Danke an die Community

Ich hatte gestern gefragt, wie ihr das seht, wenn ich paypal abklemme und ob es Alternativen gibt. Es gibt allerhand Alternativen, aber die kann ich entweder nicht an meinen Shop andocken, wie Stripe oder Wero, oder/und sie verlangen horrende Gebühren von Händlern, wie Klarna. Und „Sofortüberweisung“ gehört seit zehn Jahren auch Klarna und die verlangen, dass man ihnen die Zugangsdaten zum eigenen Konto gibt – was jetzt nicht so das ist, was die AGBs der Banken vorsehen.

Bezüglich „Userexperience“ und „Cancel Culture“. Eine Freundin hatte vor ein paar Tagen eine wirklich nette „Userexperience“ mit PayPal. Da hat nämlich einfach ein Spieleanbieter von ihrem Paypal-Konto abgebucht. Jo. Einfach so. Mehrfach. Sie hat sich dann beschwert und das Geld wurde zurückgebucht. Aber die „Userexperience“ ist jetzt nicht soooo prickelnd. Denn diese Freundin hat definitiv nie irgendwas mit diesem Anbieter zu tun gehabt. Weitere Nettigkeiten findet man auf der Wikipedia unter „Kritik“.

Bezüglich der „Cancel Culture“ – Paypal hat sich in den letzten Jahren auch sehr auf diesem Feld hervorgetan. Es wurden tausende Paypal-Konten von politisch unbequemen Menschen weltweit gesperrt. Der Laden hat mit „Free Speech“ mal so gaar nix zu tun.

Eigentlich wollte ich deshalb Paypal jetzt abklemmen. Die Nummer in Venezuela hat für mich das Fass zum Überlaufen gebracht. Das Feedback der Community hat mach davon abgebracht, anscheinend ist für viele Paypal wirklich wichtig.

Aber.

Ich habe jetzt die Vorabüberweisung aufgewertet. Sprich: man wählt als Zahlungsweise Vorabüberweisung aus und bekommt sofort den Bestellstatus „In Bearbeitung“. Und sofort den Downloadknopf. Also kein Nachteil mehr gegenüber Paypal – nur dass ich halt auf eure Ehrlichkeit baue und davon ausgehe, dass ihr tatsächlich überweist. (Neue Kontonummer gibt’s per Mail.)

Ich denke, das ist ein Deal.

8 Replies to “Danke an die Community”

  1. Bei uns gab es mal das Sparbuch, das hatte einige Zeit lang auch eine Kontonummer, auf die man überweisen konnte. Vom Konto runter ging es dann nur auf ein vorher festgelegtes Referenzkonto. Was in der Art wäre auch eine Möglichkeit, die Kontonummer ziemlich gefahrlos zu publizieren. manche Banken haben auch heute ähnliche Systeme für die Basiskonten , über die man dann Festgeldkonten (zeitlich gebunden) oder auch Taggeldkonten oder ähnliche Anlageformen abwickelt. Eventuell wäre sowas für den Zahlungseingang brauchbar.

    1. Das gibt es immer noch – nennt sich halt Tagesgeldkonto. Die meisten davon akzeptieren Einzahlungen von beliebiger Stelle aus (zumindest in dem Rahmen der kein Geldwäscheverdacht erregt) und können auf der anderen Seite nur vom eingestellten Referenzkonto erleichtert werden (und es ist kostenlos und meist gibt es sogar ein paar Alibizinsen)

      Ob das jetzt allerdings als Geschäftskonto eine Alternative ist, kann ich nicht sagen

      Andy
      imkontomodus

  2. Mit der endlich kostenlosen Spaß SEPA Sofortüberweisung kann doch jeder sofort die Kohle zu dir schicken. Ist nur die Frage wie der Shop das mitbekommt. Dann wäre dein Risiko auch weg…

  3. Überweisung ist doch völlig in Ordnung.
    Vorab m.W. sogar zudem mit dem zusätzlichen Feature, dass die Schufa nichts davon mitbekommt (bin da aber grad nicht ganz trittsicher).
    PayPal war für mich nie eine Überlegung wert. Mein Interesse, meine Daten mit über 600 (?) mir größtenteils unbekannten Firmen zu teilen, ist einfach zu gering.
    Manchmal frage ich mich wirklich, wie ich es mit meiner bzgl. Geldangelegenheiten reichlich konservativen Haltung bis ins 21. Jahrhundert geschafft habe.
    Was lobe ich mir doch bspw. Mullvad oder Mailbox, wohin man auch einen anonymen Brief mit Bargeld absetzen kann. 😉 Klar, das setzt Vertrauen voraus.
    Und ja, spätestens seit den letzten Vorkomnissen in der „westliche Hemisphäre“ sollten einige nun wirklich wacher werden.
    Nicht zuletzt deshalb bin ich auch der Auffassung, dass wir Alternativen wie Wero schlichtweg brauchen. Auch wenn ich selber aktuell noch keinen echten Bedarf habe, verfolge das ganze daher unregelmäßig und noch mit etwas Distanz.
    Dennoch würde ich die Plattform nicht von Vornherein abschreiben und für tot erklären. Wieso immer diese Ungeduld, wenn etwas nicht sofort und jetzt gleich verfügbar ist.
    Ich meine übrigens, dass die bzgl. Onlinehandel gerade ganz rührig sind. Ob das dann zunächst nur die Großen im www betrifft oder auch Du es dann nutzen kannst, weiß ich allerdings (noch) nicht.
    Ich würde mich aber bereit erklären, es in Deinem Shop zu testen. 😉

