Ich habe anno 2014, vor elf Jahren, angefangen, E-Books zu verkaufen. Das hat gut hingehauen und ich habe damals auf „Gambio“ gesetzt, weil mir das bei Strato gleich angeboten wurde. Irgendwann habe ich dann einen Supportvertrag mit Gambio geschlossen und dann habe ich den Shop bei denen in der Cloud gehostet.

Ja. Ausgerechnet ich. Habe meinen Shop in der Cloud. Wie doof kann man sein?

Nun hat Gambio anscheinend seine FTP-Schnittstellen abgeklemmt – und zwar seit Wochen – und ich kann meine aktualisierten Bücher nicht mehr hochladen. Knüller. Auf Supporttickets wird nicht reagiert und mein Account im Supportforum ist anscheinend gelöscht und neu anlegen geht nicht.

Die Muttergesellschaft ecommerce One hat Mitte letzten Jahres die letzten „News“ rausgehauen und wenn man ein bisschen recherchiert, wird einem etwas mulmig, wenn man dran denkt, dass man seinen kompletten Umsatz der Firma anvertraut hat.

Fakt ist auf jeden Fall, dass ich wie ein Blöder in den letzten Tagen am E-M1II-Update geschraubt habe und es jetzt nicht unter die Leute bringen kann.

Nachdem es in den letzten Jahren immer wieder so seltsame Geschichten gegeben hat, wo ich seit Jahren auf eine Behebung simpelster Problemchen warte, habe ich jetzt beschlossen, den Shop zu wechseln.

Und schon fängt die nächste Katastrophe an, weil man natürlich den Artikelbestand nicht sauber exportieren kann. Und die Kunden gar nicht. Und da der Shop „in der Cloud“ ist, komme ich auch nicht mit PHPAdmin ran. Alles seeehr grandios.

Ich werde jetzt also in den nächsten Tagen einen neuen Shop aufsetzen. Mit WooCommerce und ihn direkt an pen-and-tell anbinden.

Da hinein packe ich dann alle meine Artikel, das sind glücklicherweise nicht sooo viele.

Und dann seid ihr gefragt. Erste Aktion: alles noch einmal runterladen, wo ihr noch Downloads frei habt und wo ihr nicht mehr sicher seid, dass ihr die aktuelle Version habt.

Dann im neuen Shop einen neuen Account anlegen.

Dann werde ich irgendwie eine Möglichkeit finden, dass ihr im neuen Shop eure Restdownloads kriegt, für Bücher, die noch Updates kriegen. Objektive zum Beispiel. Das Lichtbuch, das Praxisbuch. Aber dazu müsst ihr eben eure Kundenkonten anlegen. Denn ich werde neue Versionen nur im neuen Shop zum Download bereitstellen. Der alte Shop wird noch Online bleiben, bis der neue Shop komplett bestückt ist – oder bis der Hoster den Laden endgültig dicht macht.

Es kann auch sein, dass sich Gambio noch rührt und mir wieder vollen Zugang zu meinem Shop gibt – aber ab einem gewissen Punkt ist halt das Vertrauen ein bisschen lädiert und dann will ich lieber ne GNU-Standardlösung haben. Also besser ein kontrolliertes Chaos als dann irgendwann eine unkontrollierbare Katastrophe.

Sorry für die Unbequemlichkeit, ihr könnt sicher sein, ich hätte in den nächsten Wochen auch lieber was anderes gemacht.

Update: Der Support hat sich gemeldet, man habe es nachvollziehen können, dass es nicht geht und wolle sich mit der Technik in Verbindung setzen. Also mal schnell gekuckt, wer das ist „die Technik“ – Hetzner. Immerhin nicht in Amiland.

One Reply to “Der Supergau”

  1. Hetzner hat aktuell Umstellungen mit fixen IP Adressen laufen. Die bekam man davor per DHCP und muss sie nun selbst fix vergeben, weil die den Server für statische IP dafür abdrehen.

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