
Japan: Erdbeben 7,6 und Tsunami. Waldbrände in Europa haben 2025 13 Megatonnen CO2 in die Luft gepustet. Indonesien: Überflutungen. Griechenland: Überflutungen. Vogtland: Erdbebenschwarm. Türkei: Erbeben 5,6. Erde: Sonnensturm trifft am10.12. um 13 Uhr auf die Erde.
Das sind nur die Meldungen der letzten paar Tage. Die Dutzende Vulkane, die gerade Feuer – und CO2 -spucken, gar nicht mitgerechnet, weil die das schon seit Wochen tun.
Nach Meinung von Vulkanforschern haben Erdbebentätigkeit und Vulkanausbrüche in den letzten zehn Jahren um 50% zugenommen, Tendenz steigend. Ausbrüche der großen Vulkane im Bereich Süditalien sind nicht mehr nur “Möglich” – es ist nur noch die Frage “Wann”. Und ob “Nur” der Bereich um Neapel aufhört zu existieren, oder ob auch Rom nicht mehr “ewig” sein wird.
In Island trifft die Regierung mittlerweile Maßnahmen für den immer wahrscheinlicheren Fall, dass der Golfstrom aufhört zu existieren. Wir reden hier nicht über Dinge, die nur “vielleicht” eintreten. Wenn die Klimaerwärmung so weitergeht, wird die Wahrscheinlichkeit dafür mit 70% beziffert. Selbst wenn wir das 1,5°-Ziel schaffen, sind es noch 25%. Jo richtig. Wenn die Erderwärmung weitergeht, kriegen wir in Deutschland ein Klima wie in Sibirien. Wir müssen uns dann keine Sorgen mehr um unsere Gletscher in den Alpen machen und können im Winter wieder zu Fuß nach England stiefeln, weil die Nordsee zugefroren ist.
In Island gehen dann die Lichter aus. Die Fischereiflotte kann dann auf Eisangeln umstellen.

Hört man in den Medien nichts davon? Könnte ja das Volk beunruhigen. Und den Tourismus beschädigen.
Und genau hier sind wir: es pfeifen die Spatzen von den Dächern und die Rückversicherer aus den Pressemitteilungen: Die Katastrophen nehmen zu. Und zwar werden sie nicht nur immer teurer, weil mehr kaputt gehen kann. Nein, in vielen Ländern folgen die Katastrophen so schnell aufeinander, dass nicht mal mehr Zeit bleibt, die Schäden der letzten Katastrophe zu beseitigen. Sprich: diese Landstriche werden auf die Dauer unbewohnbar.
Das geht nur um irgendwelche unterentwickelten Länder in Asien? Naja, dort wird ziemlich viel von dem Zeug hergestellt, was wir in Europa verwenden. Akkus, Kameras, Halbleiter. Nur weil dort die Löhne – noch – niedriger sind als bei uns und man dort heftig arbeitet statt sich um Identitätskulturkampf zu kümmern, sind die nicht rückständig. Im Gegenteil.
Das Erdbeben in Japan hat nur deswegen nicht viel kaputt gemacht, weil die Japaner irrsinnigen Aufwand betreiben, um ihre Buden erdbebensicher zu machen. Sonys neue Chipfabrik ist komplett schwimmend aufgebaut und hat das Beben ohne Schäden überstanden. Aber das hat vorher richtig Geld gekostet.
Und wieder sind wir beim Thema. Es geht um Geld. Um Geld das uns fehlt, wenn in Italien der Vesuv hochgeht – der fällig ist. Oder die Phlegräischen Felder. Die auch “fällig” sind. Und vor vierzig Jahren prognostizierte mein Physikprof, dass der Rheingraben “fällig” sei. Es gab jetzt ein paar Erdbeben, die nicht mit eingestürzten Stollen zu tun haben.
Die Kinderkliniken in Deutschland sind chronisch unterfinanziert und unterbesetzt. Die Schulen fallen ein. Wir haben mittlerweile 12% Analphabeten.
Aber wir haben genug Geld um Mord und gigantische Korruption zu finanzieren. Um Frackinggas zu kaufen, das der klimaschädlichste Energieträger überhaupt ist. Um Panzer zu bauen – Zeug, dessen einziger Zweck darin besteht, mit möglichst viel Aufwand möglichst viel kaputt zu machen.
