SD-Karte mit KI

Nachdem nun in Dubai bereits über 70 britische Touristen beschuldigt wurden, iranische Raketen und deren Einschläge gefilmt oder fotografiert zu haben und damit vor bis zu zehn Jahren Haft und Geldstrafen zwischen 5.000 und 50.000 Euro stehen, haben die Hersteller von SD-Karten reagiert.

Sie entwickeln Speicherkarten, die einen kleinen Prozessor integriert haben, der selbständig erkennt, ob gerade eine Rakete oder deren Einschlag oder ein zerstörtes Haus fotografiert wurde und im entsprechenden Fall die Speicherung des Bildes verhindert.

Natürlich ist, wie bei allen KI-gesteuerten Prozessen, die Rate von False-Positive und False Negative – Erkennungen noch hoch, aber die nahöstliche Firma, die die erste dieser SD-Karten in den nächsten Tagen auf den Markt bringen will, ist seit dem 28.3. mit mehreren Teams in der Golfregion unterwegs, die einerseits die jeweils aktuellen Firmwarestände testen und andererseits weiteres Trainingsmaterial produzieren.

Die staatlichen Akteure in der Region unterstützen die Entwicklung mit hohen Geldsummen und ohne Rücksicht auf Verluste. Sie versprechen sich davon eine deutliche Entlastung der Strafverfolgungs- und Zensurbehörden, denn Fotos, die gar nicht erst gemacht werden, müssen auch nicht zensiert werden. Eine Verordnung für eine verpflichtende Nutzung der SD-Karten in Krisengebieten ist bereits in der Entwicklung.

Eine kleine Arbeitsgruppe ist an der Arbeit, über die SD-Karten die Bluetooth-Sender der Kameras so zu triggern, dass diese beim mehrfachen Versuch, solche Bilder zu erstellen, einen Peak aussenden, der von einem lokalen Smartphone empfangen und an die zuständigen militärischen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet wird. Diese können dadurch die genaue Position des Fotografen ermittelt und sofort einen Flugkörper zur Elimination des Sicherheitsrisikos starten. Beim ersten Versuch mit einer Luft-Boden-Rakete war die Zielgenauigkeit noch mangelhaft, mittlerweile ist man auf Drohnen umgestiegen, was deutlich billiger und effektiver ist.

Es wird darüber nachgedacht, die KI-Engine auf den SD-Karten auch auf andere Motive auszuweiten. Es gibt ja mittlerweile Terabyte-SD-Karten, so dass es kein größeres Problem ist, umfangreiche Bibliotheken darauf unterzubringen, ohne die User-Experience zu beeinträchtigen.

Um die Akzeptanz unter den Fotografen und der Bevölkerung zu steigern, wird geplant, bei der Kommunikation auf Kinderpornografie und DeepFakes abzustellen. Idealerweise sollten die SD-Karten regelmäßig “Sicherheitsupdates” mit den neuesten Mustern erhalten. Wünsche aus der Politik wurden bereits geäußert. So sollen Politiker der Regierungskoalition mit erhobenem rechten Arm nicht mehr fotografiert werden können, Politiker der Opposition jedoch ausschließlich in dieser Pose.

Aus Gründen der Rechtssicherheit wird die verpflichtende Einführung dieser Speicherkarten zum 1.4.2027 von allen relevanten Verbänden begrüßt.

8 Replies to “SD-Karte mit KI”

  1. “Eine Zensur findet nicht statt.” gehört leider mittlerweile in vielen Staaten, auch Noch-Demokratien, zu den Scherzen…
    :-/
    In so fern finde ich die Idee gar nicht mehr fern liegend. Leider.

    1. Reinhard, es ist einfach genial, was Du Dir immer zu diesem Tag einfallen lässt!
      Gruß Lutz L.

  2. Herrlich! Zum Niederknien! Und tatsächlich weit weniger utopisch als die Ideen der wegweisenden Utopisten-Romane aus dem letzten Jahrhundert …

    1. Bürofehler:
      Ich bezog mich natürlich auf die “Dystopie-Romane“ …
      FROHE OSTERN!
      Lg, Saint-Ex

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