    1. Das ist ein bisschen schwierig. China kann sich Taiwan „nicht unter den Nagel reißen“, weil Taiwan völkerrechtlich ein Teil Chinas ist. (Das hat sich übrigens Chiang Kai-shek selber zuzuschreiben. Weil er immer behauptet hat, es gebe nur ein China und die Alleinvertretung beansprucht hat – und deshalb auch Wahlen in Taiwan verboten waren – hat dann irgendwann die KPCh gesagt, das Spiel können auch zwei spielen. Und war mit Chiang einer Meinung: es gibt nur ein China. Und die UN hat eingesehen, dass es etwas albern ist, wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt und Taiwan aus der UN geworfen.) Taiwan wird international als Teil Chinas betrachtet. Ausnahmen sind folgende Staaten, in Klammern das Jahr der Anerkennung.
      Vatikanstadt (1942) (zu diesem Zeitpunkt war Taiwan noch japanisch, es wurde als die japanische Besetzung anerkannt.)
      Haiti (1956) (Damals war in Haiti der korrupte, aber US-treue, stramme Antikommunist Magloire Präsident.)
      Paraguay (1957) (Cheffe: Alfredo Stroessner)
      Guatemala (1960) (Cheffe: Idígoras Fuentes, Massenmörder und Putschist, außerdem Liebling der United Fruit Company)
      Honduras (1965) (Da war gerade ein Militärputsch gegen Morales gewesen, in dem mal wieder die CIA die Finger drin hatte.)
      Eswatini (1968) (König Sobhuza II, hat 1972 das gerade erst gewählte Parlament abgeschafft.)
      Tuvalu (1979)
      St. Vincent und die Grenadinen (1981)
      St. Kitts und Nevis (1983)
      Belize (1989)
      Marshallinseln (1998)
      Palau (1999)
      St. Lucia (1984–1997, 2007)
      Nauru hat 2024 die Anerkennung von Taiwan zurückgezogen.
      Dazu sollte man noch wissen, dass Taiwan überhaupt erst seit 1971 Wahlen kennt, und Anfangs auch nur, um verstorbene Parlamentsmitglieder zu ersetzen. Opposition war verboten, die einheimische Sprache war verboten. Einfach mal ein bisschen recherchieren….

      1. Mir ist die Schwierigkeit des Konflikts zwischen „Volksrepublik China“ und „Republik China(Taiwan)“ durchaus bewusst. Der zu Ende gegangene Bürgerkrieg 1949 hat dieses komplizierte Konstrukt nunmal mit hervorgerufen.
        Taiwan möchte aktuell trotzdem den Status Quo mit seiner quasi Unabhängigkeit erhalten.
        Nichtsdestotrotz ist eine militärische Intervention Festlandchinas gegen Taiwan ein sehr reelles Szenario.
        Um meine Frage nochmal aufzugreifen. Hätte ein militärisches Vorgehen der Volksrepublik China gegen Taiwan Auswirkungen auf deine weitere Berichterstattung über DJI?

        Beste Grüße

        1. Ein unprovozierter Überfall auf ein fremdes Land mit Verschleppung des gewählten Präsidenten ist mit keinem einzigen Paragraphen des Völkerrechts legitimierbar. Und der Herr in Washington versucht das auch gar nicht. Er erklärt offen „Ist alles meines, und wer was dagegen hat, wird bombardiert.“ Und es stehen bereits weitere Länder auf der Liste, bei denen das Vorgehen durchgeführt werden soll. Diese Liste wird sogar offen kommuniziert. Eine solche Rhetorik gibt es zwischen Taiwan und China nicht, obwohl Taiwan gegenüber China kein fremdes Land ist, sondern rechtlich lediglich eine Provinz. Deine Frage geht also an der Realität vorbei.
          Ansonsten hat DJI mehrfach erklärt, kein Militärgerät herzustellen und nach meinen internen Informationen stehen sie dabei unter ziemlichem Druck der Regierung, dem sie aber bisher standhalten.

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