Wir brauchen aber das Geld, um uns selbst den Arsch zu retten, wenn Mutter Natur zuschlägt. Wenn uns die Häuser unterm Arsch weggespült werden. Wenn Tornados unsere Dächer wegblasen. Wenn Muren unsere Dörfer begraben, wenn ein Vulkanausbruch eine Million Italiener zu Flüchtlingen macht. Ein Patriot- Abwehrsystem, das die Russen in zwei Tagen plätten weniger und das ganze Ahrtal wäre wieder wie aus dem Ei gepellt. Und noch jede Menge Geld übrig.
Ja, ich weiß, ich renne beim Einen offene Türen ein und beim Anderen hole ich mir an seinem Brett vor dem Kopf ne Beule. Es gibt ganz andere, die warnen und die werden auch nicht gehört.
Es gibt für uns als Fotografen nur noch eines zu tun – unser Apfelbäumchen pflanzen. Fotos von den Dingen zu machen, die es noch gibt. Und die Fotos zu sichern. Vielleicht Fotobücher machen lassen und die sicher verwahren. Nicht in “sozialen Medien” oder “Wolken” speichern – die überstehen oft nicht mal simple Vorstandsentscheidungen.
Wir können die Welt wohl nicht mehr retten. Aber wir können die Erinnerung daran retten. Und wenn von zehntausend guten Fotobüchern nur 20 überdauern und in 500 Jahren Zeugnis ablegen, dann hat es sich rentiert.

Das Bratwurst-Glöcklein in Nürnberg., Erbaut 1313. Da saß schon Dürer drin und hat gevespert. Statt der Moritzkapelle und der Kneipe ist jetzt dort ein Parkplatz. Im Oktober 1944 waren die Amis der Meinung, mit der Zerstörung dieses Häuschens den Sieg über die Hitlerei beschleunigen zu können. Dieses Foto wurde 1938 gemacht und an Touristen verkauft. Und an Nürnberger.
“… und können im Winter wieder zu Fuß nach England
stiefeln, weil die Nordsee zugefroren ist. …”
Nicht nur die Nordsee, auch ganz Skandinavien.
(Aus heutiger Sicht ca. 20 Millionen Flüchtlinge.)
Ich könnte mich hier an dem einen oder anderen Seitenhieb abarbeiten, den ich so vielleicht nicht 100% unterschreiben würde (wenn ich’s überhaupt jeweils richtig verstanden habe), aber das wäre Unfug. Zum Hauptthema gibt’s nichts weiter zu sagen. Außer vielleicht, dass in meinem Umfeld über das Thema Golfstromkollaps vor ca. 40 Jahren schon mal kurz in Ansätzen diskutiert wurde, als so langsam die (für mich) ersten Hinweise auf Mechanismen und Wahrscheinlichkeiten sowohl in Science als auch Fiction auftauchten. Wir ahnten neben vielem anderen nicht, wie schnell die 40 Jahre vorbei sein würden.
Vorsichtshalber diskutieren wir lieber über Migration, Bürgergeld, Rente und Heizungsgesetz. Das lenkt zumindest von den wichtigen Themen ab. Ich habe lieber mein Geld zusammengelegt und in eine Wärmepumpe investiert. Die läuft wirklich super, spart jede Menge Gas und liefert einen kleinen Beitrag. Dazu auch noch ein PKW abgeschafft und weitere kleine Dinge. Jeder sollte einen Beitrag leisten und nicht immer nur auf die anderen zeigen.
Da bin ich ganz bei dir, Werner…
Als Mieter habe ich wenig Einfluss, welche Heizung mein Vermieter einbaut. Aber ich kann mich für dickere Socken und einen Pulli extra entscheiden für zwei/drei Grad weniger Raumtemperatur.
Für mein Gewerbe brauche ich hin und wieder einen Transporter. Aber ich kann mich entscheiden, wie oft ich ihn zwischen den “Wirklich-Brauchen-Anlässen” nutze.
Plastik ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Aber ich kann mich entscheiden, ob ich zusätzliches Plastik erwerbe oder doch hier oder dort mal verzichte.
Unser Fussabdruck ist und bleibt riesig. Aber ich kann ggf. “kompensieren”, wo ich nicht “vermeiden” kann (oder will).
