das war bisher alles Probebetrieb mit Zahlungen unter Privatleuten. Erst jetzt ist es möglich im Internet zu zahlen (ein paar Händler sind am Start) und gegen Ende des Jahres wird der stationäre Handel hinzukommen. Bis das für Dich sinnvoll einsetzbar ist, wird es noch etwas dauern. Ich würde es nicht gleich abschreiben. Einziges Geschmäckle – die Deutsche Bank hat die Abwicklung für die Transaktionen von PayPal in den USA übernommen. Soviel dann zum Interesse an europäische Zahlungsalternativen.
Man kann sich selbst ruinieren, um ein Vorbild zu sein. Aber man macht die Welt dadurch nicht besser. Im Gegenteil. Geht das bei Dir schief, schreckst Du andere von einem Wechsel ab, die vielleicht schon eher dazu in der Lage wären.
PayPal zu meiden ist Sache und Verantwortung von uns Kunden. Auch Du brauchst es ja für ausgehende Zahlungen nicht mehr zu nutzen. Niemandem ist geholfen, wenn sich die kleinen Händler selbst kaputtmachen.
Ich verstehe die Gedanken, nutze jedoch gern PP und PP Friends wenn ich etwas gebraucht erstehe oder abgebe. Ich finde es von der Grundstruktur gut und anwenderfreundlich gestaltet. Ganz vage meine ich mich zu erinnern, als die Bucht und PP enger zusammenarbeiteten und PP bekannter wurde, das die Banken in D etwas ähnliches aufbauen wollten. Konnten sich aber nicht einigen. Der Sparkassenverband wollte nicht mit den anderen Banken, jeder arbeitete seinerzeit an seinem System. Und: PP gibt es und die ‚Kleinstaaterei‘ hatte nix adäquates und gemeinsames gebacken, die Schließfächer sind leer. Schade für den Bankenstandort/EU, wenn ich noch mal nachdenke.
Klarna war mir zu kompliziert und mir schien, sie wollten auch Daten und Werbung.
Ich stehe auch in den Startlöchern, WERO zu nutzen. Naja, sobald man es eben sinnvoll nutzen kann.