Und ich kann reden und Bewusstsein schaffen (oder zumindest anstoßen).
Das alles wird die Welt nicht mehr retten. Aber es rettet meinen Blick in den Spiegel!
kompensieren ist aber auch nur etwas um das schlechte Gewissen zu beruhigen
Leider. Das liegt schlicht daran, dass es immer weniger Projekte gibt, die tatsächlich den CO2-Ausstoß so wirksam senken, dass tatsächlich irgendwas bewirkt wird. Vor fünf Jahren, als ich meinen Trafic kompensiert habe, gab’s diese Projekte noch. Wenn man mittlerweile den Jahresbericht des “GoldStandard”, der angeblich besten Zertifizierung durchackert, dann zieht es einem die Schuhe aus. Leute in Afrika mit sparsameren Öfen zu versorgen ist immer noch der Knüller. Statt dem lokalen Holz werden die mit fossilen Brennstoffen beheizt.
Noch wilder in Neuseeland. Da werden vor kurzem mit Steuergeld aufgepeppte Naturgebiete plattgemacht, damit man für die Zertifikate notwendigen Anpflanzungen einen neuen Platz hat. Die Dörfer darin sind allerdings hin und wären eh nicht mehr überlebensfähig. Die Anpflanzungen sehen gut aus in der Kompensationsdoku und macht einen selber eher ratlos. Auch wurde die Menge der Zertifikate auf den doppelten heutigen Ausstoss ausgelegt und gratis abgeben. Sie sind eine super Renditequelle für die grössten Zerstörer.
Thomas, womit beruhigst du denn dein schlechtes Gewissen?
Hast du eine Alternative für mich?
Martin, nein Alternativen für dich habe ich leider nicht.
Es seiden Du stellst Deinen Transporter auf E um, kannst ein Balkonkraftwerk installieren, oder gar in eine andere Wohnung umziehen.
Ich denke halt es sollte jeder das tun was er (auch finanziell) kann, denn eine Ausrede wie alles so kompliziert, oder das hat doch eh keinen Sinn wenn nur ICH das mache, sind Ausreden die nicht mehr hören möchte. Man muss sich halt damit auch einmal intensiv auseinander setzten.
Das ist alles nicht so einfach.
Die Umstellung eines funktionierenden Benziners auf Elektro ist im Hinblick auf die Ökobilanz ein Minusgeschäft. Man kombiniert das Schlechte aus beiden Welten.
Ein Balkonkraftwerk klingt gut, ist aber nur dann sinnvoll, wenn man entweder den Strom direkt verbraucht oder man einen Batteriespeicher hat, der dafür sorgt, dass man auch in der Nacht Strom hat. (Stichwort Autarkie) Und wir reden hier noch nicht darüber, ob das Balkonkraftwerk umweltfreundlicher Strom erzeugen kann, als eine Großsolaranlage. Darüber liegen mir keine verlässlichen Zahlen vor. Auch die Herstellung und der Transport der Solarmodule – die ziemliche Geräte sind – verursachen Emissionen. Das Fraunhofer-Institut behauptet zwar im Auftrag des Umweltbundesamtes, dass sich so ein Modul nach 1,3 Jahren CO2-mäßig amortisiert hat, belegt das aber nicht. (Im Gegenteil. in den Unterlagen des Instituts wird bewusst unscharf formuliert. Quellen oder Originalzahlen: Fehlanzeige.)
Umzug in eine andere Wohnung: das hat auf die Atmosphäre exakt keine Auswirkung, da ja dann wer anders in der Wohnung sitzt.
Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, zuverlässig CO2 einzusparen. Weniger kaufen. Es ist also keine Frage “Kann ich mir das Energiesparen leisten” sondern “halte ich es aus, weniger Geld auszugeben.”
Die ganze Elektromobilität scheint ungeheuer umweltfreundlich – in Wirklichkeit ist jeder Verbrenner der schon existiert und gut gewartet wird umweltfreundlicher als ein neu produzierter Elektrohobel. Bei einem intensiv genutzten Elektrofahrzeug (Nutzung der Reichweite und der Leistung) fällt der Health-Status der Batterie innerhalb von 100.000 Kilometern unter 75%. Damit ist die Kiste Schrott. (Der “Akkudoktor”, der nun wirklich nicht Solarkritisch ist, hat da ne sehr spannende Untersuchung dazu gemacht. https://youtu.be/Arp_H00gdj4?si=aR3avWlkv4niVtEt) Und Schrott meint: “Wirtschaftlicher Totalschaden”. Reparaturen an Elektronikbauteilen von E-Autos sind nicht etwa teuer, sie sind völlig absurd teuer. Und während man eine Ente heute noch reparieren kann, ist beim Tesla Roadster seit 2022 Schluss mit Ersatzteilen. Musk hat zwar 2023 alle Dokumente zum Roadster veröffentlicht und Open Source gemacht, aber viel Spaß beim produzieren der ASICs.
“Ein Balkonkraftwerk klingt gut, ist aber nur dann sinnvoll, wenn man entweder den Strom direkt verbraucht oder man einen Batteriespeicher hat, der dafür sorgt, dass man auch in der Nacht Strom hat.”
Das habe ich sogar!
Ursprünglich gekauft, damit meine Kunden zu Corona-Zeiten ihre Veranstaltungen draußen auf der “grünen Wiese” auch mit ihrer gewohnten Elektro-Hardware durchführen können, dient das Akku-Solar-Kraftwerk jetzt der Versorgung meines Büros 😉
Nagut, “jetzt” gerade nicht, denn im Winter steht die Sonne zu tief und kommt nicht übers Nachbarhaus. Da müsste ich einen Stock höher ziehen…
Aber von März bis September bin ich ziemlich autak, was das angeht. Inkl. Espresso- und Wasserkocher, denn wir im Sommer immer von der Küche ins Büro tragen.
lg, Martin
https://dreiklang.de/erster-sonnen-espresso-2025/
https://dreiklang.de/solare-unterstuetzung/
Reinhard, denkst Du, dass es in 500 Jahren noch jemanden gibt, der in der Lage ist Bilder anzusehen? Ich bin da inzwischen nicht mehr so optimistisch und fürchte, dass es schon viel eher niemanden mehr gibt, der sich dafür interessieren wird …. naja, vielleicht die Vulkanier…..
Nachhaltig leben? Aber ja doch – mache ich schon mein ganzes Leben lang aus unterschiedlichen Gründen.
Weil es nicht immer genau das gab/gibt was ich mir denke, wird eben das was (gebraucht) vorhanden ist umgenutzt.
Weil ich mir nicht alles leisten kann, was ich mir wünsche, wird das was ich mir leisten kann so lange es geht genutzt …. selbst Plastiktüten.
Weil ich es grundsätzlich blödsinnig finde etwas wegzuschmeißen was man reparieren, umbauen oder sonstwie weiter nutzen kann, wird das auch getan.
Aber deswegen nur dick eingemummelt in der kalten Wohnung sitzen? Nö. Klar wird die Heizung nicht unnötig aufgedreht und z.B. im Schlafzimmer gar nicht, aber ich will es schon bequem und gemütlich haben (und mein Mädel noch viel mehr). Pkw abschaffen geht auch nicht (hatten wir noch nie), aber auch aufs Kfz können wir schlicht nicht verzichten – und so wie unsere Lage ist auch nicht auf Strom umstellen. Hier können und wollen wir auch nicht vernünftiger sein als wir es jetzt sind.
Ja, das ist egoistisch, selbstsüchtig, eigensinnig und umweltzerstörend. Aber uns jetzt soweit einzuschränken, dass wir praktisch nur noch zu Hause hocken wollen wir nun auch wieder nicht – das wird bei uns noch zeitig genug passieren, so oder so (es bahnt sich bereits an…) Retten kann ich damit dann auch nichts, solange Panzer rollen und Bomben explodieren ist das was wir so an Umweltschäden produzieren nicht der Rede wert. Und wenn doch noch einer der “hohen Herren” auf die irrwitzige Idee kommt auf den roten Knopf zu drücken, spielt das alles sowieso keine Rolle mehr – und aktuell bewegen wir uns mal wieder auf diese Situation zu…..
Andy
imfatalismusmodus
Ob es in 500 Jahren noch wen gibt? Keine Ahnung. Ob gerade meine Bücher so lange leben? Keine Ahnung. Aber es besteht eine Chance dafür – und diese Chance sollte uns Ansporn dafür sein.
Und gerade was die private CO2-Produktion angeht: seit der Sprengung von NS und des bevorzugten Bezugs von “Freedom Gas” ist offensichtlich sowieso alles wurscht. In meiner Zeit bei XR habe ich Jugendliche kennengelernt, die nur Second Hand trugen, Holzzahnbürsten und selbergerührte Zahnpasta verwendeten und alles taten, um so wenig wie möglich CO2 zu produzieren. Denen ist dann von ihren angehimmelten Volksvertretern auf den Kopf gespuckt und alle Anstrengungen im privaten Bereich zunichte gemacht worden. Als der Oberveganer Benecke dann erklärt hat, dass Flugreisen bezüglich CO2 gar nicht so böse seien, habe ich beschlossen, ihr könnt mich. XR hat seinerzeit eine Demo vor einem Gasheizkraftwerk in Nürnberg abgehalten. Ich konnte die nur mit Mühe überreden, das Kraftwerk nicht zu stürmen. Damals war da noch Pipelinegas drin und es war die umweltfreundlichste Methode, Menschen mit Energie und Wärme zu versorgen, die bekannt war. Jetzt ist da Fracking-LNG drin und keine Sau regt sich auf.
Solange der notwendige energie- und klimapolitische Wandel von der Mehrheit der Poltiker und auch der Bevölkerung(en) wider besseren Wissens sabotiert wird (ich nehme mich davon nicht aus, und muß mir mit eigenen Widersprüchen an die Nase fassen), sehe ich wenig Hoffnung. Ich unterstütze XR regelmäßig finanziell, und nein, nicht um mein Gewissen zu beruhigen, sondern u.a. weil man die Hoffnung nicht aufgeben darf, daß sich vielleicht doch noch etwas zum Besseren oder nicht-ganz-so-schlimmen wendet. Und ich vieles gut finde, was und wie das XR machen. Ob es etwas genützt hat, werden wir vielleicht in 500 Jahren sehen….und bis dahin kaufe ich mir noch das Eine oder Andere Altglas und knipse die Welt um mich herum so, wie sie jetzt ist, resp. wie ich sie wahrnehme. (Ja, ich weiß, Sarkasmus hilft auch nicht wirklich weiter, läßt aber temporär etwas Dampf aus dem Kessel).
Ich habe die Hoffnung schon länger „beerdigt“. Leider wird nichts besser. Weder umwelttechnisch, noch menschlich.
Die Menschen sind schlicht zu dumm vernünftig mit der Umwelt umzugehen. Die können nicht einmal friedlich zusammenleben weil sie schlicht kein richtiges Gehirn besitzen.
Es sind schon genug andere Tiere ausgestorben ohne das es der Erde geschadet hat. Also weg mit dem Evolutionsfehler welcher sich „Menschheit“ nennt!
Da gibt’s neuerdings ein paar interessante Untersuchungen dazu, was passieren würde, wenn die Menschen aussterben. Die Ergebnisse sind durchaus interessant. In Deutschland würden sich erstmal ein paar Viecher explosionsartig vermehren und andere Viecher und Pflanzen ausrotten. Bis sich die überlebenden Viecher und Pflanzen wieder in den dann jeweils existierenden ökologischen Nischen eingerichtet haben, wird es ein paar Jahrtausende dauern. Ein Musterbeispiel dafür, was da passiert ist die japanische Riesenkrabbe, die so nach und nach den gesamten Nordseeboden leerfrisst. Ein Deutschland ohne Menschen, dafür mit Wildschweinherden, Wolfsrudeln, Rotwildmassen und Millionen von wilden Katzen und Unmengen von Ratten – das dürfte von der Vorstellung des Paradieses weit entfernt sein.
Warum kann ich nicht direkt unter Deinen Beitrag antworten?
>>Die Umstellung eines funktionierenden Benziners auf Elektro ist im Hinblick auf die Ökobilanz ein Minusgeschäft.<>Auch die Herstellung und der Transport der Solarmodule – die ziemliche Geräte sind – verursachen Emissionen <>Umzug in eine andere Wohnung: das hat auf die Atmosphäre exakt keine Auswirkung … <<
Und genau das ist das Problem. Wenn alle so denken wie Du dann braucht man sich nicht zu wundern, das nichts passiert. Und Martin fragte ja ob ich eine Alternative für Ihn hätte und nicht für einen Nachmieter.
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Und dein nächster Absatz zur E-Mobilität ist genau das Stammtischgeschwätz welches von Leuten in die Welt gesetzt wird die sich damit nicht beschäftig habe.
Du weißt das ich so einen „Elektrohobel“ (seit 4 Jahren) fahre und nach Deiner Darstellung müßte ich jetzt den 3 Akku haben und finanziell am Ende. Ich kann Dich und alle anderen beruhigen. Der Akku hat bei knapp 200.000 km noch gut 90 % SoH, ich bin noch nicht liegen geblieben und der Wagen ist auch nicht abgebrannt. (Warum geben eigentlich Hersteller 8 Jahre oder 160.000 km Garantie auf einen Akku, wenn er doch nicht hält).
Und wenn Du den Youtube Beitrag richtig und bis zum Ende gesehen hättest, wüstest Du das es um einen einzelnen Wagen geht den ER kaufen wollte, welcher über 500 PS hat, über 250 km/h fahren kann und die Aussage vom Akkudoktor auch ist, dass Du einen Verbrennermotor nicht so testen kannst und garnicht weißt was mit Ihm angestellt wurde. (Er fährt übrigens trotzdem eine E-Auto)
Außerdem „Schrott“ würde bedeuten nicht mehr reparabel. Hier würde ein Akkutausch helfen (kostet ungefähr soviel wie ein Austauschmotor eines Verbrenners) und das teil fährt dann wieder wie neu.
Und auch Deinen nächsten Einwand zur Reparatur von Elektronikbauteilen und E-Autos ist nur Stammtisch Geschwafel oder glaubst Du tatsächlich in neuen Verbrennern ist die Elektronik günstiger? Du hast schon lange keine Autowerkstatt mehr aufgesucht.
Dein Beispiel Ente und Roadster ist auch nur an den Harren herbei gezerrt. Einen umgebauten Lotus Elise mit einem Allerweltsauto zu vergleichen, ist wie den ersten Benz mit einem Pferd zu vergleich.
Noch ein paar Nachträge:
1. Auch vor fünf Jahren war ein kompensieren nur was für das schlechte Gewissen.
2. Solarpanels gibt es auch aus Europa (sogar aus Deutschland).
3. Ich schätze den Andreas Schmitz für seine Beiträge, aber in seinem letzten Beitrag (Ihr streitet über Reichweite und Akkubrände) kommt er sehr unwissend rüber.
4. Bei PAT einen Beitrag schreiben über „Umweltprobleme“ dann aber nicht dafür bereit zu sein sich über heute schon verfügbare Alternativen richtig zu informieren, finde ich fragwürdig.
5. Ich halte mich eigentlich aus solchen Diskussionen raus, da jeder selbst wissen muss was er kann und will, dass Du allerdings hier mit falschen Information rüber kommst möchte ich als „freund“ nicht so stehen lassen.
Und jetzt fehlte ein Teil im ersten Absatz
Die Umstellung eines funktionierenden Benziners auf Elektro ist im Hinblick auf die Ökobilanz ein Minusgeschäft.
Achso, Du verbrennst also lieber weiter Fossile Brennstoffe und stößt CO2 aus, nur weil bei der Produktion eines E-Autos mehr CO2 anfällt? Dieses „mehr“ wird aber mit jedem gefahren Kilometer weniger im Gegensatz zum Verbrenner, da wird es nämlich mit jedem Kilometer mehr.
Auch die Herstellung und der Transport der Solarmodule – die ziemliche Geräte sind – verursachen Emissionen
Ja und die Fossilen Brennstoffe verursachen keine Emissionen, wenn sie Schiffen hierher und dann per auf LKW zur Tankstelle usw. gebracht werden?
Umzug in eine andere Wohnung: das hat auf die Atmosphäre exakt keine Auswirkung …
Und genau das ist das Problem. Wenn alle so denken wie Du dann braucht man sich nicht zu wundern, das nichts passiert. Und Martin fragte ja ob ich eine Alternative für Ihn hätte und nicht für einen Nachmieter.
“Stammtischgesychwätz”. Danke für die fundierte, sachliche Auseinandersetzung.
Ich habe mich mit tatsächlichen CO2-Bilanzen auseinandergesetzt. Und zwar nicht mit den von den Autoherstellern frisierten Bilanzen, sondern mit tatsächlichen Bilanzen. Ich weiß, dass Du hochzufriedener E-Auto-Fahrer bist. Das spielt aber gar keine Rolle, wenn es um den CO2-Fußabdruck geht.
Ein-E-Auto produziert mit jedem Kilometer, den Du fährst, Emissionen. Die Meinung, dass die CO2-Bilanz mit jedem Kilometer besser wird, ist eine Meinung, aber nicht von den Fakten gedeckt. Es produziert mit jedem Kilometer weniger CO2 als ein vergleichbarer (!) Verbrenner. Und nach grob 100.000 Kilometern wird die Bilanz im Vergleich zu einem anderen vergleichbaren (!) Neufahrzeug (!!) “positiv”. Aber niemals erreicht ein neues E-Auto die Co2-Bilanz eines bereits existierenden Fahrzeug. Never. Rechne es Dir aus. Dieses “Stammtischgeschwätz” stammt übrigens von Klimawissenschaftlern, die jedem raten “Behalt Deinen alten Verbrenner, solange er noch tut.”
Und ja, ein Batterietausch mit 15.000 Euro kostet vergleichbar einem Motortausch. Bei einem großen Fahrzeug. Ich hatte letzthin das Problem bei einem Dacia Lodgy. Neuer Motor inkl. Einbau 5000 Euro. Neuer Motor 2CV 1400 Euro. (Da fehlt keine Null).
Bezüglich der “lange nicht mehr in der Werkstatt gewesen”. Ich habe meine “Weisheiten” von einem Spezialisten, der jeden Tag in der Werkstatt steht und vor vier Jahren selber Elektroautofan war. Der flucht nur noch und sagt, nach fünf Jahren werden die Reparaturen so häufig und so teuer, dass er jedem abrät. (Die betreuen übrigens Taxifahrer und Handwerker mit Laufleistungen von Motoren jenseits der 500.0000km….) (Meine Ente hat jetzt 170.000km drauf und ist 35 Jahre alt. Die wenn einen LiIOnen-Akku hätte, wäre sie seit 20 Jahren im Schrott.)
Es kann durchaus sein, dass Dein Schlitten total supi ist. Aber Du selbst hast mir gesagt, dass ein typgleiches Fahrzeug mit einem anderen Herstellungsland ein Vielfaches an Problemen hat.
Und bezüglich des Umzugs: Was genau hilft es dem Klima, wenn ich persönlich in eine Wohnung ziehe, in der ich weniger Heizung brauche, wenn in meine Wohnung jemand anderes zieht? Der Umzug produziert CO2. Das ist alles, was passiert.
Genauso übrigens mit den Altautos: Einen funktionierenden Verbrenner zu verkaufen und ein neues E-Auto zu kaufen, was genau hilft das dem Klima? Nichts, es wird mit dem Fahrzeug genau soviel CO2 produziert wie vorher, nur eben nicht mehr von mir.
Wir verlagern unseren CO2-Ausstoß nach China und können dann sagen “Die bösen Chinesen”. Nein, es ist einfach Heuchelei. Es geht nicht darum, was ich persönlich an CO2 produziere. Es geht darum, wieviel CO2 – Produktion ich irgendwo auf der Welt veranlasse. CO2 kennt keine Grenzen.
Du fährst ein fettes, tonnenschweres Ungetüm, das zur Produktion jede Menge CO2 rausgehauen hat und das niemand braucht und dessen Recycling zwar technisch möglich, aber real ungeklärt ist. Das ist nicht klimafreundlich. Hör auf zu träumen.
Diese “Ja aber die neuen Autos sind doch genauso Scheiße” als Argument gegen jemand, der klar und deutlich geschrieben hat “Behalt Deinen alten Karren” ist ein typischer Strohmann.
Danke für deine fundierte Antwort.
Du unterstellst mir also das ich mich nur mit frisierten CO2 Bilanzen der Autohersteller auseinandergesetzt habe. Dann könnte ich Dir ja auch unterstellen, dass Du dich nur mit den frisierten CO2 Bilanzen der Klimaleugnern auseinander gesetzt hast.
Und solltest Du trotzdem andere Wissenschaftliche Meinungen suchen, dann suche doch einmal z.B. nach Volker Quaschning oder nach Tom Bötticher,
Oder
Ein Verbrenner hat im Durchschnitt eine CO2 Produktion von 5 Tonnen, bei ca. 20.000 Km Fahrleistung im Jahr.
Ein Elektroauto im Durchschnitt 2 Tonnen (Energiemix mit 60% fossilen Energien)
Quelle: https://afdc.energy.gov/vehicles/elec…
Studie zur Batterieproduktion des IVL Swedish Environmental Research Institute: https://www.ivl.se/english/startpage/…
Danach emittiert eine 100kWh battery 15-20 Tonnen CO2, angenommen mit 50-70% fossilem Energieeinsatz.
Weitere Studie: MIT Emissions Study – https://bit.ly/2zeYfqd
CO2 bei Autoherstellung:
6 Tonnen CO2: Citroen C1
17 Tonnen CO2: Ford Mondeo
35 Tonnen CO2: Land Rover Discovery
Oder, da Du ja den Akku Doktor ins Spiel gebracht hast
https://www.youtube.com/watch?v=uoLVb8jm70g
Video aber bitte auch ganz anschauen.
Und auch POLiS Helmholtz-Institut Ulm
https://www.youtube.com/watch?v=9KNRV3BYIXM
Und dieses tonnenschwere Ungetüm wiegt nicht mehr als ein aktueller Passat
Da Du ja recherchieren kannst wirst Du bestimmt weitere Quellen finden.
Und weiter sind ganz klar die neuen Autos mit Elektronik vollgestopft egal welcher Antrieb.
Und “Behalte Deinen alten Karren” ist natürlich eine Möglichkeit. Ich habe auch nie gesagt das jemand sich ein E-Auto anschaffen soll, nur wegen der Schadstoffe. Sollte jemand der Umwelt wegen ein neues E-Auto anschaffen, Daumen hoch. Sollte jemand einen neues Verbrenner-Auto kaufen weil er ein neues Auto möchte, Daumen runter.
Meine Aussage zu den Problemen meines Fahrzeuges bezogen sich auf Fahrzeuge die vor 4 Jahren hergestellt wurden. Bei heutigen Fahrzeugen sieht es schon wieder ganz anders aus.
“Du unterstellst mir also”. Nein. Tue ich nicht. Und damit ist für mich die Diskussion beendet. Auf dem Niveau ist mir das zu blöd.
Mal wieder ein herrliches Thema. Und erst die Antworten. KÖSTLICH.
Ich habe seit August ein neues SUV mit über zwei Tonnen Lebendgewicht und +400 PS. Das SUV-Tier frisst reinstes fossiles Super Plus. Der Kaufpreis war jenseits von gut und böse. Dafür hätte ich ein paar Elektroautos bekommen. Das juckt mich genauso wie meine Umweltbilanz gegen NULL.
Wenn ich mal wiedergeboren werde dann mit Sicherheit als Ratte im hoffentlich Menschenleeren ehemaligen Deutschland.
alles unter V8 ist asozial.
Aber es gibt einen Wandel in der Welt.
https://www.ardmediathek.de/video/swr-wissen/e-auto-jetzt-der-check-tankst-du-noch-oder-laedst-du-schon/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyODUzMjk
Habe mal reingeschaut. Für mich eine reine Werbesendung der ARD zum E-Auto.
die Sonne schickt keine Stromrechnung.
Und solange Hunderttausende in Ländern die von einem Wetterextrem in das andere fallen noch reges Interesse an Formel Rennen zeigen, geht’s uns noch (zu) gut.
Mein Nachbar mich, morgens mit laufenden Motor beim Scheibenkratzen sieht, eine Anzeige erstattet…….
Zu gleicher Zeit tausende Lkw vor der Weiterfahrt warmlaufen, weil es eine marode Schienenpolitik gibt, die Industrie keine große Lagerhaltung mehr betreibt.
Es Weltweit einen regen Schiffsverkehr gibt der nur die einzige Aufgabe hat, Segelboote, Luxusyachten, Sportboote, in andere Reviere zu überführen.
Die Liste an verfehlungen der Menschheit an der Erde könnte man ewig weiterführen.